Claras Allerleiweltsgedanken


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Baltikum 2

3. Tag – 21.5.

Um 6.00 Uhr früh habe ich bei Fb geschrieben:

Ich grüble darüber nach, ob man hier in Litauen wunderbar ein Remake von dem Film „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ drehen könnte.
Ca 80% aller Dächer sind irgendwie mit Metall gedeckt. Manche sehen aus, wie das primitive DDR-Wellasbest. Bei anderen ist es etwas vornehmer und bei manchen sieht es fast aus wie Schindeln, aber eben aus Metall. Ich konnte noch nicht googeln und ermitteln, warum das so ist. Vielleicht klärt ihr mich auf.
Jetzt geht es in aller Herrgottsfrühe zum Frühstück.

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Heute gibt es bei der Berichterstattung nur einen realen Tag, weil ich so viele Fotos habe.

Wir fuhren in den Kurort Nida mit dem Thomas-Mann-Haus.

Das Naturschutzgebiet Kurische Nehrung erreicht man, wenn man mit der Autofähre übersetzt.

Dort auf der Nehrung sind Europas höchste Sanddünen,

endlos scheinende Strände, weite Buchten und romantische Fischerdörfer, außerdem ganz, ganz viele geschnitzte Kunstwerke. Ich habe schon unendliche viele Fotos gelöscht oder weggelassen. Interessanter Weise blieben 13 Fotos übrig – 13 eine meiner Lieblingszahlen. Ich fand nicht alle schön oder hübsch – aber die Holzbildhauer habe ich bewundert, die diese Skulpturen geschaffen haben.

Diese Holzplastiken haben wir auf einem Spaziergang über den sogenannten Hexenweg fotografiert. Der ging bergauf-bergab, treppauf-treppab und hat mich noch in den nächsten beiden Tagen mit Wadenmuskelkater begleitet.

Am Ende fotografierte ich das und das:

Leider hatte ich nicht genügend Muße, um mich auf der Schaukel zu erholen.

Im Ort gab es dann noch folgende Fotos: Das Haus in lila natürlich gleich zu Beginn, meine Hand im Ewigkeitsformat gleich danach und diese hübschen „Wind- und Himmelszeichen“ als letztes Foto.

Nachdem wir die Kurische Nehrung verlassen hatten, gab es eine Stadtbesichtigung zu Fuß in Klaipeda = Memel und erst danach fuhren wir zurück zu unserem Hotel  „Palanga Alanga“ in Klaipeda und schliefen dort die zweite Nacht.

Auf dem Platz vom ersten Foto steht die Figur von „Ännchen von Tharau“, die von dem deutschen Dichter Simon Dach so verehrt wurde. (Hoffentlich erzähle ich jetzt keinen Mist, aber der Gesang der Gruppe dieses Liedes hat mir die letzten Verstandeszellen aus dem Kopf gesungen.)

Der Begriff „Memel“ ist mir dunkel aus einer Nationalhymne bekannt, die ich zum Glück nicht mehr singen musste.

Die Sache mit dem Mann auf dem Dachfirst wurde von der jungen Stadtführerin genau erklärt, doch von mir weniger verstanden. Lustig fand ich es schon. –

In Klaipeda liegt das Geld auf der Straße – doch leider ist es dort im Laufe der Jahre festgeklebt – vielleicht, weil es keiner aufgehoben hat 🙂

Damit Geländer und Zäune nicht herhalten müssen, hat ein Künstler extra für die „Liebesschlösser“ einen Kugelbaum geschaffen.

 

Für meinen Enkel habe ich ein Klavier oder besser einen Flügel gefunden. Ist ihm das Klavierspielen zu anstrengend, kann er ja auf Schach umsteigen, was er wohl auch gut beherrscht.

Ein Schiff unter Segeln wurde mit viel Aufwand wiederhergestellt und gehört jetzt zu den Wahrzeichen der Stadt

Die Stadtführerin war jung – nach meiner Schätzung Anfang bis Mitte Zwanzig. Ihre Kleidung war so, wie sie in Deutschland kaum jemand in dieser Altersgruppe tragen würde – sehr konservativ.

Die Bronzefiguren waren typische Glücksbringer – bilden die Leute sich ein. Wie diese hässliche Katze mit einem (vielleicht) Politikergesicht Glück bringen soll, ist mir rätselhaft – alles kann der Schwanz auch nicht rausreißen. – Und eine Maus könnte für mich nieniemalsnicht Glücksbringer sein.