Claras Allerleiweltsgedanken

Bär-Li kommt ins Haus Himmelhoch

28 Kommentare

Wusstet ihr alle schon, dass wir hier unter uns eine „Schlange“ haben – natürlich keine echte – und außerdem eine sehr kluge und vor allem unheimlich freundliche. Mich bedenkt sie öfters mit einem „Wackelbild“ – als letztes mit diesem hier:

Ob das jetzt geklappt hat, werde ich erst sehen, wenn der Artikel erscheint – es soll ein lila Bär sein, der Schlagzeug spielt. (Man muss auf die Grafik tippen und dann sagen: Grafik anzeigen, dann spielt er)

Mein Herz flog ihm sofort zu – und nachdem sie – die liebe Mallybeau – ihn für mich in der virtuellen Welt gefunden hat, musste ich nur noch einen anderen Anbieter finden, um den Preis ein wenig runterzuhandeln.

Und schon nach zwei Tagen war er da. Er war an seine Behausung gefesselt. so dass ich ihn mühsam mit einer großen Schere losschneiden musste. – Mir kam durch seine Regenbogenverpackung der (freudige) Gedanke, dass er vielleicht schwul ist. – Da wir so etwas noch nicht in unserer Familie haben, wäre das doch mal eine willkommene Abwechslung.

 

Gleich und sofort schmuste er sich in mein Herz hinein. Als erstes richtete ich seine Stehhaare auf – das musste sein. Dann kitzelte ich ihn an seinen Fußsohlen, aber das hat er gut weggesteckt – ich würde ganz laut lachen und heftigst zappeln. – Doch als ich ihn am Bauch krabbelte, da fing er an zu lachen. – Muss ich den nicht mit seinem lila Nasenherz einfach in mein Herz lassen?

 

Als ich ihn genügend gekitzelt und er ausreichend gelacht hatte, konnten wir uns wichtigeren Problemen zuwenden. Da ja bei mir schon eine große Bärenfamilie wohnt, die alle über einen längst von mir vergessenen Namen verfügen, musste der Neuling auch einen bekommen. Spontan kam es zu Bär-Li, was fast selbsterklärend ist. Das „Li“ bezieht sich nicht nur auf die Farbe, sondern auch auf die (wahrscheinliche) Herkunft. Bei diesem Preis ist er sicher in China gefertigt – und er soll sich an seine Heimat erinnern können.

Ich befürchtete, dass es nicht ganz so einfach werden wird, einen „Ausländer“, der so absolut anders aussieht, zu integrieren.

Der erste Versuch schlug so gründlich fehl, dass ich sehr entsetzt war über meine Bären – ich dachte immer, ich hätte sie weltoffen und MenschenBärenfreundlich aufgezogen. Doch dem war nicht so – sie stänkerten, dass es keine wahre Freude war. Sie wollten einfach keinen Bären mit einer anderen Hautfarbe unter sich dulden und drängten ihn an den Rand – So weit an den Rand, dass er beinahe von Bord vom Regal gefallen wäre. Sie faselten was von einer Partei, die sie gegründet hätten und in die er nicht passt. Ich: „Was für eine Partei?“ – „Die AfB!“ Ich: „???“ „Die Alternative für Bären!“

Da sah ich sofort rot oder lila oder grün – aber nicht braun, wie von ihnen das Fell war. Ich kürzte ihnen die Leckerliportionen, bis sie wieder zur Vernunft kamen.

 

Ich verwies auf den kleinen Holzbären, der ja auch anders als sie wäre – und den hätten sie aufgenommen. – Ihre Begründung: „Der ist wenigstens braun!“ hat mich so vor Wut zittern lassen, dass das Foto gleich unscharf wurde.

In der Zwischenzeit zog Bär-Li erst einmal zu dem Krokodil, von dem er herzlich begrüßt wurde. – Aber das Ziel ist natürlich, dass er in seine Bärenhorde umzieht.

 

Eine Medaille hat ja immer zwei Seiten – ich hatte ganz leicht das Gefühl, dass sich Bär-Li als etwas Besseres fühlte, gerade, weil er so anders aussah. Und das wollte ich auch nicht. Deswegen bekommt er zu Weihnachten von mir etwas geschenkt, damit er sich endgültig mit dem braunen Fell seiner Artgenossen aussöhnt.

Als ich mir dann die Verpackung genauer ansah, musste ich gleich an die liebe Anna denken, die jetzt schon eine echte junge Dame geworden ist und sicher nicht mehr mit Kuscheltieren spielen möchte, sondern mit … da schweigt des Sängers Höflichkeit.

