Claras Allerleiweltsgedanken

Rundreise Marokko 5 – Fes – Teezeremonie (Teil 2)

21 Kommentare

Es ist immer noch der 15.06., nur der späte Nachmittag und wir sind zu Gast in einer marokkanischen Familie. Der Reiseleiter ist mit dem jetzt arbeitslosen Hausherrn befreundet, denn sie waren mal Studienkollegen. Sicher hat er es arrangiert, dass die Teezeremonie in diesem Haus stattfindet, denn es wird von der Reiseorganisation bezahlt.

Bei Facebook schrieb ich über diesen Tag und besonders über die Teezeremonie folgendes:

15062018 Stellt euch vor, ich habe heute seit ca 60 Jahren das erste Mal wieder Pfefferminztee getrunken. Wir waren in einem Privathaus und dort hat das Ehepaar und die vier Kinder eine ganz tolle Teezeremonie für uns angeboten. Und es gab Gebäck und nette Gespräche.
Als Ausgleich habe ich dann beim Abendbrot mit zwei Österreichern und zwei Gästen aus Bayern zusammengesessen. Da fühlte ich mich komplett unter Ausländern. Ich habe nicht einen einzigen Satz verstanden. – Und heute schlafen wir das erste mal zwei Nächte im gleichen Hotel in Fes -wow -ist das schön. Mein Zimmer ist – wie könnte es anders sein, in der obersten Etage das letzte auf dem Flur, dafür hat es aber mit all den danebenliegenden Zimmern eine Dachterrasse.

Doch jetzt zum Tee. Viele festlich gedeckte Tische erwarteten uns – die Sitzgelegenheiten standen in der riesigen, nicht überdachten Innenhalle. Da wohl viele Gruppen diese Zeremonie erleben, bleiben sie wahrscheinlich immer gleich stehen.  – Die Teppiche und auch alle Polster waren bunt, für meinen Geschmack vielleicht etwas zu stark gemustert. Fotos von den Innenräumen zeige ich auch noch. – An den Pfeilern wuchsen u.a. Orangenbäume. Das Haus war riesig und es war vor allem alt, sehr alt und an vielen Stellen auch baufällig. Der Hausherr hatte schon Vorkehrungen getroffen, um dagegen etwas zu machen.

Das Gebäck war köstlich bis köstlichst, schon dafür hätte es sich gelohnt. Der Tee war – für mich konsequente Pfefferminzteeablehnerin – trinkbar, aber zu mehr kann ich mich nicht hinreißen lassen. Aber das ganze Drum und Dran war sehenswert und ein gelungener Punkt des Reiseprogramms.

Jetzt führe ich euch noch ein wenig durch das Haus, aber nur ganz vorsichtig – keine nicht öffentlich zugängige Privatsphäre wird es zu sehen geben. – Ein riesiges Wohnzimmer – na gut, die Familie besteht immerhin aus sechs Personen.

Die Frau des Hauses bessert das finanzielle Budget mit Schneiderei auf, obwohl sie auch Akademikerin ist. Auf einer Schneiderpuppe wartete ein wunderschönes Kleid auf die Abholung oder auf den Kauf – das weiß ich nicht genau.

Jetzt verabschiede ich mich von den Gastgebern. Die beiden jüngsten Kinder, Mädchen und Junge, sind übrigens Zwillinge. Die beiden größeren Töchter waren bildhübsch.

Auf dem Weg ins Hotel sprühte uns dieser Brunnen ein wenig Erfrischung zu.

*********

Für die beiden kleinen Videos bei den alten Römern und den jungen Teezeremonie-Gastgebern braucht ihr ein Passwort, weil ich  diese nicht ungeschützt ins Netz stellen will. Ich will es nicht nach dem Gießkannenprinzip ausschütten, weil ich keinen zum Ansehen nötigen will.

