Claras Allerleiweltsgedanken

Wir schlafen fremd – Reise 6

24 Kommentare

Am 6.9. konnten wir lesen: Chor Virap – Noravank – Karahundsch – Goris

Ihr hättet bestimmt – ähnlich wie ich 🙂 – nicht vermutet, das Chor Virap mal wieder ein Kloster ist.  „Die Legende sagt, dass hier König Tiridates III. 288 nach Christus Gregor den Erleuchter in ein Verlies gesperrt hat, um ihm den christlichen Glauben auszutreiben. – Nach 13 Jahren Haft wurde er befreit, heilte den kranken König und taufte diesen sogar. Mit der Taufe wurde Armenien 301 Nach Christus zum ersten Land der Welt mit dem Christentum als Staatsreligion.“

Aber der Ararat und eine vornehme Bank haben sich vorgedrängelt. Nicht immer war dieser erhabene Berg zu sehen – oft hüllte er sich in ein vornehmes Wolkenkleid.

Ihr seht, meine Klosterfotos werden immer spärlicher. Innen war das Licht zu dürftig und mit Blitz wollte ich nicht fotografieren – u.a. aus Respekt vor den Heiligtümern – und außen wurden die Leute immer mehr, die im Weg standen. Schließlich darf ich ja nicht auf diesem Weg die ganze Gruppe vorstellen.

Hier galt wie fast überall: Achtung Fußfallen, Augen nach unten!!!

Schön war es beim Mittagsessen – das haben wir in der Nähe bildschöner Enten eingenommen.

Weitere Fotos von der Mittags“rast“ – falls Rast nicht von rasten sondern eine Form von „rasen“ ist, dann passt es.

„Anschließend Besuch des Klosters Noravank. Wie fast alle alten Klöster in Armenien liegt auch dieses auf einem Hügel, von dem aus man fast den Himmel berühren kann.“ Auf dem fünften Foto in der Galerie könnt ihr sehen, wie sich junge Leute und auch alte bemühen, diese steilen Stufen unbeschadet wieder hinunter zu kommen – hoch ging viel einfacher – bei den meisten auf allen Vieren. – Das dritte, leicht bogenförmige Foto ist der Versuch eines Panoramafotos. Entweder mache ich bei der Kamerabewegung etwas falsch – oder das ist nicht meine Fotomethode.

Ob dieses Klo hier oder wo anders war, ist relativ egal – Frauen in langen (oder auch kürzeren Hosen) sind dabei benachteiligt – besonders ältere, da es keine Griffe an der Seite gibt und man ja nicht mehr so leicht aus der Hocke wieder nach oben kommt 🙂

Dann hieß es in der Reisebeschreibung: „Besuch eines der ältesten Observatorien der Welt Karahundsch“ – Armenien ist offensichtlich darauf stolz, vieles als das Älteste zu haben. – Unter einem Observatorium hatte ich mir eine Sternwarte vorgestellt, aber uns wurde so etwas ähnliches wie Stonehenge in England angeboten – nicht schlecht. – Und die Kuh hat sich extra für — na, für wen? — ins Bild gestellt. Die kannte das alles schon, auch die vielen Reisebusseteinehmer, die da täglich durchgeschleust werden.

Auf dem Weg nach Goris entstand dieses Foto. Dieser gelbliche Maulbeerschnaps, der in diese Flasche gefüllt wird, steht jetzt auf meiner weißen Schrankwand in einer schönen Glaskaraffe und macht sich da viel besser als in der ollen Plastikflasche.

Weiterfahrt nach Goris. – Das fast brandneue Hotel bestand aus einer ganzen Menge Fehlplanungen – u.a. waren die Aufzüge viel zu klein oder viel zu wenig. Zwei Leute und ein Koffer – und der Aufzug war voll. – Bei sieben jetzt schon vorhandenen und später 9 geplanten Etagen ist das zu wenig.

