Claras Allerleiweltsgedanken

Ein Vierteljahr ist fast vorbei

28 Kommentare

Ich will heute kein großes „Papperlapapp“ machen oder wie man sinnentleertes Geplauder auch so nennt:

Es gibt Tage, da geht es mir aus unterschiedlichen oder auch immer gleichen Gründen nicht ganz so rosig, wie es hier so scheint.

Vor längerer Zeit hat mir Lucie einen Kalender mit sehr klugen und fast auf mich zugeschnittenen Texten geschenkt. Da das Kalendarium nicht mehr aktuell war, die Sprüche aber dafür um so mehr, suche ich mir in solchen Situationen dann etwas raus, was ich mir lange Tage ansehe – und dann geht es mir meist auch wieder besser.

Es gibt auch noch eine andere Methode – ich finde was für meinen Lilaspleen, füttere den richtig und erfreue mich dann daran. – Wollt ihr euch mitfreuen? Von meinem Sohn hatte ich mir lila Biothane erbeten – aber das Zeux ließ sich nicht ankleben – mal sehen, was ich damit mache. – Aber die groben lila Krümel und der lila feine Sand – den konnte ich ausstreuen – und wenn der dann auf die Erde fällt, habe ich noch einmal Freude der anderen Art.

Bevor dieser Artikel das Licht der Welt erblickt, habe ich noch eine sehr große Freude erlebt. An dem Tag, an dem ich mich mit anderen Großmüttern und Großvätern durch die Stadtbesichtigung in Görlitz gefroren und geklappert habe, konnte ich abends aus dem Briefkasten einen großen Umschlag ziehen. Einen Absender konnte ich nicht gleich erkennen – erst später identifizierte ich den Weltkugelstempel als Absender von Frau Tonari, die ja immer für eine Überraschung gut ist.

Diese Karte hole ich aus dem Umschlag:

Der Text der Karte macht mich nachdenklich – welcher Teil trifft mehr zu: erfolgreich oder glücklich? Bei vielen Sachen denke ich, dass es sich die Waage hält mit dem Erfolg und dem Glück.

Da denke ich natürlich gleich und sofort: Das ist ja toll, das ist ja lieb – doch das ist nichts für die Küche. Bei mir nicht weiter schlimm, da ja kochen nicht an erster Stelle meiner Leidenschaften steht – also hole ich heraus, was im Umschlag ist.

Da sehe ich, dass die Bezeichnung „Kochblume“ keine liebevolle Umschreibung meiner roten Abdeckung ist, sondern dass es den Firmennamen echt gibt.

Und dann liegt er geschmeidig in meiner Hand – wird sofort in den lila Salon zu dem lila Regal geführt und darf in dem lila Übertopf mit den lila Federn eine wunderschöne lila Suppe kochen und natürlich dabei lila umrühren.

Ich hoffe, es ist farblich nicht allzu störend, dass gestern ja GRÜNdonnerstag war und nicht LILAdonnerstag und dass der heutige Tag nach Kirchenrecht eigentlich schwarz ist.

Ich hoffe, dass meine WhatsApp angekommen ist und falls nicht, dann bedanke ich mich hier ganz, ganz herzlich. Ich finde meinen lila Spleen von Woche zu Woche besser und auch „lukrativer“.

 

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Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

28 Kommentare zu “Ein Vierteljahr ist fast vorbei

  1. Liebe Clara!

    Also wenn man Deine Lila-Sammlung in solch geballter Form betrachtet, sieht es schon hammermäßig gut aus. Man kommt sich beinahe vor wie in einem ausgewählten Dekorationsgeschäft. Schön, dass Du wenigstens von anderen Bloggerinen wunderbare Post erhälst, wenn ich schon nicht dazu komme 🙂
    Der Löffel und der Becher ergänzen Deine Sammlung natürlich perfekt. Theoretisch müsstest Du Dir jetzt noch die Haare lila färben. Aber eine Perücke dieser Farbe wäre natürlich auch eine Alternative 🙂
    Ich finde auch, dass Du Dir mit Deinem Lila-Spleen mittlerweile einen richtig guten Namen gemacht hast, dieses Jahr mit der Farbe ohnehin im Trend liegst und das in keinem Falle aufgeben solltest. Schon alleine weil ich jetzt natürlich wieder mit einem obligatorischen GIF aufwarte, in lila logischerweise:

    Ich wünsche Dir einen wunderschönen sonnigen Freitag.
    Liebe Grüße von der Alm
    Mallybeau

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    • Huch, liebe Mallybeau – Clara bekommt ja lila Augenzwinkern, wenn sie sich lange vor dein Gif setzt.
      Ich muss in paar Minuten los zum Bus, da ich mich mit meinem Besuch treffe – wir wollen zuerst in die Gewächshäuser des Botanischen Gartens und dann zu mir.
      Ich habe bei mir alle Heizkörper gedrosselt, damit die versteckten Ostereier nicht tropfen oder weich werden. – Wenn wir dann bei mir sind, kümmere ich mich um unser leibliches Wohl, während die anderen versuchen, in allen Zimmern die Verstecke zu finden. –
      Ich habe gestern Abend beim Verstecken alles fotografiert – es gibt also ein Versteck-Oster-Challenge.
      Nix da mit lila Haaren – das sieht immer so nach alten Leuten aus 🙂 😉
      Den Übertopf für die lila Federn hatte ich ja schon lange – doch jetzt ergänzt der Kochlöffel das Ensemble wirklich hervorragend.
      Beste Grüße aus der heute nicht so lauten Großstadt von
      Clara

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  2. Jetzt wüsste ich noch gerne, was Biothane ist?

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  3. Für mich hat Erfolg nicht unbedingt was mit Glück zu tun – meistens ist sogar eher das Gegenteil der Fall, weil Erfolg auch oft mit Stress und Zwang zu tun hat. So wird dann aus dem, was man ursprünglich mochte, schnell etwas, das man muss. Und dann wars das mit dem Glück. Ich denke, Glück hängt vielmehr mit der Fähigkeit zur Zufriedenheit und dem Blick fürs Wesentliche zusammen.
    Ich wünsch dir schöne Osterfeiertage!
    LG, Varis

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    • Eine liebe Begrüßung auf meinem Blog sende ich dir, liebe Varis.
      Ich sehe das sehr ähnlich zu dir – doch in meinem Alter ist ja „Erfolg“ schon ganz anders definiert und auch motiviert – da kann Erfolg schon sein, wenn ich ein Möbelstück oder ein Bastelteil oder oder oder gut und richtig zusammenbauen konnte.
      Glück und Zufriedenheit sind zumindest eng zusammenhängende Teile.
      Liebe Vorostergrüße von Clara

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  4. Ich sehe mir dein Lila sehr gerne an. Es macht fröhlich und ich bin ganz bei dir – ein lila Löffel macht sich überall gut 🙂

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    • Genau das finde ich auch immer, liebe Mitzi – mir macht lila im wahrsten Sinne des Wortes lilaLaune, die einfach nur gut sein kann.
      Gestern hätte fast mein großer Plüschlöwe den Kochlöffel zu spüren bekommen – aber Kinder und Tiere schlägt man (und frau erst recht nicht) und vor allem war er wahrscheinlich an der ganzen Misere noch am wenigsten Schuld. Es wird berichtet werden.
      Nächtliche Grüße aus dem Vor-Bett!

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      • Liebe Clara, das klingt nach einem turbulenten Abend. Natürlich werden weder Kinder noch Tiere geschlagen. Auf deine Kochlöffelschwingende Erzählung bin ich gespannt.
        Aus mir unerfindlichen Gründen bin ich seit sechs Uhr wach.
        Viele Grüße

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  5. Keine Hintergedanken beim Kartengruß.
    Einfach Luther zum Geschenk.
    Der Löffel allerdings war zum Benutzen und nicht als Deko gedacht.
    Liebe Grüße, momentan aus dem Nachbarland.

