Claras Allerleiweltsgedanken

Söhne sind nicht nur zum liebhaben gut …

34 Kommentare

… sie müssen manchmal auch hart arbeiten.

Für den jetzt folgenden „Arbeitseinsatz bei Muttern“ hat sich der Sohn einen der letzten Samstage ausgesucht, denn am Sonntag darf hier niemand zu laut husten, sonst könnte es schon Beschwerden geben. Manche von euch kennen noch den Begriff „NAW-Einsatz“, die anderen sollen googeln, wenn sie es wissen wollen.

Die DHL bestätigte, dass die richtigen Filter an diesem Samstag kommen – und das machten sie auch. Die sind so einfach anzubringen, das konnte sogar ich. (Was bitte ist daran 25,00 € wert? – Offenbar nur, dass sie für AEG bestimmt sind.)

Auf dem Plan standen die Befestigung der Leiste, die mir auf den Kopf bzw. ins Gesicht gefallen war, und das Anbringen der neuen Dunstabzugshaube. Wir dachten alle beide, dass nichts davon ein Problem werden könnte – doch:

Es irrt der Mensch, so lang er lebt.

Zuerst die Leiste – sie will und will nicht halten – er biegt die Befestigungsklammern auseinander, er „spricht“ mit der Leiste – am Ende haut er (wütend) einen längeren Nagel in das Ende, damit sie nicht mehr auf die Mutter fallen kann.

Doch jetzt zum Dunstabzugsprojekt. Ich arbeitete schon vor und löste, was zu lösen ging, und schraubte Schrauben heraus, die nicht gerätetragend waren.

Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih, so verdreckt wird die neue in paar Jahren auch aussehen. Diese Stellen hätte ich nie und nimmer putzen können, sie waren verdeckt.

 

Als der Sohn die alte herausgehoben hat,

guckte zumindest ich seeeeeeeeeeehr irritiert. Warum? Ich hatte irgendwie noch einen Schrankboden erwartet oder erhofft, denn ich hatte die Einbauanleitung gelesen. Dort stand, dass man in den Schrankboden mit einer Stichsäge die entsprechende Öffnung sägen soll.

Als zweite Befestigungsart wurde angeboten, dass man den Zwischenboden des Schranks nimmt und die Haube dort anschraubt oder anhängt. Das ging bei mir nur bedingt, da der Zwischenboden schon für den Abluftschlauch der alten gelocht war und mit einer neuen notwendigen Aussparung zu instabil geworden wäre.

Aus den Seitenwänden der Haube kommen „Krallen“ heraus, die irgendwo aufliegen müssen, damit die Dunstabzugshaube nicht nach unten auf den schönen neuen teuren Herd knallt. – Als alles fertig war, sah das dann so aus. Der Sohn wollte es NICHT so lassen, weil er sich dafür „geschämt“ hat, wie das aussieht – doch ich habe ganz heftig widersprochen. – Falls mich jemand von euch mal besuchen kommt, dürft ihr nicht darum bitten, dass ich diese Schranktür öffne – versprochen??? Zumindest nicht dann, wenn er und Lennie auch da sind. 🙂  – Vielleicht hänge ich noch einen ROTEN Lappen davor.

Hätte es die Aufhängung der alten Haube nicht gegeben, wäre guter Rat noch teurer teuer gewesen. Als erstes fuhren wir zum Baumarkt, um eine entsprechende Leiste zu kaufen und eine vernünftige Säge, die mir beim Umzug abhanden gekommen sein muss. – Vor dem Baumarkt gab es eine tolle Imbissbude, die uns wirklich mit exzellenten Pommes und einem riesigen Stück Fleisch mit gebratenen Zwiebeln versorgte.

Dann sah es so aus (gesungen): „Einmal links, einmal rechts, wenn’s dann passt, dann wär’s nichts Schlecht’s.“

Tat es aber aus irgendwelchen Gründen nicht und ich – zum Glück nicht der Sohn – wurde immer unruhiger. Ihr müsst das nicht, denn wenn es nicht geklappt hätte, würde ich hier nicht berichten.

