Claras Allerleiweltsgedanken

RB 17 – Wasser dreidimensional –

39 Kommentare

… von unten als Fjord, von oben als Regen und von der Seite als Wasserfälle

Watt’n Glück, dass ich bei der Bearbeitung meiner Fotos die Originalzeiten nicht verändert habe, denn sonst wüsste ich kaum, welches Foto wohin gehört – na gut – bei manchen wüsste ich es vielleicht doch. Dabei habe ich entdeckt, dass Sonyboy die falsche Uhrzeit zeigt – wer weiß, wo sich der Schlingel ohne mich herumgetrieben hat.

Der heutige (23.8.) Programmpunkt hieß „Schiffsfahrt auf dem Lysefjord“ – das wäre bestimmt ein supertoller Schiffsausflug geworden, wenn uns der Regen nicht dazu verdonnert hätte, im Inneren des Schiffes zu sitzen.

Dieses Boot war es, was uns auf dem Wasser landeinwärts gefahren hat.

Wie immer, habe ich mir erst einmal die Sicherheitssachen angesehen

Als ich die für gut befunden hatte 😉 🙂 – konnte es losgehen. Zuerst fuhren wir natürlich noch im Hafengebiet von Stavanger herum.

Dann kamen wir langsam in freies Gewässer – und da kam uns dieses Monsterboot entgegen. Ob das auch eine Fähre ist, weiß ich nicht. Es ist wohl eher etwas Militärisches, denn wer hat schon seinen eigenen Hubschrauber an Bord. Oder – vielleicht fuhr da einfach der König an uns vorbei – und ich habe es nur nicht mitbekommen.

Da saßen wir nun in unserem „Regenkäfig“ – die großen Tropfen trommelten nur so auf die Scheiben des Bootes. Plötzlich wurde der Steg herunter gelassen – aber es wollten nur einige Fahrgäste aussteigen, die wohnten vielleicht dort oder hatten ihr Urlaubsdomizil dort.

Wir fuhren weiter – doch als vor einer Felswand plötzlich der Steg wieder herunter gelassen wurde, kam Unruhe unter die Fahrgäste. Zwei Besatzungsmitglieder trauten sich in den Regen hinaus – beide hatten einen Eimer bei sich. Und da waren sie schon – die Bergziegen, die schon hungrig auf ihr Futter warteten. Ob sie vom Motorgeräusch angelockt werden oder eine Uhr im Bauch haben, das kann ich euch nicht  sagen.

Während der Fütterung und danach trauten sich dann doch einige Passagiere auf Deck. – Und dann sahen wir viele Wasserfälle, die den Berg hinunter rauschen.
Alles, was in der Reisebeschreibung steht, hat entweder nicht stattgefunden oder ich habe es nicht mitbekommen weil überhört.
Dort steht:

Entdecken Sie das Geheimnis der Höhle des Vagabunden, probieren sie das kristallklare Bergwasser des Wasserfalls Hangjane und lassen Sie sich am Fuß des imposanten Preikestolen, einer 604 Meter hohen Felskanzel den Atem rauben“

Mir hat keiner und nichts den Atem geraubt – schade eigentlich!

Auf der Seite  „my newsdeck“  „Drei auf einen Streich – Trolltunga, Preikestolen und Kjerag – habe ich mal diese drei Fotos kopiert – da wird mir schon beim Foto schwindelig.

Dort habe ich auch das abgeschrieben:

Der Preikestolen überragt den Lysefjord in der Nähe von Stavanger um 600 Meter. Er gehört zu den meistfotografierten Orten des Landes und wurde aktuell von Lonely Planet zum atemberaubensten Aussichtspunkt der Welt gekürt. Bis zum Plateau des „Predigtstuhls“ wandert man zügigen Schrittes etwa zwei Stunden. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 250.000 Einheimische und Touristen den Preikestolen und machten ihn damit zu einer der beliebtesten Attraktionen Norwegens.

Die Trolltunga befindet sich oberhalb des Sørfjords bei Odda und ist rund vier Busstunden nach Norden vom Preikestolen entfernt. Der Aufstieg zur spektakulären „Trollzunge“ gilt als sehr anspruchsvoll und dauert etwa zehn Stunden. Laut der „Best in Travel Liste 2015“ von Lonely Planet ist die Trolltunga einer der weltweit besten Orte für Heiratsanträge.

Der Kjerag mit seinem einzigartigen, in eine Felsspalte eingeklemmten Monolithen wird nicht nur von Wanderern geschätzt. Auch bei Basejumpern und Kletterern ist der Berg am Südufer des Lysefjords beliebt.

