Claras Allerleiweltsgedanken

Manche sind wieder glücklich …

23 Kommentare

… ich auf jeden Fall!

Gestern gegen 17.00 Uhr klingelte mein Mobiltelefon. Ich sah, dass es mein Sohn ist – nicht wie beim letzten Mal über whatsApp und Video, sondern ganz normal über seine Nummer. Er teilte mir mit, dass er soeben seine Wohnung betreten hat. – In Kanada bestand kaum eine Ansteckungsmöglichkeit – wenn er sich nicht im Flugzeug noch was geholt hat, dann ist alles gut gegangen.

Tja, und wer ist auch wieder glücklich? Die Mehl-Käufer, denn heute wurde bei uns aufgefüllt, aber überall hängen Schilder, die auf eine Begrenzung beim Kauf hinweisen.

Tja, das war es dann aber auch schon mit den Glücksnachrichten.

Als ich im Jahr 2000 von Ostberlin nach Westberlin (alte Bezeichnungen) zog, dachte ich, ich verbessere mich mit Dingen außerhalb der Wohnung wesentlich – war aber nicht so. Und 2015 zog ich ja aus einer Mietwohnung in eine Eigentumswohnung (zwar nicht meine), in der auch die ca. 280 anderen Wohnungen alles Eigentumswohnungen sind. Da war ich so naiv zu glauben, dass jetzt die Entsorgung von Müll, Papier und vor allem von Sperrmüll auf jeden Fall vorbildlich funktioniert. – Ich kann so alt werden wie ich will – ich werde mich immer und immer wieder irren.

So sieht oder sah es vor paar Tagen in unserem Vorkeller aus: Der Sperrmüll vom ersten Foto steht schon so lange, wie ich in dieser Wohnung bin – also 4 1/2 Jahre. Der andere ist gerade neu dazu gekommen. Und mit dem roten Schrank – das war die größte Unverschämtheit – jeder, der eine Tür öffnen wollte, musste erst das rote Monstrum so verschieben, dass die Tür aufging. – Aber der wurde tatsächlich abgeholt.

Jetzt wird doch überall aufgerufen, für unsere tapferen Pflegekräfte, Ärzte, Busfahrer und auch für die VerkäuferInnen abends 21.00 Uhr auf den Balkons zu klatschen. – Bis zu unseren Häusern hat sich das offensichtlich nicht rumgesprochen. Aber vielleicht liegt es auch einfach nur an der falschen Benennung. – Vielleicht hätte man nicht Verkäuferinnen sagen sollen, sondern LADENDAMEN – das klingt doch viel vornehmer, oder nicht?

Heute und morgen habe ich hoffentlich junge, hübsche und knackige Handwerker bei mir zu Besuch, die alles wieder „heile“ machen. Die Dinge sind längst nicht mehr so gut wie noch vor Jahren. Meine Geschirrspülmaschine von Miele ist noch nicht mal ein Jahr alt. Der Fehler – ein lautes unregelmäßiges Knacken, tritt nicht immer auf. Es ist aber nicht der Sprüharm, der irgendwo anschlägt – ich bin zum Testen fast in die Maschine gekrochen.

Ich habe kleine Videos gemacht, damit er sich die Sache anhören kann. Mal sehen, was rauskommt.

**********

Und übermorgen kommt ein Markisenmonteur. Sie ist Anfang Oktober 2019 angebracht worden und seitdem noch nie benutzt worden. Jetzt stelle ich fest, dass sie in beide Richtungen irgendwann knirscht und knarrt und außerdem hält sie den eingebauten Stopp am Ende nicht ein.

Wenn man schon keine Party feiern darf, da lädt frau sich eben Handwerker ein.

Apropos Handwerker – die Gerüstbauer fangen an, die andere Seite unserer 3 Häuser einzurüsten. Außer Dämmplatten und neuen Anstrich bekommen wir neue Haustüren und neue Briefkästen – und wieder fröhlich vor Bad- und Küchenfenstern herumlaufende freundliche Handwerker.

Für heute ist es genug.

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

23 Kommentare zu “Manche sind wieder glücklich …

  1. Liebe Clara,
    ich merke gerade, dass ich alt werde. Bis vor kurzer Zeit habe ich noch ALLES selbst machen können, was handwerklich anfällt.
    Als universales Allroundtalent hätte ich praktisch nur externe Hilfe für eine Herztransplantation des eigenen Herzens gebraucht. 😉 😉
    Aber alt und faul, das passt bei mir irgendwie zusammen.
    Gestern wollte unser Wäschetrockner nicht mehr heizen.
    Oh, was hätte ich Mühe gehabt, den zu zerlegen, und ob man Ersatzteile bekommt, ist noch die zweite Frage.

