Claras Allerleiweltsgedanken

Belgien – Niederlande – Schiff – 5

15 Kommentare

Heute ist der 18. Dezember – mit ‚heute‘ ist natürlich der Reisetag gemeint.

Wir wurden zwar schon am gestrigen Nachmittag auf das MS OLYMPIA gebracht, aber Fotos konnte ich wegen Dunkelheit nicht machen. Schön war, dass Thomas unsere Koffer schon hingefahren und entladen hatte. Hatte jeder brav seine Kabinennummer auf den Kofferanhänger geschrieben, fand er seinen Koffer in der Kajüte. Die Betten waren sowohl in den Einzel- als auch in den Doppelkajüten hochgeklappt und wurden vom Servicepersonal abends runter und morgens hoch geklappt – darum mussten wir uns nicht kümmern. – Der Löwe weist aus, dass es wirklich mein Bett ist. – Komischer Weise wurden weder das Schachspiel noch die Sonnenliegen genutzt. – In den Kisten sind die Rettungswesten und die wurden zum Glück nicht gebraucht – Wasser wäre mir zu kalt. – Und die letzten Fotos sind aus einer der unendlich vielen Schleusen, in denen wir immer mehrere Meter angehoben werden mussten.

Als erstes stand eine Besichtigung von Antwerpen an. Wenn ihr die nächsten Fotos vollkommen ohne Text betrachten würdet, könnte der Eindruck entstehen, es ist ein Schloss oder eine Kathedrale – aber es ist ein Bahnhof.  Er wird wohl auch „Eisenbahnkathedrale“ genannt und wurde 1905 eingeweiht. Ich habe wohl noch nie so einen vornehmen Bahnhof gesehen, bei dem man versucht hat, ihn an die neue Technik anzupassen.

So, jetzt seid ihr hoffentlich so beeindruckt, dass ich euch ganz normale Fotos unterjubeln kann.

Als (Jung-)Pioniere haben wir von der kleinen weißen Friedenstaube gesungen, die über das Land flog und allen Menschen Frieden bringt. DIESE hier kann damit nicht gemeint sein, die ist weder klein noch kann sie fliegen. Sie wirkt mir sehr eitel.

Kein Antwerpen ohne Riesenrad.

Unsere Reiseleiterin in verschiedenen Erklärsituationen, u.a. auf dem imposanten „Grote Markt“ mit seinem prächtigen Rathaus. Fragt mich bitte nicht, was hier was genau ist. Ich weiß nur, dass auf dem dritten Foto kein originales Gebäude zu sehen ist, sondern eine bemalte Bauplane. – Und auf dem letzten Foto hat ja der junge Mann eine abgetrennte Hand in der Hand – nach dieser Geschichte ist eine Sorte Kekse benannt worden – wie absurd. In echt hat der Künstler Jef Lambeaux 1887 den großen Brabobrunnen auf dem Markt aufgestellt. Silvius Brabo hat dem Riesen Antigonus eine Hand abgeschlagen und wirft diese in die Schelde.

 

So, die Sache mit den händischen Gräueltaten ist jetzt geklärt – jetzt können wir uns anderen Dingen widmen. Der kleine Junge Nello, der auf dem Hund Patrasche schläft, weckt wahrscheinlich bei euch mehr Erinnerungen als bei mir. Er ist wohl u.a. durch einen „Comic“ bekannt 🙂 geworden, den die Japaner gedreht haben.

Und jetzt paar ganz allgemeine Fotos. Antwerpen – eine sehr vielfältige Stadt. Es gibt nicht nur 10 Gebote, die farbigen Pferde hängen an Hausfassaden bereit, der Sex kommt nicht zu kurz, die allseits bekannte Maria ist allgegenwärtig und der Löwe, der nicht nur zu Lenny lieb ist,  hat hier ein Wort mitzusprechen.

Und jetzt zum Schluss noch eine Galerie mit Kircheninnen- und Außenfotos, die ich aber nicht näher erläutern werde.

Heute sind wir zeitiger ausgelaufen, weil eine längere Strecke vor uns lag. Im Hafen von Antwerpen haben wir noch eine Rundfahrt gemacht und dann ging es los.

Da bei mir in der Kajüte die Heizung ausgefallen war, bekam ich einen Heizlüfter hineingestellt, der den Krach der Maschinen noch verstärkte. Ich hatte das Gefühl, meine Kajüte befand sich genau über den Motoren. Ich verbrachte die Zeit bis zum Anlegen um 2.00 Uhr am nächsten Morgen unschlafend und wartend auf die Ruhe, die ich zum Schlafen brauchte.

 

 

 

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

15 Kommentare zu “Belgien – Niederlande – Schiff – 5

  1. Der Thomas ist ja wirkich ein Segen. Das findet man nicht mehr all zu oft.
    Unterjubeln musst du uns nix, liebe Clara. An deinen Fotos kann man nicht herum meckern.
    Ich dachte immer, dass wir hier einen tollen Bahnhof haben, aber gegen den auf deinen Fotos kann er nicht bestehen.
    Liebe Grüße von der Gudrun.