In jedem Zimmer ist zwar ein Wolkenhimmel, aber bei den nach hinten gelegenen Zimmern eine besch…eidene Aussicht. Außerdem ist die Lichtschalterbetätigung äußerst kompliziert – es gibt 7 verschiedene Beleuchtungsstufen, aber man kann nur vorwärts schalten. – Vollkommen überflüssige (Männer-)Spielerei? – Die Dusche mit den mindestens vier Duscheinstellungen animiert förmlich zum Wassermissverbrauch. In den Bergen gibt es ja auch so unendlich viel davon. – Außerdem war die Duschtür bei allem im Weg und das Wasser konnte nicht richtig an den ungeeignetsten Stellen abfließen – es war stattdessen am nächsten Tag noch da.

Aber jetzt gehe ich in Goris nach diesem wieder sehr anstrengenden Tag schlafen. :-), denn ich fühlte mich wie erschossen.

Aber einen der vielen Käfige mit Tauben will ich euch noch zeigen. Eine oder mehrere davon werden mit mehr oder weniger viel Erfolg versucht, den Touristen anzudrehen. Diese sollen die Tiere nicht in die Pfanne hauen, sondern fliegen lassen – das soll angeblich Glück bringen. – Vielleicht hätte ich mal eine fliegen lassen sollen, da wäre mein FireFox nicht abgestürzt – oder doch?!?!?

 

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

24 Kommentare zu “Wir schlafen fremd – Reise 6

  1. Bißchen schade, wie auch bei jedem Stadtteich bei uns: die Stockenten mit irgendwelchen Hausenten vermischt, die Wildform bastardisiert. Aber den Armeniern und ihren Tellern wahrscheinlich grade recht. So wie die Täubchen zum Schluß. Bloß nicht kaufen und fliegen lassen, das ist dasselbe Konzept wie mit den WÜhltischwelpen: wer kauft, erzeugt Nachfrage…
    Und das Klo, nun ja, nicht nur die Damenwelt, alle hier haben da so ihre Probleme. Sehr hübsch mal auf einem (Nord)Italienischen Campingplatz: so war das unten. Und oben die Dusche…
    Aber die Megalithen! – ja, auch für Stonehenge wird ja immer diskutiert, ob das nicht ein Observatorium war. Wie die Stellung der Gestirne für frühere Generationen ja von ungleich größerer BEdeutung war. Von magischer (noch heute glauben die Leute, dass die Stellung irgendwelcher unglaublich weit entfernter Sterne irgend einen Einfluß auf uns hat) wie von ganz alltäglich existentieller, nicht zuletzt die Ernteaussichten betreffend!
    Und ist das nun eine Sternwarte? – Im Prinzip ja, sagt gewiß Radio Eriwan. Es sind große Steine, die herumstehen. Und wenn man wie diese sich nach oben orientiert, dann sieht man Nachts die Sterne.
    Eine spannende Reise, soviel ist sicher.

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    • Liebe Petra, am 3. Oktober – dem Tag deiner Kommentare – muss ich nicht ganz bei mir gewesen sein, denn normalerweise vergesse ich nicht, auf Kommentare zu antworten – entweder belustigt, erfreut, dankbar oder ganz leicht ungehalten. – Bei dir wäre „freudig überrascht“ vielleicht die richtige Bezeichnung, denn du lässt mich durch deinen Kommentar an deinem reichhaltigen Fremdwissen teilhaben.
      Ob die Enten dort wirklich auf dem Teller landen? Die sahen schon so alt und weise aus, als wenn sie in aller Ruhe ihre „Entenrente“ genießen dürfen. 😉 🙂
      Obwohl ich kaum Ahnung habe, liebe ich die Sterne – in meiner Jugend in Görlitz konnte ich über dem Haus immer den großen Wagen = Bären sehen. Heutzutage in Berlin sehe ich nicht einen einzigen Stern, dazu verbrennt die Stadt auch in der Nacht viel zu viel Licht.
      Lieben Gruß von Clara

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  2. auf allen vieren hoch, das hätte ich gern mal gesehen, das toilettenfoto ist klasse…sieht man sehr selten irgendwo bei reiseberichten…

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  3. 🤣😆😂👍

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  4. Liebe Clara,
    die Bildunterschrift unter dem Steh-Klo mit dem Loch:
    „Besuch eines der ältesten Observatorien der Welt Karahundsch“
    passt irgendwie gut…
    Liebe Grüße!
    Lo

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  5. Wieder tolle Bilder, die einen guten Eindruck vermitteln.

