Claras Allerleiweltsgedanken

Neuer Job: Reisen – 3 – Helgoland

28 Kommentare

25. Juni

Wie hieß es für diesen Tag? Frühstück ab 5.30 Uhr; Abfahrt pünktlich 6.45 Uhr

Wir reden von Urlaub, ihr lest richtig.

Na gut, so ein Bus muss sich schon gegen den morgendlichen Berufsverkehr durch Hamburg kämpfen, denn genau um die Ecke ist ja Büsum nicht gerade.

Was haben die Menschen in der ehemaligen DDR besonders gut gekonnt? – Schlange stehen.

Was haben wir in diesem Urlaub und besonders an diesem Tag sehr gut praktiziert??? – Schlange stehen.

Als wir ankamen, war das Schiff, die „Funny girl“ schon sehr gut gefüllt.

Da es aber 800 Plätze hat, passten wir ca. 40 Leute doch noch mit rauf. – Alle Außenplätze waren schon belegt. Die Überfahrt sollte ca. 2 Stunden und 15 Minuten dauern – die ließen sich auch innen aushalten. – Löst man so eine Überfahrt privat, zahlt man 42,00 € für die Hin- und Rückfahrt. Und im Endeffekt bleiben dann gerade man 3 – in Worten drei – Stunden Aufenthalt auf Helgoland, denn 14.45 Uhr fährt das allerletzte Boot zu dem Schiff zurück.

Die „Funny girl“ kann nicht direkt am Hafen von Helgoland anlegen, sondern alle Passagiere müssen von Bord gehievt, gezogen, getragen oder gedrängt werden und werden in diesen Booten ans Ufer gebracht. In ein Boot passen maximal 40 Leute. Ich sah es als gutes Omen, dass mich ein Boot mit C ans Ufer gebracht hat.

Und deswegen konnte nur mehr Zeit auf Helgoland ergattern, der es auf die ersten beiden Börteboote geschafft hatte. Das ist uns natürlich nicht gelungen, da der Stau fast unüberwindbar erschien. Letztendlich waren wir 11.45 Uhr endlich an Land, obwohl wir 9.30 Uhr abgelegt hatten.

Und was bekommen wir von der dummen Nuss von Reisebegleiterin empfohlen? –  Die Einkaufsstraße, da man ja hier zollfrei einkaufen kann. Ganz stolz hat sie uns auf dem Rückweg berichtet, dass sie 10 Stangen Zigaretten geschmuggelt hat, denn eine ist nur erlaubt.

Ich habe wirklich NICHTS gekauft – so kann ich also auch nicht reich werden.

Von ihr als Informierte hätte ich den Hinweis erwartet, den Fahrstuhl zum Oberland zu nutzen, um wenigstens einmal dort oben gewesen zu sein. – Ich hatte mich auf die Fahrt  mit der Börtebahn verlassen und glaubte, mit ihr dorthin zu fahren. … Irrtum

Doch jetzt bin ich chronologisch weit voraus geeilt – eigentlich bin ich ja noch auf der Überfahrt nach Helgoland.

Es gab ein Deck mit Liegestühlen – ein Platz kostete pro Überfahrt 4,00 € – da wurde der Fuffi dann voll.

Ist man die ganze Zeit nur von „Altfleisch“ umgeben, ist so ein wenig „Frischfleisch“ eine Abwechslung 🙂

Jetzt noch zwei Fotos von Bord – ich habe der Technik vertraut.

Als wir also auf der Insel standen, blieben uns 1,5 Stunden für die Erkundung, denn 13.00 Uhr fuhr schon die Börtebahn. Mir erschloss sich in dieser kurzen Zeit nicht der Charme der Insel. – Als ich die Hauptallee lang ging, kamen mir unendlich viele Leute entgegen – die meisten wohl Urlauber, denn sie hatten Koffer und Taschen bei sich. Am Hauptanleger waren der Katamaran und noch ein anderes Boot angekommen.

Auf den Fotos sind nur Touristenunterkünfte zu sehen, denn die bringen hier das nötige Geld auf die Insel. Die rostenden Anker sind nur schmückendes Beiwerk.

Ich fand, wie so oft schon, die Spielplätze schön.

Wer kann mir helfen? Was ist diese silberfarbige Linse?

Auf der Insel gibt es auch ein Institut für ???

Jetzt bleibt nur noch die Fahrt mit der rasenden Kleinbahn. Der Mann aus dem Führerstand gab uns einige gute Informationen. – Ich war ganz stolz, dass ich die großen Vögel als Kormorane eingeschätzt hatte. – Wenn auch nur von weitem, aber überhaupt, konnte ich das Wahrzeichen der Insel sehen – die lange Anna. Ich glaube jedoch nicht, dass ich noch einmal auf diese Insel kommen werde – zumindest nicht zu einem Tagesausflug.