Einfach an chh1508@gmx.de oder clarahimm1508@gmx.de eine Mail und ihr bekommt es umgehend zugesendet.

 

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Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

21 Kommentare zu “Rundreise Marokko 5 – Fes – Teezeremonie (Teil 2)

  1. …dann Klappe ich nun meinen Schalk zusammen. Der will niemanden ‚verarschen’ – das Wort klingt mir zu arg nach Tücken. Mein Schalk juxt höchstens.
    So, nun wartet Airas Literaturkongress auf mich, eine Seite in Schönschrift ins Tagebuch und Klüsen zuklappen …gutnacht . ..🤗

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    • Oh, meine liebe liebe Fee, mein Ausspruch ist viel härter bei Dir angekommen, als er gemeint ist. In Berlin ist das so eine gängige Redewendung, dass ich mir nichts schlimmes dabei gedacht habe. Ich meinte nur das Mit dem Straßenverkehr links vor rechts. Ich weiß dass das ein Joke war, aber ich dachte an deinen Unfall und an meinen Unfall und da habe ich das eben so geschrieben. Bitte nicht böse sein. Clara grüßt um Verzeihung heischend

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      • …alles gut…es ist, wenn man sich nicht sehen kann, manchmal nicht so leicht, etwas richtig zu deuten oder zu verstehen. Mir war wichtig, dass Du weißt, dass ich ohnearg Spaß mache. Manchmal kann man dabei (gerade beim Schreiben) unabsichtlich an etwas rühren. In der Begegnung erkenne ich sofort, ob mein Gegenüber von etwas betroffen ist und ich kann einlenken oder richtig stellen. Dies war auch hier mein Hintersinn. Der Raser, welcher mich in Einzelteile zerlegte, kannte weder rechts noch links, nur geradeaus in Tempo Hundert. Das Bremspedal war ihm auch total fremd. ‚fatastrofaler Fahranfänger‘ ist meine positivste Vermutung hinsichtlich der Beweggründe des Rasers und ‚völlig verkehrsverblödeter Vollspacko‘ meine negativste…
        So, nun aber raus in die Sonne, herzlich die Fee🧚‍♀️✨

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  2. So, meine liebe CC, nun habe ich mich zwischen Deine Bilder verkrümelt und Lieblingsbilder gefunden…und ja, diese Familie wirkt wirklich sehr sympathisch und sind alles hübsche Menschen. Die Lüttje mit den Knorpelknien – wie ein Füllen auf der Wiese und den Herren steht der Kasack. Das ist kleidsam und viel besser als Hosen bei der Affenhitze in Marrokko. So ein schattiger Hinterhof ist natürlich etwas sehr Feines und die Mauern dieses Hauses wirken dick und solide – ist es innen schön kühl gewesen?

    Das Aquamarinkleid ist dermaßen schön! Damit sieht eine Frau aus wie eine Prinzessin aus Tausendundeiner Nacht. Egal wie die Frau sonst aussehen mag. So ein Zauberkleid. Ich hatte zwei Schneiderinnengroßmütter, weißt Du ja. Eine solch meisterhafte Handarbeit hätten sie anerkennend gewürdigt.

    Herzlich ins dicke B. grüßt die Fee

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  3. Die Frauen sind eine Extrabetrachtung wert. Sie wirken demütig, diensteifrig irgendwie. Wie habt Ihr Euch unterhalten, in welcher Sprache? Wie anders schaut bei uns ein „Akademikerhaushalt“ aus! Alle wirken liebevoll freundlich! Danke für die Einblicke! (Meine drei Kuchen und ich warten nun auf die Gäste am Nachmittag. Du hast mir eine große Freude gemacht vorhin!!!)

