Claras Allerleiweltsgedanken

Errare humanum est

36 Kommentare

Jetzt will ich nicht mit meiner nicht genossenen humanistischen Bildung protzen, sondern einfach einen Lebensirrtum zugeben.

Bis 2015 lebte ich ca. 7 km von hier entfernt in einem Haus, das ursprünglich unter die Gepflogenheiten des sozialen Wohnungsbaus fiel und für den Bezug einer Wohnung war ein sogenannter Wohnberechtigungsschein notwendig.

Bis auf eine vom Hauseigentümer sehr bevorzugte widerliche Person war das Klima sehr angenehm bis angenehm. Na gut, ab und an gab es nächtliche Musikorgien oder ähnliches, vor dessen Auswirkungen mich immer meine nicht so gut funktionierenden Ohren behüteten. Es muss ja auch mal ein Vorteil sein, schlecht zu hören.

Aber im großen und ganzen waren die meisten Leute lieb. Nur das mit dem Müll war so ein Kreuz – ich wusste gar nicht, dass man sich bei dessen Entsorgung derartig blöd anstellen kann.

********

Na gut – im September 2015 zog ich um. Es war ein ziemlich großes Wohngebiet mit über 20 Wohnhäusern, die minimal 5 und maximal 8 Etagen haben – auf jeder Etage sind drei Wohnungen. – Da kommen schon so einige Leute zusammen.

Das Besondere an diesem Wohngebiet ist, dass die Bewohner zu einem großen Teil auch Eigentümer der Wohnungen sind. Wenige davon sind vermietet – wie z.B. an mich. Aber da es in der Familie bleibt, sehe ich mich als halbe Eigentümerin – zumindest von der Verantwortung her.

Dementsprechend bin ich mit hohen Erwartungen an das Wohnniveau hierher gezogen. Wenn ich so richtig überlege, hat sich nicht eine einzige davon erfüllt.

Im Müll landen Flaschen, die in die nahe aufgestellten Glascontainer gehörten. – Von den großen Kartons, die nicht auseinander oder zusammen gefaltet werden, sind die Papiercontainer ganz schnell voll. – Möbelteile und Elektroschrott gehören auch nicht in die Mülltonnen – aber da müsste man ja zum Recyclinghof fahren. Sicher haben viele – wie auch ich jetzt – kein Auto mehr, doch ich denke, da würde sich immer eine helfende Person finden.

Heizung und Lüften – für mich ein sehr sensibles Thema, über das ich mir besonders Gedanken gemacht habe. So wie auch der Kaltwasserverbrauch, werden die verbrauchten kcal zum Betreiben der Heizungen nicht individuell über eigene Zähler abgerechnet und bezahlt, sondern von der Allgemeinheit – also von allen Bewohnern, egal ob Eigentümer oder Mieter. Das einzige Kriterium ist die Quadratmeterzahl der Wohnung. – Mir wurde gesagt, dass Wohnungen mit mehr Außenwänden oder Dachgeschosswohnungen – beide Kriterien treffen auf meine Wohnung zu – einen Rabatt bekommen. Doch darum geht es mir nicht.

Ich las jetzt kürzlich folgenden witzigen Spruch:

Die Küche ist winzig, aber bei der hohen Miete werden Sie nur selten kochen.

Gut, dass mit der hohen Miete trifft bei Eigentumswohnungen wohl nicht zu – aber winzig ist die Küche dennoch, aber gekocht wird viel. Was ist die Folge: Wrasenentwicklung in der Küche. Und was machen sehr, sehr viele: Sie klappen oft, lange oder immer trotz kalter bis sehr kalter Temperatur die Fenster in der Küche und im Bad an, so dass über den ca. 15 cm breiten Spalt ununterbrochen kalte Luft in die Küche und die Wohnung strömt.

Macht ja nichts – die Heizkörper gleichen es ja wieder aus!!!

Ich habe mal ausgiebig Küchenfenster und Badfenster der anderen Wohnungen beäugt – es gibt bei den Küchenfenstern, die ich gesehen habe, NICHT EIN EINZIGES, wo das Fensterbrett frei ist und eine richtige Öffnung des Fensterflügels zuließe – auch bei mir nicht. In den anderen Zimmern sieht es ähnlich aus – ich glaube, ich habe kaum mal ein richtig offenes Fenster gesehen – im Sommer natürlich ja.