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    • Gudrun, da ich ja jetzt die Telefonnummer vom Thomas habe, habe ich tatsächlich überlegt, ihn anzurufen und ihn zu fragen, wann er über welches Reisebüro welche Reise macht. Es hat wirklich Spaß gemacht, mit ihm zu fahren und ich habe ihn relativ gut verstanden. Das ist ja für mich auch immer ausschlaggebend.
      Ich kann mich an den Leipziger Bahnhof überhaupt nicht erinnern. Ich muss mal googlen, ob er wirklich irgendwas besonders schönes ist.
      Ich schicke dir nächtliche Grüße

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  2. Tolle Fotos, die Lust machen, auch mal Antwerben zu besuchen. Da war ich noch nicht. Schöne Grüße aus Nürnberg

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    • Ich dumme Kuh gondle in halb Europa herum und kenne von Deutschland noch viel zu wenig – besonders von Westdeutschland und ganz besonders von Nürnberg, da war ich einmal kurz gleich nach Grenzöffnung.
      Ich werde die Auslandsreisen stark dezimieren, vielleicht ganz (bis auf die eine schon gebuchte Reise nach Sardinien) und mich stärker in Deutschland umtun.
      Marienfelde und die vielleicht einzige Bloggerin in diesem Stadtteil grüßt zurück

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  3. Liebe CC,
    Von Deiner Fotokunst bin ich hoffnungslos verwöhnt, nicht erst seit gestern – als ein eingehorntes Kunstwerk mit Innenfutter und Amuse-gueules fürs Auge mir aufwartete und mich entführte. Und wohin alles! Für Fernwehhüngerchen verkoste ich Armenienimpressionen, die ewige Seesucht befriedigte ich auf dem Schipperkahn und zwischendurch sah ich dir zu wie du Erdhörnchen umarmt hast.
    Und immer wieder trotz alle Malessediven und Unwirschen des Lebens sind es ja doch richtige Abenteuer, die Du erlebst. Häuserfassaden sind zwar ansehnlich und mag auch Typischtouriausblicke, doch liebe eben sehr Deine „speziellen Bilder“ in denen Du das Leben beim Unartigsein oder Unwirschsein in flagranti „ertappst“. Eine Reise wird dann fühlbarer. Auf dem Schiff war Mitleiden angesagt, der Rest bleibt Staunen.
    Danke sagt Amélie, herzlich ins dicke B.

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    • Herzlich willkommen in Antwerpen, liebe Fee. Vorgestern in Brüssel hat es dir wohl nicht gefallen, denn dort bis du nicht mit mir herumgelaufen 🙂 😉 Ich dachte immer , dass du Städte mit B besonders gern hast, vor allem Hauptstädte. – Wenn du jedoch einen ähnlich schlechten Orientierungssinn wie ich hast, dann hättest du mich auch nicht vor dem Verlaufen bewahren können. – So wenig Freizeit, wie wir insgesamt hatten, wurden meine „Chancen“ auf Verirren stark dezimiert.
      Wie lieb von dir, zu meinen Fotos „Fotokunst“ zu sagen – ich denke, ich habe eher das Talent zu einer Reiseberichterstatterin und mache nicht immer nur diese Fotos, wie sie Tausende andere auch machen. Aber so viel Zeit, wie sich Leute mit besserer Kamera und Handeinstellung von Blende und Belichtung nehmen, habe ich noch nie für ein Foto aufgewendet. – Mein Apparat MUSS vernünftige Bilder mit der Automatik machen – bisschen Licht kann ich dann notfalls bei der Bearbeitung dazu geben.
      Da du dich über das erste Fotobuch von mir so gefreut hast, dachte ich, ich versuche es einfach noch einmal Scheint ja geklappt zu haben.Meines hat 156 Seiten – und wie viele sind es in deinem?
      Jetzt muss ich endlich meinen ersten Kaffee des Tages trinken und mir ein Stück Stolle aufschneiden – der muss ja mal gegessen werden.
      Lieb grüßt dich die CLARA oder auch die CC

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  4. Alles sehr beeindruckend! Ganz besonders natürlich dieser Bahnhof, darin sollen die Züge mehrstöckig an- und abfahren. Ich sah mal eine Sendung von Eisenbahnromantik darüber.
    Auch die Pferdeköpfe starten Tagträumereien, erinnern mich an mein Lieblingskindheitsmärchen von der Gänsemagd.
    Deine Leser kriegen ganz schön was mit von der Welt…
    Ein bisschen was auch von den Menschen, die dir begegnen. Habe mir länger diese Führerin betrachtet, ihr Schuhwerk usw.
    Ja!

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    • Hallo Sonja, als erstes habe ich mir das Foto mit den ReiseleiterinSchuhen irgendwo aufgerufen, wo es über 4 MB groß ist, damit ich was sehen kann. – Tja, was würde ich für Schlussfolgerungen ziehen? – Schuhcreme und Bürste scheint sie nicht so zu lieben und die schönsten sind es auch nicht – vielleicht verdient sie wirklich nicht so viel als Reiseleiterin, da sie ja nicht fest angestellt sind und nur zu bestimmten Reisen engagiert werden. – Der Begriff „Führerin“ ohne „Reise-“ davor lässt ja eventuell andere Gedanken aufkommen – ein wenig davon hatte sie wirklich in ihrer Art.
      Falls du was anderes denkst – das habe ich beim Busfahrer gedacht und sogar nachgefragt – und mich geirrt.
      Und nun zu dem Bahnhof- er war bis vor einiger Zeit ein Kopfbahnhof – davon gab oder gibt es ja in Deutschland auch so einige. Ich habe immer das Gefühl, dort muss man sehr viel Gleise oder wenig Verkehr haben, denn die eingefahrenen Züge fahren ja nicht immer gleich weiter, manchmal ist es auch Endstation. – Laut Wiki verkehren 540 Züge täglich, aber fast alles nur Inlandzüge.

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  5. Der Bahnhof ist wirklich außergewöhnlich. Wie immer ist dein Stadtrundgang interessant. Ich mag diese Clara-Führungen.

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  6. Der Bahnhof ist ja eine Schau! 🙄

    Liebe grüße,
    Werner

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