Claras Allerleiweltsgedanken

Herbstbesuch in meinem Haus- und Hofgarten – 1

38 Kommentare

Es ist Superwetter – kommt ihr mit in den Britzer Garten? Dort ist der Herbst ganz besonders schön – und die Liegestühle laden zum Sonnenbaden ein. Für den Oktober eigentlich eine vollkommen ungewohnte Tätigkeit.

In den Themengärten fotografiere ich einen Pflanzentopf, den ich doch lieber dort stehen lasse, denn dafür wäre mein Wohnzimmer geringfügig zu klein 🙂

Wer kann mit dieser Pflanze etwas anfangen?

Ein wenig weiter liegt die linsenförmige Baumwurzel herum, die von einer Künstlerin bearbeitet wurde. Und prompt muss ich gleich an die bevorstehende Cataractoperation denken.

Die 12 weißen und die 12 schwarzen Speere sind Kunst – damit ihr es mir glaubt, habe ich die Beschreibung auch fotografiert.

Als mir der fette Karpfen im Teich erklärt, dass er unter Artenschutz steht und weder gekocht noch gebraten oder gegrillt werden darf, schaue ich mir die Speisekarte des Restaurants am See an.

Die Preise animieren mich aber nicht zum Bleiben – also setze ich meine Parkwanderung fort.

Am sogenannten Kalenderplatz, zu dessen Gesamtensemble die schwarzen und weißen Speere auch gehören, wartet Eis auf mich, Eis zu Preisen, an die man sich inzwischen gewöhnt hat. Wer hätte schon zu DM-Zeiten ca. 2,50 DM für EINE Kugel auf den Tisch gelegt? Eine unvorstellbare Tatsache, zumindest für mich.

Ich muss darüber hinweg sehen, dass hier so viel Wegwerfzeug dabei ist. An manchen Stellen findet man Milch aus der Kanne, das finde ich so viel besser als diese kleinen Plastikbehälter. – Gut: Das Umrührestängelchen ist aus Holz, nicht aus Plastik 🙂

Am und um den Kalenderplatz herum fand ich so einiges fotografierenswert:

Das gehört zu der Kunstinstallation „Kalender“, den ich mir aber nie richtig zu Gemüte geführt habe.

Die goldene Kugel reflektiert hier bei diesem Foto:

Davon nicht weit weg sprudelt ein Springbrunnen munter in den Tag und wird nicht müde, seine Glitzertropfensprühkaskaden vor das Objektiv zu platzieren.

Wenn der Herbst in einer solchen schönen Pyramidenkombination auftritt – wer kann dann den Abschied des Sommers bedauern?

Doch langsam ruft mich mein Computer nach Haus  – der ist nämlich inzwischen mein Arbeitgeber. Arbeit? Nur ein ehrenamtliches Projekt, diese Bloggerei. Aber wenn Ehrenamt wenigstens Spaß macht, dann bringt es auch Lebensfreude.

Auf dem Heimweg begegnet mir folgendes: Kunst der nicht so richtig zu deutenden Art

Kunst, bei der ich bedaure, dass die Durstigen von den Wasserstrahlen gar nichts in ihren Mund bekommen. Es ist wie mit den Hungernden, an denen strömen die Reichtumsflüsse auch immer vorbei

„Kunst“, bei der das Gegenteil erreicht wird. Diese blauen Trinkwasserspender stehen an verschiedenen Stellen des Gartens und werden eifrig genutzt.

Baukunst der sehr spitzen Art, für mich aber auch sehr schönen. Diese Brücke ist mir immer wieder Wegweiser, wenn ich die Orientierung verloren haben sollte.

Wasser gibt es ja ausreichend im Britzer Garten. Auf einem kleinen Teich kurven am Wochenende manchmal die kleinen Motorboote – das Zusehen macht meiner verspielten Seele immer großen Spaß. Heiko war auch ein Modellbootbauer. – Ich genieße heute den ruhigen Blick über das Wasser. Rechts ist das Restaurant zu sehen – und die Kugellampe ist „gestalterisches Element“ – so zur Erklärung 🙂

Als ich das Plakat sah, dachte ich nur: „Mist, dass ich das erst so spät lese, da hätte ich doch glattweg am Halbmarathon teilgenommen und vorher einen Tag kräftig trainiert“ 🙂

Und mit dem letzten Foto will ich euch zeigen, wie der Britzer Garten so aussieht. Ich komme immer beim Eingang „Tauernallee“ unten links mit meinem Fahrrad vorgefahren und lasse die weit auskragenden Zipfel des Parks fast immer aus.

