Claras Allerleiweltsgedanken

Vieles wird dünner, nur ich werd‘ es nicht

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Keine Angst, es geht jetzt nicht um das Display meiner Waage, dessen angezeigte Zahl mir nicht so richtig gefällt – es geht um Plastik. Sogar ich habe in den vielen Jahren gelernt, dass der Ostbegriff „Plaste (und Elaste aus Schkopau)“ nicht mehr up to date ist. Ihr denkt, ich ver…gackeier euch. Google mit seiner Bildersammlung zeigt, dass ich recht habe 🙂

Vor kurzem musste ich mir für mein Smartphone einen neuen Akku kaufen – ausnahmsweise mal nicht online, sondern direkt. Ich war schockiert über den Verpackungswahnsinn – wie viele Plastikteile diesen Akku schützten und sichtbar sein ließen. Ich habe es fotografiert und will es euch nicht vorenthalten. – Wie auf dem ersten Foto zu sehen, so hing er im Regal. Und Schritt für Schritt wurden es fünf Teile – na gut, der Akku und eine Umhüllung müssen sein – doch dann hätte sich die Industrie bremsen können.

Doch das ist nur das Vorgeplänkel. – In meiner Seele wohnen ja immer zwei, nicht nur, wenn es um Plastik geht. An vielen Stellen in der Lebensmittelindustrie kann ich mir kaum etwas anderes vorstellen. – Ich versuche jedoch, so wenig Tüten wie möglich mitzunehmen. Fast alles Obst kaufe ich zum Unwillen der Verkäuferinnen an der Kasse einzeln – aber bei vier Äpfeln und zwei Pampelmusen finde ich das eine zumutbare Belastung.

Mir geht es um Getränkeflaschen – natürlich die aus Plastik. Ich muss meinen oft sehr schweren Einkaufstrolley ja vom Fahrstuhl noch 8 Stufen nach oben hieven – das ist manchmal schon fast unmöglich. Wenn ich mir vorstelle, alle meine Flaschen wären aus Glas, ginge das wohl gar nicht mehr. – Ich verdünne alle gekauften Säfte 1:2 mit Wasser aus der Leitung – nicht nur, um weniger Flaschen zu verbrauchen, auch um weniger Kalorien geht es mir.

Doch jetzt ganz konkret zu den 1/2-Liter-Flaschen – egal, was für Getränke drin sind.

Ist euch auch aufgefallen, dass diese Flaschen in letzter Zeit viel dünner, viel instabiler sind als noch vor längerer Zeit? Ich bin ja beim Flaschentrinken immer eine „Saugerin“ – und das bedeutet für mich, wenn sich die beiden gegenüberliegenden Flaschenwände fast berühren, muss ich aufhören und Luft in die Flasche lassen.

Das spart bei den vielen Millionen Flaschen, die jährlich produziert werden, bestimmt viele Tonnen Plastikrohstoff. Das finde ich gut, muss nur jetzt besser auf die Flaschen achtgeben, denn ich habe Angst, dass sie im Einkaufstrolley schnell verletzt werden können.

Was mir aber viel weniger gefällt – zunehmend wird Gemüse, was ich bis vor kurzem noch einzeln kaufen konnte, beim Discounter eingeschweißt oder anderweitig mit Plastik umhüllt. Beispiel: Porree – Und der allergrößte schlechte Witz ist, dass dieses Gemüse oft unter dem Siegel von „Bio“ verkauft wird.

In meiner Nähe gibt es außer den sehr teuren Wochenmärkten keine anderen Einkaufsmöglichkeiten als Discounter. Wir sch… uns unsere Welt wirklich selber zu.

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Jetzt zeige ich euch kurz, warum ICH nicht dünner werde. Ich habe gerade wieder so einen leckeren Schokokuchen gebacken – dieses Mal ganz anders. – Die erste Variante fand ich besser und werde sie anders abwandeln als die mit den Mandarinen.