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  6. Solche Komfort-Toiletten gabs früher in Frankreich auch. Damals trug ich einen modischen Overall. Frag nicht, wie ich mich verkünstelt habe 🙂

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    • Jetzt habe ich aber eine Weile gebraucht, bis ich deinen Begriff von der Comfort Toilette richtig gedeutet habe. Ich dachte zuerst an das Badezimmer mit der komfortablen Dusche Punkt aber dann war mir klar, dass du das Loch im Fußboden meinst. Da haben es Männer wirklich einfacher. Es sei denn, sie müssen auch das, wozu sie sich sonst hinsetzen. Aber ich habe es überstanden

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  7. Moin Clara, au ha. Nun habe ich mich durch deine letzten Beiträge geklickt und gescrollt – und wow, du hast ja viel erlebt. Und beim Lesen bei mir für den ein oder anderen Schmunzler gesorgt.
    Weiter so, bleibe munter und wir lesen uns! Grüße von der Ostsee 😉

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    • Lieber Sven, dann habe ich ja mein Klassenziel erreicht. Richtig mitnehmen auf eine Reise kann man sowieso niemand anders. Aber jemand schmunzeln lassen über die Berichterstattung, das ist schon eine gute Sache. Und tschüss

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  8. Liebe CC,
    Wie schön, morgens zum Käffchen Armenien zu goutieren. Hübsch in Appetithäppchen und garniert mit jeder Menge Kultur, Glauben, Königen, vornehmlich weltältesten Kulturschätze, bis auf den Maulbeerschnaps, dieses Goldgesöff, ein Fegefeuer für die Leber. Gewaltiges Land, Armenien. Die Gegend, dieser rötlichgelbe Fels, karg…erinnerte mich so ein wenig an Petras Fels in Jordanien….
    Und diese Dusche sieht aus wie eine Telekomsäule. Nur eben nicht in pink. Kann man vielleicht auch mit telefonieren- hast Du mal ausprobiert…?
    Aussichten jedenfalls waren hier jede Menge zu bestaunen. Unser hiesiges Entenvolk ziert eine größere schneeweiße. Sie erscheint mir stets besonders neugierig.:.hat es sie wohl bis nach Armenien verschlagen? Muss ich unbedingt beim nächsten Spaziergang checken…
    Danke für den kleinen Armenienmorgenausflug und liebe Grüße,
    Amélie 🍂

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    • Liebe Amélie, das freut mich aber, dass dich meine Fotos aus Armenien zu deinem Kaffee aus der roten Kaffeemühle erfreuen. Die gebirgige Landschaft dort war wirklich wunder- wunderschön – da konnten sich die Orte nicht im entferntesten damit messen. Außer Jerewan haben wir keine andere größer Wohnsiedlung gesehen. Schnell ein Radiowitz:
      Frage an Radio Eriwan: „Kann man als guter Kommunist auch ein guter Christ sein?“
      Antwort: „Im Prinzip ja, aber warum wollen Sie sich das Leben doppelt schwer machen.“
      Das Fegefeuer für die Leber steht seit meiner Rückkehr unberührt in der hübschen Glaskaraffe auf dem Schrank. Ich will die sympathischen Leute aus dem Haus einladen, wenn die neue Markise dran ist – und dann gibt es Maulbeerschnaps und armenischen Rotwein – letzterer nur für die Gäste. Und Kuchen – sogar teilweise selber gebacken oder selber gekauft. Und dann ist die Karaffe sicher nur noch halb voll. Wenn der Schnaps zu lange steht, verdunstet der Alkohol, weil der Stöpsel nicht 100%ig dicht ist.
      Mit dem Handteil der Brause hätte ich sicher telefonieren können – aber ich mag keine feuchten Innenhohren 🙂 – Aber der Vergleich mit diesen freistehenden Telefoneinrichtungen ist sehr gut.
      Und einen wunderschönen Tag und auch natürlich Wochenende, denn ich komme ja erst am Montag wieder.
      Und tschüss sagt CC

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  9. Ist denn nicht das Einfüllloch von der Plastikflasche viel zu klein, um sie als Bettflasche für pflegebedürftige Männer zu verwenden? – Gut, ich habe sie nicht mehr, weil der Schnaps umgefüllt ist.
    Nach wie vor schreibe ich, dass ich Win & Co. nicht aus purer Begeisterung nutze, sondern aus Computerdummheit. – Gut, ich habe jetzt parallel noch Chrome, aber das ist ja auch nicht viel besser. – Ich bin dabei, den verbrauchten Strom der Steckerleiste zu messen – am Sonntag steckt das Messgerät dann 2 Wochen drin – ich will es aber einen ganzen Monat messen.
    Ich kenne dein Betriebssystem bestenfalls als Komponisten.

