Claras Allerleiweltsgedanken

RB 9 – Buntes Reiseallerlei um den 17. August herum

15 Kommentare

Fangen wir doch mal mit dem „fensterln“ an – in diesem konkreten Fall mit dem „Fenster putzen

Dass ich die erste Fenstersituation selbst erlebt habe, kann man unschwer an dem roten Bus darunter sehen. Die zweite habe ich nur fotografiert. – Schon bei den ersten Fensterflügeln habe ich es nicht geschafft, bis in die Ecken zu kommen – wie viel weniger bei dem Drehfenster, das man nicht um 360° drehen kann. – Aber die norwegischen Fensterputzermenschen werden sich schon etwas ausgedacht haben – vielleicht so einen Roboter oder einen Fassadenkletterer, der dann am ganzen Haus die Scheiben von außen putzt 🙂

An irgend einem Tag kamen wir an diesem „Exquisit-Hotel“ vorbei – ExDDRler wissen, was wir mit diesem Begriff verbunden haben. Es war – zumindest von der Fassade her – ganz aus Holz, hatte eine exzellente Lage und für die oberen Zehntausend sogar einen Balkon. Drin waren wir nicht – wir haben uns mit unserem nächsten Thon-Hotel zufrieden gegeben.

Um unser Hotel in Svingvoll waren viele schöne Holzhäuser gebaut, die jetzt allerdings ALLE leer standen. Die Gegend – ziemlich hoch in den Bergen – ist reines Wintersportgebiet – und dann werden die Hütten sicherlich auch belegt sein.

Bei unseren Zimmern klagten alle über zu wenig Abstellmöglichkeiten in den Toiletten. – Sich in die Duschkabinen mit den beweglichen Glasscheiben einzufädeln, verlangte schon manchmal strategisches Vorgehen. Die hätten mal den Platz, den sie auch hier für das Bügelbrett mit -eisen reserviert hatten, anderweitig verwenden sollen. – Andersherum, wenn man nasse Skisachen schnell bis zum nächsten Tag trocknen will, muss man wohl zum Bügeleisen greifen. – Jetzt waren überall natürliche Rasenmäher im Einsatz – das Hotel musste nicht über zu üppigen Graswuchs klagen.

Am 16.8. wollten wir uns auf allerengsten Schleichpfaden zu der bemerkenswerten Stabkirche Ringebu heranfahren. Doch da fiel dem Busfahrer seine Abneigung gegen Navis auf den Fuß – wir kamen plötzlich nicht mehr weiter und er musste diese ganze lange Strecke rückwärts fahren. Er hat es geschafft – aber uns hat es sehr viel Zeit gekostet – mussten wir uns eben bei der Besichtigung von Kirche und Friedhof etwas mehr sputen. – Hätte er ein Navi benutzt, wäre kurze Zeit später eine gut ausgebaute Straße vorbei gekommen, die wir dann auch gefahren sind.

Leider kamen wir zu spät, um diese Kirche von innen sehen zu können. – Die Gräber auf diesem Friedhof sahen alle sehr gepflegt aus und waren vor allem liebevoll mit frischen Blumen bestückt. Gräber von Kindern sind für mich immer sehr berührend und ich bin glücklich, dass ich das selbst und in der weiteren Familie nicht erleben musste.

Jetzt etwas „Unterwegskunst aus der Vorzeit“ – wo liegen schon Mammutschädel auf der Wiese herum? Auf unserer Strecke!!!! Und wenn sich Clara darin spiegelt, braucht sie sich um kein Pfund mehr wegen guter Urlaubskost zu sorgen – so rank und schlank war sie schon lange nicht mehr.

Da kommt doch gleich wieder das kindliche Gemüt mit der Freude über diesen schönen Platz in Lillehammer raus. Ein ganz normaler Rathausvorplatz – aber bestückt mit vielen Kinderfahrzeugen, so dass diesen beim Warten nicht langweilig wurde.

