Claras Allerleiweltsgedanken

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …

34 Kommentare

… durch des Frühlings holden belebenden Blick …

Als das der Altmeister Goethe schrieb, muss das mit dem Klima wirklich noch ganz anders ausgesehen haben. Bei uns gibt es ja kaum noch einen „Winter, der sich in raue Berge zurückziehen muss.“ – Gut, „Schauer mit körnigem Eis“ huschen hier auch ab und an über die Lande – vielleicht sogar jetzt wieder nach Ostern. – An „Blumen fehlt es hier auch nicht im Revier“ – Osterglocken, Narzissen, Krokusse, Tulpen und und und erfreuen immer schon unsere Augen. Dafür mangelt es gerade an „geputzten Menschen“ und „buntes Gewimmel drängt gerade nirgendwo ERLAUBT aus den Toren“ Wer feiert an diesen Tagen noch „die Auferstehung des Herrn?“ Aus „der Kirchen ehrwürdiger Nacht“ kommt auch niemand, denn alle Ostergottesdienste sind (weltweit) abgesagt.

Aber irgendwann werden alle Menschen auf der gesundeten Welt sagen können: “

Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!

Jeder wird wissen, dass die in “   “ gesetzten Textstellen aus dem Osterspaziergang stammen. Fast jeder von uns musste ihn sicher in der Schule lernen – ich kann ihn natürlich nicht mehr vollständig, aber bekannt kommen mir die Zeilen schon vor 🙂

Ich wünsche euch allen besinnliche und beschauliche Ostertage, damit wir alles gut überstehen.

Die ersten Fotos passen besser zum Karfreitag als zum Ostersonntag.

Der Tulpenstrauß hatte auch mal ein „unverblühtes“ Aussehen und die Ostereier kommen auf dem siebenarmigen Leuchter gut zur Geltung.

Ostern war bei mir noch nie das große „Dekofest,“ denn außer ein paar Porzellanhasen und viele gefärbte Eier, die mit Stroh verziert wurden, habe ich gar nichts. Die Eier stammen aus dem Spreewald, wo sie in früheren Jahren von Sorbenfrauen verkauft wurden. Ich habe sie als Erbstück von meiner Mutter übernommen.

Dass ich hier ein wenig rumspiele mit der Deko, hat einfach mit meiner vielen freien Zeit zu tun.

Jetzt fehlen nur noch die Hasen – sie dürfen bei mir das ganze Jahr in den Blumentöpfen oder -kästen sein, so eng sehe ich das nicht mit Osterhasen.

Ich weiß, in mancher Beziehung habe ich auch so meinen Hang zum Kitsch Absonderlichen. Aber:

Ein wenig Kitsch Spaß muss sein, dann ist die Welt voll Sonnenschein

Vor dem Ende dieses Posts habe ich noch zwei Kalendersprüche, die ich passend fand:

Normalität Der Alltag der meisten Menschen ist ein stilles Heldentum in Raten.
stammt von Anna Magnani – einer ital. Schauspielerin

und der zweite, passend zu Ostern:
Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten.
Das sagte Thomas von Aquin

Und damit hat es sich jetzt ausge-ostert – man muss ja nicht übertreiben, und frau auch nicht.

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

34 Kommentare zu “Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …

  1. Dieses Mal bin ich irgendwie zu spät – so noch schnell ein paar später Ostergrüße – und mir gefällt die österliche Dekoration ziemlich gut. Ich bin auch mehr für das spartanische und mag das überladene so gar nicht. Ich hoffe mal, so im Nachhinein, dass die Tage in Berlin mit den Pflanzenscheiben auf dem Balkon (sieht man denn schon was? Wahrscheinlich nicht, ist ja noch so neu) schön waren.
    Herzliche Grüße, das Licht

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    • Liebes Licht, ich habe bisher noch keinen Handwerker bestellt, der hier für meinen Blog eine Stechuhr installiert. Hier gibt es kein zu spät – lediglich ein zu früh, falls mal ein langer Post von mir erscheint, der einige Lesezeit beansprucht, und wenn dann eine Minute nach Erscheinen schon ein Like da ist, bekomme ich das Grübeln.
      Die beiden Ostertage unterschieden sich in rein gar nichts von den anderen Tagen – na gut, etwas besser gegessen habe ich, aber ansonsten haben sich alle, über deren Anruf ich mich sicher gefreut hätte, sehr vornehm zurück gehalten.
      In den Balkonkästen ist noch nichts zu sehen, was aber auch normal ist. Es dauert ca. 2 Wochen, bis was rauskommt. – Dafür hat der Topf mit der Fuchsienpflanze viele neue Knospen bekommen und die ersten sind richtig schön aufgegangen.
      Ganz herzliche Grüße in den wunderbaren Norden von Clara

