Claras Allerleiweltsgedanken


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(1) Clara ist schlimmer als Martin Schulz …

… aber ohne Bart und ohne Schmollmund!

M.S. ist ja in die Geschichte der Politik eingegangen, weil er ständig seinen Parteifreunden und auch den Gegnern was versprochen hat, was er kurze Zeit später ins Gegenteil umgedreht hat.

Ich werde ihn nicht verlängern lassen, denn ich will definitiv keine Reisen mehr machen, bei denen ich einen Pass brauche.“ Diesen Satz habe ich im Januar 2017 in einem Artikel geschrieben. – Für das Gegenteil könnte ich eine Amnesie oder leichte Demenzerscheinungen als Entschuldigung anführen, aber das ist nicht mein Stil – Spitzfindigkeiten schon eher. Mein Argument: Ich kann den Pass gar nicht verlängern lassen, ich kann mir bestenfalls für 60 Talerchen einen neuen ausstellen lassen.

Ja, und zu diesem Schritt habe ich mich durchgerungen. Termine gibt es so bequem bei den Bürgerämtern im Netz – alles ohne Wartezeit. Nur auf den Pass muss ich ein wenig warten – planmäßig noch vier Wochen.

Ja, und dann stand in eben diesem Artikel als Abschluss folgender Satz: „Ich glaube, ich mache es – und dann schließe ich die GROßREISESAISON für dieses Leben ab – dann begnüge ich mich mit Deutschland und anderen Ländern, die dichter bei sind oder bleibe ganz zu Haus, denn da ist es ja bekanntlich am schönsten.

Ich traue mich kaum zu schreiben, dass ich auf dem besten Wege bin, mich auch darüber mit schnellen Füßen hinweg zu setzen. Ich stelle fest, dass ein Leben ohne Auto wirklich billiger ist, eine Untermieterin ist angedacht – also darf oder muss ich auch Geld ausgeben, damit ich nicht der geizige, alte Dagobert Duck werde, der den ganzen Tag Euromünzen umschaufelt. Ich habe mal ein wenig gegoogelt und fand folgenden Satz von ihm so schön: „Sein Herzenswunsch: Mit seiner Jugendliebe Nelly ein Geldbad nehmen.

Ohne Auto kann ich in Deutschland viel schlechter herumreisen, also muss ich das doch im Ausland mit dem Bus machen.

Die Überlegungen sind jetzt:

  • Nehme ich keine von beiden Reisen? Doch warum habe ich mir dann einen Pass machen lassen?
  • Nehme ich die 9 Tage nach Armenien und fahre nicht nach Marokko?
  • Lasse ich die teure Reise nach Armenien sausen und mache stattdessen die 8-tägige Studienrundreise nach Marokko und finde vielleicht sogar noch eine mitreisende Freundin? Die Berliner Zeitung, bei der ich 3 Monate ein Wochenendabo hatte, hat diese Reise mit einem beträchtlichen Betrag gesponsert.
  • Ich kann auch Armenien weglassen und Marokko um eine Woche verlängern. Das Hotel in Marrakesch macht einen guten Eindruck mit vielen Pools und so und Kulturmöglichkeiten. Am Strand von Agadir könnte ich auch eine Woche verlängern, aber das scheint nur Strand zu sein.
  • Bin ich ganz großzügig zu mir und fahre Anfang Juni durch Armenien und 10 Tage nach der Rückkehr für eine Woche durch Marokko?

Bis ich zu Ende überlegt habe, sind vielleicht meine Wunschtermine schon weg – dann hat es sich erledigt.

Armenien bietet mit der Hauptstadt Jerewan eine der ältesten Städte der Welt.
UNESCO- Weltkulturerbe: Kathedrale Etschmiadsin und die antike Tempelanlage Swartnotz
Höhlenkloster von Geghardt.
UNESCO- Weltdokumentenerbe: Handschriftenmuseum Matenadaran
Floßfahrt auf dem zweitgrößten Bergsee der Welt: Sewansee
Ausflug
zum Kloster Tatev und so weiter und so fort.

Sieben Übernachtungen sind in Jerewan und eine auf einem Zweitagesausflug. Das heißt im Klartext, dass wir jeden Morgen nach dem Frühstück weite Strecken durch das Land fahren (müssen), um zu allen angebotenen Sehenswürdigkeiten zu kommen.

Die Armenier wollen für ein Einzelzimmer (8 Nächte) 250,– €, aber die Marokkaner nicht viel weniger. Allein zu reisen ist teurer Luxus und manchmal richtig doof.

