Claras Allerleiweltsgedanken

Nachtrag zu „Urlaub auf Balkonien“

23 Kommentare

Mein Reiseveranstalter hat mir gestern ca. 5 Seiten mit Erklärungen geschickt und die Forderung aufgestellt, das restliche Geld bis zum 15.7. zu überweisen.

So viel, so gut.

Erst durch sehr genaues Vergleichen der eigentlichen Reiseroute mit dem jetzigen Fahrverlauf konnte ich feststellen, dass aus der eigentlichen „Skandinavienreise“ ein „Norwegenurlaub“ geworden ist.

Auf einer Einladungsseite zu einem Extraausflug wird noch von Schweden und Norwegen gesprochen – wahrscheinlich ist diese Seite dafür gedruckt, dass der Aufenthalt in Schweden VOR der Einreise in Norwegen wieder erlaubt sein wird – momentan ist das nicht der Fall.

Das schon ein wenig vertraute Malmö samt Übernachtung wird also nicht angefahren – also kein Wiedersehen mit der Musikkapelle aus Metall.

… Ich kann auch keinen Blick in die extravagante Löwenapotheke am Markt werfen.

… und der „Turnig tower“ kann auch nicht erneut fotografiert werden. Vielleicht hätte ich dieses Glasbild zu meiner Sammlung hinzugefügt, damit die halbrunde Zahl 25 erreicht wird.

In der sehr interessanten Altstadt von Göteborg gibt es jetzt auf der neuen Tourenroute weder einen Stadtbummel noch einen von der Reiseleitung spendierten Fischimbiss …(der letzte Göteborgbesuch war mehr als verregnet und hätte jetzt durch neuere Eindrücke ergänzt werden können)

… und die Fahrt über die wirklich freudig erwartete Öresundbrücke muss ich mir dann natürlich auch verkneifen

So viel – so nicht unbedingt gut, aber vielleicht bei einer Preisreduzierung verkraftbar. Ich weiß, die Reiseveranstalter leiden – sie hatten aber davor viele fette Jahre. – Meine Oma hätte jetzt sofort das Sprichwort eingeworfen:

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.“

Das einzige, was weiterhin wie geplant oder vorgesehen klappen würde, ist der Besuch von Oslo mit dem Königspalast an meinem halbrunden Geburtstag. Vielleicht kämen die Regenten extra zum Gratulieren 🙂 😉

Aber das eigentlich mich sehr Bedrückende dieser Fahrt ist folgender Umstand.

Es wird nicht groß und deutlich darauf hingewiesen, sondern man muss sich die Hygienevorschriften GANZ GENAU durchlesen. Allgemein wird davon gesprochen, dass zwei Busse eingesetzt werden und jede zweite Reihe frei bleibt und auch die dem Gang gegenüberliegende Sitzbank frei ist – es wird also versetzt besetzt 🙂 – eine mich erst einmal zu großer Freude animierende Tatsache, denn so besteht auf gar keinen Fall die Gefahr, dass ich eine Sitzplatznachbarin zugeteilt bekomme – ich habe ja auch schließlich über 800,00 € für ein Einzelzimmer bezahlt, da sollte auch immer eine Einzelsitzbank enthalten sein.

Da beim Ein- und Aussteigen größere Nähe herrscht, ist mir sonnenklar, dass dann eine Maske getragen werden muss. Doch dass bei ALLEN FAHRTEN IN DÄNEMARK UND NORWEGEN im Bus eine Maske getragen werden muss (und das können sehr viele Stunden am Tag sein) und die Bordtoilette nicht geöffnet ist, ist für mich mehr als bedenklich, ob ich diese Fahrt machen kann. Ich habe ja schon oft genug erzählt, dass ich trotz dreier Nasenoperationen ganz schlecht Luft bekomme – da hilft es mir auch nicht, die Maske „Rüsselfrei“ aufzusetzen, wie es viele Leute ja im Geschäft machen, denn genau durch die Nase hapert es ja mit der Luftzuführung.