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  2. Frohe Ostern, Clara.
    Die Eier mit Stroh sind besonders hübsch und Hasen haben eh ganzjährig Konjunktur. Die würde ich auch in den Töpfen hocken lassen. Hübsch sind sie.

    Liebe Grüße
    Mitzi

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    • Danke – ich finde sie auch liebenswert. Ich habe drei in weiß und einen hellgrünen. Da sie über den Winter auch draußen geblieben sind, ist einer etwas geplatzt – aber er hält noch zusammen.
      Und als Ergänzung gibt es drei weiße Vögel, die ich immer mal hierhin und dahin setze.
      Drüxxxxxxxxxxxxxxxxx zu dir

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  3. Gute Zeiten so innerhäusig wünsche ich dir!
    Man kann ganz schön heftig herumdenken, lesen, in der Küche was austüfteln, Sachen aufschreiben, bei anderen lesen oder gar in Büchern…
    Hatte versehentlich beim Gatten bisschen Maria Theresia aufgeschnappt, jetzt tummelt die sich in meinen Träumen, echt ey…

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    • Sonja, darf ich mir von dem reichhaltigen Angebot was raussuchen? Sicher!
      Das Inner-häusig-Sein stört mich viel weniger als viele andere. Ich bin wirklich gern zu Hause – wie meine Mutter, die war auch Stubenhocker – und da die Wohnung groß genug ist und ich momentan kein Sitzefleisch habe, renne ich ständig von einem Raum in den anderen.
      Lesen, Bücher, bei anderen und Fotos so lange bearbeiten, dass sie für den Blog passend sind – und Träume nach wie vor auslassen, mein Traumgeist weigert sich.

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  4. Liebe Clara,
    ich wünsche Dir auch schöne Ostertage – und die sollen gern auch schön bleiben bis Pfingsten – oder noch länger. 😉
    Viele liebe Grüße!
    Lo

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    • Lo, es heißt doch immer: Das ist so schön, da fallen Ostern und Weihnachten auf einen Tag! Wenn also dieses giftige Kugeldingens hier noch lange wütet, dann wird es womöglich schneller Weihnachten als uns lieb ist. Und dann greife ich wöchentlich einmal auf deine Wünsche zurück!

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  5. Liebe moni, für mich ist es nicht so viel anders als sonst, weil Ostern bei uns nie ein richtiges Familienfest ist. Die einen sitzen in Baden Württemberg, der andere fast nur in seinem Geschäft, weil ja an Feiertagen keine Angestellten arbeiten, bearbeitet er alle Bestellungen.
    Aber ich bin das Alleinsein bestens gewöhnt, denn viele Leute um mich herum bereiten mir wahnsinnige Verstehens-Probleme.
    Dir auch alles Liebe von
    Clara

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  6. Das ist besser als es nicht einschalten zu können – äh prinzipiell ….

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  7. DER, an den ich bei dieser Schreibweise sofort denke – soll in seinem Land bleiben.

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  8. Liebe CC,
    Fein auch die verwelkten Tulipas, ihre bizarre Schönheit im Tod.
    Mehr noch als jeder Osterhase auf Blümchenwiese in praller Blüte, berührt mich dieses Bild in Würde gealterter Tulpen. Goethe, ach ja und so viel Kluges versammelt, besonders das Magnagni- Zitat, schlicht und wahrhaftig.
    Es sind seltsame Ostern und meine alten Eltern leiden unter der Abwesenheit ihrer Kinder und Enkel. Einsamkeit macht eben auch krank und stresst.
    Not macht zwar einfallsreich, doch eine Umarmung, eine Gemeinsamzeit sind halt nicht zu ersetzen.
    Ich wünsche Dir jedenfalls viel gute Zeit und immer einen Aquin zur Hand oder einen Goethe oder eine Magnani. Worte trösten schön oder machen Hoffnung auf mundschutzlosere Zeiten als wir sie jetzt grad erleben.
    Gönn Dir ein schönes Eis. Unser Eismann hat offen. Sein Pistazieneis ruft nach mir. Ich muss weg….
    Liebe Ostergrüße,
    Amélie