Marokko ist eine echte Rundreise – jeden Tag in einem anderen Hotel, nicht sehr umweltfreundlich. Sie bieten 5 UNESCO-Weltkulturerbestätten, u.a. in Rabat, die prunkvolle Altstadt von Meknès, die größte Ausgrabungsstätte Volubilis und Fès, die älteste der vier marokkanischen Königsstädte.

Wenn jemand Erfahrungen oder Ideen hat – immer her damit, ich bin für alles offen.

 


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1 – Die Himmelhoch-WG wächst

An Ola, meine erste Mitbewohnerin Anfang 2016 können sich einige vielleicht noch erinnern. Jetzt ist mir wieder so, nicht allein in der Wohnung sein zu wollen.

Ich habe in einem (ungeeigneten) Medium eine Anzeige mit Fotos vom Zimmer aufgegeben. Die Überschrift war eindeutig auf eine WEIBLICHE Mitbewohnerin ausgerichtet. Gemeldet haben sich fast nur junge Männer und alle mit sprachlich für mich nicht zu verstehendem Hintergrund, also Ausländer. Da ich mir auch Kommunikation wünsche , kommt englisch oder „Bruch-Deutsch“ für mich nicht in Frage.

Vor drei Tagen hatte ich eine 24jährige Vietnamesin zum Kennenlernen eingeladen. die eine Ausbildung zur Altenpflegerin macht. Versprochen, das letztere war nicht der Grund, weswegen ich sie sehen wollte. Nein, sie war diejenige, die ich am Telefon am besten verstehen konnte. – Sie machte einen sympathischen Eindruck, doch meine Wohnung ist auf große Bewohnerinnen eingerichtet. Sie war oder ist so klein, dass sie fast überall mit Fußbank arbeiten müsste. Auch sonst gab es eher Gründe, dass ich in einem anderen Portal suchen werde. Meine „Sympathie oder Antipathie“ wird von den Ohren vergeben. Hohe, fast schon quietschige Stimmen kann ich nicht ab, da werde ich nach kurzer Zeit ungeduldig und schlimmer. Und das haben weder sie noch ich verdient.

Also habe ich mich mit den jetzt schon vorhandenen Mitbewohnern an den runden grünen Tisch

 

gesetzt, um unsere Erwartungen an die neue Mitbewohnerin zu besprechen. Wir fanden es alle gut, wenn sie uns in die Geheimnisse der Yogaverbiegekunst einführen könnte, damit wir dann gelöst und gelockert über unsere Träume weiter spinnen können.

Zur Zeit ist ein Übergangsgast in der WG – ein früherer Politiker aus der SPD, der dem momentanen Schlamassel in dieser Partei entfliehen wollte. Ganz großzügig habe ich ihm Kurzzeitasyl gewährt, denn für lange wird kein Mann hier einziehen. – Dass er seine Pfeife nur auf dem Balkon schmauchen darf, ist ja wohl klar.

Auch auf dem Dienstleistungssektor für das leibliche Wohl hat sich in der WG einiges getan. Die kleine Rote musste wieder ausziehen,

… denn sie hat den Bedürfnissen der WG-Bewohner nicht standhalten können. Aber Madame Moulinex hat gleich und sofort eine Nachfolgerin aus dem Hause Melitta geschickt, mit der alle zufrieden sind. Jeder kann an dem Drehrädchen für den Mahlgrad drehen, jede kann für 1, 5 oder 14 Tassen Kaffee mahlen, wenn genügend Bohnen in der Büchse sind. Wir alle fanden den Namen „Molino“ so schön, klingt so italienisch und deswegen ist sie bei uns eingezogen.

So, mit dem Rest vertröste ich euch auf übermorgen, sonst wird es zu lang zum Lesen.

 


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Neues Spiel entdeckt …

kann auch gut als Wettkampfsport gegen die Stoppuhr gespielt werden 🙂

Spielmaterial: eine kleine weiß/beige Tablette

Spielort: Dieser Fußboden

Spielverlauf: Ihr lasst eine weiße Tablette versehentlich fallen. Da ihr sie aber UNBEDINGT braucht, sucht ihr jetzt gegen die Stoppuhr. Wer die geringste Zeit braucht, hat gewonnen.

Ratschlag: Nur in etwa einer Altersklasse spielen, weil gute junge Augen echt ein Vorteil sind.

Ich habe mehr als eine Minute gebraucht.

LEBST DU SCHON ODER SUCHST DU NOCH?