Ich werde heute noch an meinen Reiseveranstalter schreiben und ihm den Link zu diesem Artikel schicken – da muss ich nicht alles noch einmal schreiben und erklären.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

23 Kommentare zu “Nachtrag zu „Urlaub auf Balkonien“

  1. Alter Schwede. Das Reisen ist ganz schön kompliziert geworden…

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  2. Liebe Clara, ich drück dir die Daumen, dass der Veranstalter ein Einsehen hat!
    So macht reisen keinen Spaß. 🙄😷
    Ich warte auch noch auf die Erstattung der drei Bahn Tickets. Seit März. Ich glaub das wird nix mehr.
    Liebe Grüße

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  3. Moin. Nr. 5 😉
    Als du in der Vergangenheit schriebest, dass du die Busreise würdest unbedingt unternehmen wollen, und ich dir darauf antwortete, dass ich dir für diesen Falle alle Daumen drücke, hatte ich genau die Bedenken in meinem Hinterkopf, die du nun auch hegst.
    Nun ja, besonders deshalb, weil wir in eine ähnlichen Situation waren und heute noch froh darüber sind, dass die Fahrt vom Reiseveranstalter abgesagt wurde. Das hat uns nämlich viel Schreiberei erspart und meine Freundin – Risikopatientin nach überstandener Krebsgeschichte – wäre nie und nimmer in so einen Bus eingestiegen. NIE NICHT!
    Ich sehe mich selbstverständlich nicht in der Position, dir Ratschläge zu erteilen. Persönlich denke ich jedoch, dass wir als Kunden nicht aus falsch verstandenem Mitgefühl mit den Reiseveranstaltern so eine Reise antreten sollten. So schlimm es der Branche auch gehen mag, MIR ist meine Gesundheit wichtiger und ich werde mich keiner vermeidbaren Gefahr aussetzen.
    Grüße von Balkonien 😉

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    • Ach Herr Sven Meier, ich will ja nicht dem Reisebüro zuliebe fahren, sondern wirklich und wahrhaftig MIR zuliebe.
      Meine Erkundigung ergaben, dass ich nur mit einem sehr pfiffigen Anwalt die Chance hätte, die Reise vollkommen kostenlos zu stornieren, da sie ja stattfindet. Und die regulären Stornokosten wären beträchtliche.
      Für euch ist das mit öffentlichen Verkehrsmitteln ja anders als hier. Wenn ich wirklich von A nach B will, KANN ich das nur öffentlich machen. Und deswegen denke ich, ist eine Busfahrt mit IMMER den gleichen Vor- und Hinterleuten auch nicht gefährlicher.
      Beim Sprechen von Aerosolen getroffen zu werden, ist sicher nach einem Tag auch vorbei – denn wenn wir auf Abstand sitzen, verstehe ich nichts, so dass ich auch nicht angesprochen und „angespuckt“ werde – schwer zu hören hat eben nicht nur Nachteile 🙂
      Und tschüss!

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  4. Mh, ich gebe offen zu, dass allein die Vorstellung, in einem Bus zu sitzen, in dem ggf. nicht gelüftet ist, mir grauen würde – ob mit oder ohne Maske… Ich würd ja sagen „Installier wenigstens die Corona-App“, aber wer weiß, ob die alle Mitfahrer verwenden 😀

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    • Hallo, die App habe ich installiert, aber ich glaube kaum, dass die viele von den alten Mitfahrern auf ihrem Handy haben werden. Sie haben aber in den Schreiben ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Lüftungen sehr stark aufgedreht sind, so dass sich empfindliche Leute einen Schal oder eine Jacke oder sonst was mitnehmen sollen. Also daran wird es nicht scheitern.
      Ich habe gestern Abend noch meine Mail abgeschickt und warte jetzt auf eine Antwort.
      Außerdem bräuchte es in diesem Falle ja gar nicht die App, denn man würde ja mitbekommen, wenn einer der Mitreisenden erkrankt und dann weiß man, ob man zu ihm näheren Kontakt hatte.

