Claras Allerleiweltsgedanken

Aus gegebenem Anlass …

20 Kommentare

… muss ich hier mal zwei Horrorbilder veröffentlichen

Keine Angst, es ist Vergangenheit, und zwar genau 11 Jahre ist es her. Mit einer Freundin, die ich im Krankenhaus im gleichen Zimmer kennengelernt habe, war ich gestern Abend „Nasengeburtstag“ feiern.

Ich hatte zuvor schon zwei erfolglose Nasenoperationen (1999 und 2000)  hinter mir. Der erste Arzt wollte sich profilieren und für eine Studie so viele Sachen wie möglich auf einmal operieren. Bei mir nahm er sich die schief stehende Nasenscheidewand vor und das Zäpfchen, damit ich meine Mit-Schläfer oder -Schläferinnen nicht durch zu lautes Schnarchen vom Schlafen abhalte. Leider verpatzte er beide Sachen gründlich. Ich verklagte ihn, konnte aber nur mit der fehlenden vorherigen Aufklärung punkten. Für das bei Gericht gewonnene Geld machte ich eine Amerikareise.

Die zweite OP hat ein anderer HNO-Arzt gemacht. Er verstärkte oder versteifte meine Nasenflügel, damit sie sich nicht beim Einatmen nach innen ziehen konnten und ich gar keine Luft mehr bekam.

Nach einiger Zeit bekam ich wieder so gut wie keine Luft mit geschlossenem Mund. Mein Arzt empfahl mir einen Professor im Klinikum Benjamin Franklin, den er für den einzig befähigten Operateur für diese verfahrene Kiste bezeichnete.

Der Kerl hatte nur einen Haken: Er hatte in JEDEM Auge drei Dollarzeichen stehen. Er wollte mir nur „Luft“ schenken, wenn er einen kleinen kosmetischen Schlenker schlagen durfte und ein Minihuckelchen auf meiner Nase entfernen durfte. Das hat er nicht etwa aus Edelmut getan, sondern aus reiner Raffgier – denn er wollte 4.000,00 € dafür haben – VIERTAUSEND, das muss man sich mal auf der Nase Zunge zergehen lassen. Gut feilschen konnte ich schon immer – wir trafen uns leider nicht bei der Hälfte, sondern bei 3000,00 €. Hätte die uneingeschränkte Luftholerei wenigstens einige Jahre angehalten, hätte ich das Geld bald veratmet verschmerzt.

Doch momentan war die OP erst einmal sehr gut, auch wenn ich aussehe wie mit angelegter Kriegsbemalung. Es tat kaum weh und mit der zur Nacht angelegten Sado-Maso-Maske konnte ich meine Spinnen in der Wohnung erschrecken.

 

Vor fast 5 Jahren habe ich schon einmal davon berichtet, sogar ausführlicher als hier. Wer Lust hat: https://chh150845.wordpress.com/2013/02/09/nasengeburtstag/

Das Essen war soooooooooo gut, dass mir beim Fotografieren meines „Nudelnestes“ vor Aufregung die Hände gezittert haben – oder ich kann einfach immer noch nicht vernünftig mit dem Handy fotografieren. Dafür kommen die schwarzen Morcheln klar und deutlich auf den Bildschirm.

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Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

20 Kommentare zu “Aus gegebenem Anlass …

  1. Hallo Clara.
    Da hat der Professor ja ganze Arbeit geleistet *hust*.
    Das einzig positive was ich an der ganzen Geschichte sehen kann ist nicht die Gesundheit sondern die Amerika-Reise und die daraus entstandene Freundschaft.
    LG, Nati

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  2. das sah echt böse aus damals

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  3. Liebe Clara, auch wenn der „Preis“ der Amerikareise hoch war…toll das du mit dem Geld etwas schönes machen könntest.
    Die Bilder sehen zwar schmerzhaft aus, aber deine Augen blitzen dich recht munter.

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  4. Zum Glück muss ich hier nicht ein „Gefällt mir“ klicken.
    Zum Glück ist das schon länger her und die Heilung sicher vollzogen.

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  5. Liebe Clara!

