Claras Allerleiweltsgedanken

Nachträglich: Tapsige Ostergrüße vom öligen Löwen

4 Kommentare

Diese Überschrift KANN niemand verstehen – noch nicht einmal ich, wenn ich das Drumherum der Entstehung vergessen haben werde. Erklären werde ich sie im Laufe des Textes.

Alles kam so: Die Ostersachensuchmannschaft, die eigentlich „Frauschaft“ heißen müsste, rückte am Karfreitag an, obwohl ja mein „Clarino“ eigentlich geschlossen hatte. Zuerst trafen wir uns im Botanischen Garten und schlunzten durch die schönen Tropenhäuser.

Zum Glück schien aber die Sonne so warm und schön, dass es auch unter den Frühblühern wie Krokussen und Stiefmütterchen und Tausendschönchen und Enkelinschönchen Spaß gemacht hat. Auf einen Kaffee in der Sonne verzichteten wir dann doch, denn der Weg zur Hölle zum Kaffee  war mit einer riesigen Warteschlange gepflastert.

Wir machten uns auf den Heimweg und die drei „Kinder“ freuten sich, dass es bei 13 Busstationen lohnend ist, einen Platz im Oberdeck zu ergattern. Zu Haus gab es selbstgemahlenen Kaffee, selbstgekaufte exzellente Apfeltorte (ich hätte sie nie so gut backen können), selbstgeschlagene Schlagsahne und später selbstgesuchte Osternaschereien, selbstgeschnippelten Eisbergsalat mit farbgegensätzlichen Mandarinenstücken, zwei selbstausgesuchte Pizzen und selbstzubereitete Nudeln mit viel Gemüse und unvegetarischen Einlagen.

Meine „generalstabsmäßig vorbereitete Versteckerei“ ist sehr gut angekommen, die Regeln wurden allerdings von den Teilnehmern „selbstherrfraulich“ geändert. Alle drei suchten in einem Raum gemeinsam und forschten auch nach allen drei versteckten Köstlichkeiten. Wer als erste alle drei entdeckt hatte, durfte sich setzen. Das älteste Kind hatte fast immer die Suchnase vorn und saß als erste auf dem Sofa – da kamen vielleicht doch Kindheitserinnerungen vom Unterbewusstsein ins Oberbewusstsein.

Jetzt gibt es ein paar Fotos, die ich beim Verstecken machte. Alle Heizkörper wurden auf Minimum eingestellt, denn es sollte ja keine breiförmigen Schokoeier gesucht werden.

Balkon: Das an der Balkonbrüstung baumelnde Küken – die beklebte Hockerrückseite – die eierkükenlegende Wollmilchsau Grünpflanze (ohne Foto)

Flur: Der schokoladentafelschwangere Bilderrahmen; die lila Tuchecke mit Schokolade, die natürlich nicht rausguckt; die Schokolade an der Schuhschranktür

Besucherzimmer: Schokolade statt Kaffee in der Tasse; den Wasserkocher bitte erst entleeren vor dem Kochen, dieses Ei wird nicht leuchten

Wohnzimmer, Küche und mein Zimmer habe ich jetzt weder Lust noch Zeit, ausführlich zu beschreiben, da ich ja endlich zu dem „öligen Löwen“ kommen will. Es wurde alles gesucht, alles gefunden und alles begrüßt.

Kurz nur paar Fotos, auf die ihr euch selbst einen Reim machen könnt. Küche

Wohnzimmer:

Clarazimmer:

Nun aber endlich genug gesucht – dachte ich. Nein, die drei Besucherinnen „rächten“ sich, versteckten 7 winzige Schokoladentafeln und ein paar wunderschöne Bettsocken in passender Farbe und amüsierten sich wie Bolle über meine Blindheit beim Suchen und nicht-Finden.

Und jetzt nun endlich zum „öligen Löwen“. Als die drei versteckten, wurde ich in die Küche zum Warten verbannt. Meine Enkeltochter drückte mir den Löwen in die Hand, mit dem sie die ganze Zeit gespielt hatte. Nur fiel es keiner von uns beiden auf, dass er unbemerkt seine Hinterpfote in eine große volle Tasse getaucht hatte. Dort war die Essig-Öl-Gewürzmischung für den Salat schon vorbereitet.