Und jetzt machen wir einen kleinen Zwischenbesichtigungsstop in der ehemaligen Bergarbeiterstadt Roros. Bei Facebook benannte ich diese Stadtführerin als „Stimmenkreissäge“ – und mir fällt immer noch kein anderes Wort ein – sie war nicht nur meinen Ohren so unsympathisch.

Bei Fb schrieb ich: „Hat jemand eine schrille hohe Stimme, spricht nur mittelprächtig deutsch und kennt sich mit Übertragungstechnik für alle Kopfhörergeräte nicht aus, dann sollte diese Person einen Beruf nicht ausüben: Reiseleiterin oder Stadtführerin“ – Das erste Foto zeigt sie nicht – es ist Kunst am Geschäft. – Die Steinansammlung waren Überreste aus dem Metallbergbau.

Da war doch dieser ruhige Zwischenstopp ohne (über)flüssige Erklärungen erholsamer – Steinmännchen in Norwegen, nicht erwartet, doch freudig zur Kenntnis genommen.

 

 

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

15 Kommentare zu “RB 9 – Buntes Reiseallerlei um den 17. August herum

  1. Ich dachte immer, Pyramiden stehen hauptsächlich in Ägypten. Dass auch die Wikies welche gebaut haben, erstaunt mich ziemlich. Man sollte den Herrn von Däniken informierten… 😉

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    • Herr Ösi, jetzt haben Sie mich aber ganz schön grübeln lassen – hä? Was für Pyramiden? Definitiv habe ich KEINE gesehen – – – doch dann noch einmal in den Beitrag geschaut – und sie haben natürlich – wie immer – Recht. Aber die Norweger üben noch, die sind erst bei der Kinderausführung, in denen man nur kleine Pharaonenkinder beisetzen kann. Aber vielleicht, wenn ich in meinem nächsten Leben noch einmal hinfahre, kann ich mir dort schon eine Bestattungspyramide kaufen 🙂
      Herzlich lachend von der Clara

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  2. Zum Glück machst du immer so viele Fotos, Clara. Da komme ich an Orte an denen ich noch nie war und kann mir zu Hause auf dem Sofa überlegen ob sie mir gefallen würden. Ich glaube, Norwegen würde mir gefallen. Liebe Grüße

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    • Hi du, wenn ich schon den in deiner Stadt „geopferten“ Fotoapparat durch einen anderen ersetzt habe, muss der sich doch auch „amortisieren“. Und wenn ich die Bilder schon für mein Fotobuch bearbeite, kann ich sie auch euch zukommen lassen. 🙂 😉
      Wenn man Norwegen mit mehr Ruhe und Gelassenheit bereist, ist es ein wunderschönes Land, das durch seine exzellente Natur wirklich angegriffene Nerven beruhigen kann. Dein geliebtes Italien ist ja sehr quirlig und unruhig – hier ist das Gegenteil. Oslo als Hauptstadt hat ca. 25 – 30 % der Einwohner von Berlin – und viel mehr Sauberkeit und Kultur. Wenn ich jemand mit Auto kennen würde, der/die mit mir dort hinfahren würde, ich versuchte es noch einmal.
      Liebe Grüße an dich

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  3. Liebe CC,
    Und wieder bringst Du uns reiche Bildbeure und bonfortionöse Berichterstattung aus dem Land mit dem kurzen skandinavischen Sommer. Du hast viel mehr Kultur getankt als ich vor gefühlten Ewigkeiten in meinen beiden Norwegenurlauben, in denen ich vor allem eins ganz viel hatte, nämlich Ruhe auf den Felsen herumzuklettern, früh im Morgenlicht raus auf den Fjord Fischen zu fahren und Orwell sowie das norwegische Tageblatt lesen zu lernen. Da ich 1984 und 1985 Norwegen besuchte, passte Orwell natürlich wie Fisch auf Fahrrad. In Norwegen ist manches seltsam…zum Beispiel Fensterklappmechanismen oder Schafherden auf Straßen , die schonmal die bis Anschlag festgezurrte Zeitplanung eines Reiseunternehmers zum Reißen bringen können. Denn Schafe haben viel Zeit, weil sie gar nicht wissen was Zeit ist. Das ist ein komfortables Leben.
    Genug der Worte, einen schönen Montag Dir.
    Liebe Grüße
    Amélie

