Claras Allerleiweltsgedanken

Endlich wieder himmelhohen Doppelkopf zu Hause

20 Kommentare

Doppelkopf ist mein Leib- und Magenspiel, gleich danach kommt Phase 10 – also bin ich eine richtige Kartenzockerin.

Das zweite Spiel kann man schon zu zweit spielen, zu dritt ist besser und zu viert ist es nahezu ideal.

Doppelkopf KANN man nur mit vier Personen spielen, aber Clara ist nun mal allein und nicht „selbdritt“ oder gar „selbviert“.

Notfalls kann ich auch delegieren, das doppelkopfen. Also, lasst euch überraschen. – Die NEUE konnte dieses Spiel zum Glück – und wie sich dann am Ende rausstellte, ist sie wie Clara eine ganz gewiefte Spielerin. Ich habe von der Seite aus natürlich zugesehen. Ich habe der Roten immer wieder ins Ohr geflüstert: „Du bist neu hier, wenn du die anderen gleich beim ersten Mal so abzockst, spielen die nie mehr wieder mit dir!“

Das hat sie überhaupt nicht beeindruckt. Ganz im Gegenteil, sie flüsterte zurück: „Wenn die immer so ein Oma-Spiel machen, dann WILL ich da auch gar nicht mitspielen.

Doppelkopfkenner können sich ja mal die Karten ansehen – die Rote ist auch sehr gut bedacht worden – und zusammen mit ihrer Partnerin wird das eine tolle Nummer. Und dass der Kleine ganz hinten schmollt, wenn er seine Karten ansieht, ist sonnenklar. Da würde mir auch ein deutliches Sch…. Mist rausrutschen.

Natürlich werde ich jetzt nicht alle 10 Runden fotografisch begleiten – aber ihr solltet schon mal beachten, wo die gewonnenen Kartenstapel landen. Hier hat jede noch ihre 10 Karten, aber doppelkopfkundiges Publikum kann die vier Blätter besser erkennen.

Der ganz vorn kann ja mit seinen vier Königen auch nicht gerade von einem guten Blatt sprechen. – Wie sagt man so schön: „Der Teufel sch…immer auf den größten Haufen, deswegen haben die beiden Kreuzdamen auch so supergute Karten.

Jetzt sind ein paar Stiche weg, da sieht es so aus: Schmolli hat entdeckt, dass er heute die A….karte gezogen hat, denn in seinem Sammelbehälter ist noch nicht ein einziger Stich gelandet. Und mit den restlichen 4 Karten könnte er bestenfalls noch eine Chance haben, nämlich mit der Herzdame.

Meine Supertrumpfkarte gebe ich diesen Schüsseln natürlich nicht, die sind einzig für meinen privaten Gebrauch! – Und da ich immer 2 Asse im Ärmel brauche, weil ich eines so schnell verliere, gehe ich auch im Hochsommer langärmelig zum Doppelkopf 🙂 😉

Ich glaube langsam, dass ich mir vielleicht doch ein anderes Hobby als Doko zulegen sollte. Gestern war mal wieder Doppelkopfturnier – und über meine Platzierung haben sich sogar die befreundeten Kreuzdamen die Augen zugehalten. Von 19 Teilnehmerinnen auf dem 15. Platz zu landen, ist ja schon fast ehrenrührig.

Im Normalfall heißt es ja „Glück im Spiel – Pech in der Liebe!“ Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass … ich schreibe es lieber gar nicht erst hin, denn es ist Schwachsinn.

*************

Ich sehe gerade am Datum, dass ich vor 50 Jahren in weiß am Traualtar geflüstert habe „Bis dass der Tod uns scheidet!“ Ob es daran liegt, dass damals das „dass“ noch mit ß geschrieben wird? Jedenfalls hat es gerade mal 10 Jahre funktioniert und zum Glück niemand von beiden zu Tode gebracht.

 

 

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Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

20 Kommentare zu “Endlich wieder himmelhohen Doppelkopf zu Hause

  1. Ist entschuldigt. In jungen Jahren sagt man das JA eben mal leichtfertig so hin. War bei mir nicht anders. Bloß 10 Jahre habe ich nicht geschafft … 😉

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  2. ich bin immer wieder beeindruck von deinen stories. diese erinnert mich übrigens an meine kindheit als ich versuchte skat zu simulieren. ich wußte lediglich, dass drei spieler nötig sind, dass die jeweils zehn karten bekommen und zwei karten in der mitte liegen. das hab ich dann aufgebaut mit puppen (ja gewiss, ich hab als junge gern mit puppen gespielt). war aber mehr ein stilleben zum anschauen, weil ich das spiel ja noch nicht konnte. inzwischen kann ich zwar skat, aber leider nicht doppelkopf. nun ja…
    best
    p.

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    • Peter, dein Kommentar ist genau so schön wie mein Artikel. Das kann ich mir so lebhaft vorstellen, weil meine Tochter mit ihren ganzen Puppen, Häkelschildkröten, Bären und sonstigem Gekreuch und Gefleuch ihren späteren Beruf gespielt hat: Lehrerin. Das war ein Ohrenschmaus, doch meist hat sie gemerkt, dass ich „unauffällig“ zuhöre.
      Skat spiele ich zwar auch gern, aber Doko ist interessanter, wenn es alle vier gut spielen können – es hat mehr Besonderheiten.
      Wenn niemand in die Karten gucken durfte, war es doch egal, ob du stilgerecht gespielt hast oder nur so getan hast.
      Und tschüss von mir

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    • Peter, diese hier ist eine meiner schönsten Geschichten – finde ich jedenfalls. Ich habe sie EXTRA für dich rausgesucht:
      https://chh150845.wordpress.com/2010/03/28/ich-sehe-gern-musik/
      Viel Spaß beim Lesen!