Falls man „Glück“ hat und vorher vergisst, was man eigentlich sucht, kann man schneller wieder auf die Beine kommen. Das Bild habe ich per WhatsApp geschickt bekommen, also aus dem Netz gefischt.

Ich wurde von einem klugen und wohlwollenden Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass das wieder Abmahnungspotential hat, ein Foto ohne genauen Quellenverweis einzustellen. – Und da ich ja schon einschlägige negative Erfahrungen gemacht habe, ist es jetzt weg – weg von der Seite und weg aus der Mediathek bei WordPress. Wer es gesehen hat, kann schmunzeln – und für die anderen: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

 

Und wenn ich dann keine Lust mehr habe, nach winzigen Tablettchen zu suchen, gehe ich in Gottes (schöne) Natur. Dort finde ich dann Sachen, die man leider wirklich nicht finden möchte. Ich möchte weder öffentlich auf einem sitzerhöhten Klo noch auf einem Reifenstapel Pipi machen. – Berlin verdreckt immer mehr – ich bin es aber nicht!!!!


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(3) Bessy – von mir ernst genommen

Bessy wurde schon die ganze Zeit von mir ernst genommen, besonders deswegen, weil ich lange Jahre einen „Gespielen“  hatte, der dort an vorderster Front für den Fortschritt der Wissenschaft kämpfte. Inzwischen ist er im wohlverdienten Ruhestand, aber Bessy II war wohl sein Lieblingskind.

Doch genug der privaten Plaudereien, lasst uns zu wissenschaftlicheren Dingen übergehen. – Wenn ihr mir versprecht, keine genaue Erklärung für den Inhalt der Fotos haben zu wollen, dann zeige ich sie. Die Halle hat zwei Etagen. An vielen Stellen im ringförmigen Bau sind Wendeltreppen angeordnet, damit man schnell von oben nach unten und umgekehrt gelangt.

Auf jeden Fall sah es ungeheuer geschäftig aus – aber sehr konfus und für meinen Geschmack auch zu unordentlich – aber das ist „Hausfrauendenken“.

Ich hatte das Gefühl, Kabel waren eines der am meisten gebrauchten Arbeitsmaterialien.

So eine schillernde Messstation – da bekamen alle glänzende Augen.

Wenn ihr an der Decke die Alufolie seht, dann wisst ihr, dass die der Wissenschaftler liebstes Kind ist. Sie ist viel dicker als die, die wir auf Rollen kaufen, und die Rollen sind größer – aber der Zweck ist der gleiche: Es soll etwas isoliert oder wasserdicht gemacht werden.

Die Leute sind zu bewundern, die sich in diesem Chaos zurechtfinden. Auch hier an den verschiedensten Stellen Alufolie und Kabel.

Einer der vielen abgestellten oder abgelegten Roller für den Transport in der Runde, und danach noch zwei. Dieser hier sah schon ziemlich ramponiert aus. Wahrscheinlich hat ihn der Wissenschaftlerpapa vom Wissenschaftlersohn übernommen, als dieser lieber Skateboard oder Inliner fahren wollte.

 

Ihr habt es fast geschafft. Die letzten 3 Fotos zeige ich auch als Galerie, denn sooooooooooo spannend sind sie ja doch nicht. Das letzte Foto sieht aus, als wenn da Schneeflocken gekocht werden 🙂

Und tschüss, das war es bei Bessy.

 


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(2) Bessy, für mich ein Farbenland …

… denn die Wissenschaft habe ich nicht verstanden

Schon an der Überschrift könnt ihr erkennen, dass das ein von Clara zurechtgeschneiderter Artikel ist, der mit Wissenschaft so viel zu tun hat wie Hausschneiderei mit Laufstegmode unserer Modekönige.

Farben sprechen mich im Laufe der Jahre immer mehr an. Man sagt ja, dass sich andere Sinne schärfen und weiterentwickeln, wenn andere gestört sind oder sich rückentwickeln. Obwohl ich viel schlechter höre als früher, kann ich nicht unbedingt besser sehen, aber ich sehe manche Sachen anders, intensiver – und vor allem sehe ich sie farbig-er.

Ich will euch also jetzt zeigen, was ich bei der hochwissenschaftlichen Besichtigung fotografiert habe. Auch erlaube ich mir den Spaß, die Fotos nicht als Galerie auftreten zu lassen, denn einzeln wirken sie besser und ich kann meine Gedanken besser kommentieren..