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    • Die Überraschung war auch Sinn und Zweck der Sache, wenn dann noch Freude hinzu kam, um so besser. Clara ist manchmal so, wenn das Gegenüber das so will.
      Ich weiß nicht, ob wir Europäer bei der Betrachtung dieser Frauen vielleicht mehr hineininterpretieren als es wirklich ist. Vielleicht macht Tradition wirklich ein anderes Frauenbild, ohne dass sich die Frauen benachteiligt fühlen. Ich weiß es nicht – ich weiß nur, dass ich nicht so leben möchte.
      Die größeren Mädchen konnten sicher besser englisch als ich. Was will frau schon bei so einer „Unterhaltung“ wissen? Alter und so, viel mehr Zeit bleibt doch gar nicht. Die Frau des Hauses – im Haus haben ja die Frauen viel mehr zu sagen als der Mann – machte einen ausgesprochen freundlichen und ausgeglichenen Eindruck – und sie war sehr hübsch, was man dort sehr, sehr vielen Menschen bescheinigen kann.

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  4. Liebe Clara!

    Das Ambiente der Teezeremonie wirkt wirklich sehr angenehm und heimelig.
    Das Gebäck hätte ich auch gerne probiert. Schön finde ich, dass man da oft tief oder sogar auf dem Boden sitzt. Das mache ich auch sehr gerne. Da kann man nicht fallen und bleibt geerdet 🙂
    Dass Akademiker heutzutage auch mit anderen Jobs ihr Geld verdienen müssen, ist ja leider nichts Neues. Wohl dem, der in seinem gelernten Beruf eine Anstellung findet.
    Für die Videos habe ich heute leider keine Zeit, da ich extrem viel zu tun habe. Aber Du kannst sie mir trotzdem schonmal gerne zukommen lassen.
    Vielen Dank für Deine wunderbaren Einblicke und natürlich immer glasklaren Prinz Lumix Fotos 🙂

    Liebe Grüße
    Mallybeau

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    • Das ist gut, liebe Mallybeau, dass du viel zu tun hast – das riecht hoffentlich nach Geld verdienen.
      Ich schicke dir gleich das Passwort. Die Videos schicke ich dir nicht, die erscheinen übermorgen als geschützter Beitrag. Es sind nur zwei und beide weit unter 5 Minuten lang oder kurz, deine Zeit wird also nicht zu sehr strapaziert.
      Das Gebäck wäre super – vielleicht backe ich sogar auch mal wieder, vielleicht.
      Du musst bedenken, dass das Durchschnittsalter bei der Reisegruppe relativ hoch war – na gut, es war auch ein wenig Jungvolk dabei, aber viele über 65+. Ich glaube, die sitzen nicht mehr so gern sehr tief oder gar auf der Erde, denn sie kommen dann ja nicht wieder hoch oder es sieht blöd aus, wie sie sich wie die Kleinkinder von unten hochstemmen.
      Danke für deinen Dank, die Freude über Fotos bei dir tut gut.
      Ganz viele aufmunternde Grüße schickt dir die auch fleißige Clara

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      • Geld gibts für die Arbeit leider nicht. Sind alles private Zusatzarbeiten …
        Mit dem Aufstehen hast Du natürlich Recht, das ist für den Rücken wirklich nicht das Wahre.
        So, jetzt wünsche ich Dir ebenfalls viel Erfolg bei Deinen Unternehmungen und bis bald 😉

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  5. Pfefferminztee trinke ich sehr gerne – sogar mit Milch. Ich sehe förmlich vor mir, wie du dich schüttelst 🙂

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    • Zum Glück war der Schütteleffekt sehr begrenzt, das beweise ich damit, dass ich mir sogar noch ein zweites Glas habe eingießen lassen. Nie und nimmer würde Tee und dieser Tee im besonderen zu meinen Lieblingsgetränken aufsteigen, aber in der Hitze trinkt die Clara eben auch Tee mit grünen Blättern drin.

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  6. Ein sehr ästhetisches Erlebnis, diese Teezeremonie …
    Dankeschön für’s Zeigen und Präsentieren!
    Liebe Morgengrüße vom Lu

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