Claras Allerleiweltsgedanken

Heute wäre der 76. Hochzeitstag meiner Eltern …

16 Kommentare

… und dabei haben sie gerade mal den zweiten erlebt

… und ich habe nach Tagebuchaufzeichnungen errechnet, dass sie in den 2,5 Jahren ihrer Ehe gerade mal 43 Tage zusammen waren – sie hatten also kaum Gelegenheit, sich zu streiten oder ihren Alltag langweilig zu finden.

Ich fand den Beitrag zum heutigen Totensonntag passend. Die beiden sind im Durchschnitt 70 Jahre alt geworden – hört sich relativ gut an. Nur einer wurde nur 41, die andere dafür 98.

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Schade, dass ich meinen Vater nicht kennen gelernt habe, denn sonst könnte ich mir besser folgende Frage beantworten:

Bin ich so schön wie meine Mutter und so intelligent wie mein Vater? Oder verhält es sich doch eher umgekehrt? 🙂 😉
Ich selbst tendiere zur ersten Variante, da ich in meinem Halbbruder ein Bindeglied zu meinem Vater hatte.

Tja, das sind oder waren also meine „Altvorderen“ – oder gilt diese Bezeichnung erst ab den Großeltern?

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Ich habe euch ja in den letzten Wochen einiges an gruseligen Fotos zugemutet, für dich ich sicherlich nicht den Schönheitspreis gewonnen hätte. Ich denke da so an eine operierte Nase, eine herpesverzierte Oberlippe, einen schmerzgepeinigten großen Zeh.

Und das will ich jetzt alles wieder gutmachen mit lustigen Vogelscheuchenfotos aus dem Britzer Garten.

Sie hier ist mindestens so schön wie meine Mutter oder ich als Braut.

Und das war dann vielleicht der junge Bräutigam?

So, jetzt könnt ihr euch wieder ernsthaften Dingen widmen.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

16 Kommentare zu “Heute wäre der 76. Hochzeitstag meiner Eltern …

  1. Der Krieg, wie Heinrich schon sagte? Verrückt, wenn ich mir überlege, dass das für mich total weit weg ist – für dich ist/war es noch Realität.
    Das Brautkleid in schwarz erinnert mich eher an Trauerkleidung. Wie zynisch bei dieser Geschichte…

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    • Vielleicht musste sie einen Stoff nehmen, den sie bekommen konnte – da war die Farbe nicht wichtig. – Außerdem konnten sie wegen der strengen katholischen Kirche nicht kirchlich heiraten, denn mein Vater war geschieden. Weiß kam da also nicht in Frage.
      Meine ersten Erinnerungen sind eta ab 1949 – und da war der Krieg für mich schon sehr weit weg.

      Gefällt 1 Person

  2. Die Vogelscheuchen sind fast zu schön, um die Vögel zu verscheuchen 🙂 Den Hochzeitstag meiner Eltern weiß ich gar nicht genau, irgendwann im April.

    Gefällt 1 Person

    • Da es ja in der Welt täglich immer weniger Vögel gibt, wie ich gerade in einer ganz schrecklichen Dokumentation gehört und gesehen habe, wird man bald „Vogellockfiguren“ aufstellen müssen, falls man Vögel sehen möchte.
      Wenn ein Elternteil so wie mein Vater nur als Phantom oder Erinnerung existiert, dann werden wohl alle Tage, die mit ihm in Erinnerung stehen, viel stärker betont als bei Paaren, die schon lange oder manchmal auch viel zu lange zusammen leben.

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  3. Hier stehen keine V- Scheuchen und doch wollte der Meisenknödel nicht gefressen werden.
    Im Nov sind auch immer Termine frei. ABBA es muss ja niemand mehr. Und blasse Bräute im Nebel sind….. was für mich zum Malen.

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  4. Liebe Clara,
    Sie schreiben:“sie hatten also kaum Gelegenheit, sich zu streiten “
    Aber glücklicherweise hatten sie trotz des Krieges Gelegenheit, sich darum zu kümmern, Clara in die Welt zu setzen – was für die Welt eine Bereicherung ist – egal wie schnell oder wie herum sie sich dreht! 😉
    Gruß Heinrich

    Gefällt 3 Personen

    • Lieber Heinrich, ich las Ihren wunderbaren Kommentar schon nächtlich auf dem Handy, aber dort wollte ich nicht antworten, weil ich mit den kleinen Tasten immer daneben tippe und beim Sprechen nimmt er auch nicht unbedingt immer das auf, was ich gesagt habe, sondern erlaubt sich ab und an mal freie Interpretation.
      Wenn Sie das mit der „Bereicherung“ ehrlich meinen – und das nehme ich an bei allem, wie ich Sie online kennen gelernt habe – dann könnte es unter Umständen passieren, dass ich in Ihre starken Arme flüchte, falls es mir mal moralisch (psychisch ist immer gleich so ein medizinisch besetztes Wort) ganz schlecht geht. – In der letzten Vergangenheit mit den vielen Querelen war ich noch meilenweit davon entfernt – dazu hat mich das Leben viel zu sehr zur Kämpferin gemacht. Mich machen ganz andere Sachen kaputt, wirklich kaputt, über die ich noch nie oder nur mit ganz, ganz wenigen Worten geschrieben habe.
      Aber mein Vater hatte sicher auch kaum Gelegenheit, meiner Mutter die Schönheiten der Liebe nahezulegen (im wahrsten Sinne des Wortes), denn er hatte nie nicht und niemals einen Nachfolger, so dass ich immer auf die nächsten Halbgeschwister vergeblich wartete – das mit der Befruchtung wie in der Bibel mit Maria klappt wohl doch nicht so 100%ig – und einen Nachfolgejesus als Halbbruder hätte ich dann auch nicht gewollt. – Sie sehen, irgend was ist immer.
      Mit frohen Grüßen von Clara

      Gefällt 2 Personen

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