Wenn ich bei Wiki lesen, dass dieser spektakuläre Felsen ca. 25 km Luftlinie entfernt ist, waren wir wahrscheinlich in den vier Bootsstunden gar nicht so weit gekommen, denn ein Schiff fährt in ca. 2 Stunden auf einem geschlängelten Fjord sicherlich nicht so schnell und nicht so weit.

************

Jetzt geht Norwegen bald zu Ende, aber übermorgen komme ich noch einmal.

 

 

 

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

39 Kommentare zu “RB 17 – Wasser dreidimensional –

  1. Liebe Clara,
    heute ein Verbesserungsvorschlag. Nein, nicht für Sie, sondern für die Besatzungsmitglieder auf dem Schiff. Wenn die schon mit zwei Eimer an Land gehen, um die Ziegen zu füttern, dann wäre es das Mindeste, selbige nach der Fütterung zu melken. Eine Hand wäscht die andere, sozusagen… 😉
    Gruß
    Herr Ösi

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    • Haha, hihi, hoho – gewissermaßen: eine Hand oder zwei Hände zupfen am Euterchen der Ziegen. Aber da hätten die beiden Herren doch bitteschön saubere Eimer mitnehmen müssen, wenn sie anschließend die Milch unter die hungrigen Fahrgäste verteilen wollen.
      Ob ich noch mal hinfahre, Herr Ösi, und denen das übermittle. Doch besser erst im nächsten Frühjahr, jetzt wollen die uns wegen unserer Viren eh nicht haben.
      Lieben Gruß von „Frau Clara“

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  2. Moin, nochmal ich. Zur Oceanxplorer kopiere ich dir mal fix den Link von marinetraffic.com rein
    https://www.marinetraffic.com/en/ais/details/ships/shipid:284702/mmsi:248290000/imo:9533373/vessel:OCEANXPLORER_1
    Da kannst mehr über das „Monsterboot“ erfahren.
    Ups, sehe gerade, es gibt schon einen Link von Daggi Dinkelschnitte. Egal.
    Grüße nach Balin 😉

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    • Lieber Sven, erst einmal danke – die Hauptinformation aus deinem Link war, dass die von mir gezeigte „Oceanxplorer in grau“ nicht die einzige ihrer Art ist – zumindest gibt es noch eine in rot“
      Da ich mir bei Zustimmungen, die ich geben soll, in englisch immer sehr zurückhaltend verhalte, wollten die mich nicht ungestört auf ihren Seiten gucken lassen.
      Aber beeindruckend sieht das Forschungsschiff schon aus!

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      • Liebe Clara, da irrst du.
        Die heutige OCEANXPLORER 1 ist einmalig, sie hieß nach ihrer Indienststellung 2010 bis 2016 VOLSTAD SURVEYOR, Eigner war die norwegische Volstad Sg AS, 2016 wechselte sie den Besitzer, war/ist unter Greenwich Maritime Services Ltd mit dem Namen ALUCIA 2 registriert und wurde von 2018 bis 2020 aufwendig umgebaut. Auf den Fotos der Shipspotter ist zu sehen, dass sie ursprünglich einen roten Rumpf hatte und erst mit dem neuen Namen einen neuen Anstrich erhalten hat.
        Ich wollte nicht klookschietern, das nur als überhaupt nicht wichtige Info 😉

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        • Finde ich aber trotzdem ganz lieb von dir, dass du das so ausführlich schreibst. Obwohl ich glaube, dass ich ihr nie mehr wieder begegnen werde, diesem extravaganten Schiff. Sie hat wirklich Eindruck auf mich gemacht.
          Ich wollte heute eigentlich früher wach werden, aber meinem Wecker ist in der Nacht die Batterie ausgegangen. So bin ich wenigstens richtig ausgeschlafen. Gruß von mir

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          • Das Ausschlafen sei uns doch gegönnt. Und anders „ausgeschlafen“ sind wir doch so wie so immer. Nee, begegnen wirst du dem Kutter wohl nicht mehr, jedenfalls nicht so schnell, denn laut Vesselfinder liegt sie gerade in Sharman el Sheikh. 😉 Da wollen „wir“ ja nicht hin 😉

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  3. Ein schöner Bericht aus dem Regenkäfig. Es ist wirklich ein großes Glück, dass du immer deine Kamera dabei. Ich glaube irgendwann, möchte ich ja mal in diese Gegend fahren.. Vielleicht mit etwas besserem Wetter 😉

