Claras Allerleiweltsgedanken


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RB 17 – Wasser dreidimensional –

… von unten als Fjord, von oben als Regen und von der Seite als Wasserfälle

Watt’n Glück, dass ich bei der Bearbeitung meiner Fotos die Originalzeiten nicht verändert habe, denn sonst wüsste ich kaum, welches Foto wohin gehört – na gut – bei manchen wüsste ich es vielleicht doch. Dabei habe ich entdeckt, dass Sonyboy die falsche Uhrzeit zeigt – wer weiß, wo sich der Schlingel ohne mich herumgetrieben hat.

Der heutige (23.8.) Programmpunkt hieß „Schiffsfahrt auf dem Lysefjord“ – das wäre bestimmt ein supertoller Schiffsausflug geworden, wenn uns der Regen nicht dazu verdonnert hätte, im Inneren des Schiffes zu sitzen.

Dieses Boot war es, was uns auf dem Wasser landeinwärts gefahren hat.

Wie immer, habe ich mir erst einmal die Sicherheitssachen angesehen

Als ich die für gut befunden hatte 😉 🙂 – konnte es losgehen. Zuerst fuhren wir natürlich noch im Hafengebiet von Stavanger herum.

Dann kamen wir langsam in freies Gewässer – und da kam uns dieses Monsterboot entgegen. Ob das auch eine Fähre ist, weiß ich nicht. Es ist wohl eher etwas Militärisches, denn wer hat schon seinen eigenen Hubschrauber an Bord. Oder – vielleicht fuhr da einfach der König an uns vorbei – und ich habe es nur nicht mitbekommen.

Da saßen wir nun in unserem „Regenkäfig“ – die großen Tropfen trommelten nur so auf die Scheiben des Bootes. Plötzlich wurde der Steg herunter gelassen – aber es wollten nur einige Fahrgäste aussteigen, die wohnten vielleicht dort oder hatten ihr Urlaubsdomizil dort.

Wir fuhren weiter – doch als vor einer Felswand plötzlich der Steg wieder herunter gelassen wurde, kam Unruhe unter die Fahrgäste. Zwei Besatzungsmitglieder trauten sich in den Regen hinaus – beide hatten einen Eimer bei sich. Und da waren sie schon – die Bergziegen, die schon hungrig auf ihr Futter warteten. Ob sie vom Motorgeräusch angelockt werden oder eine Uhr im Bauch haben, das kann ich euch nicht  sagen.

Während der Fütterung und danach trauten sich dann doch einige Passagiere auf Deck. – Und dann sahen wir viele Wasserfälle, die den Berg hinunter rauschen.
Alles, was in der Reisebeschreibung steht, hat entweder nicht stattgefunden oder ich habe es nicht mitbekommen weil überhört.
Dort steht:

Entdecken Sie das Geheimnis der Höhle des Vagabunden, probieren sie das kristallklare Bergwasser des Wasserfalls Hangjane und lassen Sie sich am Fuß des imposanten Preikestolen, einer 604 Meter hohen Felskanzel den Atem rauben“

Mir hat keiner und nichts den Atem geraubt – schade eigentlich!

Auf der Seite  „my newsdeck“  „Drei auf einen Streich – Trolltunga, Preikestolen und Kjerag – habe ich mal diese drei Fotos kopiert – da wird mir schon beim Foto schwindelig.

Dort habe ich auch das abgeschrieben:

Der Preikestolen überragt den Lysefjord in der Nähe von Stavanger um 600 Meter. Er gehört zu den meistfotografierten Orten des Landes und wurde aktuell von Lonely Planet zum atemberaubensten Aussichtspunkt der Welt gekürt. Bis zum Plateau des „Predigtstuhls“ wandert man zügigen Schrittes etwa zwei Stunden. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 250.000 Einheimische und Touristen den Preikestolen und machten ihn damit zu einer der beliebtesten Attraktionen Norwegens.

Die Trolltunga befindet sich oberhalb des Sørfjords bei Odda und ist rund vier Busstunden nach Norden vom Preikestolen entfernt. Der Aufstieg zur spektakulären „Trollzunge“ gilt als sehr anspruchsvoll und dauert etwa zehn Stunden. Laut der „Best in Travel Liste 2015“ von Lonely Planet ist die Trolltunga einer der weltweit besten Orte für Heiratsanträge.

Der Kjerag mit seinem einzigartigen, in eine Felsspalte eingeklemmten Monolithen wird nicht nur von Wanderern geschätzt. Auch bei Basejumpern und Kletterern ist der Berg am Südufer des Lysefjords beliebt.

Wenn ich bei Wiki lesen, dass dieser spektakuläre Felsen ca. 25 km Luftlinie entfernt ist, waren wir wahrscheinlich in den vier Bootsstunden gar nicht so weit gekommen, denn ein Schiff fährt in ca. 2 Stunden auf einem geschlängelten Fjord sicherlich nicht so schnell und nicht so weit.

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Jetzt geht Norwegen bald zu Ende, aber übermorgen komme ich noch einmal.

