Claras Allerleiweltsgedanken


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Himmelfahrt – Himmelhoch – Himmelwärts

Und was soll das bitteschön wieder bedeuten?

  1. Der Begriff „Himmelfahrt“ wurde mir mehr oder weniger in die Wiege gelegt. Wer als Tochter eines kreuzkatholischen Ehepaares im katholischen Bayern an einem 15. August geboren wurde, musste einfach das Fest „Mariä Himmelfahrt“ mitbekommen. Leider hatte ich wenige Monate später im atheistischen Sachsen und später Preußen nichts mehr davon – doch ich habe es überlebt.
  2. Meinen Netznamen „Clara Himmelhoch“ habe ich mir spätestens 2010 geholt. Ursprünglich fehlte der Vorname und ich hieß nur Himmelhoch. Das gefiel mir nicht so und ich ergänzte ganz schnell die Clara – UND DAS WAR AUCH GUT SO!
  3. Aber was hat es mit dem Begriff „Himmelwärts“ auf sich – den muss ich mir offenbar schwer verdienen. Wie??? Das schreibe ich euch gleich.

Wir waren ja mal eine Familie, die aus Vater, Mutter, Kind 1 (Tochter) und Kind 2 (Sohn) bestand. Als Erbgut vom Vater hatten beide Kinder diese himmelwärts strebende, Atemluft fördernde Nasenform mitbekommen, was ich euch gleich und sofort beweise.

Die Erbgutträger Papa und Mama: Bei mir kann man in kein Nasenloch hineinsehen

Kind 1 dieser beiden unterschiedlichen Nasenträger:

Auch Kind 2 hat sich für die Nasenform des Papas entschieden: Bei ihm ist diese sogenannte „Steckkontaktnase“ (erinnerte mich immer an eine Steckdose oder ????) sogar noch deutliche ausgeprägt.

So, und jetzt hat ein Hals-Nasen-Ohrenarzt nicht etwa gesagt, er will mich meiner restlichen Familie ähnlich machen, sondern er will mir einfach zu mehr Luft verhelfen.

Er ist wirklich der erste, der dieses Problem ganz schnell erkannte und mich in die Parkklinik Weißensee überwiesen hat. Dort operiert ein Freund von ihm und nach seiner Meinung – operiert der auch gut. Ein kleines Problem könnte werden, das benötigte Stück Knorpel zur Nasenspitzenanhebung aus der Ohrmuschel zu gewinnen. Die Ohren wurden ja in meiner Jugendzeit angelegt und geben daher jetzt nicht mehr so viel Knorpel her. – Die andere Möglichkeit wäre aus dem Brustbein, doch das hört sich dann schon mehr nach einer richtigen Op an.

Am 11. Juli habe ich in seiner Sprechstunde einen Termin – und dann sehen wir weiter.

Ich habe ja schon drei Nasenoperationen hinter mir. Die 1999 ging so etwas von gründlich daneben, dass gleich 2000  jemand die Nasenflügel versteifen musste, damit sie sich nicht bei jedem Atemzug zusammenklappen.

Als das mit der Atmerei immer schwieriger wurde, habe ich 2007 einen ganz berühmten Professor noch einmal an meine Nase gelassen. Allerdings wollte der ein gewaltiges „Trinkgeld“, was in die Tausende ging, um selbst Hand anzulegen.

Ich hatte nach der Op kaum Schmerzen, obwohl ich ziemlich malträtiert aussah.

Für ein Jahr hatte ich Ruhe, Frieden und Luft – doch dann war es nicht viel besser als vorher.

Definitiv wird es dieses Mal nicht so umfangreich – aber nachts und am Tage bei leichtester Belastung wieder ausreichend und mühelos Luft zu bekommen, wäre schon fast Luxus für mich. Wenn es so weit ist, sage ich Bescheid, dann bitte ich doch freundlichst um gedrückte Daumen.


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Baltikum 7 – the end!

Tag 10 – 28.5. – Abfahrt nach Mragowo in den Masuren

Das Hotel „Zemaites“  in Vilnius war eines der besten, wenn mich auch der Blick aus dem Fenster an Berlin denken ließ. Na gut, wir haben keine Busse mit Oberleitung – hier auf dem Foto aber auch nicht. Aber LIDL habe ich.

So einen schönen großen (lila) Stiefmütterchentopf habe ich auch nicht.

Ich bin mit einem frohen Gefühl eingestiegen, denn ich wusste, übermorgen kann ich mich bei Bedarf in meine eigene Badewanne setzen.