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    • Liebe Amélie, wenn die Tulpen sicher schon nicht in Würde aufwachsen durften, sondern als Massenware auf niederländischen Großkolonien, so durften sie wenigstens bei mir bis zum bitteren Ende stehen bleiben. Im Normalfall hätte ich sie schon eher in den Biomüll geworfen, aber ich „brauchte“ diese Karfreitagstulpen.
      Heute habe ich mal wieder der Hauptbeschäftigung aller Kinder zu Ostern Tribut gezollt: Dem Suchen. Ich suchte die Beschreibungen und Tüten der Sachen, die ich auf dem Balkon ausgesät und eingetopft habe. Das kann ja bestenfalls vorgestern von mir weggeräumt worden sein. Ich habe den Papierkorb ausgeräumt und tausend Stellen begutachtet, wo sie nicht waren. Dabei habe ich eine kleine schwarze gefüllte Kulturtasche gefunden, die ich seit meiner letzten Reise suche. Das war die Belohnung.
      Und dann habe ich eine vollkommen „abartige“ Schublade aufgezogen, wo ich sie bei klarem Verstand nieeeeeeeeeeeee hinein gelegt hätte – und da waren sie. – Suchtest bestanden, nur die Zeit war zu lang.
      Ich glaube, wenn ich meinen Computer, meinen Fotoapparat und mein Handy nicht hätte – ich würde mich mehr als einsam fühlen, denn beim Telefon könnte ich den Gesprächsanteil abmelden.
      Dir auch noch eine gute Zeit wünscht dir CC

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  9. Ein frohes gemütliches Osterfest wünsche ich dir, liebe Clara. Der „Osterspaziergang“ ist enes der wenigen Gedichte, die ich noch vollständig auswendig kann. Wir haben früher in der Schule viele Gedichte gelernt.

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    • Ich werde heute im Laufe des Tages noch ein Brot backen (ich habe nicht gedacht, dass alle meine eingefrorenen Vorräte schon aufgebraucht sind) und einen tollen Obstsalat allein für mich machen – da habe ich wenigstens was Sinnvolles zu tun, wenn sich schon niemand telefonisch meldet. Langsam geht mir dieses Ostergeeire bei WhattsApp auf den Geist.
      Wir haben auch viele Gedichte gelernt, aber die meisten kommen mir nur noch „bekannt“ vor – auswendig, also komplett, kann ich wohl nichts mehr aufsagen – aber ich könnte es mit schöner Betonung vorlesen 🙂

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  10. Oh, die Schalen (Schnecke und Dreieck) finde ich wunderschön!
    Im Hause Rainrunner gibt’s keine Osterdeko. Ich war letztens so angefressen, dass ich den saisonal wechselnden Türkranz abgehängt und nicht ersetzt habe – mir ist nicht danach 😦
    Dir frohe Ostern! 🙂

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    • Eigentlich habe ich mit der Deko nur wegen des Blogs und der dafür „erforderlichen“ Fotos rumgespielt. Für mich ist das heute ein Tag wie schon sehr viele in den letzten drei Wochen. Ob Ostern oder nicht – es macht für mich keinen Unterschied – und für mir nahestehende Leute offenbar auch nicht. Und diese vorgefertigten WhatsAppGrüße gehen mir mehr auf den Geist als dass sie mich erfreuen. – Eine frühere Blogfreundin, die sich schon sehr lange zurückgezogen hat, hat mich mit wunderschönen Fotos von ihren Kindern und Texte dazu erfreut – und meine liebe Nachbarin hat mich auch überrascht. Gut, dass ich vor der Tür nachgesehen habe.
      Die beiden weißen Schalen sind natürlich für den mit Essen beladenen Tisch gedacht – aber da ich kaum noch mehrere Leute einlade, weil ich dann in meiner eigenen Wohnung nichts verstehe, verwende ich sie meist für andere Zwecke. Aber dir sind sie aufgefallen. Ich würde dir glattweg eine schenken, wenn du dich doch mal dazu aufraffen würdest, ein echtes „Gegenüber“ zuzulassen.
      Das lasse ich jetzt so stehen und wünsche dir ein Osterfest, bei dem du nicht alleine bist.