Mit der tollen Säge erstellte er noch zwei Stützhölzer – dann durfte musste ich immer eine Seite unterstützend halten und plötzlich war es geschafft: Sie hing, leuchtete und pustete bzw. saugte – geht doch!!!!

Es dauerte ein wenig, bis ich begriff, dass die blauen Ränder der Alufilter nur Plastikschutz ist – und ich pulte die Plastikumhüllung ab.

Ob ich das als „Umhüllungskunst“ verkaufen kann? Christo hat mit „Verhüllungskunst Tausende nach Berlin gelockt, vielleicht locke ich wenigstens zwei neue LeserInnen an.

Und wenn ich schon mal auf der Leiter bin, habe ich gleich noch oben alles mit Alufolie ausgelegt, denn die dreckigen Abdeckplatten mussten endlich in den Müll.

Jetzt ist lange genug über so einen unwichtigen Schwachsinn geplaudert – hier nur noch zwei Fotos vom Endstand. Dass das Ding Energielabel D hat, finde ich schwach – aber zum Glück koche ich ja nicht so viel. Dort, wo die zwei Pfeile sind, flattern zwei halbrunde Deckelchen, weil die Luft dort herausströmt. Man könnte auch ein Abluftrohr anschließen, dann kommt die „gereinigte Stinkeluft “ oben aus der Schrankwand raus.

 

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Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

34 Kommentare zu “Söhne sind nicht nur zum liebhaben gut …

  1. Kommt mir sehr bekannt vor!
    Ich habe über meiner Dunstabzugshaube ein Mini-Hängeschränkchen, das nicht richtig in der Wand sitzt und daher nur schwach belastet werden darf. Kurzum: Es ist leer…
    Mein Häubchen ist auch nur Energieklasse D, pustet aber wie ein Laubbläser, also was soll’s 😀

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  2. Ich verspreche, dass ich dich nie bitten werde die Schranktüre zu öffnen. Obwohl alles, aber auch wirklich alles, auf diesen Bildern so viel besser aussieht, als alles was ich in der Nähe meiner Dunstabzugshaube befindet. Glückwunsch zu diesem Sohn. Aber bei der Mutter, wundert mich das nicht 😉

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  3. Hallo Clara,
    Es irrt der Mensch, so lang er lebt… Ein toller Satz.
    Und ich freue mich für euch, dass es schlussendlich doch klappte. Schaut gut aus.
    Liebe Grüße, Peter

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    • Hallo Peter, die ursprüngliche Holzleiste, an der ich den Vorentlüfter rauszog, war zwar nicht das non plus ultra, aber ich sah nicht wie auf dieser JEDEN Fingerabdruck. Doch das ist wirklich das einzige, was ich bisher über die neue zu meckern habe. FRAUEN eben! Immer soll es noch einen Tick besser sein, wie in dem Märchen vom Fischer und seiner Frau.
      Technikfrohe Grüße zu dir von
      Clara

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  4. Da bin ich jetzt schnell drüber geflogen, wie ich die Bilder gesehen habe … 🙂

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    • Ha, Herr (H)Ösi, handwerkeln ist nicht ganz so Ihr Ding, habe ich Recht? Lieber künsteln, das liegt Ihnen mehr! Kann ich verstehen – aber heutzutage wird ein guter Handwerker sicherlich schneller reich als ein guter Künstler. An Kunst kann ich mir zwar das Herz erwärmen, aber nicht die Hände, wenn meine Heinzung defekt ist. Und das ist sie ja gerade – und ich warte schon seit Wochen auf den Kostenvoranschlag, weil der Handwerker sooooooooooo überlastet ist. – Halt, das ist falsch, ich habe gerade dort angerufen, das Angebot ist vor 10 Tagen rausgegangen, allerdings an die Adresse des Handwerkersohnes. Haben jetzt die DHL oder der Sohn geschlampert? So unlösbare Fragen – ich ziehe mich auch lieber zurück!