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    • Den Kartengruß fand ich farblich und inhaltlich so schön, liebe Britta, dass er gleich und sofort an die Wand kam. Herr Luther grüßt jetzt entweder zum Morgen- oder zum Abendgebet – jetzt mehr zum Nachtgebet.
      Ich werde mir den Gebrauch des Kochlöffels vornehmen und mindestens einmal pro TagWocheMonat meine Federsuppe umrühren. Der wäre für die Küche echt zu schade – so „dekorativ „, wie er rüberkommt.
      Genieße die Zeit im Nachbarland und ich sage dobra noc!

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  6. Hach, was lechze ich nach fetten Briefumschlägen! Was für ein Glück, wenn so`ne Wundertüte ankommt.
    Postkarten mit Sachen drauf mag ich auch. Vielleicht kommt demnächst wieder eine aus Görlitz, wo ganz früher mal Verwandte von mir lebten.
    Du bist `ne Gute, ganz ohne jemals sinnentleertes Geplapper, echt nich…

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    • Von der Zeit her wäre es ja fast senile Bettflucht zu nennen.
      Du lechzt doch mehr nach Umschlägen mit geistiger Nahrung und nicht nach solchen, wo du körperliche Nahrung rühren kannst.
      Vielleicht sollte ich mir das Postkarten-Schreiben so ab und an doch mal „antun“, wo ich doch lese und höre, dass sich Leute darüber freuen – u.a. die von der Post 🙂
      Sonja, ich bin bei deinem Lob im letzten Satz nicht rot geworden, aber gefreut habe ich mich.

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  7. Fein ist es in deiner lila Welt, liebe Clara. Du wärst sicher entzückt über die Farben der Wolle, die ich gerade spinne. Ich habe verschiedene Lilatöne zusammengemischt. Gut ist es geworden. So hat halt jederso seine Welt und manchmal passt es sogar.
    Ich wünsche dir schöne Feiertage und auch dazu eine Portion Sonne.

    PS: Eine schöne Erinnerung hast du an Lucie.

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    • Hallo Gudrun, die eigentlichen Feiertage haben jetzt erst einmal mit Ausschlafen begonnen, da ich gestern Abend mit sehr mäßigem Erfolg an einem Doppelkopfturnier teilgenommen habe und natürlich erst in den frühen Morgenstunde ins Bett gekommen bin.
      Ja, bei dir ist ja auch so ab und an mal was richtig Knuffiges in Lila zu bewundern. Als du deine lila gefilzten Hexen zeigtest, schwankte ich mit dem Lutherwunsch auf der Karte hin und her: Sollte ich mir eine wünschen und damit also ERFOLGREICH sein oder sollte ich zufrieden sein, dass ich sie NICHT bekam und dennoch GLÜCKLICH sein? Ich hatte so gehofft, dass der Fotoapparat als TAUSCHOBJEKT hätte angesehen werden können.
      Jetzt habe ich gerade bei fb die prächtige lila Wolle gesehen. Ich habe in meinem lila Regal gerade das dritte Fach mit lila Sachen eröffnet, da die anderen beiden voll sind – vielleicht bleiben ein paar lila Fäden übrig, die ich dann zu einer großen Schleife binden könnte — oder so etwas ähnliches oder oder oder.
      Liebe Grüße aus der Kälte (2,3° zeigt mein Thermometer) von Clara

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  8. also ich habs mir nochmal genau angesehen und muss sagen, dass mir dein „lila spleen“ gut gefällt. lila ist auf alle fälle schöner als schwarz – sowohl am karfreitag wie an jedem tag. ich selber hab jedoch keine lieblingsfarbe, ich liebe es schön bunt, auch bei meiner kleidung. bin eben immer noch ein bunter vogel…

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    • Hallo Peter, komischer Weise habe ich als Kleidungsstücke wenig in lila – paar T-Shirts oder Shirts mit lila „Brustmuster“ drauf.
      eine Blogfreundin hat mir so einen lila „Wickelschal“ genäht, den ich zwar ganz chic finde, der aber nicht zu meiner roten Winterjacke passen will.
      Die katholischen Priester sind ja an gewissen Tagen auch in violett unterwegs, aber das war nicht ausschlaggebend 🙂
      Ich sehe meine lila Regalfächer von meinem Computerarbeitsplatz her und die erfreuen wirklich meine müden Augen.
      Danke für deine „Bestätigung“

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