Claras Allerleiweltsgedanken


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Irgendwas ist immer …

… das ist momentan mehr als ein dummer Spruch!

Lange genug habe ich ja hier gejammert, gebarmt und geklagt. Doch ich dachte wirklich, dass ich mit dem schönen  Kuchen in der Caféteria der Parkklinik alles noch eventuell vorhandene Negative und mit dem Kaffee hinunter gespült habe.

Doch da habe ich die Rechnung ohne meinen linken Fuß gemacht. Ich sage immer: 71 Jahre bin ich ohne Fußpflegerin ausgekommen – ich habe Handarbeit an die Füße angelegt.  Doch dann zwang mich ein „Herr Nagelpilz“ in ein Fußpflegestudio. – Ob es nun an den im Laufe der Jahre festeren Nägel oder an der fehlenden Kunst der Fußnägelbeschneiderinnen liegt, weiß ich nicht – jedenfalls habe ich mehrere Male ein anderes Studio aufgesucht. Dort, wo ich keine Probleme bekam, musste ich aus anderen Gründen weg: einmal war der Weg unmenschlich weit und das andere Mal gab die Chefin ihr Gewerbe ab und auf.

Offensichtlich hatte ich ja in den letzten Jahren das Problem mehrfach, denn die Fotos sind NICHT von dieser Entzündung. Ich kann kaum noch laufen und warte sehnsüchtig auf den heutigen Termin. Wenn ihr den Artikel lest, sitze ich vielleicht gerade mit zusammengebissenen Zähnen im Stuhl und lasse die sehr schmerzhafte Prozedur über mich ergehen.

Wie habe ich so treffend festgestellt:

Wenn das Wetter mies, kalt und schlecht ist, könnte ich gut laufen, da nichts wehtut.

Ist das Wetter jedoch herbstmild, sonnig und einladend, barme ich mit einem Zeh herum.

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Ich habe fertig!


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Meine Generation kennt doch bestimmt noch „Eierkohlen“ –

Für mich waren das immer diese schwarzen Dinger – vielleicht gepresst aus Braunkohlenstaub – die stets in Säcken geliefert und vor das Haus geschüttet wurden. Mit Eimern wurden die dann in den Keller getragen. Zum Glück mussten sie nicht gestapelt werden.

Und ich habe jetzt was Neues erfunden: Die Eierpflaumen. Der Name fiel mir ein, weil sie genau so schwarz aussahen wie die Eierkohlen. Ich hatte gekocht – eine Gänsekeule von letztem Jahr Weihnachten musste endlich verbraucht werden. Mir war so danach, in die Bratpfanne zwei Hände voll Backpflaumen zu packen.

Die Temperatur war heiß bis sehr heiß, die Zeit war lange bis sehr lange – und die Backpflaumen waren schwarz bis kohlrabenschwarz und die ganze Pfanne nicht viel anders. Ein Foto habe ich mir und euch erspart – schade eigentlich.

Ich sollte wirklich was anderes machen als kochen – die Säuberung der Pfanne hat fast eben so viel Zeit gebraucht wie das Braten der Keule.

Als ich Tage zuvor Spaghetti kochen wollte, rutschten mir im Wohnzimmer  alle Dinger aus der Packung und verbreiteten sich dekorativ auf dem Teppich. Nach dem Wegräumen habe ich bedauert, das nicht im Foto festgehalten zu haben – sah echt gut aus.

Und noch eine Fotogelegenheit habe ich mir entgehen lassen – dieses Mal mehr aus Wut. Vom Regal fiel ein Sektglas, in dem sich sehr viele lila Kunststoff“diamanten“ befanden. Mein erster Impuls war, Splitter und Steine zusammen aufzusaugen – das wäre am schnellsten gegangen. Aber um lila tut es mir IMMER leid – also gab es eine Runde Abendsport. Alles Lila wurde aufgesammelt und alles Spitze und Glitzernde anschließend aufgesaugt.

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Als Beispiel, was ich machen könnte: Kaffee trinken und Kuchen essen, natürlich keinen selbst gebackenen, denn den könnte ich ja auch anbrennen lassen.

Als ich mit der HNO-Untersuchung in der Klinik fertig war, habe ich mir in dem appetitlichen Café das hier gegönnt:

Wenn ihr ganz lieb geguckt hättet, wäre ein Löffelchen für euch drin gewesen, aber nur eins!!!

