Claras Allerleiweltsgedanken

Rundreise Marokko 6 – Teil 3 – Gerberei und Weberei

9 Kommentare

Wir befinden uns datumsmäßig noch auf dem 16. Juni 2018.

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In meinen „geheimen“ Aufzeichnungen von Fb findet sich zu diesem Tag noch folgendes:

Wie gut, dass ich nicht mit dem Schrankkoffer gereist bin. Keine Kofferträger für die 27 Stufen in Sicht. Kostenloses Fitnesstraining inclusive. – Umbuchung für Anschlusswoche geht nicht. Ich wollte doch nicht in Marrakesch bleiben, sondern ans Meer nach Agadir. Aber wie hießt es doch immer: Frau kann nicht alles haben.
Es ist 7 Uhr und ich sitze im Foyer, um zum Frühstück zu gehen. Ich bin aber die erste und einzige bisher, da wir erst um 9 Uhr weiterfahren. Dafür zeige ich euch jetzt noch ein paar Bilder. – Bett und Schlaf und Essen und alles bisher waren gut. Nur gibt es jetzt im Frühstücksraum eine Musik, die mich so verschreckt, dass ich mit meinem Essen nach draußen muss.

Irgendwie ist mir der Besuch der Gerberei untergegangen, aber das kann ich sehr gut jetzt nachholen.

Es gibt so unendlich viele Berufe, in denen ich nicht arbeiten möchte – aus den unterschiedlichen Gründen. Aber hier mit diesen gesundheitsschädlichen Chemikalien und bei dieser Hitze – die armen Arbeiter! Arm sicher im doppelten Sinne, denn die Löhne werden nicht hoch sein.

Warum diese Fotogalerie ein wenig lilastichig ist, weiß der Teufel, Clara weiß es nicht. – Doch eine Kuh im finalen Zustand kann man auch sehen. Dabei sind sie lebendig, lesend oder schreibend so viel besser als nur als Haut. – Ich glaube die Kaufbegeisterung hielt sich in Grenzen, auf jeden Fall bei mir, denn ich kaufte GAR NICHTS. (nur um dem Verdacht mit der lila Jacke vorzubeugen!!!)

Von der Gerberei zu Weberei – denn wenn das mondäne Weib von heute täglich eine andere tolle Handtasche und eine Lederjacke trägt, braucht sie ja auch das entsprechende textile Outfit. – Auch hier gibt es wieder nur eine Galerie. Die lila Fotos muss Prinz Lumix ganz ohne mich gemacht haben – wahrscheinlich wollte er mir eine Freude machen. Nicht, dass er es auf die Spitze treibt und ich am Ende lila gar nicht mehr leiden kann.

Warum ich hier nichts gekauft habe, frage ich mich beim Betrachten der Fotos wirklich. – Wahrscheinlich hatte ich nur diese Verkaufsberieselung so satt.

 

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Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

9 Kommentare zu “Rundreise Marokko 6 – Teil 3 – Gerberei und Weberei

  1. Schrankkoffer- allein dieses Wort!
    Diese Farben!!
    Von den Fransendingern auf dem letzten Foto hätte ich mir circa 9 Stück gekauft, die sind klasse. Nicht grad als Lesezeichen, aber man hätte eine Verwendung gefunden!

    • Ich hatte keine von diesen Riesentroddeln in der Hand, ich denke, sie sind relativ schwer. Hätte ich neun davon gekauft, wäre doch noch das „Schrankkoffermodell“ zum Tragen (in doppelter Bedeutung) gekommen.
      In der Wohnung, die ich von 1985 bis 2000 bewohnt habe, hatte ich als Lärmschutz dicke Vorhänge an den Fenstern, da es noch Holzfenster waren, die keine Schallschutzdämmung hatten. Das wäre die einzige Situation in meinem Leben, wo zwei solcher Dinger hingepasst hätten.
      Die gab es auch in kleiner – und da wäre ich bei einer fast schwach geworden.

  2. Ich hasse Verkaufsausstellungen vor allem in heißen Ländern. Aber so ein Teppich, ei, so ein Teppich, zu dem würde ich nicht nein sagen, und die Rucksäcke sind auch nicht schlecht …..