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

50 Kommentare zu “Vieles wird dünner, nur ich werd‘ es nicht

  1. Keine Panik auf der Titanic. Findige Österreicher, hab ich unlängst irgendwo gelesen, wandeln nun Plastik in irgendwas anderes um. Wenn das irgendwas anderes nun Geld wäre, dann hätten wir sogar doppelt gewonnen … äh falls man uns beteiligt …

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    • Bloß müsste diese Umwandlung auch die riesengroßen Teppiche in den Ozanen betreffen und die in was wasser-, fisch- und menschverträgliches wandeln – das wäre dann drei Nobelpreise wert, wenn das gelänge.

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  2. Kenne ich 🙈😂🙈😂

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  3. Tjoar, man kommt kaum drumrum. Ich trinke hauptsächlich Leitungswasser. Ich hatte aber auch schon Plastikflaschen, wo sich beim Versuch, den Deckel aufzudrehen, einfach die gesamte Flasche verdreht hat. Joghurtbecher werden auch immer dünner und gehen regelmäßig schon kaputt, bevor man sie eingepackt hat… 😦

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    • Eigentlich trinke ich ja auch hauptsächlich Leitungswasser – na gut, mit 1/3 Apfelsaft drin, denn sonst käme ich mir zu kuhähnlich vor, die trinken reines Leitungswasser.
      Zum Glück ist mir noch kein Becher in der Tasche zermatscht, weil ich fast immer die 1 kg-Eimer kaufe, aber die sind auch aus Plastik.
      Der Verbraucher kann es nur geringfügig beeinflussen, da muss wirklich von der Politik rangeklotzt werden. Aber wenn die so wie beim Diesel klotzen, ersticken wir eher an dem Müll als es uns lieb ist.

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  4. Mit dem Plaste-Thema hast Du uns ja alle ganz geschwätzig gemacht 😉
    1. Kuchen: verdammt lecker.
    2. Diese ganzen Plasteverpackungen ärgern mich auch. Ich kann es mir nur leisten, den Großteil Lebensmittel beim ILDA zu kaufen. Wenn ich dann alles auspacke und aus den Verpackungen hole, ist der Verpackungseimer fast voll! Und dass konventionelle Gurken gerade unverschweißt aus der Region kommen, Biogurken eingeschweißt aus Spanien, na, ich weiß ja nicht.
    3. So richtig hast Du mein Herz zum rasen aber schon mit Deinem „PlastE“ (sag ich oft auch noch, aus Prinzip ;-), ich mag PlastIK einfach nicht) – Thema. Weißt Du, wir fuhren, nachdem wir nach Berlin gezogen waren, noch ganz oft mit dem Auto nach Halle (Großeltern und Schrebergarten … Also sehr oft …) , und natürlich gab es auch dort Werbung, auch im Osten : PLASTE UND ELASTE AUS SCHKOPAU verbinde ich mit langen Autofahrten und im Stau stehen. Ein Bild zeigt, glaube ich auch, diesen Turm über der Elbe bei Dessau. Für meine Mutter und mich heißt diese Brücke „Staubrücke“, weil wir hier ganz oft und endlos im Stau stehen mussten. Hatten wir diese Brücke ohne Blessuren passiert, gab es ein Aufatmen.
    Übrigens freuen wir uns auch dieser Jahre noch immer, sehen wir diesen Turm in der Ferne 🙂
    Mensch Clara, jetzt hast Du meinen Erinnerungen echtes Feuer gegeben 🙂

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    • Liebe Agnes, du glaubst gar nicht, wie ich mich gerade über deinen Kommentar freue. Ich glaube, es ist der längste, den ich je von dir bekommen habe – und es ist auch für mich der „erinnerungsschwangerste“, der hier steht.
      Bei uns war das Ziel ja sehr oft Görlitz, da meine Mutter dort wohnte. Allerdings war da der Produkttransport, gerade bei Obst und Gemüse, die andere Richtung. Wir brachten ihr viele, viele Sachen aus Berlin mit, die es in Görlitz schlecht gab. Zum Glück hatte sie schon ein Telefon bekommen, so dass die Absprache unkompliziert war.
      Meine Kinder, beide schon einiges älter als du, haben viel intensivere Erinnerungen an Görlitz und die schönen Aufenthalte in den Ferien oder bei Krankheit bei ihrer geliebten Oma. Sohn und Oma haben bzw. inzwischen natürlich hatten am gleichen Tag Geburtstag, allerdings mit 56 Jahren Unterschied.
      Da man die Aussprache mit -e oder -ik am Ende gar nicht so genau hört, kann ich dir nicht 100%ig schreiben, wie ich es ausspreche, finde es aber auch egal. – Was ich allerdings IMMER gesagt habe, ist „Fahrerlaubnis“, weil sich bei „Führerschein“ mein Innerstes sträubte.
      Für uns gab es auf der Autobahn immer ein Aufatmen, wenn die Westler abbogen und wir endlich, endlich schneller fahren konnten, weil wir so viel weniger Autos waren. – Lang, lang ist’s her.
      Na dann, so unendlich viel bringen uns ja unsere Erinnerungen nicht – außer mir diese vielen wunderbaren Kommentare. Ich freue mich!
      Herzlichste Grinsgrüße schickt Clara 🙂 🙂 😉

