Claras Allerleiweltsgedanken


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Ich habe die Nase gestrichen voll –

Das ist wörtlich zu nehmen.

Ich will euch jetzt weder zu Mitleidsbekundungen „überreden“ noch mit weiteren Gruselnachrichten erschrecken – doch ich dachte, ich muss mal wieder was von mir lesen lassen.

Die letzten Tage habe ich fast nur im Bett zugebracht – unterbrochen von Gängen zum HNO-Arzt und in die Apotheke. Letzterer Gang ist schon ein richtiger kleiner Spaziergang – und wenn ich wegen eines Mittels dreimal gehen muss, bekommt mein Körper doch etwas Auslauf.

Ich werde mal an das anschließen, was ich im letzten Post vom Gruselkabinett geschrieben habe.

Am 20. fing das mit dem überdimensional großen Herpes an. Und ich schreibe diese Zeilen am 1. Nov. und er ist immer noch nicht verschwunden. Natürlich hat er nichts mehr mit den ehemaligen Ausmaßen zu tun – aber zwei Stellen ärgern mich und meine Lippe noch immer. Ich weiß nicht, warum der sich bei mir so wohl fühlt.

Ab Freitag, dem 25. Okt., befiel mich meine „Rigakrankheit“ – ich nenne diese Cystitis jetzt so, weil sie mich auf der Reise durch das Baltikum so ausgebremst hat. Hier zu Haus sind die Beschwerden auch nicht angenehm, aber immer noch besser als auf so einen unmöglichen Busfahrer angewiesen zu sein

Da ich weiß, dass diese Keime und Bakterien in der Blase NUR mit Antibiotika verjagt werden können, habe ich mit dem Arztbesuch noch bis zum Montag gewartet. Das hatte eine gute und eine schlechte Seite. Wäre ich gleich am Freitag in der Praxis zum Katheterisieren erschienen, hätte ich das Ergebnis der angesetzten Kultur auch erst am Montag erfahren. Ich hätte also 3,5 Tage ein falsches, unwirksames Antibiotikum geschluckt, denn das erste bekämpft nicht den Keim, unter dem sich meine Blase krampft.

Jetzt habe ich wohl das richtige – aber es steht auf einer roten Liste, die mir von Wildgans zugeschickt wurde. Was soll ich machen – ich bin keine Heldin und ich kann schlecht mit solchen Beschwerden leben.

Am 31. Oktober war ich mehr als froh, dass Berlin keinen Feiertag hat, denn sonst hätte ich nicht in die HNO-Praxis gehen können. Der Arzt hat Angst, dass durch den eitrigen Schnupfen in der Nase die Keime aufsteigen können und Sachen stören, die langsam heilen wollen. – Das Antibiotikum hat er mir nur zur Vorsorge gegeben. Ich soll es nur dann nehmen, wenn der Infekt in die Kiefernhöhlen oder Stirnhöhlen aufgestiegen ist.

BITTE BITTE NICHT – ICH BRAUCHE DAS ALLES NICHT.

Deswegen liege ich fast nur im Bett.