**********

Jetzt habe ich die gezeigten 20 Fotos bis auf eine Minigalerie einzeln auftreten lassen. Da wird ja so ein Artikel eeeeeeeeeeeewig lang. Fazit: Ich fotografiere zu gern. So ist das, wenn sich der Prinz so handschmeichlerisch anbietet 🙂

 

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Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

38 Kommentare zu “Herbstbesuch in meinem Haus- und Hofgarten – 1

  1. So glasklar das Wasser, dass man meinen könnte, der Karpfen würde einen Landspaziergang unternehmen …

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  2. Unbedingt weiter fotografieren. Ich mag das sehr. Als würde man neben dir spazieren gehen. 🙂

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    • Mitzi, ich fotografiere sehr spontan und immer mit Automatik, weil ich eben richtiges Fotografieren mit Blende und Bel(eu)ichtung und Entfernungsmessen nicht so richtig kann. Ein gutes Motivauge und dann noch ein wenig Photoscape-Programm, das reicht mir schon aus.
      Also wäre ich dann nur kurz abgelenkt – andere knien ja minutenlang vor einer Blume. – Und die Zwischenkommentare würde ich dann mit dir plaudern. Gesetzt den Fall, ich würde dein bayrisch verstehen 🙂

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  3. Das klingt schon richtig verliebt, in den Garten. Und Deine wundervollen Fotos zeigen mir, dass ich richtig liege. Klasse! ❤
    Liebe Grüße, Werner

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    • Hallo Werner, herzlich willkommen bei der Clara mit den Allerleiweltsgedanken – das muss eine andere sein, ich habe viel Unsinn im Kopf, zum Glück!
      Da ich momentan in keinen Kerl verliebt bin, bin ich es eben in einen Park, ist ja vom Geschlecht her auch ein Kerl.
      So viel Lob wie heute habe ich ja noch nie für meine Fotos bekommen. Da bin ich schon auf das Fotobuch gespannt. Ich habe es heute Nacht per Online abgeschickt. 12k0 Seiten waren voll und ich will es zum Klassentreffen in Görlitz mitnehmen. Und danach gebe ich meinem Prinz Lumix (also doch in einen Kerl verliebt) einen aus.
      Liebe Grüße von Clara

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  4. ich kenn diesen garten ja von anfang an, als er seinerzeit für die buga errichtet wurde. er war damals höchst umstritten und hat sein flair erst später entfalten können. als es noch schnee gab, haben wird dort sogar mit langlaufbrettern unsere runden gedreht – auf gespurten loipen, keineswegs kreuz und quer. in den letzten zwanzig jahren bin ich allerdings nicht mehr dort gewesen – daher freu ich mich sehr über deine inpressionen. danke liebe clara…

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  5. Wow, tolle Eindrücke…da muss ich auch mal hin:-)) Liebe Grüße Corinna

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  6. Ein wirklich schöner Park mit allem Drumherum und so viel Wasser

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  7. Liebe Clara,
    Danke ♥ fürs Mitnehmen durch diesen herrlichen Garten. Hier scheinen sich Kunst und Natur die Waage zu halten, gell.
    Grüße zum Wochenstart
    herzlichst
    moni

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    • Danke, liebe moni, aber ich glaube doch, dass die Natur überwiegt, nur die Kunst wird öfter fotografiert. Wer legt sich schon auf den Boden, um alle Grashalme oder Blumen zu fotografieren? Und Bäume und Sträucher gibt es auch unendlich viele – deswegen war es bei Gluthitze dort nur heiß, nicht kochend heiß 🙂
      Liebe Grüße an dich

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  8. Clara Du bist eine supergute Fotografin.

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  9. Jede Menge spitze Dinger da in deinem Park. Alles trefflich gerüstet, wenn die Außerirdischen kommen!

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  10. Liebe Clara!

    Man glaubt es kaum, wie viel Kunst und anderes Zeugs in solch einen Park passt. Das ähnelt beinahe einem Freizeitpark, nur eben die etwas gediegenere Variante ohne Riesenrad und Karussell. Das Restaurant sieht ulkig aus. wie eine im Sandkasten gebaute Form, einem Fischrücken nicht unähnlich. Hoffentlich war der Karpfen nicht ganz alleine unterwegs, das wäre ziemlich langweilig für ihn. Gut, dass Du nicht am Halbmarathon teilgenommen hast. Du kannst der Jugend doch nicht einfach die Preise wegschnappen, die braucht auch mal ein Erfolgserlebnis 🙂
    Du und Dein Prinz seid jedenfalls ein prima Gespann. Für derlei Berichte könntest Du Dir bei einer Gartenzeitschrift bestimmt was dazuverdienen … 🙂