So oder so ähnlich sah es auf dem Küchenfensterbrett bis vor kurzem bei mir aus:

oder so

Ich habe mir ein Herz gefasst, einiges um- oder weggeräumt und jetzt muss ich nur noch eine Obstschale herunter nehmen, wenn ich das Küchenfenster aufmachen möchte. Wenn ich mich so umgucke in meiner Umgebung, bin ich die erste und einzige mit dieser bahnbrechenden Lüftungsmethode. – Die flachen Sachen stören nicht, ich kann die Waage gleich auf dem Fensterbrett nutzen und die angeklemmte Lampe begrenzt die Öffnung, so dass der rote Übertopf für Obst geschützt ist.

Es gibt jetzt einige nicht 100pro-günstige Standorte für Küchenutensilien, aber daran werde ich mich gewöhnen.

Der Obsttopf im Regal muntert die Umgebung ein wenig auf und die Waage im Flur ist nach kurzer Standzeit dann doch auf ein Fensterbrett gewandert – in meinem Zimmer. Zwei Waagen in der Küche ist wie Reichtumsalarm.

Das gleiche mit den vollgestellten Fensterbrettern ist auch in den Zimmern zu beobachten. – Das mit der Querlüftung mache ich ja jetzt schon einige Tage – und seitdem habe ich keine Wasserränder mehr am unteren Rand der Scheiben – vielleicht bisher doch zu wenig gelüftet und dem Schimmel Vorschub geleistet. – Das „Lüftungsfenster-Fensterbrett“ sieht jetzt richtig kahl und nackt aus.

Dafür ist das zum Balkon hin um so voller geworden – aber da ist ja die Balkontür daneben, die frische Luft herein lässt.

Über das eigentliche Hausklima werde ich lieber schweigen – nur soviel, ich sehne mich öfter mal – in dieser Beziehung – in meine alte Wohnung zurück.

Worüber könnte ICH mich aufregen:

  • Hundegebell
  • Papageiengekrächz
  • Raucher im Haus oder im Fahrstuhl

Worüber rege ich mich auf: Siehe die vorhergehenden Zeilen.

Worüber regen sich andere auf: über Kinder in jeglicher Art und Auftrittsweise, denn Kinder haben hier kaum eine Lobby, weder auf dem Spielplatz noch in der Wohnung. Und der nächste Aufregegrund: Ausländer, da kann man schimpfen wie ein Rohrspatz, auch wenn sie sich nicht schlechter benehmen als Einheimische.

Zum Schluss ein LÜFTUNGSFOTO mit Waage und Spiegelung

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

36 Kommentare zu “Errare humanum est

  1. Meine Küche, liebe Clara, ist verhältnismäßig groß. Trotzdem wird in ihr auch nur sehr selten gekocht … 😉

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  2. Apropos Fenster. Knips doch mal (so eher unauffällig, sonst sicher Rübe ab) den BND- Neubau. Höre gerade die Architekturkritiker, kein Geheimdienst auf der Welt zeigt so deutlich, wer was zu sagen hat. So viele Fenster, in die niemand reingucken kann mitten in der Stadt, kein Geheimdienst auf der Welt zeigt so deutlich, wer was zu sagen hat. Und wer nicht. Der Grundriss mit stilisierten Hakenkreuzen mitten in Berlin müsste die Verbündeten endlich wecken.

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    • Noch zu DDR-Zeiten war mein Ex ja im Wohnungsbaukombinat beschäftigt. Da sollte in der Stadtmitte ein neues Hochhaus gebaut werden, die sogenannte „Windmühle“. Die musste anders geplant werden, weil sie in der Draufsicht zu sehr einem Hakenkreuz ähnelte.
      Hier könnte ich das nur bei einem Hubschrauberflug fotografieren oder feststellen. Denn auf dem Gelände wird man kaum spazieren dürfen.

