Claras Allerleiweltsgedanken

Besser spät als nie

27 Kommentare

Diesen Satz habe ich mir gemerkt, der „Little Lord Fauntleroy“ hat ihn mit einem ungeheuren Kindercharme in dem gleichnamigen Film gesprochen.

Und was mache ich daraus? – Eine schnöde Backgeschichte.

Alle „längeren Leser“ wissen schon, dass ich hauswirtschaftliche Sachen nicht so unbedingt in meiner Prioritätenliste auf den vorderen Plätzen stehen habe.

Als meine Kinder klein waren, habe ich perfekt genäht, ausreichend gut gestrickt, aber gekocht hat der Vater der Kinder, auch gebacken. Mir lagen mehr die technischen Dinge des Haushalts. – Nun gut, jetzt kocht und bäckt niemand mehr für mich. Deswegen bin ich jetzt einen kleinen Backschritt vorwärts gegangen.

Da ich beim Umzug meine Kastenform verschenkt hatte (ich wollte ja keinen Rührkuchen mehr backen), habe ich mir eine supergute von meiner Nachbarin geliehen – die konnte man nach dem Backen öffnen.

Natürlich habe ich für den Anfang eine Fertigbackmischung genommen – wir wollen ja nicht gleich übertreiben.

Mir war noch nach einer Vervollkommnung des Vollkornbrotes – also streute ich Kürbiskerne darauf.

Und da mir das Ergebnis gemundet hat, habe ich mir eine kürzere Backform gekauft, damit das Brot nicht so flach bleibt, sondern normale Brotscheibengröße erreicht. – Das Problem ist nur, dass ich mich auch beim Brotschneiden nicht als die Geschickteste eine anstelle. Aber eine Brotmaschine wird nicht angeschafft, da esse ich lieber schiefgeschnittene Scheiben.

Ihr dürft ruhig applaudieren 🙂 😉

Es vergingen wenige Tage und ich läutete die zweite Brotbackrunde ein. Das ist wie Spielen im Sand, wenn frau so in dem Teig rummatschen darf. In den Teig mischte ich gehackte Mandeln und auch oben auf das Brot kamen welche.
Erfahrung: Oben drauf sollte nichts, weil alle Körner trocken werden oder anbrennen.

 

Dann sollte der Teig abgedeckt im Warmen sitzen oder stehen. – In der Schüssel ist das noch gut gegangen, da war ja ausreichend Platz. Doch in der Form wurde es dem Teig zu eng. Empfohlen war eine Form mit ca. 25 cm Länge – gekauft habe ich 20 cm, weil ich größere Brotscheiben wollte. – Ich habe dem Teig mahnend zugeredet und er hat sich benommen und ist in der Form geblieben.

Jetzt bleibt nicht mehr viel zu sagen. Auf der Brotmischungstüte stand die Empfehlung: 10 Minuten bei 220° und mit Wasserdampf und 45 Minuten bei 180°.
Mein zahnärztlicher Befund könnte aber gut und gern weniger harte Krusten vertragen – vielleicht wird das nächste Brot von Anfang an nur mit 180° gewärmtbacken.

*********

Zum Schluss können wir jetzt gemeinsam singen:

„Wer will fleißige Handwerker seh’n,
der muss zu der Clara geh’n.
Misch-knet-back misch-knet-back,
das Brot, das ist jetzt fertig – zack. 🙂 😉

So schnell nicht wieder Kochblog!

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

27 Kommentare zu “Besser spät als nie

  1. Sieht sehr lecker aus …

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  2. Brot sieht auf dem untersten Foto sehr lecker aus, wie frisch aus meinem Bioladen, aber auch, wie du schon vermerktest, sehr, sehr körnig.

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    • Es sieht nicht nur so lecker aus – es ist so lecker. Da ich nicht gleich wieder neu backen möchte, habe ich mehrere Scheiben eingefroren. – Die ganzen hellen „Körner“ habe ich ja dem Teig beigemischt, es sind Mandelstücke – und die stören überhaupt nicht im Brot.
      Gestern habe ich Sonnenblumenkerne gekauft, weil ich die für das nächste Brot brauche.

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  3. Sieht richtig lecker aus.
    Ich bin Fan herzhafter Brote. Da passen deine gut. 🙂
    Aber Backen gehört nicht zu meinen Hobbys. Ich backe nur, wenn Besuch angedroht ist. Ich habe eine Schwägerin, die immer und ständig backt und sogar Kuchen mitbringt. Ihre Tochter sagte mal zu ihr: „Mama, können wir nicht EINMAL fertigen Kuchen kaufen?“ Während meine Tochter sagte: “ Mama, können wir nicht EINMAL selber Kuchen backen?“ 😉

    Ungefähr 2 Jahre lang habe ich durchgehend Eiweißbrot für uns gebacken, weil gekauftes ekelhaft schmeckt.

