Claras Allerleiweltsgedanken

Rundreise Marokko 3 – auf dem Weg nach Casablanca – alles außer Moschee Hassan II

22 Kommentare

Im Reisekatalog hörte sich der 2. Tag der Reise = 13. Juni 2018 so an:

2. Tag:  Marrakesch – Casablanca
Heute fahren wir über Marrakesch weiter nach Casablanca. Bei einer Stadtbesichtigung° der größten Stadt Marokkos, welche direkt an der Atlantikküste liegt, erwartet uns eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Casablancas – die Moschee Hassan II.°. Sie  zählt zu den größten Moscheen der Welt. Der Zutritt ist nicht immer möglich, alternativ können wir jedoch die Moschee von außen besichtigen. Übernachtung in einem 4-Sterne-Hotel in Casablanca

Jetzt ein Hinweis für Neueinsteiger. Treten jetzt gleich Fotos „in Haufen“, also als Galerie auf, ist das eine verdichtete Form der Darstellung. Will man JEDES Foto sehen, dann das erste anklicken und den Pfeilen folgen, ansonsten kann man auch an jeder beliebigen Stelle anfangen. – Und meine Artikel erscheinen IMMER 00.05 Uhr – wer also sehr neugierig ist, kann nach 2 Tagen in der Nacht schon auf den neuen warten.

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Casablanca ist die größte und modernste Stadt Marokkos. In Agadir auf dem Flughafen war ein großer Ansturm auf das Flugzeug nach Casablanca, ist also offenbar unter Einheimischen beliebt.

Entschuldigung, ich konnte mich nicht bremsen – es sind 38 Fotos übrig geblieben.

Doch jetzt erst ein paar Fotos vom Weg nach Casablanca. Kleine Seen und damit auch Wasservorräte gibt es zum Glück ab und an. Esel, Pferde, Dromedare und Störche begegneten uns sehr oft. Dass jede Moschee ein Minarett hat, von dem der Muezzin immer zu den festgelegten Gebetszeiten seine Stimme an seine Gläubigen schickt, weiß inzwischen in Deutschland auch fast jeder, denn auch bei uns gibt es inzwischen viele Moscheen. – Und lebendige und belebte Architektur mit Cafés und Leuten darin sind nicht zu übersehen – in letzteren aber fast nur Männer. Als ich da die vorlaute Bemerkung machte „Die Frauen müssen ja auch Haus und Kinder hüten“, bekam ich einen kräftigen Ordnungsgong von unserem Nashi, dem Reiseleiter. Von den überall herumstehenden Palmen werden wir noch viele sehen.

Welches sakrale Gebäude das jetzt ist, weiß ich nicht so genau – auf jeden Fall ist es nicht die Supermoschee, denn die haben wir erst am nächsten Tag in den Morgenstunden besucht. Aber dennoch war es beeindruckend. Vielleicht kann ich euch durch die Fotos meine Begeisterung für das Kunsthandwerk vermitteln. – Die folgenden Aufnahmen sind alle im Inneren des Grabmals gemacht.

Dazu gehörten Außenanlagen oder parkähnliche Anlagen. Wozu diese Fotos hier nun genau zählen weiß ich nicht – mein Gedächtnis ist glattweg überfordert.

Aber jetzt kommt der Garten.

Ob die letzten Fotos noch einmal Innenaufnahmen sind, weiß ich nicht – könnten es aber von den Bildnummern her nicht sein. Definitiv weiß ich, dass es nicht das 4-Sterne-Hotel von innen ist – wenn dann für Allah, aber der wohnt im All-Sterne-Hotel.

Falls ich euch jetzt nicht mit Kunst erschlagen habe, könnt ihr euch bis übermorgen ausruhen.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

22 Kommentare zu “Rundreise Marokko 3 – auf dem Weg nach Casablanca – alles außer Moschee Hassan II

  1. auf marokko:

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  2. Hey, so schön wieder! Lauter Dekoratives!
    Was mich am meisten beschäftigt nun, ist dieser Ordnungsgong vom Reiseleiter Nashi. Eine Art Bestrafung, nur weil man sich einen offenen Weltenbummlersblick bewahrt hat? Was wahr ist, darf man wohl nirgendwo laut aussprechen.
    Du berichtest sehr interessant mal wieder!

