Claras Allerleiweltsgedanken


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Wir schlafen fremd – Reise 6

Am 6.9. konnten wir lesen: Chor Virap – Noravank – Karahundsch – Goris

Ihr hättet bestimmt – ähnlich wie ich 🙂 – nicht vermutet, das Chor Virap mal wieder ein Kloster ist.  „Die Legende sagt, dass hier König Tiridates III. 288 nach Christus Gregor den Erleuchter in ein Verlies gesperrt hat, um ihm den christlichen Glauben auszutreiben. – Nach 13 Jahren Haft wurde er befreit, heilte den kranken König und taufte diesen sogar. Mit der Taufe wurde Armenien 301 Nach Christus zum ersten Land der Welt mit dem Christentum als Staatsreligion.“

Aber der Ararat und eine vornehme Bank haben sich vorgedrängelt. Nicht immer war dieser erhabene Berg zu sehen – oft hüllte er sich in ein vornehmes Wolkenkleid.

Ihr seht, meine Klosterfotos werden immer spärlicher. Innen war das Licht zu dürftig und mit Blitz wollte ich nicht fotografieren – u.a. aus Respekt vor den Heiligtümern – und außen wurden die Leute immer mehr, die im Weg standen. Schließlich darf ich ja nicht auf diesem Weg die ganze Gruppe vorstellen.

Hier galt wie fast überall: Achtung Fußfallen, Augen nach unten!!!

Schön war es beim Mittagsessen – das haben wir in der Nähe bildschöner Enten eingenommen.

Weitere Fotos von der Mittags“rast“ – falls Rast nicht von rasten sondern eine Form von „rasen“ ist, dann passt es.

„Anschließend Besuch des Klosters Noravank. Wie fast alle alten Klöster in Armenien liegt auch dieses auf einem Hügel, von dem aus man fast den Himmel berühren kann.“ Auf dem fünften Foto in der Galerie könnt ihr sehen, wie sich junge Leute und auch alte bemühen, diese steilen Stufen unbeschadet wieder hinunter zu kommen – hoch ging viel einfacher – bei den meisten auf allen Vieren. – Das dritte, leicht bogenförmige Foto ist der Versuch eines Panoramafotos. Entweder mache ich bei der Kamerabewegung etwas falsch – oder das ist nicht meine Fotomethode.

Ob dieses Klo hier oder wo anders war, ist relativ egal – Frauen in langen (oder auch kürzeren Hosen) sind dabei benachteiligt – besonders ältere, da es keine Griffe an der Seite gibt und man ja nicht mehr so leicht aus der Hocke wieder nach oben kommt 🙂

Dann hieß es in der Reisebeschreibung: „Besuch eines der ältesten Observatorien der Welt Karahundsch“ – Armenien ist offensichtlich darauf stolz, vieles als das Älteste zu haben. – Unter einem Observatorium hatte ich mir eine Sternwarte vorgestellt, aber uns wurde so etwas ähnliches wie Stonehenge in England angeboten – nicht schlecht. – Und die Kuh hat sich extra für — na, für wen? — ins Bild gestellt. Die kannte das alles schon, auch die vielen Reisebusseteinehmer, die da täglich durchgeschleust werden.

Auf dem Weg nach Goris entstand dieses Foto. Dieser gelbliche Maulbeerschnaps, der in diese Flasche gefüllt wird, steht jetzt auf meiner weißen Schrankwand in einer schönen Glaskaraffe und macht sich da viel besser als in der ollen Plastikflasche.

Weiterfahrt nach Goris. – Das fast brandneue Hotel bestand aus einer ganzen Menge Fehlplanungen – u.a. waren die Aufzüge viel zu klein oder viel zu wenig. Zwei Leute und ein Koffer – und der Aufzug war voll. – Bei sieben jetzt schon vorhandenen und später 9 geplanten Etagen ist das zu wenig.

In jedem Zimmer ist zwar ein Wolkenhimmel, aber bei den nach hinten gelegenen Zimmern eine besch…eidene Aussicht. Außerdem ist die Lichtschalterbetätigung äußerst kompliziert – es gibt 7 verschiedene Beleuchtungsstufen, aber man kann nur vorwärts schalten. – Vollkommen überflüssige (Männer-)Spielerei? – Die Dusche mit den mindestens vier Duscheinstellungen animiert förmlich zum Wassermissverbrauch. In den Bergen gibt es ja auch so unendlich viel davon. – Außerdem war die Duschtür bei allem im Weg und das Wasser konnte nicht richtig an den ungeeignetsten Stellen abfließen – es war stattdessen am nächsten Tag noch da.

Aber jetzt gehe ich in Goris nach diesem wieder sehr anstrengenden Tag schlafen. :-), denn ich fühlte mich wie erschossen.

Aber einen der vielen Käfige mit Tauben will ich euch noch zeigen. Eine oder mehrere davon werden mit mehr oder weniger viel Erfolg versucht, den Touristen anzudrehen. Diese sollen die Tiere nicht in die Pfanne hauen, sondern fliegen lassen – das soll angeblich Glück bringen. – Vielleicht hätte ich mal eine fliegen lassen sollen, da wäre mein FireFox nicht abgestürzt – oder doch?!?!?