Claras Allerleiweltsgedanken


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Ein Vierteljahr ist fast vorbei

Ich will heute kein großes „Papperlapapp“ machen oder wie man sinnentleertes Geplauder auch so nennt:

Es gibt Tage, da geht es mir aus unterschiedlichen oder auch immer gleichen Gründen nicht ganz so rosig, wie es hier so scheint.

Vor längerer Zeit hat mir Lucie einen Kalender mit sehr klugen und fast auf mich zugeschnittenen Texten geschenkt. Da das Kalendarium nicht mehr aktuell war, die Sprüche aber dafür um so mehr, suche ich mir in solchen Situationen dann etwas raus, was ich mir lange Tage ansehe – und dann geht es mir meist auch wieder besser.

Es gibt auch noch eine andere Methode – ich finde was für meinen Lilaspleen, füttere den richtig und erfreue mich dann daran. – Wollt ihr euch mitfreuen? Von meinem Sohn hatte ich mir lila Biothane erbeten – aber das Zeux ließ sich nicht ankleben – mal sehen, was ich damit mache. – Aber die groben lila Krümel und der lila feine Sand – den konnte ich ausstreuen – und wenn der dann auf die Erde fällt, habe ich noch einmal Freude der anderen Art.

Bevor dieser Artikel das Licht der Welt erblickt, habe ich noch eine sehr große Freude erlebt. An dem Tag, an dem ich mich mit anderen Großmüttern und Großvätern durch die Stadtbesichtigung in Görlitz gefroren und geklappert habe, konnte ich abends aus dem Briefkasten einen großen Umschlag ziehen. Einen Absender konnte ich nicht gleich erkennen – erst später identifizierte ich den Weltkugelstempel als Absender von Frau Tonari, die ja immer für eine Überraschung gut ist.

Diese Karte hole ich aus dem Umschlag:

Der Text der Karte macht mich nachdenklich – welcher Teil trifft mehr zu: erfolgreich oder glücklich? Bei vielen Sachen denke ich, dass es sich die Waage hält mit dem Erfolg und dem Glück.

Da denke ich natürlich gleich und sofort: Das ist ja toll, das ist ja lieb – doch das ist nichts für die Küche. Bei mir nicht weiter schlimm, da ja kochen nicht an erster Stelle meiner Leidenschaften steht – also hole ich heraus, was im Umschlag ist.

Da sehe ich, dass die Bezeichnung „Kochblume“ keine liebevolle Umschreibung meiner roten Abdeckung ist, sondern dass es den Firmennamen echt gibt.

Und dann liegt er geschmeidig in meiner Hand – wird sofort in den lila Salon zu dem lila Regal geführt und darf in dem lila Übertopf mit den lila Federn eine wunderschöne lila Suppe kochen und natürlich dabei lila umrühren.

Ich hoffe, es ist farblich nicht allzu störend, dass gestern ja GRÜNdonnerstag war und nicht LILAdonnerstag und dass der heutige Tag nach Kirchenrecht eigentlich schwarz ist.

Ich hoffe, dass meine WhatsApp angekommen ist und falls nicht, dann bedanke ich mich hier ganz, ganz herzlich. Ich finde meinen lila Spleen von Woche zu Woche besser und auch „lukrativer“.

 

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Mein ungefährer Tagesablauf

Das hat mir eine Freundin aus dem Netz geschickt – die muss mich sehr genau kennen oder gar beobachten!

Vor Kurzem wurde bei mir A.A.A.D.D. diagnostiziert – Age Activated Attention Deficit Disorder:
ALTERSBEDINGTES AUFMERKSAMKEITS-DEFIZIT

Und so zeigt es sich:
Ich beschließe, meinen Rasen zu sprengen.

Während ich den Gartenschlauch in der Einfahrt aufdrehe, schaue ich zu meinem Auto hinüber und stelle fest, dass es mal gewaschen werden sollte.

Als ich zur Garage laufe, bemerke ich, dass Post auf dem Terrassentisch liegt, die ich zuvor aus dem Postkasten geholt hatte.

Ich beschließe also, zuerst die Post durchzusehen, bevor ich das Auto wasche.

Ich lege die Autoschlüssel auf den Tisch, schmeiße die Reklame in den Mülleimer unter dem Tisch und bemerke, dass der Mülleimer voll ist.

Also lege ich die Reklame wieder auf den Tisch und beschließe, erst einmal den Papiermüll wegzufahren.

Doch dann denke ich mir, wenn ich den Papiermüll wegfahre, kann ich auch gleich bei der Bank Geld abheben.