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  4. Liebe CC,
    Das weiße Stavanger besuchte ich mal. Was mir auffiel: die „Tyske“ (also wir) sagen: Stavanger, betont auf dem ersten a. Die „Norske“ betonen das zweite a und gleich klingt es irgendwie so typisch norwegisch. Aus Wasserfällen und Bergbächen probierte ich Wasser. Es schmeckte genauso als wolle ich nie mehr etwas anderes. Nun könnte ich Dir noch von Pfifferlingen so groß wie Pfannekuchen, von Himbeeren so groß wie Tomaten und von Spinnen so groß wie Zwergpudel (auf dem Örtchen) erzählen. Doch das würde alles viel zu viel. Du berichtest wunderbar und dass nach dieser bunten und abenteuerlichen Reise erst einmal das „Alltagsbloggen“ schwer fällt, glaube ich.
    Liebe Grüße
    Amélie

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    • Hey, du Nordlandfahrerin in früheren Zeiten, ich glaube, wenn ich mal privat mit einem Auto mitfahren könnte – vielleicht sogar ein Wohnmobil – dann würde ich alles das nachholen, wozu wir nicht gekommen sind. An das Wasser eines Wasserfalls sind wir vielleicht gerade mal 50 m rangekommen. In den Bergen haben wir uns auch meist per Bus bewegt – wie soll ich da die Qualität des frei-fallenden Wassers in Norwegen beurteilen können.
      Bei Himbeeren so groß wie Tomaten – es sei denn, du meinst diese Minitomaten – würde ich an Genmanipulation glauben und die Zwergpudel dürfen auch wo anders sich austoben – aber ein schönes Land ist es wirklich.
      So, jetzt muss ich Mittagsruhe halten – alte Leute brauchen das (manchmal).
      Ich nehme den Gedanken an dich in meinen Mittagsschlaftraum hinein

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  5. Danke für den Link, liebe Daggi. Ein interessantes Schiff.
    Schade, liebe Clara, dass ihr Regen hattet. Aber interessant war die Fahrt ja trotzdem. Wie sagt man? „Vwi axhönem Wetter kann jeder Ausflüge machen.

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    • Der G.-Übersetzer ist ja inzwischen wirklich gut bis sehr gut. Ich habe mir den Link von dem Forschungsschiff noch einmal aufgerufen und alle Texte, die zwischen den Bildern stehen, übersetzen lassen. – Jetzt bin ich im Bilde. Das Schiff ist wirklich richtig, richtig gut – da verzichte ich doch gern auf das Begegnen mit dem König.
      Welche Sprache ist denn das? Oder sind es nur Tippfehler? „Vwi axhönem Wetter kann jeder Ausflüge machen.“ Das kann nur: „bei schönem ….“ heißen, denn es sind jedes Mal genau die Nachbartasten.

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      • Puhh, entschuldige, liebe Clara. Da habe ich wohl „zu blind“ getippt. Du hast das genau richtig analysiert.

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        • Wem das Maschineschreiben fast mit der Muttermilch eingeflößt wurde, sieht so etwas natürlich gleich. Meine Mutter und meine Tante waren Lehrerinnen für ‚Stenografie und Maschinenschreiben – und alle (spätr auch die Enkel) haben zu Haus auf uralten Maschinen mit Kasten über den Händen – damit man nicht gucken konnte – Maschine schreiben gelernt.

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          • Das kenne ich noch sehr gut. Auch ich habe das Maschinenschreiben so gelernt und Steno natürlich auch. Ganze Konferenzen habe ich mitstenografiert. Davon hat heute keiner mehr ne Ahnung und ich könnte es wohl auch nicht mehr.

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          • Ich kann auch nur noch ganz einfache Sachen. Heutzutage liegt Jena die Leute alle in irgendwelche Geräte hinein und nicht in eine Sekretärin.

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  6. Liebe Clara!
    Hihi, Regenkäfig ist eine lustige Bezeichnung 🙂 Ich finde, das Wetter passt gut zu eurer Reise. So schön nordisch kühl 🙂 Schade, dass Du das Angekündigte nicht alles gesehen hast, aber die Ziegen entschädigen ja auch für Vieles. Und dass ihr heil wieder zu Hause angekommen seid, habt ihr sicherlich nur Deinem Kontrollblick auf die Rettungsboote zu verdanken 🙂
    Liebe Grüße
    Mallybeau
    http://gph.is/1sEEkfm

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  7. Aha, https://www.superyachttimes.com/yacht-news/inside-oceanxplorer-research-vessel
    Mit dem eingeklemmten Stein ist es ja so: auch NierenGallenUrinsteine flutschen schon maaaaaal

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    • Habe ich es doch geahnt, dass das nicht das Schiff vom König ist. Danke für den Link – meine Ohren und vor allem meine Englischkenntnisse sind so mies, dass ich kaum etwas verstanden habe. Ich sehe das Video noch einmal an, wenn ich ausgeschlafen bin – dann bin ich aufnahmefähiger.
      Nenene, dieser Stein rutscht nicht – aber ich würde mich trotzdem nicht drauf stellen.

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