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    • Hallihallo, liebe Amélie, ich sollte besser lesen lernen: Ich las in deinem letzten Satz, dass du mir einen schönen „Morgen“ wünschst (ich habe extra im Duden nachgesehen, ob wirklich das s vor dem t steht) und dachte, dass ich gerade den letzten Bissen vom Mittagessen geschluckt hatte – da las ich, dass du den gesamten Montag meintest.
      Deine Urlaube in Norwegen und mein Norwegenurlaub kannst du absolut nicht miteinander vergleichen. Du warst sicher mit deinen Eltern dort und ihr habt wirklich erholsamen URLAUB gemacht – wir haben Einzelheiten von Norwegen kennen gelernt, erholsamer Urlaub sähe anders aus – aber den habe ich ja Woche für Woche bei mir zu Haus, deswegen kann Urlaub bei mir schon stressiger sein.
      1984 ist aber auch keine beruhigende Urlaubslektüre. Du hast also tatsächlich versucht, Norwegisch zu lernen – bewundernswert.
      Das Schaf lag ja auf Hotelland herum – auf der Straße hatten wir ein einziges Mal eine kurze Pause durch Kühe.
      Immer wieder kann ich nur sagen, dass ich durch die Fotos, die ich jetzt bearbeitet habe, den Urlaub nachträglich noch einmal Revue passieren lassen.
      Liebe Grüße zu dir von mir

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  4. Febsterroboter machen nur richtig sauber, wenn die Scheiben nicht dreckig sind.
    So ein Fenster habe ich auch: Badfenster im Dach, geht nach außen, oben auf. Top, sag ich dir. Hab ich erst 1 x geputzt, seit ich hier wohne. 😆

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    • Ich hatte noch nie einen Fensterroboter – das Ergebnis von dem auf der Fähre konnte ich nicht richtig begutachten, weil wir von Bord mussten.
      Mir wurde gesagt, die haben Fensterputzvorrichtungen am Stiel – da können sie besser in die Ecken reichen.
      Fenster nach außen haben den Vorteil, dass kleine Zimmer nicht noch durch nach innen geöffnete Fensterflügel noch kleiner werden.

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  5. Bei dem ganzen Gerümpel verstehe ich, dass der NOR- Staatsfond Berlin aufkauft. Nicht um da zu wohnen, Mieten abgreifen. Besser in Norddeich zelten als in NOR zu wohnen.

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  6. …wir mussten uns sputen…sowas schon würde mir eine solche Reise vermiesen. Aber Ihr musstet das ja nicht andauernd…
    …schrille Stimmen bei Reiseleitern, och nä.
    …in der Steinhalde hätte ich Tage verweilen können
    …schöne Landschaftsandeutungen!

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    • Ich merke immer mehr bei mir, wie meine Sympathie nach Stimme verteilt wird. Schrille hohe Stimmen sind für mich Gift, da klingeln mir die Ohren und da werde ich richtig unwirsch. Und es haben viele so eine Piepsstimme. Alle netten Angestellten von meinem Hausarzt z.b., die piepsen einfach um die Wette.
      Da ja der Verkehr immer dicker wird und die Busse teilweise immer schlechter durchkommen, geht das natürlich auf Kosten der Reisenden und ihrer Zeit für Besuche. Aber daran muss man sich gewöhnen.
      Diese alte Bergarbeiterstadt war wirklich richtig richtig schön.
      Ich merke jeden Beitrag neu, wie ich dir Reise nach einmal genieße. Zum Teil durch Eure und meine Kommentare, aber am meisten durch die Fotos und die Beschreibungen dazu. Gute Nacht

      Gefällt 2 Personen

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