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    • Gut, das habe ich natürlich gewusst – aber ist Opera nicht auch nur ein Browser? Denn er stand in meinem Handy gleichberechtigt neben FireFos und Chrome.

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      • ICh hätte die umspringenden Weltkarten gern angehalten, um die Verbreitung der Browser besser überblicken zu können, aber das habe ich nicht geschafft. Die Grafiken gehen ja nur bis 2015 – also nicht mehr ganz taufrisch. Chrome scheint aber der absolute Gewinner zu sein.

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  10. Liebe Clara!

    Und wieder eine wunderbare Fotoauswahl. Schön, dass Du die Touristen ausgespart und uns nur die schöne Landschaft zeigst 🙂
    Das Panoramafoto ist doch sehr gelungen. Kommt immer auf das Motiv an, aber Ecken oder Wackler hat es da unglaublich schnell drin. Ich finde, das gehört bei dieser Einstellung irgendwie dazu 🙂
    Und vielen Dank natürlich für meine Artgenossin. Ganz prächtig steht sie da. Und so eine schöne Farbe hat sie… schokoladig braun 🙂
    Hast Du mal nachgesehen, ob in der Schnapsflasche auch wirklich noch Schnaps ist oder ob der Clarofant mittlerweile nicht etwas anderes eingefüllt hat, um sich des Alkohols zu bemächtigen?
    Von 7 Beleuchtungsstufen habe ich auch noch nie gehört. Gut, dass Dir sowieso immer ein Licht aufgeht, auch ganz ohne Schalter 🙂

    Liebe Wochenendgrüße
    Mallybeau

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    • Liebe GIF-Mallybeau, ich habe einige Sekunden gebraucht, ehe ich erkannte, dass hinter den drei Gesichtern – mal friedlich, mal grimmig – drei Beleuchtungsbirnen stecken – wahrscheinlich die einen mit Glühfaden wie früher, die anderen per LED. Ich wollte meine drei im Bad über dem Spiegel auch schon tauschen – aber da die selten angemacht werden, habe ich das Miniprojektchen noch verschoben. – Momentan messe ich seit 13 Tagen den Stromverbrauch der Steckdosenleiste, an der alles rund um den Computer angeschlossen ist. Mal sehen, wieviel kwh nach 4 Wochen auf dem Gerät zu sehen sind.
      Panoramafoto – gelungen? Das war eine ganz glatte Mauer, die hatte keinen Bogen – aber diese Einstellung muss ich ja nicht nutzen.
      Bei der Kuhfarbe musste ich auch – natürlich nur für dich – an Schokolade denken.
      Auf dem Beleuchtungsfoto vom Hotel in Goris kannst du über den Betten zwei Nachtlampen erkennen und in den vier Wänden rund um die Mittelleuchte sind viereckige Extralampen. Und diese konnten in zwei verschiedenen Farben geschaltet werden – außerdem nur Außenring, nur Innenviereck, alles zusammen – einfach nur überflüssige Spielereien.
      Da ich den Schnaps ja in eine gut verschließbare Glaskaraffe umgefüllt habe, die auf der Wohnzimmerschrankwand steht, hat Clarofant KEINE CHANCE mehr, irgendwelchen Suchtgelüsten nachzugehen.
      Dir auch ein sehr schönes Wochenende wünscht
      Clara

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      • Der Bogen beim Panoramafoto entsteht, wenn Du zu dicht an der Mauer stehst. Der Vordergrund ist dann immer gewölbt. Der Horizont gerade. Wenn Du 10 Meter weiter weg gestanden wärst, hätte die Mauer vermutlich keinen Bogen gehabt. Aber ich finde das, wie gesagt, nicht schlimm. Sieht doch cool aus 🙂

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