Claras Allerleiweltsgedanken

Bildungsbloggen bei Clara Himmelhoch

17 Kommentare

Kinder bekommen Zahnspangen – alte Damen bekommen Nagelspangen

Alter schützt vor „Eitelkeit“ nicht – meine großen Zehen bzw. deren Nägel haben ein „teures Piercing“ bekommen.

Schon sehr lange habe ich ja auf schmerzhafte Weise mit einwachsenden Zehennägeln zu tun. Stärker denn je bin ich der Ansicht, dass das u.a. durch eine falsche Schnitttechnik der verschiedenen Fußpflegerinnen begünstigt wurde. Die Nägel sollen gerade und nicht zu kurz, rund oder spitz geschnitten werden – das heißt, die ECKEN sollen eben NICHT herausgeschnitten werden. Das gibt zwar für kurze Zeit Linderung, aber danach wird das Problem eher schlechter als besser.

Die Hautärztin hatte ein Einsehen mit meiner Jammermiene und verordnete Metallspangen. Dann ging ich in eine Podologiepraxis und ließ einen Kostenvoranschlag erstellen. Den schickte ich zur Krankenkasse und bekam ihn zu 75 % bestätigt zurück. Die Praxis hatte rund 800,00 € für die ca. 1 Jahr dauernde Behandlung veranschlagt – die Kasse übernimmt davon 600,00 €.

EINE Spange kostet 200 €, die Kasse zahlt 150 € pro Spange. Ungefähr aller 6 Wochen müssen die Spangen nach vorn versetzt werden – die Praxis will 22 € pro Spange, die Kasse zahlt nicht ganz so viel.  Und dabei kann ich noch sehr, sehr froh sein, dass sie diese Behandlung überhaupt übernehmen – viele machen das nicht mehr.

Lange Zeit hatte ich Ruhe, so dass ich noch mal zum Chef der Podologiepraxis ging. Der meinte, eventuell komme ich ohne Spangen aus – die Verordnung sei ein halbes Jahr gültig und ich solle die Sache beobachten.

Und dann kam das:

Eine Seite war entzündet und tat einfach nur weh. Mit einer dicken Zellstofflage unterfütterte ich den großen Zeh, so dass er viel höher kam und ihn der Nachbar nicht ärgern konnte – es half!!!! – war nur sehr umständlich. Und die tragbaren Schuhe waren nur noch semi-elegant.

Unter der Dusche sah ich so aus:

Zuerst wurde ein Abdruck mit „Knete“ gemacht, damit sich „das Piercing“ auch passgenau an die Unterlage schmiegt. Und am gestrigen Tag war es so weit. Ich WhatsAppte einer Freundin: „Ich habe eine Sch….angst“, denn ich kann Schmerzen nicht leiden. Die Angst wurde durch die 20 Minuten Wartezeit nicht kleiner.

Doch dann waren beide Spangen aufgesetzt und es war wirklich nicht schlimm – nur ein bisschen – ein ganz kleines bisschen – kaum erwähnenswert. – Na gut, es spannt ein wenig beim Laufen. Wenn die Tamponaden für das nicht geflossene Blut weg sind, lässt der Druck vielleicht nach – oder auch nicht. – Jedenfalls am 31. August werden sie umgesetzt – wie meine Deko im Zimmer das auch ständig macht. – Und da ich mit einem Paar knalllila Gummihandschuhe getröstet wurde, konnte gar nichts mehr richtig schlimm sein.

Ich kam gleich wieder auf kindische Ideen. Das zweite Foto heißt: Das Daumenlutscherkind – nicht, dass jemand auf dümmere Gedanken kommt.

Falls sich meine Zehen doch wieder entzünden sollten und mit Streptokokken um sich werfen, bin ich jetzt gewappnet. Mein Gesichtsschild ist angekommen und wird mich hoffentlich gut durch die Busfahrten im Urlaub bringen. – Es ist nur für den Transport etwas sperrig. – Da wir aber jeden Tag auf dem gleichen Platz sitzen, kann ich es gut und gern im Bus liegen lassen und die restliche Zeit dann (Bankräuber-)maskiert rumlaufen.