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

28 Kommentare zu “Bär-Li kommt ins Haus Himmelhoch

  1. Liebe CC,
    Eine Bärengeschichte zum Nachdenken hast Du da geschrieben.
    Sie gefällt mir. Ist ein Chinese, gelbe Gefahr, alles klar. Er hat ein Lilafell, ein lachendes Innenleben – etwa wie der lachende Budai oder auch Hotei. Diesen Asiaten sieht man öfter mal in Chinaläden- er hat einen runden Streichel-Bauch und er lacht aus voller Kehle.
    Wäre er ein solcher, würde er sich nicht darum kümmern, was oder wie andere Bären über ihn denken. Er wäre einfach nur da. Rede den anderen Bären doch noch einmal gut zu – vielleicht könnte ja auch er selbst etwas Weises sagen, zum Beispiel: ich kann Euch anderen mit meinem Lachen wärmen, kuschelt Ihr dafür mit mir…?
    Andersartigkeit kann Angst auslösen…
    Und zur Integration, zur Inklusion oder Gemeinschaft gehören immer zwei oder mehr…
    Er soll bitte deinen anderen Bären seinen Namen verraten und ihnen erklären, wo er herkommt. Die anderen Bären könnten ihm dann umgekehrt erklären, wie es so bei Ihnen zugeht, was hier in diesem deren Land so Sitte und Gebräuchlich ist, damit alle gut miteinander auskommen können.
    Wie wäre dieser Versuch?
    Krokos und Bären?
    Na, ob das gut geht…🙃🧚‍♀️herzlich, die fee…✨

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    • Liebe Fee, Feenratschläge sind niemals „Schläge“, sie sind immer kluge Gedanken. – Ich habe schon beobachtet, dass so ganz kleine Kommunikationsfetzen zwischen den ca. 2 m entfernten Regalen stattfinden. Der größte und dickste Bär tut sich noch ein wenig schwer, so ein „Greenhorn“ anzunehmen, das sich aber als „Purplehorn“ verkleidet hat. Aber ich glaube, die friedlichen Herzaufdrucke auf den Pfoten haben es ihm angetan und er glaubt, dass Bär-Li kein Stänkerer, schon gar nicht ein Terrorist oder so etwas ist, auch wenn er so absolut anders aussieht. – Und dann schickt er die kleinen Bären los – die rufen dann immer was rüber.
      Ich denke, ich kann bald eine stundenweise Integration vornehmen.
      Und tschüss zu dir sagt
      CC
      PS: Das Krokodil ist schon sehr alt und alle Zähne sind stumpf oder sogar ausgefallen. Das Krokodil ist froh, wenn ihm Bär-Li was von seinem Futter abgibt oder notfalls sogar vorkaut 🙂

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  2. Also echt, ich staune – und weiß manchmal nicht, was dich so antreibt (obwohl du es ja so ungefähr erklärst) – schwule Tanzbärchen, das ist der Hammer…

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    • Wenn du mich fragst, würde ich sagen, dass ich den halben Tag rumgammele oder schlafe – aber hier das Bloggen macht mir ausgesprochen Spaß – ich bekomme nirgends wo anders so viel Kontakte und Kommunikation wie hier.

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      • Wie schön, dass du keine echte Gammlerin bist, wie man sie früher hatte, so mit grünem Parka, zerrissenen ollen Hosen und `ner Spritze irgendwo hängen! Im Ernst, genau das, was du beschreibst, ist auch ein Motiv für meine Bloggerei, wobei da mehr so Zusatzkontakte entstehen, die mir doch sehr fehlen würden, hätte ich sie nicht. Es gäbe auch deine feine Schüsselchenkarte nicht!

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  3. Ha, da steht’s in der Verpackung „Glücksbärchis“. Genau der Gedanke kam mir direkt. Ich habe als Kind den Glücksbärchi-Film gesehen und war sehr fasziniert davon (ist man in dem Alter eben…) 🙂

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    • Hey, wie ich mich so kenne, könnte mir so ein schöner Glücksbärchi-Film an Tagen, wo ich durchhänge, auch heute noch Spaß machen. Da ich als Kind ja so gut wie kein Spielzeug hatte – nein, das ist auch ungerecht, ich hatte einen kleinen Bären (ca. 20 cm groß) und zwei Puppen – eine große mit Puppenwagen und eine andere, die ziemlich steif war. – Manchmal denke ich, das war viel besser als bei den heutigen Kindern, die manchmal in ihrem Spielzeug fast ersticken oder am Handy Genickstarre bekommen.

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  4. Liebe Clara,
    ich finde ihn einfach nur niedlich und zum Sofort-Liebhaben, diesen kleinen Lila-Gute-Laune-Bär!
    Lieben Gruß
    moni

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    • Na, du liebe Inselbummlerin moni, bist du nach MONATEN endlich wieder in heimischen Gefilden eingetroffen? Mir ist, als wäres du eeeeeeeeeeeeeewig weggewesen.
      Schön, dass ich nicht alleine bin mit meinen verkappten Mama-Oma-Liebhabe-Gefühlen für diesen kleinen Bären.
      Vielleicht verschenke ich ihn wirklich später, aber jetzt darf er noch ein bisschen „geschütztes Wohnen“ genießen.
      Mit lieben Grüßen von Clara

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      • Es war schon eine gefühlte kleine Ewigkeit, gell, liebe Clara ♥ Schön, dass der bunte, lustige Bär noch etwas Wohn-und Bleiberecht bei Dir genießen darf!