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  5. Hallo Clara,
    Wie wäre es denn mit einem Visier? Vielleicht würde das auch akzeptiert, wenn dir ein Arzt ein Attest ausstellt, das du wegen der Nase keine Maske tragen kannst. Ich denke, Dänemark und Norwegen schreiben die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen vor, darum muss sich der Reiseveranstalter daran halten. Und in seinem eigenen Interesse ist das natürlich auch. Wenn er mit einem Bus voller Infizierter nach Hause kommt, kann er entgültig dichtmachen.
    Grüßli aus einem verregneten Wochenende 🖐

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    • Nein, es ist nicht so – ich habe extra noch einmal auf Visit Norway und auf der Seite vom Auswärtigen Amt geschaut – bei beiden steht, dass es KEINE MASKENPFLICHT gibt.
      Das stimmt natürlich – aber wenn nur jede zweite Reihe besetzt ist und die Nebenbank über den Gang auch frei ist, dann sind die 1,50 m Abstand auf jeden Fall eingehalten – da bestünde also keine Gefahr.
      Ich habe die Mail noch nicht geschrieben, mache ich aber noch.
      Bei uns hat es nur ganz wenig geregnet, aber so gepfiffen, dass der Volant von der Markise richtig gedonnert hat.
      LG von mir

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  6. Der Reiseveranstalter meines Vertrauens schickte mir auch ein Schreiben wie zukünftige Busreisen zu handhaben sind. Nachdem ich am Freitag 2 Stunden mit Maske beim Friseur gelitten habe, kommt eine Busreise definitiv für mich nicht in Frage.

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  7. Sogar bei unseren Tagesreisen wird Maske im Bus verlangt. Jetzt ist die nächste am kommenden Donnerstag erst mal wegen zu geringer Beteiligung abgesagt. Bin ich auch nicht böse. Mal sehen, was mit der nächsten passiert, die ist auch noch im Juli. Ich bin sehr gespannt, wie es mit deiner Reise weitergeht. Eigentlich ist die Programmänderung doch auch ein Grund, die Reise abzusagen, oder???

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    • Ganz genau, einzig und allein die Programmänderung stört mich beim Ablauf. Und die Maskenträgerei den Tag über im Bus finde ich unerträglich, vor allem, weil sie nur jede zweite Reihe besetzen und zwei Busse einsetzen. Ich bekäme vielleicht von meinem HNO-Arzt ein Attest, dass ich diese Maske nicht stundenlang tragen kann.

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  8. Hast du denn vielleicht so eine reiserpcktritt wegen Krankheit dabei?
    Ich würde die in Anspruch nehmen 🙂

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    • Hallo Anke, du mal wieder hier und nicht in Hollywood? 🙂 😉
      Die habe ich – aber die Versicherer sind ja jetzt sehr vorsichtig geworden. Mir ist mal zu Ohren gekommen, dass Corona nicht gelten würde. Und außerdem hätte ich auch keinen Arzt, der mich reiseunfähig schreibt, denn im Grunde genommen wäre ich ja aller Wahrscheinlichkeit nach gesund, wenn ich an den Arzt dieses Ansinnen stelle.
      Außerdem musst du da auch noch einen kräftigen Betrag zahlen – nein, ich will das auf faire Weise lösen, da sich ja die Reisebedingungen kräftig geändert haben.

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  9. Liebe Clara,
    das will wirklich gut überlegt sein.
    Ich wünsche Dir, dass Du trotz Nasenprobleme 😉 den richtigen Riecher hast und die richtige Entscheidung fällst.
    Der Reiseveranstalter wird sicher alles herunter spielen, denn dem kommt es ja darauf an, dass kein Fahrgast abspringt.
    Liebe Sonntagsgrüße
    moni

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    • Liebe moni, damit wirst du wahrscheinlich mehr recht haben, als es mir schwant. Der Geldüberweisungszeitpunkt ist noch ein paar Tage hin – vielleicht kann ich noch was richten.
      Mit windigen Balkongrüßen zu dir von Clara

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