    Liebe Grüße und einen guten Wochenstart
    MAllybeau

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    • Liebe Mallybeau, von unterwegs habe ich dir kurz mal eine Mail (ohne Anrede, denn mein Handy kommt immer noch nicht mit deinem Namen zurecht, kann man von so einem alten Ding aber auch nicht erwarten) geschrieben, doch jetzt will ich dir mit vielen Worten vom Computer aus antworten.
      Welchen Termin habe ich mir für die Op ausgesucht: Früh 7.30 am 27.11. oder mittags 11.30 am 5. Dezember. Am nächsten Tag kann ich den Verband abnehmen und habe dann die Chance, die Runzeln im Gesicht des alten Nikolauses ganz genau zu erkennen. 🙂
      Wären im BG Karussells und lärmende Menschen, würde ich meine Jahreskarte schreddern. – Das Restaurant hat wirklich einen sehr eigenwilligen Baustil – innen ist es unerträglich laut, ich könnte nur draußen sitzen. Fischrücken oder Schildkröte oder ??? – ich kenne den Architekten nicht.
      Nein – ich denke, der Karpfen hat nur mal Familienauszeit genommen, denn kurze Zeit später waren sie wieder zu vielen. Irgendwann kommt noch ein kleines Video. Ich werde sie aber nicht jetzt schon einstellen, dann kannst du ja alle im voraus sehen.
      Dass mit der Gewinnaussicht beim Marathon ist mir ja runter gegangen wie Öl. Ich überlege gerade, ob ich hintereinander wenigstens den ersten Kilometer geschafft hätte – schwer, denke ich.
      Was will ich schon mit schnödem Mammon – ich erfülle mir still meinen Jugendtraum von der Journalistin – und das reicht mir aus.
      Mit lustig grinsenden Grüßen zu dir von
      Clara

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  11. Wunderbar!
    Diese vielfältigen Formen, Halbkugeln und so weiter, dieser blaue Himmel, die Herbstprachtfarben, die Erklärungen, der Plan des Parks und das Spüren der Sonne und der Stimmung, so fein!
    Cataract-OP´s habe ich zwei hinter mir. Null Probleme, nur meine klare Sicht hinterher – und dass ich keine Brille mehr benötigte! Ich wünsche dir das ebenso!

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    • Hallihallo, wenn du beiden Augen schon eine neue Linse hast spendieren lassen, dann bist du deiner Zeit aber um Jahre voraus. Das ist doch eigentlich eine Alte-Leute-Operation mit Ausnahme der Leute, die mit einer Linsentrübung geboren werden.
      Ich kenne die Op schon – 2007 hatte ich mit dem rechten Auge Probleme. Und die Augenärztin war so unfähig oder faul oder oder oder, dass sie einfach „Cataract“ bescheinigte und die Linse wurde getauscht. Dr Effekt war gleich Null, denn in Wirklichkeit war es eine Membran auf der Netzhaut, die dann letztendlich mit einer Woche Krankenhausaufenthalt operativ entfernt wurde. Und die raffgierigen Idioten in der Linsentausch-Praxis wollten am liebsten das linke Auge gleich mit erledigen – mit diesem habe ich jedoch noch 11 Jahre tadellos sehen können – doch jetzt muss es sein.
      Ein Ziel ist bei mir anders: Ich WILL meine Brille behalten, ich könnte nie ohne diesen Schutz draußen sein, ich bin so schon Dreckfänger hoch drei – wie wäre das dann ohne Brille??? Ich hatte mal kurzzeitig Linsen – da habe ich immer eine Sonnenbrille davor gesetzt.
      Dein Eingangswort ist mir vorwärts wie rabrednuW die geistigen Gehirnwindungen lang gerollt.
      Sie haben mir zwei Op-Termine angeboten: 27.11. 7.30 Uhr oder 5.12. um 11.30 Uhr. Jede, die mich kennt, weiß, für welchen ich mich entschieden habe. 🙂

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  12. Schön ist es in diesem Garten. Da geht man doch gerne spazieren an diesen herrlichen Herbsttagen.

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  13. Sehr interessant, dein Ausflug in diesen Garten, der allerlei zu bieten hat. Gerne gelesen und nachgeäugt!
    Liebe Grüße zur Nacht vom Lu

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  14. Ein sehr interessanter Garten und tolle Fotos. Da lässt es sich gut schlendern und gucken. Richte Prinz Lumix meine besten Grüße aus, dass er so gute Dienste beim Erstellen der Fotos leistet. Aber die Hauptperson ist immer noch die hinter der Kamera. (Das musst Du ihm ja nicht unbedingt ausrichten. ;-))

    Nächtliche Grüße aus Hamburg

    Gefällt 3 Personen

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