Claras Allerleiweltsgedanken


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Ich „krank“ mich noch zum Mülljonär …

oder doch besser zum Millionär?

Heute genau vor 4 Wochen habe ich im bewusstlosen Zustand meine Nase einem hervorragenden Operateur zur Korrektur hingehalten oder hingestreckt. Ich kann immer wieder nur sagen, dass er seine Sache hervorragend gemacht hat: Keine Verfärbungen, keine Verformungen, keine Schmerzen.

Auf alles andere, was dann danach kam, hatte er keinen Einfluss. Alte Damen sollen sich eben nicht ungestraft in ihr Immunsystem pfuschen lassen 🙂 😉

So, aber wie kann ich zum „Mülljonär“ werden. Ich habe ja in den letzten 4 Wochen – und so auch schon zur Genüge – viele, viele Medikamente geschluckt. Wenn ich so den Verpackungsmüll dabei betrachte, bekomme ich das kalte Grausen. Fast alle Pillen, Tabletten oder Dragees sind in Alufolie eingeschweißt – untereinander mit großem Abstand und mit riesigem Verpackungsaufwand. Ich weiß nicht, ob das nicht auch anders ginge. Die deutschen Hygienevorschriften sind so übergründlich und übergenau, dass es nach diesen Bestimmungen sicher nicht ausreichen würde, diese Pillen unverpackt in ein Glasröhrchen einzupacken. – Der Blasen- und Nierentee, den ich leider zusätzlich zu den Antibiotika kaufen musste, hatte nicht nur eine Pappverpackung – nein, jeder Teebeutel war in einem aluausgekleideten Tütchen verschweißt. Es würde sicher die Gefahr bestehen, dass sich diese ekelhaften Geschmackszutaten verflüchtigen könnten.

Wenn es für den Mülljonär doch zu wenig Verpackungsmüll ist, versuche ich es eben doch mit dem richtigen Millionär. Nach dem Geld, was ich in den letzten Wochen in die Apotheke getragen habe, hätte ich auch gleich Aktien an diesem Geschäft erwerben können. – Die Gewinnausschüttungsanteile hätte ich mir in Medikamenten auszahlen lassen (die letzten pflanzlichen Dragees gegen Zystitis haben schlappe 17,00 € gekostet), so dass sich meine Anteile sukzessive erhöht hätten.

Und irgendwann hätte ich es geschafft – ich wäre MM = Medikamentenmillionär.

Nehmt das alles nicht superwörtlich – allerdings die Fakten stimmen. Und es gab Tage, da war das „Schatzkästelein“ noch praller gefüllt. Ich kann mich immer nur wieder bei meinem guten Magen bedanken, dass er das alles mitmacht.