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Als ich neulich in dem Markt meiner „Begehrlichkeiten“ war, lief mir das hier über den Weg – und ich habe mit mir gerungen und gerungen und gekämpft und und und – und ihr könnt überlegen, was am Ende rausgekommen ist:

 

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Jetzt mal was anderes – die Sache mit der Umweltverschmutzung geht mir schon mächtig an die Nieren, denn ich möchte den Generationen nach mir keine total versaute Umwelt hinterlassen. Nach wie vor bin ich zwar der Meinung, dass vieles nur über Verbote und Gesetze geregelt werden kann: Tempolimit MUSS beschlossen werden, Alukapseln für Nespressomaschinen dürften nicht produziert werden, to-go-Kaffeebecher müssten 2 Euro kosten oder oder oder. Doch mir geht es um etwas anderes. In der dunklen Jahreszeit bin sogar ich ein Kerzenfan – und in viele Gefäße passen eben nur Teelichter. Die haben aber meist eine Aluhülle, so dass sich ganz schnell ziemlich viel Abfall ansammeln kann. Wo gibt es Teelichter ohne Aluhülle. Ich habe genügend Glasbehälter für die Kerzen. Oder man kann Aluhüllen mehrfach verwenden. – Wie ich unsere Handelspolitik so kenne, werden die Kerzen OHNE Hülle teurer sein als die mit Hülle, weil sie ja von weniger Leuten gekauft werden.


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Ich habe die beste Bibliothekarin der Welt …

oder zumindest von Berlin oder auch nur von Marienfelde …

Da ich es nicht geschafft habe, einen Artikel aus dem STERN komplett auf meinem Computer zu laden, unternahm ich einen (Gesundheits-)Ausflug in die Bibliothek. Zu meiner großen Enttäuschung haben die diese Zeitschrift gar nicht im Angebot und ich wollte schon unverrichteter Dinge wieder nach Haus gehen.

Doch ich hatte die Rechnung ohne „meine Bibliothekarin“ gemacht. Flugs stellte sie einen Laptop auf den Tisch und klinkte sich beim STERN ein. Außer dem Erscheinungsdatum des Heftes wusste ich leider nichts Relevantes für meine Suche, aber sie fand den Artikel dennoch zielsicher für mich.

DANKE!

Aber dann wurde es erst richtig gut. Ob sie mir meinen leicht „angegrabbelten“ Gesundheitszustand ansah oder ich irgendwelche klagenden Laute von mir gegeben habe, möchte ich jetzt nicht so genau wissen. Auf jeden Fall kamen wir auf Krankheiten allgemein oder Blasenkrankheit im speziellen zu sprechen.

Besser hätte ich in keiner Apotheke beraten werden können. Sie kannte sich aus eigener schmerzvoller Erfahrung sehr gut aus – und ich trabte noch am gleichen Abend in die Apotheke, um dort vom Apotheker bestätigt zu bekommen, dass es eines der besten pflanzlichen Heilmittel ist: Canephron Dragees. Sie lassen sich viel angenehmer schlucken als dieser ekelhafte Blasen- und Nierentee – da hat es mich bei jedem Schluck geschüttelt, wo ich doch eh keine Teetrinkerin bin.

Mein eBookreader Tolino führt ab und an sein Eigenleben. Die Bibliothek bekommt jetzt Reader der neuesten Generation. Sie hat mir angeboten, dass ich doch einen für 6 Wochen ausleihen kann und dann verlängern. – Über das Angebot muss ich mal nachdenken.

Jetzt habe ich aber das Gefühl, dass die Invasion der Bakterien, Mikroben, Viren, Keime und sonstiger Ungeheuer ihrem Ende entgegen gegangen ist und ich in Zukunft nur noch über schönere Sachen erzählen kann.

Apropos Invasion – sollte euer Blog vor kurzem auch von der USA übernommen werden? Oder war es einfach nur das amerikanische Facebook, was sich bei mir so breit gemacht hat und die Zugriffszahlen so enorm in die Höhe getrieben hat? Mein Blog ist ja weniger international und die Amis sind sonst nie oder kaum oder selten zu Besuch.

Am 31. Oktober – ich hatte nichts veröffentlicht, waren 387 Aufrufe aus den Staaten aufgezeichnet, es ging weiter mit dem 5. November, da waren es aber nur 180 Aufrufe. Damit nicht genug, sie suchten mich noch einmal am 6. Nov. mit 393 Aufrufen und am 7. Nov mit 277 Aufrufen heim.

Habt ihr ähnliches auf euren Blogs verfolgen können? Nicht, dass ich noch deren Liebling werde.

 


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Ich „krank“ mich noch zum Mülljonär …

oder doch besser zum Millionär?

Heute genau vor 4 Wochen habe ich im bewusstlosen Zustand meine Nase einem hervorragenden Operateur zur Korrektur hingehalten oder hingestreckt. Ich kann immer wieder nur sagen, dass er seine Sache hervorragend gemacht hat: Keine Verfärbungen, keine Verformungen, keine Schmerzen.