Unterwegs hielten wir an einer Burganlage an. Die war wunderschön – doch leider war der Regen genau so wunderschön. Da wir nur eine Stunde Aufenthaltszeit hatte, stürzte ich mich nicht in das Gewimmel von Erwachsenen und Kindern sondern beschaute mir die Außenanlagen der Burg.

Da 7 meine Lieblingszahl ist, höre ich mit diesem Beitrag mit der Berichterstattung über den Baltikumurlaub auf.

Etwas MUSS ich euch noch zeigen, denn ich habe mir doch noch ein zweites Souvenir geleistet. Es gab wohl keinen DDR-Haushalt mit Kindern, wo diese „schwangeren“ Holzpuppen mit dem Namen Matroschka nicht zu finden waren.

https://www.google.de/search?nord=1&q=matroschka&tbm=isch&source=hp&sa=X&ved=2ahUKEwi60InC6NTiAhUMJlAKHaPLB20QiR56BAgIEAw&biw=1536&bih=694

Hier könnt ihr euch von der Vielfalt überzeugen. – Wenn ich die alle so sehe, finde ich meine natürlich wunderschön.

Und tschüss, meine lieben mitfahrenden BloggerInnen, bis bald mal wieder!


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Baltikum 6

Tag 8 – 26.5. Abfahrt nach Sigulda – dabei den Gauja Nationalpark und die Burg Turaida streifen

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – obwohl ich nicht so richtig weiß, ob ein „Abgang“ ins Klinikum Riga ein großes Ereignis ist.  Auf jeden Fall habe ich mich den ganzen Tag ganz gar nicht überhaupt nicht gut gefühlt.

Wir warten alle auf die Abfahrt aus Tallin. Um 9 Uhr soll der Bus starten. Da aber die Fahrstuhl Situation hier mehr als kritisch ist, mussten wir zusehen, unsere Koffer und uns in eine Fahrstuhlkabine zu bekommen. Es gibt für neun Etagen mit 44 Zimmern gerade man zwei kleine Fahrstühle, in die vier Personen ohne Koffer und zwei Personen mit Koffer hinein passen. Das wird manchmal ganz schön eng. Aber jetzt kann ein neuer Tag beginnen.

Dieses Hotel sieht aus wie ein DDR-Plattenbau, dem man 2 Etagen geklaut hat. Unsere typischen Häuser dieser Art waren immer 11geschossig – hatten aber mehr und größere Fahrstühle. – Die Telefonpreise rentieren sich in der heutigen Zeit der Handys sicher auch nicht mehr.

Bei einem kleinen Zwischenstop an der See war es pfiffig, kalt und ungemütlich – bei mir jedenfalls kamen keine Badegedanken auf.

Wir haben heute aus dem Bus heraus den sogenannten Velo Marathon erlebt auf Fahrrädern haben die sich Steigungen hoch gequält, die würde ich noch nicht erstmal laufen wollen. Und mindestens 90% der Radfahrer sind gefahren. Aber es haben auch einige geschoben. Hammer hammer hart.

 Dann konnten wir uns die bekannte Bobbahn in Sigulda näher ansehen – nicht lachen, die hatte außer steiler Abfahrtsbahnen auch eine Toilette. Wenn man so eine Cystitis hatte wie ich, ging das Denken nicht weit über eine Toilette hinaus – und das ist jetzt kein Jammern!!!

Als letztes stutzte ich an einem Souvenirstand über diese Tischdecke – aber ich habe mir dann gesagt, dass es dieses berüchtigte Kreuz nicht ist, weil es ja seitenverkehrt oder anders ist.

Am Abend ging es wieder in das schöne Hotel (sh. Baltikum 3) mit den zu engen Betten, die aber für mich allein vollkommen ausreichten.

Doch ich habe mein Bett für diese Nacht mit einem viel unangenehmeren getauscht – ich bin nämlich wegen ziemlich starker Schmerzen mit dem Krankenwagen ins Klinikum nach Riga gefahren. Dort bekam ich zwei verschiedene – heißt das „Tröpfe“ oder „Tropfe“ und verbrachte dann die Zeit zwischen 0:00 Uhr und 7.30 Uhr in einem Saal mit 6 Betten. Jetzt noch bin ich den Schwestern dankbar, dass sie um mein Bett Sichtblenden gestellt haben.

Diesen Bericht schreibe ich am 6. Juni – und nur soviel, ich komme gerade vom Urologen, weil es immer noch nicht gut ist. Bei der Hitze in den letzten Tagen wollte ich mir weder ein heißes Bad noch ein Heizkissen antun, aber werde ich wohl machen müssen. Das Labor hat eine Kultur angelegt – und wenn da was wächst, schlucke ich das nächste Antibiotikum.