So, und jetzt gibt es noch einen Bericht – dann ist dieser Kurzurlaub mit euch nacherlebt.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

28 Kommentare zu “Neuer Job: Reisen – 3 – Helgoland

  1. Teilen wir den Fahrpreis durch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Stunden und ziehen die Zeit für das an Land gehievt, gezogen oder getragen werden ab, stellen wir eindeutig fest, dass Helgoland sauteuer ist … 😉

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    • Da spricht doch einer ein großes Wort ganz gelassen aus.
      Die Helgoländer meinen bestimmt, dass man das mit zollfreier Ware wieder gutmachen könnte – doch ich will weder Parfüm noch Zigaretten noch Schnaps noch … noch … noch …

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  2. Ich kenne die Insel nicht, aber wenn ich sie jemals besuche, dann hätte ich keine Lust auf einen solchen Ausflug. Also ich würde ihn natürlich mitmachen, wenn er angeboten wird finde es aber sehr schade dass so wenig Zeit bleibt. Umso schöner, dass du dich weniger mit einkaufen sondern mehr mit schauen und fotografieren beschäftigt hast. Die Bilder sind wirklich schön geworden und mit etwas mehr Zeit könnte ich mir gut vorstellen dass es ein hübscher Ausflug sein kann.

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    • Inzwischen habe ich ermittelt, dass ein 3 Tage Trip ausreichen würde, um alles kennenzulernen, was interessant ist. Einen Tag müsste man unbedingt mit dem Fährschiff auf die Düne fahren und dort die Seehunde angucken, das stelle ich mir sehr sehr schön vor. Einen Tag bräuchte man, um im Oberland spazieren zu gehen und zugucken und der dritte wäre dann mehr oder weniger der Fahrtag. Aber ich glaube nicht, dass ich es noch einmal machen werde. Und nur der zollfreier Einkauf lockt mich überhaupt nicht.
      Wenn man mit den anderen Booten im anderen Hafen ankommt, muss man quer über die Insel, aber so groß ist sie ja auch nicht. Und dann könnte man zur Düne übersetzen. Aber in einer dieser Karnickel Ställe zu übernachten, ist auch nicht sehr lohnenswert.

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  3. Mir scheint, dass ich bei dieser Tour nicht so gerne dabeigewesen wäre. Allein schon die Abfahrtszeiten *grusel* Und durch alle Touristenfallen …… Bin schon gespannt, was du von Hamburg erzählst

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    • Ich weiß nicht warum, aber ich hatte auf dieser Tour ausnehmend gute Laune. Das Zimmer im Hamburger Hotel hat mir sehr gefallen, noch mehr aber hat mir gefallen, dass ich im Bus eine Sitzbank ganz für mich alleine hatte und der Busfahrer konnte mir nichts anhaben. Und so weiß ich wenigstens, dass ich so schnell nicht wieder nach Helgoland zu einem Tagesaufenthalt will.
      Von Hamburg kommt im nächsten Beitrag nur Gutes.

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  4. Dank deiner vortrefflichen Berichterstattung habe ich soeben entschieden, diese kleine Insel nie besuchen zu wollen!
    Das „Frischfleisch“ sieht leicht zauselig aus, jedenfalls nicht streichelanregend, wer wöllte das auch.
    Und noch nicht mal pädagogisch erwünschte Vorbilder hat man, siehe die Zigarettenschmugglerin.
    Also was hat man davon?

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    • Du nun wieder, liebe Sonja, mit deiner knallharten Frage: „Also was hat man davon?“
      Lediglich die Genugtuung, vielleicht andere vor einem übereilten Helgolandbesuch für winzige 3 Stunden gewarnt zu haben. – Und du, die du schon bei den Touristenunterkünften am Timmendorfer Strand Bauchschmerzen bekommen hast, musst doch hier bei diesen unendlichen Reihen von Touristen“ställen“ förmlich Bauchkrämpfe bekommen.
      Badefreaks, die dort Urlaub machen, fahren sicherlich jeden Tag mit der Fähre auf die Düne, freuen sich dort an den Seehunden
      https://www.helgoland.de/so-ist-helgoland/bildergalerie/kegelrobben-und-seehunde/
      und kommen nach einer Woche schwarzbraun sonnengefärbt nach Hause. Der Link lohnt sich, wenn du gerne Kegelrobben und Seehunde siehst.

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  5. Liebe Clara!

