Claras Allerleiweltsgedanken

1 – Die Himmelhoch-WG wächst

22 Kommentare

An Ola, meine erste Mitbewohnerin Anfang 2016 können sich einige vielleicht noch erinnern. Jetzt ist mir wieder so, nicht allein in der Wohnung sein zu wollen.

Ich habe in einem (ungeeigneten) Medium eine Anzeige mit Fotos vom Zimmer aufgegeben. Die Überschrift war eindeutig auf eine WEIBLICHE Mitbewohnerin ausgerichtet. Gemeldet haben sich fast nur junge Männer und alle mit sprachlich für mich nicht zu verstehendem Hintergrund, also Ausländer. Da ich mir auch Kommunikation wünsche , kommt englisch oder „Bruch-Deutsch“ für mich nicht in Frage.

Vor drei Tagen hatte ich eine 24jährige Vietnamesin zum Kennenlernen eingeladen. die eine Ausbildung zur Altenpflegerin macht. Versprochen, das letztere war nicht der Grund, weswegen ich sie sehen wollte. Nein, sie war diejenige, die ich am Telefon am besten verstehen konnte. – Sie machte einen sympathischen Eindruck, doch meine Wohnung ist auf große Bewohnerinnen eingerichtet. Sie war oder ist so klein, dass sie fast überall mit Fußbank arbeiten müsste. Auch sonst gab es eher Gründe, dass ich in einem anderen Portal suchen werde. Meine „Sympathie oder Antipathie“ wird von den Ohren vergeben. Hohe, fast schon quietschige Stimmen kann ich nicht ab, da werde ich nach kurzer Zeit ungeduldig und schlimmer. Und das haben weder sie noch ich verdient.

Also habe ich mich mit den jetzt schon vorhandenen Mitbewohnern an den runden grünen Tisch

 

gesetzt, um unsere Erwartungen an die neue Mitbewohnerin zu besprechen. Wir fanden es alle gut, wenn sie uns in die Geheimnisse der Yogaverbiegekunst einführen könnte, damit wir dann gelöst und gelockert über unsere Träume weiter spinnen können.

Zur Zeit ist ein Übergangsgast in der WG – ein früherer Politiker aus der SPD, der dem momentanen Schlamassel in dieser Partei entfliehen wollte. Ganz großzügig habe ich ihm Kurzzeitasyl gewährt, denn für lange wird kein Mann hier einziehen. – Dass er seine Pfeife nur auf dem Balkon schmauchen darf, ist ja wohl klar.

Auch auf dem Dienstleistungssektor für das leibliche Wohl hat sich in der WG einiges getan. Die kleine Rote musste wieder ausziehen,

… denn sie hat den Bedürfnissen der WG-Bewohner nicht standhalten können. Aber Madame Moulinex hat gleich und sofort eine Nachfolgerin aus dem Hause Melitta geschickt, mit der alle zufrieden sind. Jeder kann an dem Drehrädchen für den Mahlgrad drehen, jede kann für 1, 5 oder 14 Tassen Kaffee mahlen, wenn genügend Bohnen in der Büchse sind. Wir alle fanden den Namen „Molino“ so schön, klingt so italienisch und deswegen ist sie bei uns eingezogen.

So, mit dem Rest vertröste ich euch auf übermorgen, sonst wird es zu lang zum Lesen.

 

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

22 Kommentare zu “1 – Die Himmelhoch-WG wächst

  1. Hihi… „bruch- deutsch“ 😀 Gefällt mir der Ausdruck. Das ungeeignete Portal könnte ebay- Kleinanzeigen sein, da hab ich versucht einen Nachmieter für meine ehemalige Wohnung zu finden- ganz schlimm. Egal, wie ich die Auschlusskriterien der Verwaltung formuliert habe, GENAU die nicht geeigneten waren furchtbar aufdringlich, nicht zu bremsen und am Ende rotzfrech….
    Viel Glück bei deiner Suche!

    • Hallo Miki, schön, dass dir mein „Bruch-Deutsch“ auch so gut wie mir gefällt.
      Du hast den Nagel mitten in den Kopf gehauen – ja, es war eBay Kleinanzeigen. Die wollen ja damit verdienen, dass man die Annonce immer wieder nach vorn bringt, denn sonst ist sie schon nach einem Tag ziemlich im Anzeigennirvana verschwunden.
      Mein ganz tiefes Innere sagt, dass ich nicht mit genügend Lust und Liebe an das Suchen einer Mitbewohnerin herangehe. Vielleicht sollte ich mich mit meinen 8 Teddybären, 2 Löwen, einem Schwein, einem Frosch und sonstigen Tierspezialitäten zufrieden geben. Oder tatsächlich an einen Hund denken – aber auch da habe ich so viele Bedenken.
      Danke für das Glückwünschen!