    Da habe ich dem Trockner gedroht, dass er auf die Müllkippe kommt und durch einen emsigeren Kollegen eretzt wird – einfach so!
    Schwupps, seitdem trocknet er wieder!
    Wenn es doch immer so einfach wäre. 😉
    Gruß Heinrich

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    • Lieber Heinrich, in mancher Beziehung sind wir uns ähnlich – auch bei mir trifft manchmal zu: alt und faul, aber zum Glück nicht zu 100 % meiner Zeit. Aber bei was anderem.
      Sie: „Da habe ich dem Trockner gedroht, dass er auf die Müllkippe kommt und durch einen emsigeren Kollegen ersetzt wird – einfach so!“ Mit Elektrogeräten habe ich diesen Trick noch nie versucht – offensichtlich habe ich sie meist schon gewechselt, wenn sie einfach nur alt waren, aber nicht defekt. Aber ich mache das immer mit Topfpflanzen. Alle meine beiden Daumen sind ja nicht grün, sondern fleischfarbig – deswegen werfen schon mal Topfpflanzen alles ab, was sie schmückt. Und dann drohe ich mit dem Biomülleimer – und das hat bisher (fast) immer gewirkt.
      Momentan macht meine Kaffeepadmaschine Sperenzchen – bei der muss ich es mal in strengem Ton versuchen – hoffentlich lache ich nicht dabei.
      Mit Gruß von mir

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  2. Die sind bestimmt froh, dass ihnen nicht alle Aufträge flöten gehen. Ich drück dir die Daumen das alles schnell repariert wird. Über mangelnde Gesellschaft kannst du dich dann zumindest in diesen Tagen nicht beklagen. Vielleicht sind sie ja auch ganz nett und man plaudern ein wenig. Liebe Grüße

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    • Ganz genau so war es – der Spülmaschinenmensch war so nett, dass ich ihn kurz nach seinem Besuch gleich noch einmal anrufen musste.
      Heute waren zwei für die Markise da – das habe ich zwar nicht verstanden, aber der zweite schien in der Ausbildung zu sein, denn er musste alle Hilfsarbeiten machen.
      Wie gut, dass sie da waren. Ich hatte den falschen Schalter gekauft, den mein Sohn dann angebaut hat. Wenn ich den falsch bedient hätte, wäre der Motor kaputt gegangen. – Zum Glück hatte er einen richtigen im Auto und hat ihn sach- und fachgerecht angebaut. – Das muss ich dann natürlich bezahlen – aber besser, als einen neuen Motor.
      Jetzt muss ich überlegen, welche flotten „Jungen“ ich noch einladen kann 🙂 😉

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  3. Hallo Clara,
    mit Ladendamen meinen sie vermutlich Reinigungskräfte, da in der E-Mailadresse auch „clean-factory“ vorkommt. Und zusätzlich suchen sie Kräfte zum Verkauf.
    Mir geht diese gestelzte Redeweise etwas auf den Geist. Aber immerhin schreiben die ja noch in Deutsch. Auf Englich ist das noch bekloppter. Hoffe, du bekommst alles erledigt. Grüßli 🙂

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  4. Bei Dir ist ja Leben um Dich herum, beneidenswert. Lg. R.

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    • Von dem heutigen Handwerker kann ich sagen, dass er gut, freundlich und nett war – mal sehen, wie der morgige sein wird.
      Aber du hast doch viel mehr Leben um dich als ich – Arbeit und privat und Nachbarn usw. usf.
      Lieben Gruß zu dir