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    • Ich habe oft über den Widerspruch nachgedacht in dem, was Nashi gesagt hat und dem, wie er reagiert hat. Alles Positive, das er seiner Mutter und überhaupt älteren oder alten Frauen gegenüber zum Ausdruck gebracht hat, galt offenbar nur für den Islam. Es ging schon bis zur Rührseligkeit, wenn er erzählte, wie oft er seiner Mutter vor Ehrfurcht die Füße geküsst hat, wie er sich mit einem Cousin fast geprügelt hätte, weil der ein böses Wort gegen seine Mutter ausgesprochen hat. Das Wort „Streit“ durfte nach seiner Meinung weder existieren noch ausgetragen werden – offenbar wird alles unter den Teppich gekehrt. Groß genug sind ja die Teppiche in den Häusern – da passt eine Menge darunter.
      Er nahm es mir immer wieder übel, wenn ich aus meinem Weltbild heraus reagierte. – Und dass es nach seiner Ansicht nicht überhaupt nicht gar nicht irgendeine negative Seite des Islams gibt, das habe ich ihm tatsächlich fast persönlich übel genommen.
      Ich finde es sehr schön, wenn ihr es auch interessant findet, doch zu einem großen Teil sind diese Aufzeichnungen für mich. Wenn ich nicht mehr reisen kann oder will, dann kann ich hoffentlich noch Computer schauen und mich dann durch solche langen Reiseberichte erinnern. – Also kann ich nur hoffen, dass mich Alzheimer nicht heimsucht.

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  3. Prachtvoll, diese Bauten. Mit Casablanca verbinde ich Kulturbanause aber auch „Ricks Cafe“ aus dem Film Casablanca. Ich hoffe, dass ihr dort auch gewesen seid 🙂

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    • Na, liebe Ute, du kannst dir die Antwort sicher gleich selbst geben – natürlich waren wir NICHT dort, wo sich die Ungläubigen Humphrey Bogart und Ingrid Bergman beturtelt haben. Wie ich nachlesen konnte, soll es ja eh nur ein nachgebautes Café sein. – Das einzige, was ich an weltlichem oder gar alkoholischem mit dieser Stadt verbinden konnte, war das Bier Casablanca. Es schmeckte recht gut, war aber in den Restaurants, in denen wir abends speisten, war Bier keiner Sorte im Angebot inbegriffen. Das einheimische Normalbier war mit ca. 3,00 € noch bezahlbar, aber für eine 0,5 l Flasche Casablanca musste man gleich 7,00 € auf den Tisch legen. Das habe ich nicht zu oft gemacht.

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  4. Sehr schön !! So wenig ich den Islam als Religion mag, so begeistert bin ich von islamischer Architektur überall auf der Welt.

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    • Da gehe ich mit dir von 0 bis 100 konform – die wunderschöne „sakrale“ Architektur hat mich einfach nur staunen lassen. Sagt man bei Bauten des Islams überhaupt „sakral“ – wahrscheinlich nicht.

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      • Doch, doch, „sakral“ heißt ja nur religiös motiviert, um welche Religion es sich handelt, ist egal. Die Hassan II Moschee habe ich nur gesehen, als sie noch nicht ganz fertig war. Ob sie genauso schön ist, wie eine Moschee aus dem 10, 11 Jahrhundert würde mich interessieren

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        • Da musst du mit Fotos von der Moschee Hassan II bis übermorgen warten. Sie war schon wahnsinnig beeindruckend – zumindest für mich.
          Meine Überschrift heute ist vielleicht etwas irreführend, denn die Casablanca-Moschee hätten wir an diesem Anreisetag nach Casablanca nicht mehr geschafft.

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          • So lange kann ich schon warten 🙂 Es steht eh in deinem Text, dass die Moschee erst am nächsten Tag drankam, aber mir war nicht klar, ob ihr sie auch von innen gesehen habt.

