Claras Allerleiweltsgedanken

RB 4 – Kunst-Kunst-Kunst

32 Kommentare

Bevor ich zum aktuellen Beitrag komme, muss ich schnell eine aktuelle Ergänzung machen. Der letzte Beitrag hieß ja „Blumen und Wasser“ – und prompt sind am Veröffentlichungstag zwei Wassersachen passiert.
Plötzlich fielen mir fast die Ohren ab, weil ein Bauarbeiter direkt neben meinem Badfenster bohrte – natürlich schaute ich raus – und fragte ihn, ob er einen Kaffee wolle (da hätte er wenige Minuten mit dem Bohren aufgehört!), aber er wollte nur ein Wasser – bekam er, im lila Becher serviert. – Das war die angenehme Wasser-Story.

Unangenehm an der Sache ist nur, dass diese armen Kerle OHNE Gehörschutz arbeiten, obwohl die Lautstärke das normal Erträgliche um vieles überschreitet. Auch OHNE Schutzbrille stemmen sie die Überreste der Fensterbretter weg. Das darf einfach nicht sein – ich werde mal sehen, ob ich einen Vorarbeiter finde oder bei der Verwaltung anrufe. – Nur, weil wir es so preiswert wie möglich haben wollen, dürfen doch nicht die primitivsten Arbeitsschutzvorschriften ausgesetzt werden. – Auf brütende Vögel nehmen wir Rücksicht – auf rumänische Bauarbeiter aber nicht. – Ich habe eine Mail an den Chef geschickt, mal sehen, ob ich eine Antwort bekomme. – Ich habe auch direkt mit den Arbeitern gesprochen, sie sind aus Mazedonien. Als Abhilfe wegen fehlenden Gehörschutzes stecken sie sich Fetzen eines Papiertaschentuches in die Ohren. – Kein DEUTSCHER Bauarbeiter würde so arbeiten!!!

Jetzt die weniger angenehme. Von jetzt auf gleich war meine Spüle so verstopft, das NICHTS mehr ablief, das Wasser stand minutenlang, ohne sich zu verfatzen. Einen Tag zuvor war der Geschirrspüler noch normal gelaufen. Mein Sohn hatte aber vor noch nicht so langer Zeit das ganze Plastikabflussrohrgelumpe gesäubert.
Ich borgte mir von einer Nachbarin so einen Gummistampfer, weil meiner abhanden gekommen war. – Nach schweißtreibender Arbeit war alles wieder klar und durchgängig und offen. – Clara und ihre Handwerkererfahrungen!

… bis sie einem eventuell zu den Ohren wieder rauskommt.

Bei Wiki fand ich das:

Der Ekeberg-Skulpturen-Park ist ein National Heritage Park in der Nähe des Ekebergrestaurants mit Panoramablick auf die Stadt Ekeberg im Südosten der norwegischen Stadt Oslo. Der Skulpturenpark wurde vom Hausverwalter und Kunstsammler Christian Ringnes initiiert und finanziert.

Ich habe es letztendlich nicht begriffen, warum das unser erster Eindruck von Oslo sein sollte. Ich habe mir einige Websites über diesen Park angesehen – die dort gezeigten Skulpturen haben wir fast alle nicht gesehen. Entweder ist der Park noch unendlich viel größer als das Stück, das wir in der zur Verfügung gestellten Zeit sehen konnten oder die Skulpturen werden immer mal ausgetauscht, denn dieses hier unten gezeigte „Wunderwerk männlicher Erektion“ habe ich nirgendwo gefunden.

Wollten es sich die Stadtführer bequem machen, indem sie uns zuerst ca. 1,5 Stunden „Freilauf“ in diesem Skulpturenpark gewährten und am nächsten Tag im „Vigelandpark“ aussetzten – ein Park, der sehr viele Fragen bei mir (nicht nur bei mir)  offen ließen.

Hier im Ekebergpark (nicht in meinem exzellenten Norwegenreiseführer aufgezählt) gab es schon einige schöne Sachen. Die, die mir am besten gefallen habe, zeige ich einzeln, den Rest als Galerie.

Ich hoffe, dass ich die Schilder der Bildhauer wirklich richtig zugeordnet habe.

Ein bisschen Sex muss sein:

Und jetzt die letzten Fotos die ich ausgesucht habe – in echt waren es noch einige mehr. Besonders die erste Skulptur begegnete mir auf vielen Seiten über diesen Park.

… und deswegen gibt es jetzt noch ein wenig Sport,

mit dem wir zum Teil (erste Schanze) auch gleich am ersten Tag in Norwegen bekannt gemacht wurden.

Ein Winterland ist natürlich auch ein Winter-Sport-Land, was das Skispringen beinhaltet. Den meisten von uns wäre nicht wohl, wenn sie da oben am Ende der Spurrillen stünden und runter fahren müssten. Aber den jungen Männern (und neuerdings auch den jungen Damen) bereitet es Freude und Genuss, einige Sekunden durch die Luft zu fliegen. – An der zweiten Schanze am 16. August gab es sogar Mattenspringen.

Das hier ist also die Holmenkollen-Skisprungschanze. Nähere Informationen kann man sich hier holen: Holmenkollbakken

Die zweite Schanze, die wir wenige Tage später besuchten, ist die Lysgard-Schanze in der Nähe von Lillehammer, die ebenfalls eine olympische Ausstragungsstätte ist.