Das anschließende Ergebnis war: Meine Hose total verölt und in fast allen Zimmern riesige Öltapsen, da meine Socken und auch die der anderen zum Teil vollkommen vollgesogen waren. Das war eine ziemlich aufwändige Sache, das Öl von Parkett und Vinyl wieder wegzubekommen. Da habe ich es aufrichtig bedauert, dass ich keinen Dampfreiniger für den Fußboden habe.

 

 

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Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

4 Kommentare zu “Nachträglich: Tapsige Ostergrüße vom öligen Löwen

  1. Insgesamt gesehen doch ein aufregendes Osterfest! Das ölige Ende hätte es nicht gebraucht, doch ich denke, inzwischen ist es verschmerzt?

    • Die freudiglustige Suchaktion war ja schon am (Kar-)Freitag – an den anderen Tagen suchte ich – wie alle – nach etwas schönerem Wetter. Ich hätte am Sonntag zu einer Freundin gehen können, aber durch die viele Umsteigerei und Wartezeiten im Kalten habe ich es abgesagt und bin lieber zu Haus geblieben.
      Ich habe mir einen Dampfreiniger bestellt und werde wenigstens einmal den laminatähnlichen Fußboden behandeln – denn oft soll man das ja nicht machen. Denn Spuren sind immer noch zu sehen.

  2. Liebe Clara!

    Wie schön, dass das Wetter bei eurem Ausflug in den botanischen Garten mitgespielt hat.
    Zum Glück hat die Sonne sich nicht derweil Deiner Ostergeschenke bemächtigt und zum schmelzen gebracht.
    Und mal ehrlich, bei so vielen Leckereien und Verstecken hätte ich auch eine Liste gebraucht. Das kann man sich ja sonst wirklich nicht merken. Wie lange warst Du denn da mit verstecken und ankleben beschäftigt? Das grüne Ei im Lampenschirm ist natürlich richtig fies platziert, das passt da hin wie angegossen 🙂
    Toll, dass Du auch so leckere Täfelchen und warme Clarasocken bekommen hast. Hoffentlich hat das entknoten der Beine beim Osteryoga wieder reibungslos funktioniert 🙂
    Und der Löwe hat Dir natürlich eine ganz besondere Überraschung beschert. Würde mich nicht wundern, wenn Du gleich heute in den Baumarkt fährst und Dir einen chicen lila Dampfreiniger zulegst. Dann macht das Salatsoßenanmachen gleich nochmal so Spaß 🙂
    Ich habe jetzt jedenfalls, wie kann es anders sein, bei diesem Schokoanblick richtig Appetit bekommen und muss gleich mal suchen, ob ich noch irgendwo ein Ei in einer Tasse oder an einer Schnur finde…

    Liebe sonnige Grüße
    Mallybeau

    • Hallo, meine liebe >Mallybeau, das Wetter nimmt sich offenbar zusammen – na gut, an den eigentlichen Osterfeiertagen hat es seine gute Erziehung vermissen lassen, aber heute ist es wirklich hot and sunny.
      Das Abstellen der Heizkörper haben sie mir offenbar übel genommen – eigentlich aber nur in einem Raum, wo ich gar nichts versteckt habe. Das Badezimmer bleibt kalt – sehr unangenehm, weil das Fenster nach Norden geht und dort KEINE Sonne hineinscheint. Manchmal denke ich so, dass ich es in einer Mietwohnung, wo die Verwaltung funktionierte, einfacher hatte. Anruf genügte und jemand ,am angetrabt. – Aber das bekomme ich auch noch in den Griff.
      Die Versteckerei am Donnerstag Abend ging schnell, da ich alles schon vorher ausgesucht und erprobt hatte.
      Ich hatte auch schon überlegt, ob ich mir in den nächsten Tagen grünes Ostereierlicht zukommen lasse, aber ohne Sockel in der Fassung will die Lampe nicht leuchten – blöd eigentlich!
      Von dem ersten Dampfreiniger, den ich nach einem Tag probieren gleich zurück geschickt habe, kam von Paypal die Benachrichtigung, dass das Geld von der Firma überwiesen wurde.
      Ich hoffe für dich, dass du noch irgendwo ein Krümelchen Schokolade gefunden hast, damit du nicht mit gierigen Blicken hier auf die Sachen gucken musst.
      Herzliche Grüße von Clara

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