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      • Grins 🙂
        An die plötzlich abbiegenden Westautos erinnere ich mich auch noch. Sie bogen ab und verschwanden irgendwo hinter den Bäumen und ich guckte ihnen immer hinterher und konnte mir einfach nicht vorstellen, wie deren Leben so sei. Dort im Niemandsland.
        Und Bä, in Berlin gab es sowieso viel mehr als „in der Republik“, wie das hieß, sogar Hunde- und Katzenfutter (Goldi hieß das) 😉
        Ich lächele breit und lasse die Erinnerungen noch eine Weile schwelgen …
        Ps. Für Fahrerlaubnis/Führerschein bin ich zu jung, ich sage da letzeres. „Supermarkt“ oder „Discounter“ bringe ich nicht über die Lippen, benenne dann eben das Geschäft, in das ich gehe.

        Herzliche Sonntagsgrüße von Agnes

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        • Dein letzter Satz stimmt für mich auch – ich gehe weder in die Kaufhalle noch zum Discounter oder Supermarkt, ich gehe überwiegend zu Netto, weil schräg gegenüber, aber zu vermölt mit vielen Waren im Weg, oder eben zu Aldi, das zweitnächste. Zu Lidl, noch ein kleines Stückchen weiter, gehe ich ganz selten. Und zu Kaufland, diesem Riesenmonster, bei denen ich mir einen Wolf suche, nur, wenn ich was ganz besonderes brauche.
          Tschüss!!!!!!

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  5. Liebs moni, du sagst es. Meine Sehkraft ist ja gerade nicht mehr die beste – ich hoffe, dass sich das nach der angedachten Cataract-Op wieder bessert. – Sollte es irgend wo einen Aufreiß-Schniepel geben, so finde ich den oft nicht. Und wenn ich es mit der Schwere um die Konturen herum aufschneide, ist es immer noch nicht offen. Das stelle ich bei meinen zwei eingeschweißten Kassler-Hühnerbeinen fest, da besteht bei mir wirklich akute Verletzungsgefahr.
    Ich habe wirklich das Gefühl: „Je reicher ein Land ist, desto dreifacher und vierfacher verpackt es seine Produkte, weil ja noch viele andere an einem Produkt verdienen wollen.
    Schön, dass dein lachener Avatar jetzt wieder öfter zu sehen ist, weil die Inselurlaubseinsamkeit zu Ende ist.
    Mit fröhlichem Gruß von
    Clara

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  6. Ich noch mal – nicht zum Treppensteigereinkaufstrolley, sondern zum Sirup statt Saft. Ich habe schon viele ausprobiert – und keiner schmeckt mir. Ich trinke einzig und allein Apfelnektar, 1,5 l-Flaschen – und das Zeug verdünne ich dann 1:2, so dass aus einer Flasche 4,5 l Getränk werden. Anderer Saft kommt nur bei Besuch ins Haus.
    Aber mein über alles geliebtes Alsterwasser ist bei der bezahlbaren Version auch in Plastikflaschen – ich schäme mich ja schon, aber das teure von renommierten Firmen in Glasflaschen ist auch gleich dreimal so teuer.

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  7. Da fange ich doch glatt an, jedes Blättchen unserer Birke mit Plastik zu überziehen und festzunähen, damit es keine mäkelnde Nachbarschaft mehr ärgern kann – und für immer am Baum verbleibt.
    Zum Grausen finde ich diesen Plastikwahn!

