Claras Allerleiweltsgedanken


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Der Urlaub rückt näher … und näher …

und fängt in einer reichlichen Woche schon an.

(Vornweg eine Bemerkung: Das, was ich euch im letzten Artikel über Menschen, Ehen, Kinder und Verhalten sagen wollte, setze ich heute mit Schuhen fort)

Was habe ich früher immer über meine Mutter geschmunzelt, wenn sie lange Zeit im voraus ihre Urlaubssachen anfing zur Seite zu legen. Im Nachhinein weiß ich, dass mir dieses Schmunzeln ganzgarnichtüberhaupt nicht zustand, denn ich übertreffe sie nicht nur um Tage, nein um Wochen. Das sind dann immer so Momente, in denen ich mich freue, dass das kleine Zimmer nicht bewohnt ist – zumindest nur von mir. Auf dem Bett, auf dem Tisch und notfalls auch noch auf dem Stuhl werden Dinge zurechtgelegt, die ich auf gar keinen Fall vergessen darf.

Als ich merkte, dass meine Garderobe nicht sommermäßig genug bzw. nicht so sehr auf Marokko und seine Männer und Frauen abgestimmt ist, nahm ich mir einen Samstag Vormittag zum Versauen Einkaufen und wurde auch fündig. Allerdings dauerte es Ewigkeiten – nicht, weil ich mich nicht entscheiden konnte oder nicht in die ausgesuchten Sachen hineinpasste, sondern weil es richtigen und heftigen Alarm gab. Dieser Sirenenton, der jede Minute wiederholt wurde und mit einem Räumungsbefehl über Lautsprecher ausgestrahlt wurde, war schon heftig. Ich denke, nicht nur mir kamen Assoziationen zu richtigen Bombenalarmen, obwohl ich selbst noch nie einen erlebt habe.

Als es anfing, war ich ziemlich entkleidet in meiner Kabine. Die Verkäuferinnen liefen von Umkleidekabine zu Umkleidekabine und baten die Leute, sich so schnell wie möglich auf die Straße zu begeben. – Doch nach ca. 45 Minuten waren alle meine ausgesuchten Kleidungsstücke noch in der Kabine und ich konnte meine Kauforgie fortsetzen. Die flattrigen Hosen sind aus einem sehr leichten Stoff und werden sich bei Hitze hoffentlich gut bewähren. – Zum ersten Mal im Leben kaufe ich ein Shirt mit kleinen Strasssteinchen – das ist ja sonst so gar nicht mein Ding. Den eigentlichen Beweggrund für den Kauf weiß ich selbst nicht. Aber den Kaufgrund für die Gürtel kann ich sagen. Die Schnalle ist so stabil, so dass ich den Gürtel – heftig mit einer Hand rundum geschleudert – auch als Selbstverteidigungswaffe benutzen kann.

Und jetzt nehme ich euch mit in meine „Umkleidekabine“ und zeige euch ein bisschen was davon. Allerdings habe ich die Aufnahmen nicht als kompliziertes Selfie gemacht, sondern den Spiegel im Besucherzimmer genutzt.

Sonnenschutz mit riesigem Lichtschutzfaktor  kam auch noch auf die Erfolgsliste.

Rucksäcke: In meinen großen kann ich zwar Teile des Weltkulturerbes einpacken und davontragen, aber wer will das schon. So ein kleiner für die 1000 notwendigen Dinge einer Frau reichen doch aus. Und den habe ich euch bereits gezeigt.

Gibt es neue Hosen, dann muss es auch neue Schuhe geben. Jetzt zeige ich sie euch „VOR dem Drama“, was sich mit ihnen ereignen wird.

Zuerst laufen die beiden Pärchen noch ganz brav und solide miteinander umher und herum – doch irgendwann kommen sie auf die Idee des Partnertausches. Das fängt ganz harmlos an – doch auf dem letzten Bild seht ihr, die einen schnäbeln intensiv miteinander und die anderen gucken sich gerade mal mit dem Hintern an.

Zwischen den Paaren sind ja enorme soziale Unterschiede. Die robusten Sandalen kommen aus der arbeitenden Bevölkerung, die sich diesen  Urlaub gerade so leisten können und vom Mund abgespart haben.

Wohingegen das Glitter- und Glitzerpärchen aus gehobenen Kreisen kommt – im Grunde genommen sind sie hier vollkommen fehl am Platz. – Frau Sandale merkt, wie sich ihr Mann bemüht, Bildung anzunehmen, um bei Frau Glitzerschuh Eindruck zu machen. Immer wieder versucht er, sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, sondern seinen kräftigen Körper ins rechte Licht zu rücken.

Auch wenn Herr Sandale eigentlich keine lackierten Zehennägel tragen sollte, will er sich seiner Angebeteten nähern, die so einen kleinen Hauch von Lila in ihrem Gewebe hat.

Aber jetzt schweigt des Sängers oder des Chronisten Höflichkeit und wir überlassen alle Protagonisten ihrem Schicksal.

Über dieses wird zu einem späteren Zeitpunkt berichtet werden.

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Und jetzt noch ein kurzes Hallo zu twilights = Rainer Franke: Du musst doch jetzt denken, ich habe dich mit meinem Kommentar zu deinem „Frauen-und-Schuhe-Artikel“ auf den Arm genommen. Nein – alles passt in einen kleinen normalen Schuhschrank – allerdings sind die Winterschuhe gerade auf Eis gelegt, wo sie ja rein theoretisch auch hingehören, oder?