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  11. Moin Clara. Grad antwortete ich noch mit Goethes Faust auf deinen Kommentar in meinem Blog, da kommst du hier mit Goethe in Reinkultur an. 😉
    Und du hast hübsch oster-dekoriert. Ich hab’s nicht mehr so damit. Muss ich danach nur wieder alles wegräumen. Außerdem hat meine Freundin in ihrer Wohnung dekoriert, das reicht 😉 Aber dieser Osterhase hat doch seinen Platz:

    Der kam gestern mit der Post von meinem Enkelkind. Den hat sie (3) selbst bemalt.
    Viele Grüße von der Ostsee, bleibe gesund&munter!

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    • Das meiste, was ich hier an Fotos mit Deko gezeigt habe, waren ja nur Versuche – letztendlich übrig geblieben sind die Balkonhasen, die das komplette Jahr über aus den Blumenschalen heraus schauen, dann die Schale mit den Metall- und anderen Kugeln und der Blumenübertopf mit den farbigen Eiern, die beklebt sind. Und dieser Übertopf wird nach Ostern komplett ins unterste Regalfach ganz nach hinten geräumt – Arbeitsaufwand unter einer Minute. – Und DAS leiste ich mir dafür, dass der Staat mir in früheren Jahren einen Ostermontag als arbeitsfreien Tag spendiert hat.
      Den toll bemalten Hasen habe ich wohl schon bei dir gesehen – aber er ist so prächtig, dass ich ihn auch noch ein drittes Mal ansehen würde.
      Ich überlege jetzt gerade – gehen ich sonnenspazieren oder backe ich Brot und mache Salat, damit Hände und Kopf beschäftigt sind. Für den Balkon ist es noch zu kalt – obwohl, in dicker Jacke ginge das.
      Vorhin habe ich ein Minivideo gedreht, weil so gut wie KEINE Autos fuhren. 45 Sekunden lang war die Straße komplett autofrei – das gab es – außer in der Nacht vielleicht – in den fast 5 Jahren nicht, die ich hier wohne.
      Mit Gruß von mir

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  12. Frohe Ostern, liebe Clara 🐇🐣💕

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  13. Danke liebe Clara, dass Sie mich daran erinnert haben, dass Ostern ist. Ach ja, da war doch noch was!
    Vom Eise befreit bin ich auch – die Eisdiele, zu der ich extra geradelt bin, hatte geschlossen. Aber wie ich meinen Pioniergeist kenne, wird diese Befreiung nicht lange anhalten und ich erforsche andere Möglichkeiten. Watt mutt dat mutt, sozusagen, regelrecht und praktisch geht doch nichts über ein schönes OsterEIS. 😉
    Gruß Heinrich

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    • Lieber Heinrich, so ist es richtig – den Forschergeist sofort auf nützliche, zumindest schmackhafte Dinge umprogrammieren. Ich kleiner Einfaltspinsel dachte immer, Sie seien NUR auf Schokopudding programmiert. Da konnte ich nicht applaudieren, denn ich mache mir fast gar nichts aus (gekochtem) Pudding. Aber bei Eis als Ziel hole ich mein eigenes Fahrrad aus dem Keller!
      Überstehen Sie ALLES gut, nicht nur das fehlende Eis.
      Mit liebem Gruß von Clara

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  14. Ach, liebe Clara, ich wünschte, ich hätte nur ein klein wenig von Herrn Goethe! Dann würden mir jetzt wohlgesetzte Wünsche für Dich einfallen.
    So schreibe ich einfach nur: Verbringe diese Tage mit Frohsinn im Herzen und ganz viel Sonne! 🙂

    Liebe Grüße,
    Werner

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    • Lieber Werner, wenn wir (fast) alle ein kleiner oder großer Goethe wären, herrschte im Land eine noch größere Arbeitslosigkeit – denn ich kann mir kaum vorstellen, dass Dichter systemrelevant wären. Wenn es doch schon die Denker noch nicht einmal sind.
      Sonne ist hier, der Frohsinn ist sehr stark rationiert worden.
      Dir scheint Ostern mehr als mir zu bedeuten, frohe Gedanken wünsche ich dir auch.

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  15. Fröhliche Ostern, liebe Clara !

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