Es ist blödsinnig, dass ich das hier schreibe, denn ihr lest es ja eh erst am 15. Juni – und bis dahin schwimme ich schon wieder wie ein Fisch im Wasser.

Tag 9 – 27. Mai

Die anderen starteten gegen 9:00 Uhr am Hotel und lasen mich gegen 9:30 Uhr in Riga auf der Hauptstraße vor dem Klinikum auf. Der Busfahrer musste NICHT EINEN Umwegkilometer meinetwegen fahren.

Das Ziel unserer Fahrt war die Hauptstadt LitauensVilnius.

Dieses Plakat finde ich ehrlich und aufrichtig:

Vilnius hat wie alle besuchten baltischen Städte wahnsinnig viele Kirchen – und das nicht nur mit der ehemaligen russisch-orthodoxen Vorherrschaft zu tun. Die rein christlichen Kirchen nach europäischem Sinn waren auch vertreten und noch viele andere.

An Wunder und Träume scheint der Mensch zu glauben. Der viereckige Stein mit den Buchstaben hat folgende Bewandnis: Draufstellen, Augen schließen, dreimal mit geschlossenen Augen drehen und sich wünschen, dabei nicht umzufallen – und schon hat sich der Wunsch erfüllt – oder auch nicht.

Der Vogel auf dem Krummstab ist eine Meisterleistung von Prinz Lumix – ich habe den Vogel mit bloßen Augen kaum erkennen können.

Und auf dem letzten Foto trifft sich ein Sangesverein und probt.


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Baltikum 5

In der Realität ist es der 24. Mai und die komplikationsfreie Fahrt nach Tallin. Unser Hotel hieß Dzingel und war nicht ganz so schlecht.

Der Fb-Text ist nur Krankengejammere, deswegen lasse ich ihn weg.

Die Altstadt von Tallin ist wunderschön, aber noch viel wunderschöner besser war die Stadtführerin. Und diese sofortige gegenseitige Sympathie fing durch die beiderseitige Lila-Liebe an, aber von meiner Seite vor allem dadurch, dass ich JEDES Wort von ihr verstand. Sie sah für meine Begriffe sehr jung aus – aber bei neugierigem Nachfragen war sie im Alter meines Sohnes und hatte DREI = 3 Kinder, die ich ihr am allerwenigsten angesehen habe. – Vom Stadtführerjob könnte sie nicht leben, deswegen macht sie es nur in ihrer Freizeit, um den Haushaltsetat aufzubessern. – Ich hoffe, dass sie ganz ganz viel Trinkgeld bekommen hat, denn sie hat uns an zwei Tagen geführt – heute in der Altstadt, morgen in der Neustadt.

Da ja der Busfahrer immer zwischendrin mal eine Pause machen muss, bekommen wir so einiges vom Wegesrand mit:

Das erste Foto ist für die „Fee“: Mal über eine Rechtschreibreform nachdenken? – Das zweite ist für Myriade – für mich klang das so österreichisch. – Das dritte und das vierte – die sind für alle, die estnisch lernen wollen. – Das vorletzte ist einfach nur Deko – denke ich zumindest – und das letzte ist ganz allein für mich, denn ich fühlte mich fast reif für den Psühhiaater. Aber wie hätte ich seine (oder ihre?) guten Ratschläge verstehen sollen?

Die nächsten Fotos zeigen mir, dass wir die Koffer im Hotel untergebracht haben und zur nachmittäglichen Stadtbesichtigung gestartet sind.

Tallin am finnischen Meerbusen hat eine wunderschöne gut erhaltene Altstadt vorzuweisen. Die wunderschöne Silhouette zeigt wie ein Scherenschnitt aus dem Mittelalter die Satteltürme der Stadtmauer. Von dieser Mauer umgeben befindet sich eine kleine Mittelalterstadt, die heute zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Kaum läuft man durch das alte Stadttor wird man erstmal gefühlsmäßig 200 -300 Jahre zurückversetzt. Kleine Gassen und alte Hansehäuser verleihen der Stadt ein tolles Flair. Es ist einfach Wahnsinn wie schön noch alles erhalten ist.

Tag 7 25.5. – Immer noch Tallin

Für diese paar Fotos lohnt kein neuer Beitrag.

Laut Aussagen der Stadtführerin

sind die Esten sehr sangesfreudig und es gibt immer große Festivals, zu denen auch sogenannte Promis einreisen. Das Foto  zeigt so ein Veranstaltungsplakat.