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    • Als ich was von „Blättchen“ las, habe ich doch ein schlechtes Gewissen bekommen. Ich habe vor kurzem ein Geburtstagsgeschenk für meinen Enkel gemacht. Ich wollte ein Gegengewicht zu seiner Italienliebe auf Papier bringen. Also habe ich die allerschönsten Marokkofotos ausgedruckt. Da aber mein Drucker kein Fotopapier verarbeitet, schon gar nicht welches in Hochglanzart, Also musste ich alles auf normalem Papier ausdrucken – aber da haben die Fotos so viel an Qualität verloren, dass das gegen mein Fotografenherz ging. Also habe ich zwei von ihnen genommen und laminiert. – Im Endeffekt ist das wirklich nichts anderes.
      Sensibilisiert bin ich schon lange – aber wenn sie von oben herab als Anweisungen an die produzierenden Firmen nichts tut, wird sich nicht viel ändern.

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  8. Natürlich! Mal wieder in den Blog der Frau Himmelhoch geschaut und mal wieder Appetit wegen eines leckeren Kuchen bekommen.

    Diese ganze Plastiksch… ist nervtötend und wegen der eingeschweißten Sachen könnte ich manchmal heulen. Trotz alledem – heute war ein schöner Herbsttag mit einem zweistündigen Hundespaziergang im Plänterwald. Wunderschönes Licht auf den Waldwegen.

    Schlaft alle gut in den Sonntag hinein.

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    • Hallihallo, Frau Künning (tatsächlich mit ue oder nur wegen der Technik ohne Umlaut?),
      heute will ich mich zum Görlitzer Park aufmachen, denn es scheint ein schöner Herbsttag zu werden.
      Falls Sie eine ähnlich begeisterte Doppelkopfspielerin sein sollten wie ich, könnte ich es mit einem Stück Kuchenübergabe versuchen – allerdings mit gehöriger Vorlaufzeit, denn ich backe ja selten.
      Ich spiele JEDEN Donnerstag im RuT in Neukölln und immer zum Turnier auf der Potsdamer Straße in der Begine. Sogar Hunde sind dort willkommen – aber gute Kartenspielerinnen noch viel mehr.

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      • Hallo Clara,

        ich stelle jetzt mal einfach auf Du um. Ich war verreist, deshalb habe ich nicht geantwortet. Im RuT!!! Da war ich in den ersten ca 15 Anfangsjahren als Vorstandsmitglied, Anleiterin von Gruppen, Mitarbeiterin und überhaupt engagiert. Doppelkopf: Ich habe viel guten Willen aufgebracht um es zu lernen. Musste aber feststellen, dass mir das Doppelkopf-Gen fehlt . Ich hoffe, dass uns das Schicksal oder die Bloggerei trotzdem noch zu einer Kuchenübergabe führt.

        Herzlichste Grüße
        Ursula

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        • Hallo Ursula, mit allem einverstanden. Die meisten von den Doko-Mädels haben ja die Lerngruppe bei Sabine Thomsch besucht, aber ich muss wohl schon im Kindergarten Doppelkopf gespielt haben 🙂 (stark geflunkert)
          Du versäumst WESENTLICHES, weil du kein Doppelkopfgen hast 🙂 – aber es ist sehr vernünftig, dass du dann nicht auf Teufel komm ruas trotzdem spielst. Bei manchen, die schon seit Jahren spielen, denke ich so ganz im stillen: „Ihr solltet lieber Uno oder Mensch ärger dich nicht spielen. Ab und an sieht man mir dann diese Gedanken leider auch an.
          Sonnige Grüße aus dem Süden in das wuselige Kreuzberg
          Bald kommen zwei Artikel über den Görli – in typischer Clara-Kommentier-Art

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        • Noch eine Frage: Was hast du denn für einen Hund? Ich liebe Hunde, habe aber keinen.

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          • Patti ist eine Mischlingshündin. Keine Ahnung was da drin steckt, außer einer treuen Seele. Ich habe sie mit einem halben Jahr aus einem rumänischen Tierschutz bekommen. Sie ist eher klein aber nicht winzig.