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  5. Liebe Clara!

    Gut, dass die Abzugshaube ordnungsgemäß funktioniert und nicht ausversehen ein extrastarker Filter wie in Großfabriken verbaut wurde. Denn dann wärst Du vermutlich eingesaugt worden und hättest uns diesen fabelhaften Bericht nicht schreiben können. Doch so ist, Dank Sohn (wirklich praktisch, wenn man einen hat), Energienahrung von der Imbissbude und Deiner unermüdlichen Vorarbeit alles im Lot.
    Du könntest ja zur Krönung einen kleinen Flugdrachen oder etwas ähnliches am Abzug befestigen. Der flattert dann immer, wenn Du kochst. So hast Du eine amüsante Unterhaltung und Belohnung für die Handwerksarbeit 🙂

    Liebe Grüße an HCHH (Handwerksclara Himmelhoch)
    Mallybeau

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    • Liebe Mallybeau, dir kann ich leider erst nach dem Akustikerbesuch antworten, ich müsste schon losgegangen sein.

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    • So, liebe Mallybeau, bevor ich in einer Stunde mit einer Freundin zum Essen bei unserem Lieblingschinesen verabredet bin (immer diese Stresstage, hui .-) ), sollst du nun endlich deine Antwort bekommen.
      Das mit dem Flugdrachen gefällt mir natürlich sehr gut, da muss ich nicht ständig selbst fliegen 🙂 – Aber da er ja leider nach oben keinen Platz hat, würde er sich sicher zu eingeengt fühlen – und da hätte ich Mitleid mit ihm.
      Nicht ein stärkerer Filter hätte mich ansaugen können, sondern ein stärkerer Lüftermotor – und dann allerdings hätte ich in den Filtern festgehangen – unvorstellbar – und du so weit weg und keine Rettung in Sicht. Mir kommen gleich aus Mitleid mit mir die Tränen 🙂
      Aber vielleicht könnte ich vom Balkon, immer wenn ich koche, einen Heliumdrachen zeigen, damit mich dann alle weiträumig in Ruhe lassen und mich nicht bei der heiligen Tätigkeit des Kochens stören. Daraus könnte doch ein Plan werden. – Wir zwei beiden wären von keiner Konkurrenz zu schlagen – höchstens von einer 100köpfigen Frauentruppe – aber so viele Frauen auf einmal vertragen sich nicht.
      HCHH grüß dich ganz herzlich – du überforderst mein Auffassungs- und Merkvermögen, bei dir ist es leicht, als ich mir erst einmal die Schreibweise von Mallybeau eingeprägt hatte.

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  6. Also irgendwie „irgendwie“ geschafft. Hauptsache! Gut gemacht, sage ich mal, besonders in Anbetracht der vorher nicht erahnbaren Komplikationen. Ist ja meistens so.

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  7. „Väter sind nicht nur zum liebhaben gut …“ so würde das meine Tochter ausdrücken. Wenn sie einen Satz so anfängt: „Mein Lieblingsvater …“, dann ahne ich, was kommt 😉
    Na denn, bis später 😉

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    • Wenn ich dein verändertes Clarazitat je im Leben hätte anwenden können, wäre das sooooooooo schlecht auch nicht gewesen. Ich hoffe, dass er als Bauingenieur eine gewisse technische Fertigkeit gehabt hat – aber er ist verunglückt, da war ich noch nicht einmal ein Jahr jung. Und bei meiner Mutter gab es in dieser Beziehung nichts abzugucken oder zu lernen – also selbst gemacht, was an Handwerkszeug anfiel.
      Und der spätere Gatte hat auch lieber gekocht und gebacken – deswegen kann ich das jetzt so mangelhaft.
      Doch der Sohn macht alle Generationen wett.
      Doch bei dir ….. soll mich oder dich der „Lieblingsvater“ stutzig machen? Hat sie noch andere Väter neben dir? Das wäre zwar nicht Gotteslästerun, aber doch zumindest Väterlästerung 🙂

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