Ich schnappe meinen Geldbeutel und bemerke, dass meine Girokonto-Karte fehlt. Mir fällt ein, dass die Karte auf dem Schreibtisch im Büro liegt, also gehe ich zum Schreibtisch im Haus und sehe dort eine Tasse Kaffee herumstehen, die ich ja noch trinken wollte.

Ich schaue gleich nach meiner Bankkarte, aber erst muss ich noch den Kaffee wegstellen, damit ich ihn nicht aus Versehen umkippe.

Der Kaffee wird kalt und ich beschließe, ihn in der Küche im Topf etwas aufzuwärmen.

Während ich mit dem Kaffee in die Küche laufe, fällt mir die Blumenvase auf dem Esstisch ins Auge – die Blumen brauchen Wasser.

Ich stelle den Kaffee auf den Esstisch und entdecke meine Brille, nach der ich den ganzen Morgen gesucht habe. Ich beschließe, die Brille lieber auf den Schreibtisch ins Büro zu legen, aber erst brauchen die Blumen frisches Wasser.

Ich lege dir Brille wieder auf den Esstisch, laufe mit der Vase zum Spülbecken und erblicke plötzlich die TV-Fernbedienung.
Jemand hat sie auf dem Esstisch liegen lassen.

Mir wird klar, dass ich, wenn ich später fernsehen möchte, nach der Fernbedienung suchen werde, aber mich nicht daran erinnern werde, dass sie auf dem Esstisch liegt, also entscheide ich, sie wieder ins Wohnzimmer zu bringen, wo sie hingehört, doch zunächst werde ich den Blumen frisches Wasser geben.
Ich fülle frisches Wasser in die Vase, aber leider kleckere ich dabei etwas Wasser auf den Boden.
Also lege ich die Fernbedienung wieder auf den Esstisch, hole Handtücher und wische das Wasser auf.

Dann laufe ich wieder in den Flur und versuche mich zu erinnern, was ich eigentlich vorhatte.

Am Ende des Tages:
– ist das Auto nicht gewaschen,
– habe ich kein Geld abgehoben,
– steht eine kalte Tasse Kaffee auf dem Esstisch,
– haben die Blumen immer noch kein frisches Wasser,
– ist meine Bankkarte immer noch nicht in meinem Geldbeutel,
– kann ich die Fernbedienung nicht finden,
– suche ich wieder meine Brille
und
– kann mich nicht erinnern, wo die Autoschlüssel hin sind.

Als ich dann versuche, herauszufinden, warum ich heute nichts erledigt habe, bin ich erstaunt, denn ich weiß, dass ich heute den ganzen Tag lang verdammt beschäftigt war und jetzt völlig erschöpft bin.

Mir wird klar, dass das ein ernstes Problem ist, und ich versuche gleich, mir Hilfe zu holen, aber erst muss ich noch meine E-Mails checken…

Lacht nicht – ihr, das Jungvolk  — auch Euch wird dieses Schicksal eines Tages ereilen!!!


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„Generalstabsplanung“ zur Ostereiersuche

Vor ein paar Tagen erfuhr ich, dass ich um Ostern plusminus 3 Tage für kurze Zeit Besuch bekomme, und zwar ein großes Kind und zwei kleinere Kinder.

Da ich leidenschaftlich gern auch mal was verstecke, wuchs in mir gleich und sofort ein Plan. SUCHEN muss ich nicht, denn das mache ich mindestens zwei Mal pro Woche – und zwar gründlich, weil ich wieder irgendetwas verlegt habe, was sich nicht finden lassen will.

Ich besorgte das nötige Osterzubehör und plante folgendes: Alles wird zu dritt bereit gelegt. Jedes Zimmer und jeder Raum versteckt immer nur eine Sorte von Süßkram. Wer eines pro Zimmer gefunden hat, hört in diesem Raum auf mit der Sucherei und wendet sich dem nächsten Raum zu.

Ich werde alle Verstecke in einer Datei auflisten, denn sonst schmelzen manche Schokoladensachen noch Wochen später vor sich her.

Jeder Raum hat an der Tür einen Hinweis hängen, nach was hier gesucht werden darf.

Ich kann jetzt nichts verraten, weil ich nicht weiß, wer hier vielleicht doch mitliest. – Da ich so eine Suchaktion zum letzten Mal 2013 gemacht habe, sind jetzt bestimmt alle bestens vorbereitet.

Die Regeln: Keine Schrank- oder ähnliche Türen öffnen, bestenfalls mal eine Dose schütteln und erahnen, dass etwas drin sein könnte. Die Verstecke sind schon ziemlich schwer – eines verrate ich mal. Aus einer Lampe habe ich die Glühbirne rausgeschraubt und durch ein grünes, dickes Ei ersetzt.