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          • Danke – ich habe sie jetzt gerade bei dir auf einigen Fotos gesehen. Als sie mit dem Kopf im Schnee (?) steckte, dachte ich zuerst: Dackel, Langhaardackel, aber das reicht nicht aus, falls es überhaupt stimmt.
            Süß ist sie wirklich!

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  9. Ja, das mit dem dünnen Kunststoff bei Flaschen ist mir schon seit geraumer Zeit aufgefallen… Wobei ich mittlerweile zu ca. 95 % schaffe, aus Glasflaschen zu trinken — Lieferservice eines Getränkemarktes hier sei dank. Die 3 Euro extra gönne ich mir dann mal alle 4 Wochen. Neben Plastikvermeidung schmecken mir Getränke aus Glasflaschen einfach besser. Und ins geliebte Büro schleppe ich meine 2-Liter-Edelstahlbuddel mit Leitungswasser, schön gekühlt. 🙂

    Über den Verpackungsmüll für Kleinteile kann ich auch nur noch den Kopf schütteln. Klar muss es versandsicher verpackt werden, die Paketdienste gehen ja ruppig mit den Paketen um, aber trotzdem ist das so oft übertrieben.

    Schokokuchen, mmmmh, lecker!

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    • Hallo Katrin, welch Glanz in meiner Hütte – das grüne Monsterchen ist mal in meiner Kommentarliste. – Es ist ja kaum zu übersehen, dass ich für Plüschtiere ein Faible habe – und bei deinem Fall: auch für die Menschen dahinter.
      Das mit dem Lieferdienst ist keine Option für mich, und das nicht wegen der 3 € Liefergebühren. Ich trinke einzig und allein 1:2 verdünnten Apfelnektar, alle anderen Säfte sind mir entweder zu süß oder zu teuer – und ich könnte die Kisten nur auf dem Balkon lagern, was ich nicht so gut finde. Im Keller wäre blöd.
      Mein Sohn ist auch mittelschwer entsetzt, dass ich mein geliebtes Alsterwasser in Plastikflaschen kaufe. Büchsen kommen mir gar nicht ins Haus – aber teures Wernesgrüner in Glasflaschen schmeckt mir nicht besser – und Wasser kaufe ich nicht, weder mit noch ohne Kohlensäure, da nehme ich den Wasserhahn.
      Die DDR hatte den Vorteil, dass sie rohstoffarm war und keine Devisen hatte – da war alles viel weniger verpackt. Und dann wurden bestimmte Produkte nicht zugelassen, die zu viel „Müll“ um sich herum hatten. – Es ist schon zu lange her – aber damals hatte ich viel, viel seltener Müll zum Container zu bringen als heute.

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  10. Ja, an der Plaste erkennt man sofort, die im Osten aufgewachsenen BloggerInnen. Du bist da ganz flexibel, das erhält jung 🙂

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    • Vor Jahren oder sogar jetzt noch gibt es noch so andere Code Wörter . Z.b. die Zweizimmerwohnung oder die Zweiraumwohnung und die Gaststätte. Gaststätte sagen fast nur Leute aus dem Osten und die anderen sagen Gasthaus oder Restaurant oder irgend sowas aber so nach und nach verwächst es sich

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      • Aha. „Kaufhalle“ ist mir auch einmal untergekommen. Interessant, was man am Gebrauch von bestimmten Wörtern alles ablesen kann

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        • Ich habe ja drei Monate nach der Wiedervereinigung in einer westdeutschen Firma angefangen zu arbeiten. Na gut, auf Anhieb hat mich keiner erkannt. Eigentlich haben sie mich gar nicht erkannt. Denn als ich nach mehreren Jahren mal erzählt habe, dass ich die erste aus dem Osten war, wollte sich die an der Rezeption halb schieflachen. Aber da war ich schon so ein bisschen angesäuert. Sie wollte es mir absolut nicht glauben, dass ich aus dem Osten komme und da habe ich sie gefragt, ob man Ost Leute an einem Buckel oder am schielende Augen erkennen würde, weil ich das eine ziemliche Unverschämtheit fand.