  2. Bei der Wahl der Mitbewohner muss man konsequent sein. Bei denen mit Stimme und bei den stummen Helfern. Man hockt auf zu engem Raum aufeinander, als dass dies der richtige Ort für Kompromisse ist.
    Was nützt einem der freundlichste, aber mundfaule oder quietschende Mitbewohner, wenn man gerne jemanden für Gespräche und Austausch hätte.
    Dass du auf diesem Wege keine Altenpflegerin suchst, war klar. Trotzdem hat mich das „Versprochen!“ im Text laut auflachen lassen.

    • Ach, wie schön ist das denn, wenn mich die jüngere Generation versteht. Meine Leserinnen bestehen bis auf wenige Ausnahmen aus jungen, hübschen, klugen und lustigen Frauen. Also bin ich verwöhnt – da will ich doch in meiner wirklichen, nicht virtuellen, Umgebung erst recht keine Zugeständnisse machen. Wir – also ich und alle meine (stummen) Mitbewohner – wir kriegen das hin. Es eilt ja nicht.
      Lachen ist immer gut, zu jeder Zeit. Schön, dass es geklappt hat.
      Humorvolle Grüße zu dir, liebe Mitzi

  3. Molino macht sich auch mondän bei Dir. Liegt wohl am roten Ring, der ist das diplomatische Zugeständnis für Rot und wirkt sogar kein bisschen unglaubwürdig dabei…
    Und wie schmeckt der Kaffee…?
    So, muss zum Cheffe…liebe Grüße aus dem zugeschneiten Teuto. ..✨

    • Ach Fee-chen, darf ich jetzt auf sehr hohem Niveau jammern? Soooooooooo habe ich es mir nicht vorgestellt – bei dem Dreck, den die Kaffee-Mahl-Krümel überall machen und ich ständig die Maschine auspinseln soll, finde ich, dass das Ergebnis in keinster Weise dem Aufwand entspricht. Nach dem Zahnarzt habe ich erst mal eine größere Tasse türkisch getrunken – 150 g frische Bohnen zuvor geholt. Ergebnis: Bestenfalls eine drei. Ich vermisse den Geruch von frisch gemahlenem Kaffee und den Gecshmack und den Geruch aus der Tasse auch. Vielleicht liegt es auch an meiner Nase. Gestern hatte ich ja Frühstücksbesuch, auch eine leidenschaftliche Kaffeetrinkerin. Ich habe für eine Bodumkanne mit 4 größeren Tassen ganze 50 g eingefüllt – grob gemahlen nach Vorschrift. Laut Beschreibung meint Melitta, 6 g für eine große Tasse – also 24 g – und ich habe 50 eingefüllt. Und meine Besucherin meint: „Der Kaffee schmeckt wässrig.“ Die im Tschiboladen sind bald umgefallen.
      Jetzt trinke ich gerade wieder welchen – wenn ich einen Herzkasper kriege, ist ????????? Schuld? In die kleine Kanne passt eine große Tasse hinein. Ich habe für 3 Tasse gemahlen und nicht ganz alles eingefüllt. Trinken lässt er sich – aber nicht um Jahrzehnte besser als mein Kaffee aus der Padmaschine, die soviel schneller, sauberer und lauter arbeitet.
      Du ahnst es sicher, ohne roten Ring wäre Molino hier nicht eingezogen. Und dieses Mal war es anders als sonst mit Farben – hier hat die glatt schwarze mehr gekostet.
      Als ich mit müden Augen auf das Display vom Phone guckte, las ich „… Grüße aus dem zugeschnittenen Teuto …“ und bestaunte dich ob deiner Körperkräfte.
      So, jetzt bist du informiert. Ich weiß wirklich nicht, ob es am Kaffee und seinen Bohnen liegt oder an der Mühle oder am Wasser oder an mir. Ich weiß nicht, ob ich das Rätsel noch löse.
      Mit lieben Grüßen von mir

      • Ach, Du Liebe, na, das ist aber ärgerlich! Willstu ein Rätchen von der Kaffeefee? Mahl die Bohnen fein, pfeif auf Vorschriften. Und wenn das Ding dich ärgert, dann geht es eben auch zurück…wenn das möglich ist. Ein so teures Gerät in der Küche sollte sich amortisieren. Meine rote Mühle erbte ich. Sie verbreitet Kaffeeduft und mahlt die Bohnen zu feinem Pulver. Genau richtig. Den Teuto zuzuschneiden habe ich im Moment keine Zeit, deswegen hat der Sturm das übernommen. Aber Stürme sind miese Gärtner, sogar für zukünftige Rosengärten…sieht schlimm aus bei uns…so viel Baumschaden…
        Jetzt huppe ich weiter um mein vergripptes Kücken rum und päppel das arme dear.
        Halt Dich wacker, herzdich Deine Fee mit den zwei linken Scherenhänden✨😉

