Claras Allerleiweltsgedanken


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Schon mehr als die Hälfte …

… von diesem vertrackten Jahr vorbei.

Wenn bei mir der August anfängt, beginnt auch immer ein klein wenig Weltuntergangsstimmung – denn schließlich weiß ich ja nicht, wie oft ich noch einen August erlebe.

Ich möchte auf die Besonderheiten der diesjährigen vergangenen Monate nicht eingehen – die kennt jeder bis zum Erbrechen, denn sie wurden nicht nur durch die Medien verbreitet, man begegnete ihnen sichtbar, sobald man das Haus verließ.

Meine Jahreskarte für den Britzer Garten war dieses Jahr mehr eine Spende als eine Eintrittsgebühr – ich konnte mich viel zu selten aufraffen, wirklich hinzufahren. Entweder war es zu heiß oder zu kalt, zu nass oder zu trocken, die Fahrt im Bus mit Maske zu beschwerlich oder … oder … oder.

Deswegen bin ich letztens einfach nur in den Park gegangen, der fast vor meiner Haustür ist.

Wird es diese herzkitzelnde Situation noch einmal geben? Ich hoffe, ihr könnt die Fragen auf den Blättern lesen, die ich in mühevoller Kleinarbeit 🙂 dort drauf geschrieben habe. Ich weiß sogar, dass das Robinienblätter sind. – Vielleicht begegnet mir dieser HerzSchmerzPrinz im Seniorenheim? Und nicht nur, wie in der Vergangenheit, als Fotoapparat Prinz Lumix, der sich dann nach kurzer Zeit von mir verabschiedet hat.

Lila geht immer – vor allem so wild und ungebändigt – fast so wie ich mal war – und so verblüht, wie ich jetzt bin.

Futter für das Wild – hier wächst es heran.

Wer das futtern will, kann es sich selbst aussuchen.

Diese Blütenstände finde ich immer wieder schön.


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Mal Hü, mal Hott … dann wieder Hü!

Keine Angst, ich schreibe jetzt keine langweiligen Tiraden über mein wankelmütiges Wesen – ich kann auch mal Geheimnisse für mich behalten. – Ich rede von meinem Reiseveranstalter, der lange Zeit so erpicht darauf war, mich für teures Geld 14 Tage durch Skandinavien zu fahren. Dann hatte er aus Gründen Schweden gestrichen und Dänemark abgespeckt, so dass es eigentlich nur noch eine Norwegenreise war.

Warum auch immer, aber ich hatte mir eingebildet, Mitte August in Oslo vor dem Königspalast zu stehen und mich wie eine (HIlfs-)Königin zu fühlen.

Dann sagte mir mein Anrufbeantworter, ich möge doch bitte die und die Nummer anrufen. Gesagt – gehört – getan. Und ich vernehme: „Frau Himmelhoch, Sie dürfen leider nicht mitfahren, wir haben so viele Umbuchungen und Stornierungen bekommen, dass wir nur mit einem Bus fahren, aber mit halber Besetzung. Und mehr als 25 Personen dürfen dann leider nicht in den Bus. Sie haben die Möglichkeit, auf nächstes Jahr umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.“

Kurz ließ ich mir die Sache durch den Kopf gehen – aber zu einer anderen Zeit als dieses Jahr August hätte ich diese kostenintensive Reise nicht gemacht. Nun hatte ich schon bezahlt und auf dem Tisch stand kein Trockenbrot – also wollte ich auch mitreisen.

Die Mitarbeiterin des Reisebüros fand in einigen Telefonaten ein Ehepaar, das bereit war, die Reise auf nächstes Jahr zu verschieben – und es kam der Anruf: „Frau Himmelhoch, Sie dürfen reisen!!!“

Hoffentlich bereue ich das nicht eines Tages nicht, wenn ich bei der Heimkehr ein Wattestäbchen in den Rachen und die Nase gerammt bekomme, weil jemand wissen will, ob ich Cc bin. Im Normalfall bedeutet diese Abkürzung „Clara Christine“ – aber jetzt wäre es „Corona clean“

Da kann ich ja meine zwei Arten von durchsichtigen Masken doch noch verwenden: Die erste kennt ihr ja schon. Die zweite kam heute im 10er Pack. Falls sie keine Viren oder Aerosole abhält – für Radfahrten in den Abendstunden ist sie super geeignet, sie verwehrt nämlich jeglichen Fliegen oder anderem Ungeziefer den Weg in den Mund. – Ich habe bei meinen Radtouren immer sehr gelitten.

Nachdem ich begriffen hatte, dass auf der Folie eine durchsichtige Schutzabdeckung war, wurde der Durchblick besser. Leider klebt der Kinnbügel (alles aus Plastik) bei Hitze und ist unangenehm. Zuerst habe ich die Kinnstütze, die für alle Masken verwendet werden kann, mit Leukoplast bezogen – aber das war auch noch nicht das Gelbe vom Ei. Dann legte ich einen Wattepad hinein und schnitt die überstehenden Teile ab – und ein Leuchten erhellte mein Gesicht.