    Das war ja dann wirklich ein kurzer Kurzausflug auf die Insel. Dass euch die Dame die Einkaufsstraße empfohlen hat und auch noch mit Zigarettenkauf prahlt, ist ja echt das Letzte. Mögen der Dame die Schmuggelstangen im Halse stecken bleiben 🙂
    Vorbildlich, dass Du nichts gekauft und so wunderbare Bilder mitgebracht hast.
    Das Silbderding ist natürlich ein Ufo. Klar, eine Landung mit diesem Ding ist wahrscheinlich billiger als eine Schiffsfahrt. Aber das hat euch die Reisedame sicher auch nicht gesagt. Typisch! 🙂
    Auf solch einer Touristeninsel wollte ich glaube ich nicht Urlaub machen. Da genügt wirklich ein Tagesausflug. Aber noch besser: Claras virtuelle Reisen. Du hast die besten Tipps und das alles kostenfrei! … oder flattert uns am Ende des Jahres etwa noch eine Rechnung ins Haus? 🙂

    Liebe Sonntagsgrüße
    Mallybeau

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    • Hallo Mallybeau, du legst – wie immer – den Finger gleich in die Wunde, gleich in mehrere 🙂 😉
      Die Auswahl von solchen Reiseleiterinnen wie diese Frau und solchen Busfahrern war ein Grund, mich bei denen abzumelden. – Das einzige, was ich bei den Zigaretten zu ihrer Ehre sagen kann, dass diese 10 Stangen wohl für eine/ihre Freundin gedacht waren. Meiner Meinung nach hat sie wirklich nicht geraucht – oder es hat mich nicht interessiert.
      Und der zweite wunde Punkt: Mein Bedürfnis nach Gewinnoptimierung *grins* – da ich schon an so vielen Stellen zuzahle, müsste es doch mal was geben, wo ich was einnehme. Aber du kannst 1000%ig = tausendprozentig sicher sein, es wird nicht hier auf dieser Seite passieren. Da würde es mir doch nie wieder so ein schönes ruhiges Inselchen auf den Bildschirm spülen und spielen.
      Bald sind ja meine vorgeposteten Artikel zu Ende – von der Reise gibt es nur noch einmal Hamburg. Und deswegen muss ich am Dienstag schnell für Nachschub sorgen. Den Britzer Garten kennen ja alle schon besser als ich, da sie sich ja viele meiner Infos merken. Am Dienstag fahre ich in aller Herrgottsfrühe nach Wittstock in Brandenburg – ich muss ja endlich mal wieder mein 65+-Ticket nutzen. Dort ist eine Landesgartenschau. Gestern zu nächtlicher Zeit habe ich lange mit meiner Exschwägerin telefoniert, da sie gleich um die Ecke wohnt und dort schon gewesen ist. Sie meinte nur, dass es sich nicht lohnen würde, hin 3 Stunden unterwegs zu sein und zurück auch. – Schau’n wir mal.
      Ich habe gestern noch in zwei verschiedenen Blogs einen Post über Helgoland gelesen. – Das einzige, was ich wirklich versäumt habe, war eine Minibootsfahrt zu der „abgesprengten Insel“, der Düne oder so. Dort sollen nämlich Seehunde sein. Aber das wäre in der Kürze der Zeit gar nicht möglich gewesen.
      Und jetzt erst einmal tschüss sagt Clara

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  6. Mit dem Schiff dagewesen. Kein Landgang. Zollfrei Kippen und Schnaps. Rosarotes DB Angebot. 19 DM(?) Glaube ich. Bis nach Garmisch auch. Da war man wohl jünger. FR Abend los- SO um 6h wieder da, Schlaf war so angesagt irgendwie nicht, hab ich gehört. Vom….. soll ich nicht sagen, sagt der Schriftführer. Geht klar, Clara.
    Jetzt auch „Schönes-Wochenende-Ticket“ weg. 40€. Ist aber mehr als Inflationsausgleich! Bahnchef!

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    • Hallo Daggi, das muss dann aber schon eine Weile her gewesen sein – aber du schreibst ja schon, dass du da ein wenig jünger gewesen bist. – Gab es denn schon zu DM-Zeiten die Supersparpreise der DB? Damals war das doch noch nicht so nötig wie heute – damals war doch Bahnfahren noch bezahlbar. – Jetzt locken sie ja mit diesen Angeboten Reisende in ihre Waggons.
      Stimmt – damals konnte man mit einem „Schönes-WE-Ticket“ wirklich noch ein ganzes WE fahren, heute nur noch einen Tag. – Es wird eben nicht alles besser!

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