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  3. Dass „Kipplüften“ sinnlos ist, weiß man aber doch?! Wie viele Artikel über korrektes Lüften gibt es denn, die immer pünktlich zum Herbst wieder auftauchen. Die Grundregel lautet: Beim Kipplüften wird das Zimmer kalt, aber es findet kein Luftaustausch statt.
    Wären die Wohnungsbesitzer Mieter, könnte man ihnen fahrlässiges Handeln nachweisen, da sie die Wohnung pfleglich zu behandeln haben. Dazu gehört auch ausreichendes Lüften und Heizen einer Wohnung (und kein „Querheizen“ oder „Querlüften“, also von einem Raum zum anderen).
    Da sie Eigentümer sind, kann ihnen keiner was. Nur der Schimmel, der langsam die Lunge und das Immunsystem zerfrisst, zu Husten, Allergien und gar schlimmerem führt. Das ist dann aber deren Problem.
    Als ich noch im Innenhof wohnte, hab ich den gesamten Winter über kein einziges geöffnetes Fenster gesehen. Stattdessen wurde ich gefragt, ob ich Raucher bin, weil meine Fenster ja „ständig“ (ja, zweimal am Tag an Werktagen und drei bis viermal an Wochenenden…) offen ist.
    Hilfreich sind Hygrometer, dann sieht man mal, wie besonders beim Kochen, nach dem Duschen oder beim Wäsche-trocknen die Luftfeuchtigkeit in die Höhe schnellt…

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    • Hallo RRR, da hattest du ja in deinem Innenhof so etwas ähnliches wie ich erlebt.
      Teilweise kann ich verstehen, dass die Eigentümer keine Veränderungen wollen – es war doch IMMER schon so. Die Wohnungen hier sind 1971/72 fertig geworden – und es gibt viele, die von Anfang an hier wohnen. Dementsprechend alt sind sie – aber kaum älter als ich. Aber am Computer wie ich Technikfreak sitzen sie nicht – also WISSEN sie auch nicht, dass sie falsch lüften.
      Und da es so unendlich viele sind, die ihre Küchenfenster IMMER auf Kipp haben, regt sich offenbar außer mir auch niemand darüber auf.
      Ich weiß von mir selbst, als ich noch nicht so oft RICHTIG gelüftet habe, hat sich Feuchtigkeit am unteren Rand der Fensterscheibe abgesetzt. Jetzt nicht mehr.
      Meine Mutter hatte so ein Dreierding mit Uhr, Thermometer und Hygrometer – aber es war mir zu hässlich und zu holzig, um es mitzunehmen.
      Irgendwann kommen auch hier Wasseruhren und Heizkostenverbrauchszähler – und dann habe ich es (hoffentlich) gut.
      Nach dem Duschen sind nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen die kleinen Fenster weit offen.

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  4. Schönen Dank für die eindringlichen Schilderungen, auch der Lüftungsarten und Abarten.
    Was ist eine Wrasenentwicklung? Rasen oder Schimmel oder was?
    Was bin ich froh, nicht mehr, wie als Studentin mal, mitten in der Großstadt zu wohnen.
    Hier können wir nach Herzenslust Fenster und Türen sperrangeln…

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    • Hallo, liebe Sonja, hier in diesem Artikel ist die verkappte Lehrerin mal wieder mit mir durchgegangen. Aber es ist schon zum Kotzen, wie unser aller Geld zum Fenster hinaus gelüftet wird.
      „Wrasen ist im Allgemeinen der Fachbegriff für in der Luft auskondensierenden Wasserdampf, der damit als Nebel sichtbar wird. “ – das habe ich bei Wiki abgeschrieben. Bis zur Nebelbildung habe ich in meiner Küche noch nicht gekocht – aber beschlagene Scheiben kommen schnell, auch wenn ich den Entlüfter anstelle.
      Es liegt wohl weniger an der Großstadt, denn wir könnten auch nach Herzenslust die Fenster und die Balkontür aufreißen – nur macht es kaum jemand. Es ist sagenhaft, was die Leute alles auf ihren Fensterbrettern stehen haben – nicht nur Pflanzen. – Obstschalen in der Küche kann ich verstehen. Meine bekommt ja keine Sonne und ist dank Dauerlüftung von unten her immer schön frisch – da hält sich Obst sehr gut.

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  5. 3 x am Tag Stoßlüften, so mache ich das. Das funktioniert einwandfrei und ich hatte noch nie Feuchtigkeit in der Wohnung. Allerdings habe ich auch keine Fenstersimse, die ich vollstellen könnte 🙂

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    • Wenn ich früh Schlafzimmerfenster und Wohnzimmerfenster bei offenen Türen gleichzeitig aufreißen will, zieht es wie Hechtsuppe von Süd nach West – bevor ein Flügel zuknallt, mache ich doch lieber schnell die Türen zu.
      Du hast echt und ehrlich keine Fensterbretter. Der Vormensch hier hat sie alle aus poliertem Granit machen lassen – sehen recht gut aus und sind teilweise (Balkonfenster) richtig breit.