Na, dann schau’n wir mal.


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Darüber ärgere ich mich …

… darüber werde ich richtig wütend, denn es ist Ressourcenvergeudung

Chronologie der Ereignisse:

  • 17.10.2017 – Unfall mit dem Auto – Auto ist vollkommen fahruntüchtig und ein Wiederaufbau wäre mir zu teuer – Post darüber
  • 20.10.2017 – Verkauf des Unfallautos um 13:57 Uhr an einen Tomasz D. für einen Appel und ein Ei
  • 22.10.2017 – Abmeldung des Autos bei der Versicherung und beim Kraftfahrzeugamt
  • 07.12.2017 – Ein Schreiben mit diesem Datum erreicht mich. Mir wird vorgeworfen, am 27.10.2017 gegen 13.57 Uhr „irgendwo“ im Bereich eines Taxistandes verkehrswidrig geparkt zu haben. Für dieses Vergehen soll ich 15,00 € bezahlen.
  • 11.12.2017 – ich wende mich schriftlich an die Bußgeldstelle und erkläre den Sachverhalt, dass ich mein Auto zu diesem Zeitpunkt nicht falsch geparkt haben kann, da ich es gar nicht mehr besaß
  • 29.01.2018 – das ist das Datum des Schreibens, die Ankunft war aber erst 3 Wochen später, wird mir nur kurz und lakonisch mitgeteilt, dass ich eine Kopie des Kaufvertrages beibringen soll.
  • 22.01.2018 – in aller Ausführlichkeit bringe ich alle Beweise bei – Kaufvertrag, Versicherungsauflösungsbescheinigung und Benachrichtigung vom Kraftfahrzeugamt; meine Autoschilder habe ich ja auch schon lange bei mir
  • 06.03.2018 – mit diesem Briefdatum und immer noch falscher Postleitzahl wird mir am 10.03. per Zustellungsurkunde ein Kostenbescheid in den Briefkasten geworfen. Ich soll eine Gebühr von 20,00 € + 3,50 € für Auslagen bezahlen. Der Text dazu lautet:
    Erneuter Falschparkvorwurf. Dann:
    Das in dieser Sache anhängige Bußgeldverfahren ist eingestellt worden. Ihnen werden als Halter die Kosten des Verfahrens auferlegt (§ 25 a StVG), da die Feststellung des Führers des Kraftfahrzeugs, der den Verstoß begangen hat, nicht vor Eintritt der Verfolgungsverjährung möglich war oder einen unangemessenen Aufwand erfordert hätte. Die Kosten des Verfahrens belaufen sich gemäß § 107 Abs. 2, 3 OWiG auf (siehe oben)
  • 11.03.2018 – Natürlich habe ich dagegen Widerspruch eingelegt. Ich habe das vorhergegangene Schreiben kopiert, den Kaufvertrag erneut kopiert und persönlich zur Dienststelle gebracht – gegen Quittung habe ich das Schreiben abgegeben. – Und jetzt hoffe ich, dass endlich Ruhe ist.

Wegen ursprünglich 15,00 € wird eine alte Autofahrerin bezichtigt, die Unwahrheit zu sagen, und mehrere Beamte beschäftigt, da unsere Polizei ja sonst nichts zu tun hat.

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Und weil manche so schön den „Amtsschimmel“ erwähnten, setze ich diesen jetzt noch dazu – nur leider ist der Amtsschimmel nicht so süß und knuffig, sondern zeitaufwändig und manchmal auch teuer.


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In den Frühling gehören Schmetterlinge

Der kurzzeitige Wintereinbruch mit Schnee, gefühlter Eiseskälte und vor allem mit fenstererschütterndem Nordwind scheint vorüber zu sein, also kann ich mich jetzt an meinen in-häusigen Schmetterlingen erfreuen. Meine Fee hat mir einen Bilderrahmen mit einem Schmetterlingsspruch geschickt – und da kam alles in Bewegung. Es wurde ein geeigneter Standort gesucht. Auf dem Fensterbrett, wo an der Scheibe die (un)bunten Schmetterlinge flattern, hatte der Löwe was gegen diese Nachbarschaft. Also wurde auf dem kleinen Regal Platz geschafft und ein wenig umgeräumt.

 

 

Und hier ist das Regal von der Seite – da sage ich immer Bloggerecke dazu.

Das Fenster mit den Flatterlingen zeige ich auch noch einmal extra.

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Update:
Meine „Schmetterlinge“ außerhalb des Fensters sind heute sehr klein, sehr weiß und sehr kalt und nennen sich schlicht und ergreifend: „Schneeflocken“ – die ersten drei Buchstaben haben sie schon gemeinsam.