 

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

32 Kommentare zu “RB 4 – Kunst-Kunst-Kunst

  1. Die Packstation ist gut, wenn es nicht regnet. Ist da ja fast ausgeschlossen.In Bergen, der regenreichsten Stadt in Europa ja, aber nie im Vigelandpark.
    Sarah Sze hat ja auch den kleinen Sitzungssaal der Dienstvilla gestaltet

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  2. Nicht für viel Geld würde ich diese Schanze runterfahren. Sieht wirklich imposant aus.

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    • Ute, ich denke, ich könnte in meinem Leben auch nie in solch eine finanzielle Verzweiflung kommen, dass ich für Geld diese Schanze – besonders die erste mit den großen Sprungweiten – runterfahren würde. Lebensmüdigkeit würde ich sicher auf anderem Weg lösen.

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  3. Also die Kunstwerke .. ne, also, da will ich nun doch eher nicht hinfahren!

    Aber zu deinem verstopften Rohr habe ich was: Ich habe das auch öfter, ich kippe dann immer über Nacht so ein Rohrfrei aus der Flache rein. Am Morgen dann einen vollen Wasserkocher Kochendes drüber und dann fummel ich mit einer Pinzette die großen Stücke raus. Stinkt wie Hulle – danach läufts aber prima 🙂

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  4. Habe zum Betrachten und Lesen extra mein liebstes Räucherstäbchen angemacht, Patchouli, hach. Und dann diese köstliche bis erotische Kunst…genussvoll mit Duft genossen. Danke. Das Abflussdrama nur überflogen,ist ja gut ausgegangen.
    Das mit Arbeitern, nicht gut. Wohl gut, dass du dich kümmerst!

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    • Ich habe die Bauarbeiter, die zum Glück leidlich Deutsch sprechen und ziemlich gut verstehen, gebeten, mir auf jeden Fall Bescheid zu sagen, wenn sich was tut. Auch wenn sie schon einen Block weiter gerückt sind.
      Ich fand diese Skulpturen Kunst dort in diesem Park auch gut. Deswegen verstehe ich nicht, dass die so vielen nicht gefällt.

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  5. Liebe CC,
    Den Kunstpark bis in die letzte Ecke auszubaldowern fehlte es bei der engen Taktung sicherlich an Zeit und an der Phallusskulptur hängt ein Busen runter, muss das so…? Eine Skulptur wurde offensichtlich vergessen auszupacken oder sie ist so missraten, dass sie unter einem Tuch versteckt werden muss? Fragen über Fragen und meine Spekulationen driften über Schanzen hinweg und überhaupt: es lebe der Sport, sang einst Reinhard Fendrich und sportlich klingt, was Du zu bewältigen hattest. Feine Bilder. Fürstlich schmaust mein Blick.
    Hick…
    Tschü sagt Amélie 🦋❣️

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    • Hallo, liebe Amélie, gerade bin ich vom Doppelkopf zurück und morgen früh muss ich ganz zeitig aufstehen, weil ich meine seit langer Zeit kranke Schwägerin besuchen will. Dazu sitze ich dann einige Zeit mit Maske in der Bahn – na gut, ich werde es mit der Schildmaske überstehen.
      Du siehst das richtig, den ganzen Park konnten wir uns nicht ansehen. – Das gelbe Dingens mit dem Riesenphallus bedient vielleicht die jetzige Diskussion über Geschlechteridentifikation. Zuerst ist man das eine, dann will man das andere werden – und zwischendrin ist man beides.
      Gerade die letzte Skulptur, die das Totenbett zeigt, fand ich besonders berührend.
      Ich hoffe, ich gebe dir noch einige Male die Gelegenheit, mit deinen Augen zu schmausen.
      Ganz herzlichen Gruß kurz vor Mitternacht von CC

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  6. Liebe Clara, guten Morgen 😉
    deine Fotoserie und die dazugehörigen Zeilen haben sich gut lesen lassen und mir teils lächelnde
    Bewunderung (die Skulpturen), kopfschüttelnde (der fehlende Schutz der Handwerker), staunend und wieder kopfschüttelnde (die Sprungschanzen), erleichternde (die positiv beendete Verstopfung der Spüle) und allzeit lesenswerte Momente bereitet. Tolle Blickfangmomente, die du mit deiner Fotolinse eingefangen hast. Sie machen Lust auf mehr 😉 In freudiger Erwartung sitze ich nun hier und warte auf die nächste Serie *lächel*
    Ich wünsche dir einen wundervollen Start in den Freitag!
    Liebe Grüße
    Heike

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  7. Liebe Clara,
    Die Vogelhäuschen auf den Eisengittern sind eine nette Idee. Man will wohl die Piepmatze auf das enge Zusammenlieben in der großen Stadt vorbereiten… 😉
    Gruß
    Herr Ösi

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    • Herr Ösi, Herr Ösi, Ihr Kunstsach(un)verstand bereitet mir Probleme 🙂 😉
      Diese wunderbare Installation, von einem anderen Leser schon zur Packstation degradiert, wird von Ihnen als Großansiedlung von Vogelhäusern angesehen. Ts ts ts – ich kann nur hoffen, dass die Künstlerin in meinem Blog nihct mitliest!
      Dennoch schicke ich liebliche Grüße zu Ihnen

      Gefällt 1 Person

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