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  3. Also du bist mir eine … Doppelkopfverrückte!!! *g*
    Herzliche Kartengrüße
    vom Lu

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  4. Von Doppelkopf habe ich keine Ahnung, aber die Schüsseln sind der absolute Knaller!

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  5. wie klasse in Szene gesetzt…echt spitze

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  6. Liebe Clara!

    Deine Doppelkopf-Leidenschaft steckt wirklich jeden an. Aber dass sogar Dein Geschirr das Zocken anfängt, hätte ich nicht vermutet. Doch bedenkt man, dass die Schüsseln mit Gesichtern versehen sind, eignen sie sich wohl auch bestens zu dieser Tätigkeit. Nur mit den Händen haperts ein wenig. Und man muss schon ein wenig vertrauen, dass die eine Schüssel der anderen nicht aufs Blatt schaut. So offen wie da alle Karten auf dem Tisch liegen.
    Überhaupt beinhaltet solch ein Spiel viele Begriffe aus dem botanischen Bereich. Das Blatt natürlich. Und auch der Stich hat mich gleich an einen Spatenstich erinnert, den ich zur Zeit häufig ausführe, um einen Aprikosenbaum zu pflanzen.
    Deine Supertrumpfkarten machen sich exzellent und trösten, so finde ich, über einen 15ten Platz hinweg. Wer will schon gewinnen? Bescheiden im Hintergrund zu stehen ist doch viel angenehmer. Und wenn Du mit Deinem Geschirr spielst, bist Du sicherlich immer noch die Beste 🙂

    Liebe Grüße ins Zockerparadies
    Mallybeau

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    • Hallo, liebe Mallybeau, wenn mich jemand in meinem „Kummer“ tröstet oder bei Erfolgen mit mir freut, dann bist du das – nach dem Lesen eines Kommentars von dir geht es mir zu 99 % immer gleich besser.
      Als ich lange Zeit nur die drei weißen Schüsseln hatte, bin ich komischer Weise nicht auf die Idee gekommen, mit ihnen Skat zu spielen. Es steht in der Rangliste der beliebtesten Spiele eben nur auf Platz 3.
      Aber als dann die Rote dazu kam, war alles klar. Sie können natürlich nicht ohne meine Hilfe spielen, wegen der fehlenden Hände, wie du schon sagtest. Sie schicken mir über Funk die Aussage, welche Karte sie zücken wollen und dann mache ich das für sie. Ganz, ganz selten helfe ich auch mal einer Schüssel, wenn sie das Falsche ausspielen will. Natürlich vollkommen uneigennützig. Sie zocken zwar um Geld und ich bekomme 10 % vom Gewinn – aber das ist sehr schwer verdientes Geld.
      Wenn sie spielen, bekommen sie Scheuklappen, damit sie nicht schmulen können.
      Im Normalfall geht es mir nicht ums Gewinnen oder verlieren. Aber wenn ich es bei 12 Spielen am Ende schaffe, eine Eins = 1 auf dem Zettel stehen zu haben, so ist das schon ziemlich frustrierend, denn es bedeutet, ich habe 12 mal nur Sch… karten bekommen oder es hat eine andere ein Solo gespielt, wenn ich mal ausnahmsweise gute bis sehr gute Karten bekommen haben, die aber nicht für ein Solo gereicht haben.
      Aber heute tröstet mich Balkonwetter über alle Zockerquerelen hinweg.
      Kreuzdamengrüße zu dir

      Gefällt 2 Personen

      • Was soll ich zu solch einem wunderbaren Kompliment noch sagen? Wir trösten uns ja alle gegenseitig in unseren Kommentaren über die ein oder andere blöde Situation hinweg 🙂
        Wenn Du so oft hinten liegst, könnte das natürlich auch daran liegen, dass Deine Mitspielerinnen schummeln. Aber wir wollen ihnen ja nichts Schlechtes unterstellen, obwohl ich glaube, dass Du mit der lila Clarakarte eindeutig ein Ass im Ärmel hast.
        Hier ist das Wetter momentan bedeckt aber angenehm. Später werden noch Glockenblumen gepflanzt und jetzt wird erstmal verdaut. Schokolade natürlich 🙂

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        • Und ich will nicht zu überheblich sein – aber wenn manche soooooooooooo gravierende Fehler machen und dabei gerade meine Partnerin ist, dann kann das schon zur Verzweiflung anregen. Schummeln macht kaum eine – fast alle sind so ehrlich und sagen, wenn sie der Nachbarin in die Karten gucken könnten.
          Beim Turnier wollte ich meine Superkarten nicht einweihen, aber das kommt bei interneren Spielen. Die Schüsseln bekommen sie auch nicht – die können sie gar nicht würdigen.
          Beste Grüße an das größte Schokolandenfresserchen von mir

          Gefällt 2 Personen

  7. Doppelkopf kenne ich leider nicht. Ich habe früher leidenschaftlich Skat gespielt. Da brauch tman allerdings auch mindestens 3 Personen.

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Ute, ich weiß wirklich nicht mehr genau, welches Spiel ich zuerst konnte – ich glaube doch, dass es Skat war,weil dafür nur 3 Personen gebraucht werden. Aber Doppelkopf habe ich auch schon fast mit der Muttermilch aufgesogen. Meine Mutter war auch „Zockerin“, hat sich aber auf Canaster und ähnliches beschränkt.

      Gefällt 1 Person

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