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Darf ich jetzt schon „ogtern“

(das Ogtern bezieht sich auf einen Sketch von dem Schweizer Lustigmenschen Emil)

Da mir die Osterzeit immer zu kurz ist: In der Karwoche soll man noch nicht und nach dem Ostermontag ist für mich mehr oder weniger alles wieder vorbei – habe ich jetzt schon die Hühner kunstvoll verzierte Eier legen lassen und die fleißige Transportgesellschaft „Hasenohr“ hat mir eine Ladung vorbei gebracht. Alles zusammen war nicht so billig – und deswegen will ich mir den Preis richtig ab- und angucken können.

Wie ihr vielleicht erkennen werdet, habe ich meinen Dekospleen auf eine Stelle im Wohnzimmer begrenzt. Alles andere ist osterfrei. Ich habe die beiden Hasen von der Transportgesellschaft eingeladen, sich erst mal ein wenig auszuruhen, habe Möhren aufgefahren und Hasenbrot – sie waren ganz und gar glücklich – und ich auch, weil endlich das trockene Hasenbrot weg ist.

So eine Osterdeko muss sich bei mir immer erst entwickeln, die ist nicht gleich von Anfang an fertig.

Alle, zumindest fast alle, haben grünes Ostergras, was ja auch normal ist. Nur Clara hat lila Ostergras, das ein Feengeschenk war und ist.

Im Laufe der Zeit kamen Süßigkeiten dazu, weil ich für meinen Besuch was besorgen muss-/wollte. Und da von jeder Sorte nur 3 Stück benötigt werden, landete der Rest bei mir in der Deko und verschwand systematisch wieder. Und die echten gefärbten Eier dürfen ja auch nicht ewig in der Zimmerwärme liegen.


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Auf Wunsch einer einzelnen Dame …

… (Mallybeau) kocht Clara heute und dokumentiert das auch noch! 🙂 😉

Nie und nimmer will ich mich mit solchen Bloggerinnen vergleichen, die mit immensen Kenntnissen, guten Zutaten und viel Lust und Elan das Zustandekommen ihres Essens hier in ihrem Blog dokumentieren.

Meinen Post hier könnte ihr – wie sehr oft – einfach unter Ulk verbuchen, denn Mallybeau wollte einfach sehen, wie der Überlaufschutz funktioniert. Da ich noch nicht richtig weiß, ob ich das Filmchen hier hochgeladen bekomme, zeige ich erst einmal wenige Fotos.

Korrekt, wie ich bei solch ungewohnten Tätigkeiten wie kochen nun mal bin, wiege ich die Nudeln ab – und da ich Schnapszahlen liebe, werden es nicht 150 g, sondern eben 155 g.

Aber was ist denn das – da hat sich doch tatsächlich eine einzige lila Nadel Nudel im Heuhaufen Nudelberg versteckt. Die wird es nicht schaffen, dass Essen lila zu färben.

Wasser zu kochen habe ich bisher immer noch geschafft, ohne dass irgendetwas angebrannt wäre 🙂 – Die Nudeln warten auf ihren (finalen) Sprung ins kochende Wasser. In meinem nächsten Leben möchte ich nie und nimmer Nudel sein.

Und schon kann die Temperatur gedrosselt werden – die Nudeln sind untergetaucht und im Gegenverkehr kommt das Kochwasser nach oben – aber das ist ja der Grund, warum ich dem Topf das rote Mützchen übergestülpt habe.

Und jetzt das Filmchen, falls es klappt. Es ist eine xxx.AVI-Datei und WP sagt: Sorry, dieser Typ ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. –

Mit Datei-Konvertern und reichlich Hinweisen von Mallybeau habe ich es nach langem Probieren geschafft. Hier ist der Beweis, dass ich richtig in MP4 verwandelt habe, aber dennoch keine Bilder zu sehen waren.

Mallybeau hat wirklich was dafür getan, dass sie das überhaupt nicht sehenswerte Video ansehen kann.

Und weil ich mich so freue, dass das mit dem Einfügen von Videos so schön klappt, zeige ich gleich noch ein zweites – dieses aber direkt, nicht über YT. Ich muss mich endlich mal um eine Mitbewohnerin kümmern – die Aufnahmen in diesem Zimmer sind nicht mehr ganz aktuell. – Als ich es hochladen wollte, hat WP das gleiche wie bei der AVI-Datei gesagt: Nicht erlaubt aus Sicherheitsgründen. Also muss ich doch über YT gehen. Aber beim zweiten Mal ging es viel schneller – wie heißt es doch: „Beim ersten Mal, da tut’s noch weh“ – was immer damit gemeint ist.