    Die oben erwähnte Orangenmarmelade ist meine Lieblingsmarmelade. Da sie aber niemand hier essen möchte, kaufe ich die auch nur sehr selten. 😦

    Lass dir dein Brot schmecken … grüßli

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    • Hallo, wie ich ja so nebenbei als Hauptsache feststellte: Ich koche nicht gern und ich backe auch nicht gern – zumindest darf es nicht zu kompliziert sein. Und das traf hier beim Brot zu – die Anweisungen waren überschaubar und das Ergebnis sehr gut essbar und schmackhaft.
      Ich bin 100pro eher die Kuchenkäuferin als die Bäckerin.
      Lasse es dir gut gehen – mit oder ohne Orangenmarmelade. Mit Gruß von mir

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  4. Das ist aber schon MEINE Lieblingsmarmelade, menno. Aber ich Teil die natürlich gerne mit Daggi und dem Rest der Welt…aber Nur die Echte aus England oder Schottland, eventuell auch noch Irland. Also Die Mit den Orangenzysten. Die wird bitterlich wenn sie hinten über die Gaumenlappen rutscht.

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  5. Körner kommen nur als Sesam (frisch von der Straße) rein, die anderen machen mir einen zu strengen Geschmack. Da muss der Belag dann schon strenger sein, wie die grobe Leberwurst einen hat. Ach… Röstzwiebeln können auch rein. Oder Kümmel. Rosmarin, aber eher bei Dinkelschnitten / Pizza. Dazu ein fangfrisches…. mmmh!

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    • Oben drauf wird in Zukunft nie nicht nichts mehr kommen – aber innen drin können Sonnenblumenkerne oder gehackte Mandelstücke durchaus optisch und geschmacklich was her machen.
      Auf Röstzwiebeln werde ich nicht zurückgreifen, da ich das ganz frische Brot nur mit Butter und Marmelade esse – da stören die Röstzwiebeln ein wenig. – Kümmel mag ich nicht
      … und fangfrisches Jever mag ich ja eh nicht so sehr.

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  6. Liebe CC,
    Das Brot sieht lecker aus, mit Deinem Backformkasten könntest Du jetzt auch prima lippischen Kastenpickert machen….Im Prinzip bräuchtest Du dafür ein gutes Kilo der Kartoffeln aus meinen Neujahrswünschen, dann ein Pfund Mehl, , Hefe zum Würfeln oder 2 Hefe- Feinstaubtütchen, dann 2 freilaufende Eier ohne die Henne ein Viertelliter Zucker, 250 Watt Milch und Rosinen bis das Herz lacht und die Schwarte kracht, dann vermanscht Du alles schön miteinander. Erst klatscht du dann in die mehlstaubigen Hände, dann den Teig, welcher anschließend eine Weile sportlich gehen muss bis er wieder vor Deiner Tür steht, klingelt und blubbert: Bbbitte bbback mich mir ist so kkkkaltbrrrr…..
    Die Form sollte geschmalzt und mit Semmellnbröselln innenwandverkleidet schon bereit stehen und warten wie einst Trudchen auf ihren Cherd mit den Chardenien. Dann Ab in den Ofen und wenn fertig, Rübenkraut drauf oder Marmelade. Echte Lipper essen ihren Pickert mit Lippischer Leberwurst und Gürkchen.
    In der Pfanne gebraten, schmeckt er auch nach ein paar Tagen noch….
    Liebe Grüße,
    Amélie

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    • Hallo, liebe (Back-)Fee,
      watt’n Glück, dass es die große G-Suchmaschine gibt, denn ich weiß nicht so genau, als was ich das eingeschätzt hätte, was du so beschrieben hast. Dann habe ich „Lippische Kastenpickert“ in das Suchfach geschrieben und gleich mehrere Rezepte angezeigt bekommen. Eins habe ich mir ausgedruckt und das andere unter Lesezeichen abgespeichert. – Da muss ich aber viel fleißiger sein als beim Brot, denn ich muss die Kartoffeln mit der Hand auf einer Reibe zerkleinern. Ein Rezept verlangt Buchweizenmehl – da muss ich sicher zuerst in ein Reformhaus traben. – Und dann ist es so etwas ähnliches wie Kuchen – aber ich brauche doch was Herzhaftes für Käse und Wurst. – Aber auf jeden Fall erst einmal vielen Dank.
      Ich kann mich gar nicht erinnern, dass du mir Kartoffeln zum neuen Jahr gewünscht hast – muss ich gleich mal gucken.
      Ich glaube, ich würde die Zutaten alle halbieren und ihn nicht in der Form backen, denn sonst müsste ich mir ja noch extra Schmalz besorgen, was ich sonst nicht verwende. Aber so als kleine runde Küchlein aus der Pfanne kann ich es mir gut vorstellen.
      Jetzt muss ich endlich meinen „richtigen“ Tag beginnen, nicht nur den Computertag.
      Liebe Grüße zu dir schickt CC