Estland hatte wohl mit dem KGB so ähnlich viel Ärger wie die DDR mit der Staasi.

Am 25. des Monats spielte für mich das Thema Toilette fast schon die wichtigste Rolle der Reise – deswegen war ich so froh und erleichtert, als wir in einem Souvenirladen die Toilette benutzen durften. Aus einem gewissen Dankbarkeitsgefühl heraus kaufte ich mir das erste Souvenir dieser Reise: Kitschig, aber lila.

 

 

 


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Baltikum 4

5. Reisetag – 23. 5. – Stadtrundfahrt und -besichtigung in Riga (Lettland)

(Achtung, sucht euch schnell einen Schirm, damit ihr von der jetzt kommenden Fotodusche nicht nass werdet!!!!)

Bei Fb schrieb ich: 23.5. – 7:35 Uhr

Es heißt doch immer, reisen bildet. Und ich habe jetzt dazu gelernt, dass man ein Zimmer mit einem 1,20 m breiten Bett, ohne Schrank und ohne Nachttisch oder anderes, wo man Sachen unterbringen kann und mit ganz ganz wenig Platz auch als Doppelzimmer vermieten kann. Was habe ich für ein Glück, dass ich Einzelreisende bin.
Wenn ich so weiter mache, bin ich bald der Haus- und Hofhund dieser Gruppe. Ich belle, dass ich schon jeden Stein erweiche.

Bei der Stadtbesichtigung: Viel Historie, interessante Neubauten, barocke Kirchtürme. Kirchen werden übrigens im Baltikum GROß geschrieben, da es so unheimlich viele Splittergruppen von Kirchenbesuchern gibt.

Eine der Partnerstädte von Riga ist Bremen – da verwundert es nicht, dass die bekannten Tiere Esel, Hund, Katze und Hahn hier in voller „Schönheit“ zu finden sind. Ich muss sagen, ich habe schon schönere Tiere gesehen. Ob das die blondzöpfige junge Dame auch so sieht?

Schmiedearbeiten gab es immer und immer wieder an den Häuserfronten zu bewundern; aber auch als Laternen waren sie oft schön anzusehen.

So, jetzt ist der größte Teil der angekündigten (31) Fotos gezeigt. Was gibt es noch? – Ein Paar Füße, wo Hineinsteiger gesucht werden.

Ein Katzendrama auf dem Dach – ich habe nicht verstanden, wie das mit der Richtung des Schwanzes von der Katze war – wen es interessiert, G. berichtet hier
https://www.liveriga.com/de/3177-katzenhaus/ und ganz viele Fotos davon hier
https://www.google.com/search?q=riga+katze+auf+dem+dach&tbm=isch&source=univ&client=firefox-b-d&sa=X&ved=2ahUKEwit2o6Dh9LiAhXByqQKHTEvBFwQsAR6BAgGEAE&biw=1536&bih=694
sehen.

Dabei fällt mir auf, dass es in allen drei baltischen Ländern kaum Hunde zu sehen gab – die Deutschen sind ja DIE Hundeliebhaber, doch dort sind kaum welche zu sehen. Da mag es vollkommen unterschiedliche Gründe dafür geben.

Und jetzt zum Schluss noch die Galerie, die mir am besten gefällt. Diese schönen Tiere fand ich alle auf einem Spielplatz. Das Gürteltier hat mich an meine Reise mit Anna nach Greifswald und Gettdorf erinnert, wo wir so ein Gürteltier in echt in der Hand hatten.

https://clarahimmelhoch.wordpress.com/2012/08/25/auf-tierparkpfaden-wandeln/

Am späten Nachmittag schrieb ich bei Fb:

Hier sind die neuesten Meldungen vom Hund von Baskerville:
Das Sprachsystem erkennt meine Stimme fast nicht mehr und guckt mich ganz dumm an, was es schreiben soll.
Es soll schreiben, dass Busfahren offensichtlich süchtig macht. Wir haben heute zweieinhalb Stunden lang Riga besichtigt. Und dann hatten wir viereinhalb Stunden Freizeit oder Freigang. Und das alles bei glühender Hitze und viel zu warmer Kleidung.
Dann habe ich 17 € für ein wenig Medizin ausgegeben. Und danach hatte ich nichts anderes im Sinn, als im kühlen klimatisierten Bus zu sitzen und ins Hotel zu fahren, um mich auszuruhen.
Morgen fahren wir in den dritten baltischen Staat.
Mal sehen, ob die meine Bakterien wollen, dann lasse ich sie dort.