        • Ich – sofort zur Stelle. Ich habe ihn für türkisch auf 1 gemahlen – Kaffeemehl ist anders, aber fein war er schon. In der Tasse klappte das schon ganz gut.
          Was oder von wem kaufst du denn die Bohnen? Bei Discountern gibt es ja nur Riesenpackungen, das ist mir zuviel.
          Wenn ich für die Bodumkanne „Kaffeemehl“ nehme, bleibt doch zu viel im Kaffee hängen, weil es durch das Sieb koder den Stempel nicht runtergedrückt wird.
          Ja, ich kann die Kanne 4 Wochen zurückgeben – ich lecke sie dann vorher ganzganzganz sauber, da bin ich ordentlich. Sie sieht super aus, mahlt schön leise, portioniert gut – aber ich muss wirklich die doppelte Menge an Kaffee einfüllen, damit ich einen kräftigen Geschmack verspüre. Das geht mit Pads einfacher.
          Wenn meine Besucherin gesagt hätte, aus der Tasse duftet es nach frischem Kaffee, hätte ich gewusst, dass es an MEINER Nase liegt – aber sie war auch nicht überzeugt.
          Na gut, wenn du nicht Teuto-zuschneide-willig bist oder kannst, dann lasse es – es war ja auch nur ein Lesefehler von mir.
          Liebe Grüße an das kranke Küken von mir

  4. Liebe Clara!

    Gut, dass ich immer schreibe und hier keine original Sprachdateien hinterlasse. Meine Stimme empfinde ich leider auch als sehr hoch und manchmal etwas nervig. Da bin auch ich froh, wenn ich mich nicht hören muss.
    Aber wie sich sehe, hast Du ja bereits allerhand Mitbewohner auf ihre Tauglichkeit getestet. Optisch lässt der Herr mit Pfeife vermutlich etwas zu wünschen übrig, wobei er des nachts mit Sicherheit den ein oder anderen Einbrecher abschrecken dürfte.
    Und hilfreiche Damen in der Küche kann man immer brauchen. Die würde ich alle behalten. Ich bin gespannt, wer bei Dir als nächstes auf der Matte steht um vorzusprechen. Zur Not melde ich mich in meinem Kuhkostüm an und gebe natürlich nur ganz tief brummende Kuhlaute von mir 🙂

    Liebe Grüße und einen guten Wochenstart
    Mallybeau
    PS.: Wie lief denn das Dokoturnier?

    • Hallo, jetzt per Handy nur eine Kurzfassung meiner Antwort. Ich muss in wenigen Minuten zum Zahnarzt gehen. Aber du bist ja heute auch aus dem Bett gefallen, so zeitig hatte ich sonst von dir selten eine Reaktion.
      Das Dokoturnier war nur mittelprächtig, ich war gute Mittelklasse.
      Das, was du bei deinen wenigen Spracheinlagen bei deinem Video gezeigt hast, das war weder zu hoch noch zu quietschig. Die Asiaten können besser hoch sprechen. Gestern beim Frühstücksbesuch habe ich ja frisch gemahlenen Kaffee gemacht. Wir waren aber beide enttäuscht. Ich weiß noch nicht, ob ich diese Marotte weiter verfolge oder ob ich die Maschine doch wieder zurück schicke. Verpackung und alles dazu nötige habe ich natürlich aufgehoben. Jetzt mache ich mir noch schnell einen anderen Kaffee und düse los. Ich melde mich nachher noch einmal. Lieben Gruß von mir

      • Ich falle meistens so früh aus dem Bett, habe meine Kommentarzeit aber auf später gelegt.
        Hoffentlich wird beim Zahnarzt nicht gebohrt und Du kannst Dir nach absolviertem Besuch eine große Packung Karamellbonbons gönnen 🙂

        • Sage es nicht weiter, liebe Mallybeau, aber wenn der noch große Bohrfelder in meinem Mund findet, dann könnte er besser als Goldgräber arbeiten, da würde er noch reicher sein als jetzt.
          Du Leckermaul, Gott sei Dank mache ich mir nichts aus diesen klebrigen Plombenziehern – die brauche ich nicht, denn das, was noch ist, soll auch bleiben.
          Ich bin gerade auf der Versuchsstrecke der Kaffeezubereitung – doch bisher überzeugt mich leider nichts.
          Und dann bin ich wortbrüchig geworden wie der Martin Sch. – ich berichte sicher noch darüber. Aber zum Glück habe ich es mir nur selbst versprochen, nicht anderen.
          Und tschüss sagt Clara

  5. Schön zu lesen! Hast du von Ola (oh ja, ich erinnere mich, sie kochte auch mal, glaub ich!) noch mal was gehört?

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