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        • Liebe moni, das Kind, was ihn EVENTUELL bekommen soll, ist vor 6 Wochen gerade geboren worden – der Sohn von meiner asiatischen Mitbewohnerin, die mal 4 Monate hier gewohnt hat.
          Und da die Kinder 2 Jahre sein sollen, hätte ich noch ein wenig Zeit. – Bloß, ob ich ihn dann noch hergebe, glaube ich selbst schon nicht mehr.
          Lieben Gruß

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  5. Das Bär-Li wird normalerweise in der jeweiligen Landessprache ausgeliefert. Spricht es diese nicht, sondern fällt es um, empfiehlt es sich, das Tierchen auf Werkeinstellung zurückzusetzen … 😉

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  6. Der Li- La-Laune Bär 💜

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  7. Liebe Clara!

    Nun bin ich schwuppdiwupp von der Kuh zur Schlange mutiert. Und das natürlich mit dem größten Vergnügen. Ich habe ja wirklich nicht damit gerechnet, dass Du Dir den GIF-Bären tatsächlich kaufst. Umso größer die Überraschung, als ich ihn nun bei Dir und Deiner großen Bärenfamilie sitzen sehe. Er sieht ja wirklich herzallerliebst aus wird sich ganz bestimmt noch mit seinen braunen Artgenossen vertragen, das braucht eben immer alles seine Zeit. Das Krokodil als Beschützer und Freund für den Anfang zu haben, ist doch eine wunderbare Lösung. Nur auf den Bauch würde ich den lieben Bär-Li nicht so oft drücken. Das ist ja gar kein brummen, wie ich zunächst vermutet hatte, sondern ein Mädchenlachen. Das passt nicht so wirklich dazu, finde ich. Vielleicht würde sich dieses Geräusch auch ändern, wenn man ihm mal einen richtig festen Schlag in die Magengrube versetzen würde, aber so fies ist wohl kein wirklicher Tierliebhaber.
    Ich finde, dass sich Bär-Li als lila Farbklecks einfach super auf Deinem Regal macht. Wenn Du nun die anderen Farbbären auch noch kaufen würdest, wäre die Regenbogenfamilie natürlich perfekt. Doch bevor es noch mehr Bärenzoff unter den Gesellen gibt, wird es wohl so besser sein. Jedenfalls ist es klasse, dass Du Dich so vieler Brummer annimmst. Ich beneide Dich ja um so viele Stofftiere und stöbere auch immer wieder in den Regalen. Yoshi, der grüne Drachen von Super Mario hat es mir angetan. Mal sehen, ob der auf meine Wunschliste kommt.
    So, jetzt wartet wieder die Nachbarskatze auf ihr Fressen … miau

    Liebe Grüße von der Schlangenkuh aus Malibu
    Mallybeau 🙂

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    • Ich bin gerade auf der Heimreise und irgendwann antworte ich dir heute noch

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    • So, liebe Schlangenkuh Mallybeau, jetzt bin ich endlich richtig zu Hause. Ich gestehe, dass ich noch zwei Sendungen von Extra 3 gucken musste – eine aktuell von heute und eine in der Mediathek von gestern Ich bin ja erst ziemlich spät vom Zocken zu Haus gewesen. Du hättest mal deinen Drachen zur Bushaltestelle schicken sollen, da wäre ich sicher schneller zu Haus gewesen. Aber wie gesagt, Frau kann nicht alles haben: Spaß und Zeiteinsparung, das passt nicht zusammen.
      Heir bei deinem Satz „… wird sich ganz bestimmt noch mit seinen braunen Artgenossen vertragen“ muss ich aber ernsthaft was richtigstellen. Nicht Bär-Li stänkert mit den anderen, sondern die Braunen wollen keinen Außenseiter in ihren Reihen haben. Er tat mir so leid, als er da fast vom Regal gestoßen wurde. Doch ich denke auch, wenn sie ihn immer dort sitzen sehen, werden sich die anderen Bären an ihn gewöhnen und am Ende in ihre Reihen aufnehmen.
      Von dem mädchenhaften Gegackere war ich ein kleines bisschen enttäuscht, aber das musst du niemandem weitersagen. Ist eben so – vielleicht ist er zwar nicht schwul, vielleicht ist er ein Eunuche oder ein Sänger, der im Sopran singen kann. Wer weiß?!
      Also noch mehr bunte Bären kommen nun doch nicht mehr ins Haus – ein wenig artgerechte mit braunem Fell sind eben doch üblicher.
      So, jetzt muss ich noch ein wenig an andere schreiben, deswegen sage ich dir Gute Nacht!

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