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  5. Liebe CC,
    Hier in der Provinz jodelt von Balkonen Orientmucke und geklatscht wird höchstens lautstark, genauso wie gelästert und alles über Raumklang am Handy. Von Einsamkeit keine Spur, jeder Keim aufkommender Stille wird von einem herumlärmenden Mitmenschen direkt erstickt. Der Bus fährt seltener als sonst und ein paar Fahrten fallen wegen Personalmangel aus. Zu mir kommen keine Handwerker, stattdessen döse ich bräsig mit meinem HannahArendt-Comic in der Sonne und denke über Philosophie nach. Nicht einmal eine Spülmaschine oder Markise hätte ich, die mich gerade ärgern könnten, insofern kann es manchmal gut sein , etwas gar nicht erst anzuschaffen. Es sei ohnehin alles bloß eine Sache der Betrachtung, meint die Philosophie. Du hast nette Handwerkerjungs zur Gesellschaft und am Ende ein hoffentlich wieder funktionstüchtiges Produkt.
    Nicht einmal zum Rausgehen reizte es mich, denn ich hatte mich dermaßen bei und mit Hannah festgelesen.
    Sonnengrüße lasse ich Dir da. Und ein paar Kügelchen Pistazieneis visualisiere ich Dir,
    Hab es gut und liebe Grüße,
    Amélie

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    • Hallo Amélie, ich habe mir jetzt am Fernseher seit ewigen Zeiten mal wieder Traumschiff reingezogen – ich kann das Wort Corona nicht mehr hören. Gar nicht so sehr, die Krankheitssachen, noch weniger die Angst, dass ich krank werden sollte – sondern einfach die ganzen finanziellen Sachen, die für so unendlich viele Leute auf der Welt dran hängen. Vielleicht sind die Kurzarbeiter und Arbeitslosen in Deutschland noch relativ abgesichert, in Amerika und anderen Ländern möchte ich überhaupt nicht darüber nachdenken. – Und auch möchte ich nicht wissen, zu wie viel Gewalt es bei Familien kommt, die immer zu Haus sind, wo die Kinder quengeln, wo es Gewalt gegen Kinder gibt, weil den Eltern die Nerven blank liegen und sie ihnen durchgehen. – Ich bin bei allem so privilegiert, ich bin finanziell abgesichert, ich habe eine tolle Wohnung, ich habe Computer, Telefon und Mobilphone, um andere zu erreichen. – Wie habe ich mal glauben können, dass 2020 besser wird als 2019 – auch wenn ich nicht krank bin, ist es ein ganz, ganz furchtbares Jahr, weil es so unendlichen Schaden anrichtet. Da sind meine zwei ausfallenden Reisen ein Sch….. dagegen. Wenn ich das Geld wirklich zurück erhalte, werde ich einen Teil spenden für soziale Projekte, bestimmt nicht für das Reisebüro, das seit Jahren so teure Reisen anbietet.
      Das (elektronische) Buch, das ich gerade zurück gegeben habe (Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens) war sehr fesselnd – jetzt habe ich allerdings was, was mich nicht fesselt und ablenken kann. Also bin ich wieder an den Computer geflüchtet, weil ich manchmal das Gefühl habe, durchzudrehen. Wie mag es erst Leuten gehen, die ganz berechtigte Ängste haben müssen.
      Heute der Mensch für den Geschirrspüler war gut – er hat den geknickten Schlauch entdeckt.
      Ohne Geschirrspüler könnte ich meinen Rücken beim Abwaschen wegschmeißen – saugen und wischen ist ja schon eine Qual. – Und ohne Markise würde ich bei diesen Sommertemperaturen einen Hitzschlag bekommen.
      Hier ist es unheimlich ruhig – sonst komme ich kaum über die Straße vor lauter Autos – jetzt kann ich ganz gemächlich laufen. Die Leute hier im Haus sind – bis auf meine unmittelbaren Nachbarn, die ziemliche Chaoten sind und immer noch wenig Deutsch können, obwohl sie schon vor 4 Jahren hier gewohnt haben) – Mal sehen, wie es weiter geht.
      Lass dich auch nicht unterkriegen – wünscht dir CC