Bevor eure Aufmerksamkeit erlahmt oder gar einschläft, zeige ich euch Farben, die mir wichtig sind, zuerst. Hier kommen also grün, gelb und blau! Habe ich etwa irgendeine Farbe vergessen? 🙂 – Ja, rot, oben in der rechten Ecke.

Wenn ich meine Wohnung durchforste, stelle ich fest, dass kaum blau vorhanden ist. Also hat diese Farbe auf meiner Sympathieskala keinen hohen Wert erreicht. Grün ist auch nicht der Star, obwohl mein Wohnzimmer viel grün zeigt. In Blumentöpfen MUSS es sein, an Wänden KANN es sein.

Weiß, rot und silber waren nicht die Farben, die ich mit diesem Foto meinte. Die Bedeutung der Geräte wollt ihr genau so wenig wissen wie ich.

Was haltet ihr von einem strahlenden Gelb, garniert mit ein wenig Rot und mit blauer Ummantelung.

Hier müssen sich die Wissenschaftler und ihr technisches Personal wie auf einer grünen Wiese fühlen, auf der rote und gelbe „Blümchen“ stehen.

Das hier ist nicht nur die wichtige Farbe orange, sondern es ist ein Kasten mit wichtigem Inhalt. Hier spielt das weiße Kreuz eine wichtige Rolle.

In meinen ersten Blogjahren habe ich mit kindlicher Freude die Farbe pink geliebt. Wenn es ab und zu mal Entgleisungen in Richtung rosa gab, konnte ich das verzeihen. – Jetzt, wo ich so viel erwachsener bin, sind pink und rosa zu den (Farb-)Akten gelegt.

Manchmal sind die edleren Farben Gold und Silber im Fokus, aber manchmal wird die „Fotografin“ auch geschubst beim Drücken des Auslösers oder sie fabriziert (mit Absicht) ein Farbengemisch, mit dem sie sich für heute von euch verabschiedet.


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(1) Die Wissenschaft und Clara …

… können nicht zueinander finden …

… denn Clara hat Physik noch  nie geliebt.

Als ich von der geplanten Besichtigung bei  Bessy im Programm vom Großelterndienst las, meldete ich mich sofort an. Mir schwante zwar, dass ich von der rein physikalischen Materie nicht sehr viel begreifen werde, aber es ist ja nie zu spät, ein wenig klüger zu werden.

Wer sich richtig informieren möchte, kann bei diesen beiden Links nachlesen:

Bessy bei Wiki

Googl sagt viel über Bessy

Als wir in einem Besucherraum Platz genommen hatte, versuchte ein junger Physikstudent, uns über die Grundlagen dieses Forschungspro- und -objekts aufzuklären. So ein paar Bilder habe ich mal abfotografiert, damit ihr prüfen könnt, ob euch diese Begriffe was sagen. Schräg sind die Fotos deswegen, weil ich schräg zu der Leinwand saß.

Und weil wir natürlich alle keinen Strahlenpass haben, machten wir uns diese Entscheidung zu nutzen.

Das erste Foto zeigt euch, wie die Sache von oben aussieht, und deswegen KANN es gar nicht von mir aufgenommen worden sein. Und auf dem letzten konnte ich sehen, wie ich aus der Sache = dem Gebäude wieder rausgekommen wäre, wenn mir alles zu viel und zu wissenschaftlich geworden wäre. Aber der Student hat seine Sache recht gut und recht lustig gemacht.

Ich verstand gar nicht, warum er bei meiner Frage: „Wenn ein Mensch mit Sauerstoffgerät in diese Röhre käme, würde er das überleben?“ so unverständlich guckte. Ich hatte mir die Röhre (sh. Luftaufnahme von dem Ring) knapp mannshoch vorgestellt. Vor Ort sah ich dann, dass der Elektronenring einen Durchmesser von weniger als 10 cm hat. – Da war mir klar, dass da kein Mensch hineinpasst.

Als wir uns dann von unseren Stühlen erhoben und in die Halle zur Besichtigung gingen, habe ich noch einiges fotografiert.

Labyrinthe sind ja meine „Leidenschaft“ – ich verlaufe mich immer gleich auf den ersten paar Metern. Deswegen musste ich immer brav an der Gruppe dranbleiben.

Über dieses Schild musste ich grinsen:

 

Ihr werdet es nicht glauben, überall standen Roller herum, denn der Weg von einem Punkt zu einem anderen kann ganz schön weit sein – und mit Roller ist man schneller. Ich konnte es mir nicht verkneifen, 10 m mit einem zu rollern.

Übermorgen geht es weiter.