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        • Hallo Myriade, manche „Ostwörter“ fand und finde ich sogar besser als die anderen. Das berühmtest Beispiel ist der „Führerschein“ – da sträuben sich mir die Nackenhaare – da finde ich nach wie vor die östliche „Fahrerlaubnis“ besser.
          Sogar „Kaufhalle“ finde oder fände ich besser als „Discounter“ – denn diese ständigen Anglizismen müssen ja nicht sein. Der Begriff -halle drückt aus, dass die Einkaufseinrichtung größer ist als ein Tante-Emma-Laden.
          Aber der Westen hat eben – wie bei fast allem – gesiegt, und das nicht nur, weil sie mehr sind.
          Ich glaube, Proteste können u.a. schon durch solche Kleinigkeiten anfangen zu schmdoren, wie so ein Flächenbrand im Moor – unter der Oberfläche.

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          • Kann ich gut verstehen, dass es ziemlich frustrierend ist, wenn sogar die eigene Sprache sich ändern soll. Von außen betrachtet finde ich es einfach interessant, dass in verhältnismäßig kurzer Zeit eine eigene, lebendige DDR-Sprache entstanden ist

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  11. Diesen sechsspänner hatte ich mir mal bestellt. Der ist ja schon im leeren Zustand relativ schwer und so gut funktioniert diese treppensteigerfunktion auch nicht. Ich benutze meinen noch so lange, wie ich es kann oder wie der Wagen es kann

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  12. Liebe Clara!

    Die Industrie hat wirklich ein Faible, alles zu verpacken. Ob es geraspelter Kartottensalat im Plastikeimer ist oder jeder Apfel einzeln in Folie. Ein Graus.
    Glücklicherweise habe ich jetzt in letzter Zeit gelesen, dass Aldi die Verpackungen reduzieren will und auch Edeka nachzieht. Die merken ganz genau, wie sehr den Kunden der Verpackungsmüll auf den Senkel geht. Mal sehen, wie rasch die Umsetzung funktioniert.
    Flaschenerfahrungen habe ich keine, da ich immer nur das Wasserhahnwasser konsumiere. Schokolade ist, das muss ich ja leider sagen, auch häufig in viel Plastik verpackt. Da mache ich es wie die liebe Fee und bestelle mir Großpackungen online. Die muss ich nicht schleppen und sind oft von weniger Verpackung umgeben.
    Und Dein Kuchen sieht seeeeehr lecker aus. Ich muss am Wochenende auch einen machen, um die vielen geernteten Äpfel zu verbrauchen … die ich ganz ohne Plastik vom Baum gepflückt habe 🙂

    Liebe Samstagsgrüße
    Mallybeau

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    • Echt? Zum Glück ist meine noch in Pappe. Bin gespannt, was die sagen …

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    • Zwei von diesen 200g Packungen hatte ich auch mal gekauft, aber nie mehr wieder. Die hatten tatsächlich 5 einzelne kleine Tafeln alle mit Silberpapier und noch mal eingepackt. Man muss nicht übertreiben

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    • Hallo, jetzt versuche ich mal eine Antwort zu sprechen. Ich bin gerade mit den beiden Jungen auf dem Spielplatz und die machen natürlich einen Höllenlärm, aber das ist auch ihr gutes Recht, deswegen bin ich ein bisschen weiter weg gegangen und schaue mal, ob das Handy richtig aufnimmt. Zu Hause war ran meine Ohren einer anderen Folter ausgesetzt. Die Freundin, also die Mutter der Kinder, die haben zwei Wellensittiche. Lärm und Krach ist überhaupt kein Ausdruck dafür. Und das sind ja diese hohen Töne ich dachte mir platzt der Schädel. Und dann habe ich das der Mutter geschrieben und dann hat sie gesagt der Käfig hat Räder, ich könnte den ins Schlafzimmer schieben. Und dann war das Leben wieder lebenswert. Aber jetzt rufen Sie jetzt muss ich erst mal hingehen ich melde mich zu Hause dann noch mal