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      • Liebe CC,
        Fein, dass bei Dir alles wieder läuft! Ach Du…im Moment recherchiere ich auch wieder für eine Alleinerziehende mit Behinderten Kind…er ist in der Pflegeeinrichtung und die Beiden können nicht kommunizieren, das Pflegegeld fehlt bei der Miete. Sie ist schon ganz krank vor Sorge um Kind und Existenz und das verstehe ich, das sind schlimme Ängste…
        Darum versuche ich ihr zu helfen und ihr Mut zu machen…
        Dann muss ich mich zwingen, keine Nachrichten zu lesen weil ich mich sonst wieder an Entsetzen übernehme, denke an Afrika, an Indien, an den Nahen Osten und lese Prognosen, sehr düstere.
        Ja. Wir beide haben es gut, das stimmt…das…ist mir auch angesichts der Lage überdeutlich bewusst…
        Habe jetzt eine kostenlose Hörbuch-App und lasse mir vorm Schlafengehen gerade das Decamerone von Boccaccio vorlesen.
        Delia Owens muss ich googeln, der Titel klingt schön poetisch. Zur Zeit lese ich eine Graphic Novel, da ich Comickunst sehr mag. Comic-Kunst…mit Bindestrich sieht das zwar nicht ganz so lustig aber dafür verständlicher aus. Vorm Computer hing ich heute viel zu oft. Doch Hannah Arendt lockte mich da weg und ich muss viel mehr von ihr lesen. Habe eine neue Lieblingsphilosophin…:-)
        Hier bei mir ist es nie ganz stille. Entweder Rauschen Busse im Zehnminutentakt vorbei oder Autos oder die A2 jault mir in den Ohren, 400 Meter Luftlinie. Jetzt, bei Ostwind, ist sie leiser.
        Es geht mir auf und ab. Achterbahn im Nähkästchen der Gefühle. Heute wollte ich so gerne lustig sein. Und dann stellte ich fest, dass ich todernst und gereizt wie ein in den Hintern gekniffener Schabrackentapir dabei war…
        immer ehrlich sein.
        Das Wort Corona mag ich nämlich, es hat einen Strahlenschein. Den lass ich mir nicht von diesem Kackvirus kaputtmachen. So…
        Schlafschön nach Berlin,
        🌸Amélie

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        • Ganz kurz nur – ich bin ich einer Phase von Frustfressen. Da ich so viel zu Haus bin, koche ich häufiger, nasche aber auch wieder. Unterschwellig denke ich vielleicht dabei, wenn ich ins KH käme, da ist das mit dem Essen nicht so prächtig, dann futter dir mal zwei Prund Speck auf die Rippen. Ich hatte ja schon einen Probetermin im Fitnessstudio – aber da wurde alles dicht gemacht. War das vielleicht ein Zeichen? Ich soll nicht fitnessen??? – Deine Sauna hat bestimmt auch zu.
          Gut’s Nächtle!

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  6. Kommen die Handwerker tatsächlich noch? 🙄

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    • Hab ich mich auch gefragt.
      Da man noch Arbeiten gehen darf und Handwerker ohne zu verhandwerkende Kunden ja auch nicht mehr arbeiten brauchen, vermutlich schon.
      Hast du, liebe Clara, denn klargemacht, dass es lebensnotwendig ist? 😀

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      • Ich musste keine „Lebensnotwendigkeit“ nachweisen, die kamen schneller als gedacht. Im Kommentar an Werner habe ich Genaueres geschrieben.
        Wahrscheinlich treten doch jetzt viele Kunden von irgendwelchen Aufträgen zurück, so dass die Firmen froh sind, wenn sie arbeiten dürfen. – Na gut, bei mir verdienen beide nichts, da es jeweils in der Garantiezeit liegt.
        Der Markisenmensch, der morgen kommt, wollte schon heute hier arbeiten. Aber da der MieleMensch seine Zeit nicht eingegrenzt hat, habe ich es lieber auf morgen verschoben.
        Bepfotelt und umärmelt haben wir uns natürlich nicht, aber er war ein sehr angenehmer Monteur.
        Auch dir geht’s hoffentlich trotz Mann-Ferne noch gut – und das soll auch so bleiben.

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    • Na klar, warum sollten sie nicht kommen, es ist doch ihr Geld, das sie verdienen können. Wenn der Staat ihre Firma nicht zwangsweise schließt, kommen sie – sogar sehr schnell. Ich habe ihn gefragt (übrigens ein sehr sympathischer Monteur), wie bei ihnen der Krankenstand ist. Getestet und bestätigt ist keiner an Corona erkrankt, ein paar sind krank, aber das ist ja wohl immer.
      Wenn Aufträge zurück gingen, dann wegen der Kunden, weil viele jetzt niemand in ihre Wohnung lassen wollen.
      Der eigentliche Grund meiner Technikeranforderung trat nicht auf. Er hat mir einen Tipp gegeben, was es sein könnte – aber er hat etwas anderes beseitigt, was versehentlich beim Verlegen der Steckdose hinter der Maschine aufgetreten war. Es hat ja ein Elektriker gemacht und kein Spülmaschinenkenner. Er hat den Zulaufschlauch abgeknickt – so dass ab und an die Meldung kam „Wasserhahn öffnen“ – das tritt jetzt hoffentlich nicht mehr auf.

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