Bei diesen langen Monaten wollten bestimmt schon viele die Zeit anhalten oder umdrehen und nicht nur bei mir haben sich die Haare zu Berge gestellt.

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

17 Kommentare zu “Bildungsbloggen bei Clara Himmelhoch

  1. Ich gestehe – ich habe ganz schnell wieder weggeschaut 😉

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  2. Hiermit frage ich nachträglich um Erlaubnis, diesen deinen so interessanten Blogbeitrag in meinem Tageswerk erwähnen zu dürfen? Gestattet?

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    • DIR hätte ich „blind“ die Erlaubnis erteilt – aber ich habe ihn mir doch kurz angesehen. Nach meiner Erfahrung wissen nur sehr wenige Leute von so einer Möglichkeit. Aber das „langwachsenlassen“ ist ganz bestimmt die sicherste und preiswerteste Methode – aber Socken könnten dabei sehr oft durchlöchert werden.
      Wenn die Angehörigen der Fußpflegerinnengilde erst einmal angefangen hatten, die schmerzenden Ecken herauszuschneiden, waren in drei oder vier Wochen die nächsten Probleme vorprogrammiert. – Aber jetzt bin ich ja in medizinisch geschulten Fachfrauenhänden.

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  3. Wenn ich deine Maske sehe, dann bin ich froh, dass bisher 4 unserer 5 Tagesreisen abgesagt wurden. Eine steht noch aus am 1. August. Ehrlich, ich bin nicht böse, wenn auch diese abgesagt wird. Mit Maske im Bus ist für mich eine Tortur.

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    • Dieses Visier erscheint mir perfekt dafür, es längere Zeit zu tragen. Das Kopfband ist vorn mit Schaumgummi abgepolstert und kann natürlich in der Weite verstellt werden. – Der Durchblick erscheint mir sehr gut zu sein – es gibt noch 2 Ersatzvisiere, falls das erste zerkratzt ist.
      Und mit einer Handbewegung kann ich es nach oben klappen, so dass ein Schluck aus der Flasche kein Problem ist.
      Ich fahre heute am späten Nachmittag zu einem kleinen Treffen – da werde ich es in Bus und S-Bahn und dann eventuell auch vor Ort testen.

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  4. Liebe Clara,
    Mir krüsseln sich schon vor Schreck die Bockermannnägel, wenn ich diese Folterinstrumente nur sehe🙈…Hauptsache sie helfen und sie tun was sie sollen und Du kannst endlich schmerzfrei sein. Meine Tochter trug drei Jahre lang Bracketts. Immer wenn die Dinger wieder nachgezurrt wurden, gab es Kartoffelpappe, das war das Einzige, das mein schmerzgeplagtes Kind noch wollte. Und Kühlkissen auf den wunden Mund. Jedes Mal litt ich mit ihr mit und oft nahm ich sie in die Arme und sagte ihr, wie wahnsinnig tapfer ich sie finde…
    Heute hat sie perfekte Zähne.
    Dir wünsche ich nach der Tortur perfekte Zehennägel und nie wieder Fußschmerzen.
    Feenwünsche…✨
    Liebe morgen Grüße
    Amélie

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    • Hallo, liebe Fee, die du mich ja mit deinen WA-Nchrichten bis kurz vor der Behandlung begleitet hast – jetzt ist es also „vollbracht“.
      Bracketts kenne ich aus nächster Nähe bei Anna – aber das ist natürlich auch schon ein paar Jahre her. Ich habe sie natürlich nicht jeden Tag gesehen, aber insgesamt hatte ich den Eindruck, dass sie diese doch langwierige Prozedur gut überstanden hat – und vor allem mit einem ganz, ganz tollen Ergebnis. Sie hatte ja bis zum Schulbeginn ganz regelmäßig am Daumen gelutscht – dementsprechend war ihr Oberkiefer ge- oder verformt. – Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es beim Verstellen furchtbar schmerzhaft ist für die Kinder. Es ist wohl die wirksamste Methode, die aber nur unter bestimmten Bedinungen kostenfrei für die Eltern ist. Bei der konservativen Methode mit einer Zahnspange, die rausgenommen werden kann, werden längst nicht so gute Erfolge erzielt.
      Wenn die Nägel nach dem 10. Versetzen der Spange dann flach, und nicht mehr so rund gebogen sind – dann hat sich ALLES gelohnt.
      Ganz liebe Grüße zu dir von CC