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          • Ja, haben wir – und es wäre echt ein Verlust, wenn wir das nicht erlebt hätten. Man muss ja da immer gebetsfreie Zeiten aussuchen, und das hat der Reiseleiter mit einem Anfang 9.00 Uhr gut hinbekommen.

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  5. Liebe Clara!

    Kürzlich habe ich auf arte einen Bericht über Casablanca gesehen. Da wurde auch diese „Supermoschee“ gezeigt. Absolut beeindruckend und eine fantastische Lage direkt am Meer. Kein Wunder, dass Du so viel Fotos gemacht hast. Da hat es wirklich Details en Masse. Auf dem 5ten Bild von oben ist mir natürlich gleich das lilafarbene Gewand aufgefallen. ich vermute, dass Du deshalb das Foto gemacht hast 🙂
    Aus den verschiedenen Mustern in der Moschee ließen sich mit den Fotos gut Memory-Kärtchen basteln. Da hat man was zu überlegen 🙂 Immerhin scheint sich dieser Teil der reise wirklich gelohnt zu haben. Und die Fotos sind mal wieder 1 A geworden!

    Liebe Grüße an die perfekte Blogreiseleiterin
    Mallybeau

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    • Liebe, liebe Superkommentatorin, wenn ich schon die perfekte Blogreiseleiterin sein soll – offensichtlich habe ich meine Überschrift doch zu verquer ausgedrückt, denn die wirklich wahnsinnig beeindruckende „Supermoschee“ Hassan II, die sicher in dieser Artesendung so hervorgehoben wurde, besuchen wir erst am nächsten Reisetag – und deswegen kommen meine Fotos davon auch erst übermorgen. Die Fotos von „Unterwegsmoscheen“, wie ich sie heute zeige, sind zwar sicher auch beeindruckend, aber nichts gegen die anderen. Vielleicht nicht die Fotos, sondern die Bauten selbst.
      Da wir ja nur alte Königsstädte besucht haben, waren ständig und überall tolle Bauten zu bewundern – es konnte (leider) im Laufe der Zeit auch anstrengend werden.
      Das 5. Foto, was du erwähnst, habe ich ausnahmsweise NICHT wegen des lila Gewands gemacht, das war nur Zugabe, sondern wegen des sonnenschirmbedachten Cafés in „luftiger“ Höhe.
      Memorykärtchen solcher Art würde ich entweder sofort in die Ecke schleudern oder in die Tischkante beißen, weil ich sie nicht auseinander halten könnte.
      Warte auf übermorgen und dann kannst du wirklich richtig wow sagen.
      Ich danke dennoch für deine „Vorab-Begeisterung“. Das schreibt Clara, die nichts anderes macht, als diese Reise zu verarbeiten, damit sie sich auch nach längerer Zeit noch daran erinnern kann.

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  6. Guten Morgen,
    Diese Moschee sieht aus wie 1001 Bastelstunde mit Mosaik. Und wegen Deinem frauenverständigen Sprüchlein (keine Fake-News) gab es direkt eine verbale Klatsche von dem Sitte-und Anstandreiseführer?
    Ou….ou….😉🙊✨🧚‍♀️

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    • Meine liebe Fee, viele, eigentlich alle Bauten, die wir auf dieser Reise durch die Königsstädte Marokkos kennen gelernt haben, waren Beispiele für „1001 Nacht“ – die Fülle hat mich erschlagen, aber positver erschlagen als die in unseren Barockkirchen – da mache ich ja immer gleich von Anfang an dicht und kann so gar nicht genießen. Hier war es so anders, so handwerklich filigran in weniger Gold.
      Mit Mosaikarbeiten waren die Handwerker der damaligen (und vielleicht auch der heutigen Zeit) ganz, ganz große Klasse.
      Ich habe mich bei der Überschrift offenbar wieder verquer ausgedrückt, denn das ist NOCH NICHT DIE SUPERMOSCHEE in Casablanca, die kommt erst im nächsten Artikel am 5. Juli.
      Die verbale Klatsche wurde vielleicht nicht täglich mehrmals, aber ab und an wurde sie schon wiederholt, damit sie endlich hinter meinen Ungläubigen-Ohren wirken konnte.
      Ich denke an dich und drücke dich, im Stundentakt je einmal.