    • Komischer Weise empfand ich beide Besuche als angenehme Pause, da sie in klimatisierten Räumen stattfanden und ich längere Zeit sitzen konnte, was man draußen nicht konnte.
      Dumme Frage – was meinst du für einen Teppich? Die werden doch geknüpft und selten gewebt. Was hier auf dem Webstuhl war, ist nach meiner Meinung bestenfalls als Wandbehang geeignet, aber nicht für den Fußboden, da viel zu weich.
      Die Rucksäcke fand ich auch wunderschön. Da ich es aber hasse, die ganzen Sachen aus einem Rucksack in den anderen zu räumen, trage ich meistens immer nur zwei, und die natürlich abwechselnd. Entweder groß in ganz schwarz oder klein in schwarz und weiß.
      So habe ich mein Portemonnaie geschont und kann schöne Bilder anschauen.

      • Der Teppich ist auf den Bildern nicht zu sehen, das ist nur meine Assoziation zu Marroko 🙂 Da hast du Glück gehabt mit den Verkaufsveranstaltungen. Ich erinnere mich nur an solche, die im Bazar in irgendwelchen glutheißen Hinterzimmern stattgefunden haben und wo es einerseits Ramsch und andererseits Unerschwingliches zu sehen gab, nix dazwischen …

  3. Liebe Clara!

    Eine Gerberei habe ich auch mal besucht, der Geruch ist wirklich unglaublich. Dort könnte ich keine 5 Minuten arbeiten. Ich kann gut verstehen, dass Du dort nichts gekauft hast. Zumal meine Artgenossen so sehr in Form gebracht und Farbe getunkt wurden.
    Die Weberei steht dem Verkaufsangebot der vorherigen Eindrücke wohl in nichts nach. Farblich ist für jeden Geschmack etwas dabei. Aber wenn man wirklich permanent berieselt wird mit Angeboten, hätte ich vermutlich auch meinen Geldbeutel in der Tasche gelassen. Und die schönen Bilder hast Du ja mitgenommen, und das ganz umsonst.
    Gut, dass Du die Kofferschlepperei unbeschadet überstanden hast. So können wir uns schon auf den nächsten marokkanischen Rundgang freuen 🙂
    Vielen Dank für die himmelhohe Reiseleitung … muuuuh….

    Liebe Grüße
    Mallybeau

    • Liebe Mallybeau – komisch, der Geruch war in der Gerberei nicht unerträglich – wahrscheinlich haben sie es geschickt verstanden, den Verkaufsraum von den Produktionshallen geruchlich zu trennen. Wir hatten nur den Ausblick auf die bei brütender Hitze mit den Färbebädern (oder was es auch war) arbeitenden Handwerker – das fand ich schon schlimm genug.
      Die Sachen waren wirklich wunderschön und im Gegensatz zu Deutschland auch sehr preisgünstig. Doch mein Bedarf an Ledersachen ist gedeckt – früher hatte ich mehrere Jacken, jetzt ist davon nur noch eine übrig, reicht. Lederhandtaschen trage ich nicht, weil ich überhaupt oder ganz selten nur eine Handtasche trage. Und meine Rucksäcke sind alle aus anderem Material und damit viel leichter. –
      Dennoch fand ich es sehr gut, dass ich es besichtigen durfte.
      In der Weberei hätte mich das Kissen vom rund geschnittenen Foto interessiert – aber auch ein 16 qm großes Zimmer, was mit Computer- und Druckertisch, 120 cm breitem Bett mit Nachttisch, einer Kleiderschrankwand und einem Tisch mit 2 Stühlen schon gut gefüllt ist, hat seine Fassungsgrenze erreicht, denn zwei Regale sind ja auch noch drin. Also blieb das Sitzkissen dort.
      Wenn ich ehrlich bin, war die Berieselung gar nicht so schlimm, denn es war an unterschiedlichen Tagen. – Da ich auch schon ausreichend lila Schals habe, MUSSTE ich nichts kaufen und habe es gut überlebt.
      Ganz liebe Grüße zu dir, ich muss jetzt ins Zahntechniklabor. Große Dinge stehen mir bevor, wenn der 3D-Röntgenbefund, der am Donnerstag gemacht wird, grünes Licht für die bahnbrechenden Veränderungen in meinem Mund geben wird. Schau’n wir mal.

    • Geruhsamer und besser verdaulich wäre es, wenn nur jeden zweiten Tag so viele Eindrücke auf mich eingestürmt wären und ich mich hätte immer einen Tag ausruhen können. Aber solche Rundreisen gibt es kaum.

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