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  6. Bei mir gehen keine Fenster auf – ich habe genug Türen.

    Mallys Idee ist gut: Sorg in deinem Block mal für Ordnung! 🙂

    Dass ihr aber immer noch das Frischwasser durch irgendwelche Schlüssel teilt, ist für eine moderne, pulsierende Hauptstadt ganz schon antiquiert. Da ist die Provinz weiter, die hat ihren Bürgern ein Recht auf eigenen Wasserzähler eingeräumt! Kannst ja zu uns ziehen 🙂

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    • Wird Zeit, dass wir ein komfortables Wohnareal um unseren Weinberg einrichten 🙂

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    • Ist im Altbau und in Berlin aber Standard. Und gilt nicht nur für Kaltwasser… Meine Ex-Nachbarin kann ganz gruselige Geschichten über die Verteilung der Kosten des Schornsteinfegers erzählen. Da zählt nämlich nicht die Anzahl der Wohnungen, die den Schornstein nutzen oder die Anzahl der Geräte, die den Schornstein nutzen (noch genauer), sondern nur, wer einen Ofen hat. Und irrationalerweise ist der Verteilerschlüssel dann die Quadratmeterzahl der Wohnung (und nicht die Anzahl der Öffen). Und noch irrationaler: nicht die alten Kachelöfen nutzen real den Schornstein, sondern die Gasthermen. Leider findet meine Ex-Nachbarin den Schrottschein von 1985 nicht mehr, sonst könnte sie beweisen, dass der olle Ofen gar nicht mehr genutzt werden kann…

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      • Das ist dann wirklich personifizerte Sch… für die Nachbarin.
        Wir bräuchten ja hier nur EINE Wasseruhr für alles, denn zufließendes Warmwasser haben wir nicht – das müssen wir über den blöden Elektroboiler erhitzen. Deswegen bade ich auch so selten.

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        • Ja, so ist es bei ihr auch: Da hat jeder seine Gastherme, die warmes Wasser macht.
          Immerhin kostet Kaltwasser auch nicht sooo viel (ich glaube, in Berlin 1,6 EUR pro Kubikmeter). Dennoch ungerecht!

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          • Wenn das mit dem warmen Wasser auch noch so wäre, würde ich im Karree springen vor Wut.
            Aber sooooooooo wenig habe ich für Wasser in der alten Wohnung auch nicht bezahlt. Auch da war es ja so, dass 50 % nach Wohnungsgröße abgerechnet wurden und nur 50 % nach eigenem Verbrauch.

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    • Warum? Die RWW hat doch eine Flatrate eingeführt, weil zu viel gespart wurde. Dann mussten die immer die Leitungen extra spülen. Also laufen lassen, nicht nur an der Theke. 🙂

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    • Liebe Anke, auch in der modernen pulsierenden Großstadt Berlin gibt es das Gesetz von Wasseruhren und Heizkostenzählern, nur Tempelhof-Marienfelde, und speziell diese Eigentumssiedlung, will sich nicht daran halten. Wenn es hier mehr Mieter gäbe, die sich bei den Wohnungseigentümern beschweren, käme es vielleicht schneller in Gang. Für viele ist es aber doch sehr angenehm. In meiner Wohnung kann man gut und gern zu dritt wohnen und auch zu dritt Kaltwasser verbrauchen – da komme ich doch mit dem Quadratmeterschlüssel über die Wohnungsgröße doch viel besser als mit Wasseruhren. Nur solche Idioten oder Großkotze wie ich, die kommen schlecht weg. In meinem Strang bin ich die einzige, die allein in so einer Wohnung ist – die anderen mindestens zu zweit und teilweise zu dritt.
      „Blockwart“ oder so ähnlich ist mir zu belastet – wir hatten in der DDR die Leute, die das Hausbuch geführt haben – die waren schon halbe Staasis oder Blockwarte – zumindest die, die ich in der Kindheit erlebt habe.
      Hier habe ich mal in einem Artikel vor sehr langer Zeit über diese „Hauswartsfrau“ geschrieben:
      https://chh150845.wordpress.com/2010/04/17/donnas-schreibprojekt-april-2010/

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  7. Liebe Clara!