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  5. Clara, das Ergebnis klingt doch jetzt vielversprechend. Damit sich aber auch gleich gar nichts entzündet, rate ich zu häufigen Fussbädern mit Kernseife. Morgens und abends die Zehen mit Octenisept desinfizieren und dann schön eincremen. Und ab und zu ein Likörchen😉

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    • Hallo, Frau vom Fach – während meiner Akutentzündungszeiten habe ich oft die Füße in Kernseifenlauge gewässert und dann mit unterschiedlichsten Entzündungssalben beschmiert. – Doch momentan ist wirklich nichts entzündet – da werde ich die seitlichen Drainagen oder besser Mulleinlagen mal nicht so strapazieren, damit sie noch eine Weile an ihrem Platz verweilen können.
      Das mit dem Eincremen gefällt mir, aber noch besser gefällt mir das mit dem Likörchen, weil ich fest davon ausgehe, dass ich diesen NICHT über die Zehen gießen soll, sondern in meinen Mund. 🙂 😉
      Der erste „Umsetztermin“ ist der 31. August – also 6 Wochen – 10 Termine sind geplant und von der Kasse genehmigt. Das heißt also, mein übernächster Geburtstag verläuft auch noch be-spangt – aber dann hoffentlich schon mit geraden Nägeln, nicht so gebogen wie ein (fast-)Hufeisen.

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  6. Liebe Clara, bis zu diesem Post wusste ich weder, was Nagelspangen sind, noch wie die aussehen. Harmlos eigentlich – aber wenn man bedenkt, dass die Zehen bei Dir ja entzündet sind, dann hätte ich auch ne Scheißangst davor gehabt. Betäubungsspritzen in den Fuß stelle ich mir aber mindestens ebenso eklig vor. Als ich mir vor 3 Jahren (oder wars vor vier?) die Nadel aus dem Fuß operieren ließ, ließ ich das auch nur unter dem Versprechen machen, dass ich eine Vollnarkose bekomme. Weder wollte ich, dass man mir irgend ne fiese Nadel zwischen die Zehen schiebt, noch wollte ich das ganze Theater live und in Farbe miterleben.
    Dann lasse das jetzt mal gut heilen und ich wünsche Dir ein maximal positives Ergebnis 🙂 Der ganze Mist soll ja schließlich auch nicht umsonst gewesen sein 🙂

    Zu Deiner Schildmaske sach ich jetze mal nix 🙂

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    • Du hättest mich die Schildmaske ruhig loben können, schließlich will ich damit 14 Tage durch Norwegen im Bus fahren. Ich war mittelschwer entsetzt, als ich gesagt bekam, dass wir auch im Bus eine Maske vor dem Gesicht haben müssen. Und da bin ich mit dieser glücklicher dran als mit einer meine Einatmung stark behindernden Stoffmaske.
      Da habe ich doch also wirklich recht gehabt, wenn ich sage, das ist Bildungsbloggen.
      Bis jetzt drückt es noch ein wenig, aber es ist wirklich auszuhalten. Jetzt müssen diese Dinger nur noch ihre Funktion erfüllen und den Nagel wieder gerade werden lassen. Gute Nacht

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  7. Bildungsbloggen finde ich gut!
    Liebe Clara,
    sollte ich je Nagelspangen benötigen, hat sich bei mir jetzt schon sehr bildhaft das Wissen darüber gebildet.
    Bildhübsche GutenachtGrüße
    von Heinrich

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    • Lieber Heinrich, ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen eine nagelspangenfreie Zeit. Jetzt, das Endergebnis, ist ja gar nicht so schlimm wie ich erwartet hatte, aber der Weg dahin war ziemlich eklig. Sie finden bestimmt andere Imponderabilien, mit denen Sie sich die Zeit vertreiben können.
      Ich winke Ihnen maskenfrei zu und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Liebe Grüße von Clara

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