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      • Ach, liebe CC, die Barockkirchen sind auch nicht so meins, das verstehe ich gut. „Meins ist die Romanik, die Gotik“…
        also Supermoscheen gibt es sicherlich so einige, wie auch Superkirchen und stand nicht schon irgendwo in Bibel, Koran oder sonstwo, dass die Ungläubigen am Ende die Gläubigen sein werden? Oder ging der noch anders? Die Ersten werden die Letzten sein und die Frauen die Männer oder so ähnlich? Gibt es im Koran auch Apokryphen? Fragen über Fragen, da liegt ein großer schwarzer Schleier mit Sehschlitzen drüber, auch im hochheiligen und im übrinx auch gar nicht frauenfreundlichen Christentum, denn man merke: Paulus hat den Weibern (vor allem der armen Maria Magdalena) das Maul verboten. Er fand Weiberrede so überflüssig wie Kamelquark und war im Allgemeinen einer Meinung mit dem ebenfalls in seine Misogynie restlos verbohrten Arthur Schopenhauer.
        na, ja…du hast ja auch den Nashi gereizt.
        Da musste der natürlich seine gläubige Männerehre und die des Landes verteidigen.
        Noch schlimmer wäre es, Allah zu verhohnepipeln. Das gäbe dann erst Recht Ärger. Also als Frau immer schön mucksch sein in Marokko oder lieber gleich als Beduine verkleidet in Marrokko einreisen, lerne ich aus Deinen Berichten. 🙂

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        • Liebe Fee, ich kann zwar aufmüpfig sein, aber das hoffentlich immer in Grenzen. In echt, ich würde mich nie über die Religion oder gar über Allah lustig machen, denn wie du schon schreibst, da gäbe es beim Christentum auch so viele berechtigte Kritikpunkte. Ich lehne mich nur gegen die Auslegung auf, denn die ist menschengemacht. – Sicherlich wachsen die Frauen in diese Traditionsrolle von klein auf hinein. Du wirst staunen, ich habe dort in der ganzen Zeit nicht mehr Burkaträgerinnen als hier erlebt – na ja, vielleicht nicht wesentlich mehr. Und außerdem waren wir ja auch sehr oft dort, wo es von ausländischen Touristen und Touristinnen wimmelte, und die waren ohne Burka, dafür mit wenig Bekleidung, wie ich so beurteilen konnte.
          Dass das Christentum auch eine reine Männerreligion ist, sieht man schon daran, dass es zwar 12 Apostel gab, aber keine Apostelin 🙂
          Aus deinem Text müsste ich einige Wörter googeln, ist mir aber im Moment nicht danach. „Apokryphen“,“Misogynie“ als Beispiel.
          Mit Kirchenbaustilen gehen wir also konform. Gotische Kirchen sind wunderbar, wenn nicht danach so oft viele barocke Elemente wie Kanzel und so eingebaut wurden.
          Meintest du „Romanik“ oder wirklich Romantik. Die romanischen Kirchen, die ohne Gewölbe, gibt es ja nicht mehr allzu oft – aber die sind besonders beeindruckend.
          Gestern habe ich in meiner Küche ein wenig umgeräumt – zum besseren. Ich habe den riesigen weißen Minibackofen rausgenommen – ich will ihn jetzt bei den Kleinanzeigen für wenig Geld verkaufen – und ich habe zum ersten Mal in den drei Jahren den richtigen Backofen benutzt – und mir gleich die Finger verbrannt.
          Drüxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

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          • Nein, ich meine die Romanik und also…die Apokryphen sind die Texte, die nicht in der Bibel stehen obwohl sie auch biblisch sind. Die ausgelagerten Szenen sozusagen. Die Apokryphen sind in etwa genauso dick wie die Bibel. Misogynie ist das Fremdwort für krankhaften Frauenhass.
            Pass bloß mit Deinen Fingern auf, die braucht Du doch noch zum Kartenkloppen….🙈

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