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    • So, liebe Mallybeau, jetzt bin ich nach fast 11 Stunden Schlaf und ohne Magen-Darm wieder einsatzfähig. Der Heimweg von meinem Kindereinsatz verlief etwas kompliziert, was nur ganz, ganz wenig am immer noch leicht beeinträchtigten Verkehr lag – der türkische Präsident hat eben überall seine Leute, die wirksam werden können. – Aber der wahre Grund war der zweite Tag „Magen-Darm“, aber von der Austrittsöffnung mehr Darm als Magen. Ich musste zweimal aussteigen. Näher will ich es nicht beschreiben – und auch zu Haus war ich sehr froh, dass ich eine schnell erreichbare Toilette hatte.
      In letzter Zeit gehe ich öfter zu Aldi, auch wenn es weiter ist – aber das ist dort alles so gut und appetitlich angerichtet. Doch gerade bei Gemüse – sogar bei BIO-Gemüse, ist das verschweißte Angebot viel größer geworden. Früher konnte ich zwei Stangen Porree auch einzeln kaufen, jetzt sind sie in eine große Tüte eingeschweißt.
      Jetzt erst einmal tschüss – nach einem Tag Fast-Netzfreiheit steht hier einiges, was ich beantworten möchte.
      Ausgeschlafene Grüße schickt dir Clara

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  13. Guten Morsche, liebe CC.
    Plaste. Was für ein Wort. Wenn man es ausspricht, rotzt es regelrecht. Darum kann es ruhig ‚in‘ bleiben. Wenn Plaste irgendwo lange genug vergammeln kann, wird es Paste. Plastepaste. Die schwimmt erst im Meer und später in unseren Körpern. Was sie da dann alles anrichten kann, ist noch nicht ausreichend erforscht.
    Toll setzt du das um, wenn du einkaufst. Was ich lose und unumverpackt erwerben kann, schleppe ich in Stoffbeuteln nach Hause.
    Alles wird dünner im täglichen Verschleiß, auch die älter werdende Haut. Wohlgefühl ohne Waagekontrolleur im Nacken ist auch viel wert und hier haben wir 0 Grad. Spekulatiuszeit, hurra!
    Der Vorteil bei den Einkilokekspaketen ist, dass weniger Plaste drumherum ist als bei teuren 250g-Kekspaketen.
    Morgens schon pragmatisch über Plaste nachzudenken, übersteigt meine Gehirnkapazität, ein großer Teil davon träumt noch von spanischeren Gefilden als Plastepullen in Plastekästen, Kühlklima und Neonbelichtung.
    Ein noch müdes aber herzliches Olé in Deinen Morgen von der Fee✨

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    • Hi, liebe Fee – ich am Samstag schon um 9.00 Uhr am Computer – das muss ein Versehen sein. Dieses Versehen heißt K+S+P und ich muss auch gleich los. Gestern Abend rief mich eine alleinerziehende junge Freundin/Mutter an. Sie hat – da sie in einer Umschulung ist, ab und an am Samstag Berufsschule. Und der junge Mann, der sonst auf ihre sehr lebhaften zwei Jungen (10 + 7) aufpasst, ist krank. Also bat sie mich – fast schon auf Knieen. Das Problem ist nur, dass gestern fast die gesamte Innenstadt wegen meinem „Lieblingspräsidenten“ gesperrt war.
      Deswegen antworte ich erst am Abend, wenn ich wieder zurück bin. Denn sie kommt erst nach 16.00 Uhr und dann essen wir alle zusammen.
      Also tschüss!

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    • Hallo, meine Guteste, von wegen: „Antworte ich am Abend“. Ich fuhr ca. 18.30 bei ihr los, war aber über 2 Stunden unterwegs. Die Verkehrssituation war fast wieder normal, aber meine Bauchsituation nicht. Wenn ich sage, ich hatte bereits den zweiten Tag „Magen-Darm“, stimmte das nur zur Hälfte, denn ich hatte von der Richtung her nur Darm. Deswegen musste ich zweimal not-aussteigen. Einmal bettelte ich bei der Philharmonie um einen Toilettenaufenthalt und einmal in der freien Natur, denn zum Glück war es schon finster.
      Zu Haus wollte ich etwas fernsehen, schlief aber mit Unterbrechungen immer wieder ein – aber jetzt bin ich fit und kann alles von gestern nachholen, was ich verschlafen habe.
      Guten Morgen und einen wunderschönen Tag wünscht dir
      die Schlafanzug-CC

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