Auf alles andere, was dann danach kam, hatte er keinen Einfluss. Alte Damen sollen sich eben nicht ungestraft in ihr Immunsystem pfuschen lassen 🙂 😉

So, aber wie kann ich zum „Mülljonär“ werden. Ich habe ja in den letzten 4 Wochen – und so auch schon zur Genüge – viele, viele Medikamente geschluckt. Wenn ich so den Verpackungsmüll dabei betrachte, bekomme ich das kalte Grausen. Fast alle Pillen, Tabletten oder Dragees sind in Alufolie eingeschweißt – untereinander mit großem Abstand und mit riesigem Verpackungsaufwand. Ich weiß nicht, ob das nicht auch anders ginge. Die deutschen Hygienevorschriften sind so übergründlich und übergenau, dass es nach diesen Bestimmungen sicher nicht ausreichen würde, diese Pillen unverpackt in ein Glasröhrchen einzupacken. – Der Blasen- und Nierentee, den ich leider zusätzlich zu den Antibiotika kaufen musste, hatte nicht nur eine Pappverpackung – nein, jeder Teebeutel war in einem aluausgekleideten Tütchen verschweißt. Es würde sicher die Gefahr bestehen, dass sich diese ekelhaften Geschmackszutaten verflüchtigen könnten.

Wenn es für den Mülljonär doch zu wenig Verpackungsmüll ist, versuche ich es eben doch mit dem richtigen Millionär. Nach dem Geld, was ich in den letzten Wochen in die Apotheke getragen habe, hätte ich auch gleich Aktien an diesem Geschäft erwerben können. – Die Gewinnausschüttungsanteile hätte ich mir in Medikamenten auszahlen lassen (die letzten pflanzlichen Dragees gegen Zystitis haben schlappe 17,00 € gekostet), so dass sich meine Anteile sukzessive erhöht hätten.

Und irgendwann hätte ich es geschafft – ich wäre MM = Medikamentenmillionär.

Nehmt das alles nicht superwörtlich – allerdings die Fakten stimmen. Und es gab Tage, da war das „Schatzkästelein“ noch praller gefüllt. Ich kann mich immer nur wieder bei meinem guten Magen bedanken, dass er das alles mitmacht.

 

 


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Ich habe die Nase gestrichen voll –

Das ist wörtlich zu nehmen.

Ich will euch jetzt weder zu Mitleidsbekundungen „überreden“ noch mit weiteren Gruselnachrichten erschrecken – doch ich dachte, ich muss mal wieder was von mir lesen lassen.

Die letzten Tage habe ich fast nur im Bett zugebracht – unterbrochen von Gängen zum HNO-Arzt und in die Apotheke. Letzterer Gang ist schon ein richtiger kleiner Spaziergang – und wenn ich wegen eines Mittels dreimal gehen muss, bekommt mein Körper doch etwas Auslauf.

Ich werde mal an das anschließen, was ich im letzten Post vom Gruselkabinett geschrieben habe.

Am 20. fing das mit dem überdimensional großen Herpes an. Und ich schreibe diese Zeilen am 1. Nov. und er ist immer noch nicht verschwunden. Natürlich hat er nichts mehr mit den ehemaligen Ausmaßen zu tun – aber zwei Stellen ärgern mich und meine Lippe noch immer. Ich weiß nicht, warum der sich bei mir so wohl fühlt.

Ab Freitag, dem 25. Okt., befiel mich meine „Rigakrankheit“ – ich nenne diese Cystitis jetzt so, weil sie mich auf der Reise durch das Baltikum so ausgebremst hat. Hier zu Haus sind die Beschwerden auch nicht angenehm, aber immer noch besser als auf so einen unmöglichen Busfahrer angewiesen zu sein

Da ich weiß, dass diese Keime und Bakterien in der Blase NUR mit Antibiotika verjagt werden können, habe ich mit dem Arztbesuch noch bis zum Montag gewartet. Das hatte eine gute und eine schlechte Seite. Wäre ich gleich am Freitag in der Praxis zum Katheterisieren erschienen, hätte ich das Ergebnis der angesetzten Kultur auch erst am Montag erfahren. Ich hätte also 3,5 Tage ein falsches, unwirksames Antibiotikum geschluckt, denn das erste bekämpft nicht den Keim, unter dem sich meine Blase krampft.

Jetzt habe ich wohl das richtige – aber es steht auf einer roten Liste, die mir von Wildgans zugeschickt wurde. Was soll ich machen – ich bin keine Heldin und ich kann schlecht mit solchen Beschwerden leben.

Am 31. Oktober war ich mehr als froh, dass Berlin keinen Feiertag hat, denn sonst hätte ich nicht in die HNO-Praxis gehen können. Der Arzt hat Angst, dass durch den eitrigen Schnupfen in der Nase die Keime aufsteigen können und Sachen stören, die langsam heilen wollen. – Das Antibiotikum hat er mir nur zur Vorsorge gegeben. Ich soll es nur dann nehmen, wenn der Infekt in die Kiefernhöhlen oder Stirnhöhlen aufgestiegen ist.

BITTE BITTE NICHT – ICH BRAUCHE DAS ALLES NICHT.

Deswegen liege ich fast nur im Bett.