 

 

 

 

 


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RB 16 – Wer Stavanger kennt –

… kann jetzt mit mir von Stavanger schwärmen

Es soll ja Leute geben, die finden, dass Vorfreude die schönste Freude ist – nicht immer und unbedingt gehöre ich dazu. Ich habe heute folgende Kategorien im Angebot:

  • Fähre
  • Hafen
  • Kunst
  • Stavanger Ortsbesichtigung
  • Tiere

Also fange ich mal ganz brav alphabetisch an – denn ohne Fähre wären wir nie dorthin gekommen, wo wir laut Reiseprospekt hin wollten. – Es gab nicht eine Fährfahrt (mit Toilette), die mir nicht gefallen hätte.

Stavanger ist bis auf Oslo und das Hotel in den Bergen eine Stadt, die am Wasser ist – also auch Hafen zu sehen. Auf dem letzten Foto kann man sehen, dass für die Bewohner der Häuser ein Boot vielleicht wichtiger ist als ein Auto.

Geduld, Geduld – Stavangers Stadtbesichtigung kommt bald, noch zwei Fotos von Kunst im Ort. Das Kind auf dem Pferd kann ich ja künstlerisch nachvollziehen – das andere überlasse ich eurer Einschätzung.

Doch jetzt kommt sie auch schon, die Stadtbesichtigung von Stavanger und die tolle Stadtführerin, die auch mal aus Deutschland abgehauen ist.

Dieses Jahr haben die Stadtführerinnen und ihre männlichen Pendants nicht den besten Job, denn die Besucher sind wirklich deutlich weniger geworden.

Die Altstadt von Stavanger gilt als „Die weiße Stadt“ – und alles ist auch wunderbar restauriert worden. Auf dem letzten Foto seht ihr aber: Sie können auch bunt. – Die Geschichte der Stadt ist bewegt – vor Jahren war der größte Teil der Bevölkerung mit Fischfang und -verarbeitung beschäftigt oder sie arbeiteten im Schiffsbau. – Als das zurückging, wurde 1969 Erdöl vor der Küste gefunden und davon lebte es sich dann nicht schlecht. In Stavanger war die Konzernzentrale –  bis 2014 der Erdölpreis drastisch einsank, so dass sich keine Förderung mehr gelohnt hat. Die Arbeitslosigkeit stieg auf 69 % – aber auch aus dieser Krise haben sie einen Ausweg gefunden.

Das Blumenherz auf dem dritten Foto tröstet uns darüber hinweg, dass der Dom renoviert und deswegen nicht besucht werden kann.

Auf einem Foto trägt die Puppe im Schaufenster die Landesnationaltracht. Das sieht an den entsprechenden Feiertagen bestimmt schön aus.

Und jetzt gibt es noch ein paar Tiere. Seitdem mir vor Jahren mal eine Möwe das Fischkotelett   vom Pappteller stibitzt hat, sehe ich diese Tiere mit einem gewissen Respekt an. – Die Quallen konnte mein Fotoapparat im Wasser kaum erkennen – aber mein Fotoprogramm hat dann nachgeholfen.

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Übermorgen – gleiche Welle, gleiche Stelle!

Übrigens – lange werden meine Posts nicht mehr mit RB xx anfangen! Also genießt Norwegen noch so lange, wie es möglich ist.


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RB 15 – Manchmal ist das Leben ganz schön besch … eiden

… und das werde ich euch jetzt bildlich beweisen

Du warst zu Lebzeiten eine bedeutende Persönlichkeit. Du warst sogar soooooo bedeutend, dass man dir eine Statue aufgestellt hast. Du schaust kühn und keck über die Menschen hinweg und machst ihnen entweder Freude oder jagst ihnen immer noch einen Schrecken ein, weil du zu Lebzeiten grausam warst.

Doch dann leben neben dir diese Tiere, auch wenn du nicht neben dem Markusplatz stehst.

Und wenn du dann sooooooo aussiehst, dann lachen die Menschen über dich und haben garantiert keine Angst mehr.

Die anderen Skulpturen oder Figuren oder Tiere, die ich noch fotografiert habe, die hat es nicht so (weich) hart erwischt.

Jetzt habe ich – wegen der Überschrift – diese Fotos vorweg genommen, aber sie gehören auch zu der Stadtführung in Bergen. Die Seilbahnfahrt vom letzten Beitrag gehörte auch dazu und war auch nach der Stadtführung – wir werden die fehlende Chronologie verkraften.

Zum Glück hat unsere Stadtführerin nicht die ganze Zeit so ein Schnütchen gezogen, sondern zwischendurch auch ein paar Fakten erzählt.

Am Ende seht ihr, dass es regnet. Eigentlich ab dem 21.8. war es mit dem schönen Wetter vorbei, denn wir hatten danach so einige Tage, an denen ich Schirm UND Regenjacke gut gebrauchen konnte.

Diese Unsitte, das ganze Jahr über Weihnachtssachen zu verkaufen, gibt es auch in Norwegen, wie man auf dem letzten Foto lesen kann.

Während der Stadtführung habe ich einige schöne Hauswandverzierungen oder -malereien gefunden, aber anders als bei uns – seht sie euch an.

Ein bisschen „richtige Kunst“ habe ich auch noch.

Das ist Henrik Ibsen, der bekannte norwegische Dramatiker und Lyriker, der sich neben das Theater gestellt hat, damit er gut aufpassen kann, dass die dort drin auch seine Werke spielen.

Bisschen musikalische Kunst gefällig?

Oder ein bisschen was Modernes, Abstraktes?

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Ich habe mein Tagessoll von 20 Fotos geschafft und kann mich wieder auf die faule Haut legen 🙂