    Bei all den Gedanken, die Du Dir so vorbildlich machst und Dich kümmerst, wärst Du die perfekte Hausmeisterin für euer Areal. Mit einem starken Bodyguard an Deiner Seite wäre da sicher in Nullkommanix Ordnung eingekehrt.
    Schön, dass Du mit gutem Beispiel vorangehst und Deine Lüftungsaktion bildlich und schriftlich für uns alle veranschaulichst. Das sollte sich jeder ausdrucken und an die Pinnwand heften.
    Ich werde jetzt auch mal brav mein Fenster aufreissen und kurz lüften. Waage habe ich keine, aber da ich ja selber eine bin, stelle ich mich einfach aufs Fensterbrett 🙂

    Liebe Grüße und einen guten Start ins Wochenende
    Mallybeau

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    • Liebe Mallybeau, offensichtlich ist es aber hier so, dass man mehr als 350 Eigentümer oder Mieter (viele haben ihre Wohnung vermietet) nicht unter einen Hut bekommt – die Ansichten sind da viel zu verschieden. Anhand der Autos, die so auf den Parkplätzen herumstehen, glaube ich auch kaum, dass sich viele Gedanken über Geld machen müssen – denen ist es egal, wie hoch das Hausgeld ist und ob durch unsinniges Lüften und ständige gekippte Fenster unsere Heizungsluft die Atmosphäre wärmt.
      Wenn noch nicht einmal die Verwaltung was ausrichten kann, was sollte da so ein armes kleines Hausmeisterlein an der Vernunft oder der Unvernunft der Leute machen können.
      Hier in diesem Gebiet sind wirklich sehr, sehr viele Wohnungen, ich habe die Zahl schon gewusst, aber wieder vergessen. Und da finde ich es schon sehr, sehr seltsam, dass ich nirgendwo (außer Badezimmer) ein wirklich aufgerissenes Fenster sehe.
      Mein geliebter Chemielehrer hat immer, wenn er in unsere vermieftes Klassenzimmer kam, gesagt: „Erfroren sind schon sehr viele, erstunken kaum jemand!“ – und dann hat er die Fenster aufgerissen.
      Ich hatte heute einen plötzlichen und vom Anlass her sehr unangenehmen Arztbesuch am Vormittag – aber darüber berichte ich am 14. Februar.
      Lieben Gruß zu dir von Clara

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  8. Mir als Frischluftfanatikerin, die ständig die Fenster aufreißt, gefällt deine neue Lüftordnung natürlich sehr gut!! Schimmel hat es bei mir noch nie gegeben.Kein Wunder bei ständiger Luftzirkulation. Dafür wird alles schnell staubig. Aber man kann ja nicht alles haben. Toll wäre es wenn die Fenster nach außen aufgehen würden wie in alten Häusern oder nach oben, wie bei den Briten, dann könnte man die Fensterbretter so vollräumen wie man möchte…

    Gefällt 3 Personen

    • Hier in diesen Häusern habe ich auch noch nichts von Schimmel gehört – vielleicht sind die Fenster nicht ganz so dicht und lassen eine indirekte Belüftung zu. In der vorigen Wohnung (ich wohnte von 2000 – 2015 dort) gab es massenhaft Schimmel in den Wohnungen. Das Haus war erst 1996 gebaut und hatte ganz, ganz dichte Fenster. – Zogen Leute aus, gab es hinter der Schrankwand große Kolonien mit Schimmelpilzen.
      In Dachgeschosswohnungen, wo die Fensterflächen schräg sind – die gehen mehr oder weniger nach oben auf. – Aber nach außen wäre hier bei dem teilweise sehr starken Wind nicht geeignet – da müsste man sie sehr gut festmachen können.
      Egal, wann ich durch die Wohnanlage gehe, ich sehe nur mal ein wirklich offenes Badezimmerfenster, aber bei den anderen grundsätzlich nur Kipplüftung.
      Sogenannten Durchzug – ein Fenster nach Süden, eines nach Westen öffnen, ist hier meist schon nicht möglich, da dann jeder Zettel vom Tisch geweht wird.

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