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      • Liebe CC,
        Die Kartoffeln findest Du in meinen Neujahrswünschen. Immer genug Kartoffeln im Haus haben, ist sowas Feines. Übrigens: bitte wenn Du es schaffst, dann gönne Deinem Magen etwas Gutes und schlürf Dir den Kartoffelsaft. Wirkt wie Magenkur und ist supergesund. Schmeckt allerdings wie wirksame Zauberelixiere immer schmecken: gewöhnungsbedürftig und eigen. Etwas sperriges Aroma, knollig irgendwie, erdig auch und keine Spur von Apfel. Die Bezeichnung Erdapfel ist irrerühriger Kokolores, fand ich schon immer.
        Pickert ist Seelenfutter für matschgebeutelte Ackerpflüger. Er duftet so lecker. Am liebsten mag ich ihn mit Meersalzbutter und/oder Marillen- und/oder Pflaumenmus bestrichen. Zum Glück gibt es fähigere Rezepteschreiber als mich narrisches Sumpfhuhn.
        Doch Duuuu…sollst ja auch erst einmal lachen über meinen Quatsch, den ich hier so verbalverzapfe, dann geht es weiter auf Semiägyptisch: Back dad!

        Gutes Gelingen, kommt es grüßend aus der Puddingmetropole, dem kleinen B.
        Herzlich,
        Deine Vanillewarihrletzterwille-Fee

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        • Eine angeheiratete Tante hat immer das Kochwasser von den Kartoffeln getrunken – das fand ich schon eklig – aber das Ausquetschwasser von rohen Kartoffeln würde ich gar nicht erst probieren zu trinken – du weißt doch, was gesund sein soll, muss auch schmecken – sonst hat es keine Chance, in meinen Magen zu gelangen.
          Und wenn ich auf einer Gesundheitsseite das lese, dann vergeht mir die Lust.
          „Erste Vergiftungserscheinungen des Alkaloids treten beim Menschen schon nach der Einnahme von 25 mg auf. Es verursacht Brennen und Kratzen im Hals, Durchfall, Übelkeit, Benommenheit, Angstzustände, Schweißausbrüche, Atemnot, Bewusstlosigkeit und Krämpfe (diese Symptome werden auch als Solanismus beschrieben). Eine Dosis von 400 mg kann bereits tödlich sein. Es ist vor allem in Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Tomaten enthalten. Einen hohen Gehalt an Solanin haben Frühkartoffeln und der grüne Anteil der Tomate. Werden die Kartoffeln lange Zeit dem Licht ausgesetzt, steigt der Solaningehalt an. Man sollte geschälte rohe Kartoffeln schnell verarbeiten, weil sie ansonsten weiteres Solanin zur Bekämpfung von Fäulniserregern produzieren. Solanin lässt sich auch nicht, wie oft angenommen, durch Kochen unschädlich machen, sondern es geht teilweise in das Kochwasser über.“
          Das Problem mit größeren Kochmengen ist ja bei mir immer das, dass ich alleine bin zum Essen – da geht nicht genügend weg – und alles kann ich auch nicht einfrieren.
          Doch jetzt muss ich endlich unter die Dusche und mein Frühstück einnehmen. –
          Ach ja, in deiner Stadt wirkt ja der Puddingdoktor.
          Und tschüss

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          • Also das ist ja schockgefrierend, was Du über Saft aus rohen Kartoffeln so schreibst…
            Den Press-Saft gibt es sogar als Heiltrunk zu kaufen…hmmm…
            Da sich meine fest vorinstallierten Protonenpumpen offenbar isländische Geysire zum Vorbild genommen haben und Magenmedizin so verpucht teuer ist, so dass ich schon magenkrank vom bloßen Preislesen werde, kuriere ich meine inwändigen Säureschäden mit roher Reibekartoffel…das hat seit jeher nur gut getan…und komisch geschmeckt nuja…
            Was Geschmack angeht, frag ich bei Medizin nicht, sondern schlucke artig, notfalls mit Wäscheklammernase…:-)

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  7. Sieht lecker aus. Ich verneige mich vor dir.

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    • Ute, dieses Mal ist keine Verneigung angebracht – viel einfacher kann es gar nicht sein. Das einzige Problem war die winzig kleine Schrift auf der Backmischtüte – ich musste tatsächlich erst eine meiner drei Lupen holen, bevor ich alles lesen konnte.
      Ich sollte ja unten 150 ml Wasser in den Ofen füllen – habe dafür eine kreisrunde Vertiefung. Beim ersten Brot nahm ich Leitungswasser und musste danach kräftig mit Kalkentferner arbeiten. – Beim zweiten habe ich destilliertes Wasser genommen, was hier so ungenutzt stand, und da blieb alles sauber.

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  8. Aber Kochrezepte hat Little Lord Fauntleroy keine von sich gegeben, oder? 😀
    Dein Brot sieht aber wirklich lecker aus!

    Liebe Grüße,
    Werner

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