    Wow, mit diesem Outfit könntest Du glatt zum Karneval gehen. Da fällst Du nicht auf.
    Das Essen sieht ja echt wie in einem Sterne-Hotel aus. War das wirklich im Krankenhaus? Oder in Amerika? Also mein Krankenhaus-Essen wurde mir immer in so unterteilten Plastikschalen mit Deckel gereicht, die aussahen, wie große Hundenäpfe 🙂
    Zum Glück kannst Du nun gut durchatmen, auch wenn manchmal etwas gewaltig zum Himmel stinkt 🙂

    Liebe Grüße
    Mallybeau

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    • Liebe Mallybeau, ich kann gut verstehen, dass dir beim Anblick einer solchen hervorragenden Gesichtsmaskierung der erste Satz des Artikels entfallen ist: „Keine Angst, es ist Vergangenheit, und zwar genau 11 Jahre ist es her. Mit einer Freundin, die ich im Krankenhaus im gleichen Zimmer kennengelernt habe, war ich gestern Abend „Nasengeburtstag“ feiern.“
      Wir waren – wie schon so oft und gern – beim besten Chinesen hier in der Umgebung und hatten sehr, sehr viel Spaß. Gestern war es unheimlich voll – offenbar haben sich viele Leute zu Neujahr vorgenommen, die darbende Gastronomie zu unterstützen.
      An das Essen im Krankenhaus bzw. Klinikum habe ich absolut keine guten Erinnerungen. Ich weiß nur, dass ich alle Besucher bat, etwas „Schnuckliges“ oder Saft oder Obst mitzubringen, damit mein Verstand durch Vitamine am Leben bleibt.
      Wenn es mit dem gut durchatmen, auch bei stinkendem Himmel mal so wäre, täte es mir ja um die 3000 Oecken ja nicht so leid. Aber der Erfolg hat bestenfalls zwei Jahre angehalten – doch „reklamieren“ wollte und konnte ich nicht – er hatte damals schon gesagt, dass zu wenig „Substanz“ zum Operieren da wäre. – Ist so und wird eben abgehakt. Jedenfalls ist „atmen“ eine andere Tätigkeit, ich versuche, nicht zu ersticken. – Wenn dieser Professor gleich die erste Operation gemacht hätte, wäre sicher alles anders gekommen. Wenn… wenn…
      Total neblige Berlinstadtgrüße von mir

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  6. Eine wahre Horrorgeschichte, die Du da schreibst. Und schlechte Erinnerungen, die Du heraufbeschwörst, denn eine Nasenscheidewandoperation habe ich auch schon hinter mir (nein, weder die Kopfschmerzen noch die Nasennebenhöhlenentzündungen wurden weniger). Dafür hatte ich danach ein Einzelzimmer im Krankenhaus, weil einzige Frau auf der Station. So konnte ich nicht so viele Leute erschrecken – ich sah wohl aus wie Schweinchen dick 😉
    Aber bestimmt nicht so monstermäßig cool wie Du. Jeder Maskenbildner wird vor Neid erblassen 😉

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    • Liebe Agnes, wenn mit dieser Maskierung wenigstens noch ein erster Preis, hochdotiert natürlich, auf der Faschingsparty von Lichterfelde rausgesprungen wäre, hätte ich alles gut verdaut. Aber erstens war ich nie auf einer Faschingsparty, zweitens gab es dort sicher keinen Preis von 3000,00 € und drittens finde ich das Foto jetzt richtig gut – damit kann ich schnell mal jemand erschrecken, denn ich habe es auch auf dem Handy.
      Ich könnte ja das Foto benutzen, um zu sagen, zu viel Kopfhörergebrauch (oder so etwas ähnliches) macht rote Augen 🙂
      Oder ich schicke das Foto als Übungsvorlage an verschiedene Maskenbildner (gegen Honorar natürlich, die Kosten müssen ja wieder eingearbeitet werden), damit die sehen, wie der wahre HNO-Arzt-Horror aussieht. – Aber ich will ja nicht klagen, Schmerzen hatte ich so gut wie keine.
      Neblige Grüße von mir

      Gefällt 1 Person

  7. Das ist echter Nasenhorror, mein Gott!
    Aber das Morchelgericht sieht echt lecker aus!
    Liebe Morgengrüße vom Lu

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