Claras Allerleiweltsgedanken

Mund oder Hand gewünscht?

14 Kommentare

Weil heute so ein schönes Schnapszahldatum ist, wollte ich mir natürlich was Besonderes einfallen lassen. Bei voller Konsequenz hätte ich die Erscheinungszeit auch auf 11:11 Uhr stellen müssen, aber diese Uhrzeit ist für den Beginn der närrischen Zeit reserviert. Die wird zwar dieses Jahr begrenzt, beschnitten und reglementiert werden, aber für mich gibt es Schlimmeres.

Und mit „närrischer Zeit“ hat mein Beitrag so absolut gar nichts zu tun. Es ist aber auch keine Andeutung auf irgendwelche Praktiken, die eine „Dame“ vielleicht einem „Herrn“ oder Freier stellt.

Beim Einfügen der Fotos habe ich festgestellt, dass es auch noch 13 sind – da MUSS der Beitrag ein positives Echo finden. – Für die Qualität mancher Fotos entschuldige ich mich – aber als ich es auf dem Display bemerkte, hatte ich keine Zeit mehr, sie noch einmal zu fotografieren.

Jetzt zur Überschrift – was meine ich damit?

Seit vielen Jahren schon habe ich lange vor der Adventszeit einen dickeren Umschlag im Briefkasten. Groß und deutlich ist vermerkt, dass ich zu keiner Abnahme, Zahlung oder Zurücksendung verpflichtet bin – es ist also ein Appell an das Verständnis der Menschen, an die Menschlichkeit – denn ich werde ja so einen Umschlag nicht allein bekommen. Weiterhin könnte ich auch gegen die Verwendung meiner Adresse für Zusendungen widersprechen. (Leider befürchte ich, dass es viele eher wegwerfen als sich die Mühe zu machen, ihre Adresse löschen zu lassen)

Ich denke, es wird so verfahren, dass Empfänger, die das festgelegte Geld für die Sachen (6 Weihnachtskarten mit Umschlag, einen Jahreskalender und 10 Geschenkanhänger) überweisen, im nächsten Jahr wieder einen Umschlag bekommen.

Um nichts in der Welt bin ich die größte Weihnachtskartenschreiberin auf diesem Planeten – aber voriges Jahr habe ich alle adressiert, beschrieben und verschickt – das wird mir doch dieses Jahr auch wieder gelingen, denn ich habe natürlich den Umschlag behalten und auch bezahlt.

Hier mal eine Preisübersicht.

Es fasziniert mich sehr, dass Leute mit einem langen Pinsel im Mund oder zwischen den Zehen weitaus besser malen können als ich mit zwei gesunden Händen. Na gut, ich bin da kein gutes Beispiel, weil ich weder zeichnen noch malen kann – aber diese Künstler, die entweder wegen Contergan ohne Arme geboren geboren wurden oder durch einen Unfall an der HWS querschnittsgelähmt sind, vollbringen Kunstwerke, die wirklich mein Herz rühren.

Ich habe mal ein paar Sachen abfotografiert, damit ihr meine Begeisterung verstehen könnt.

Einzelne Kalenderblätter

Die im Mai Geborenen können sich mit diesem blumenreichen Monatsbild in gute Laune hinein radeln.

Das ist der Juli, der ja auch Heikomonat war. Der Schirm auf dem Blatt erinnerte mich sofort an dieses Bild: einmal von vorn, einmal von hinten 🙂 😉

Meinen Monat habe ich natürlich auch fotografiert. Santorini war die einzige Urlaubsreise, die ich mit meiner Mutter zusammen gemacht habe. Meine Fotos von dort (so ich überhaupt welche habe) könnten nicht besser sein.

Und für die Oktobergeburtstagskinder habe ich auch noch ein Foto – besonders für die, die zwar kein Pferd sein wollen, sondern lieber eine Kuh.

Von den Weihnachtskarten gefällt mir diese am besten, weil ich die traditionellen Krippenbilder nicht so mag.

Zum Abschluss noch eine Galerie mit den Künstlern, die hinter diesen Werken sind:

Die Methode, mit dem Mund zu malen, scheint weitaus verbreiteter zu sein. Ich frage mich, wie das funktioniert – ist da immer eine helfende Person dabei, die den Pinsel mit Farbe vorbereitet und dem Künstler in den Mund steckt?

Ich bin fasziniert!

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

14 Kommentare zu “Mund oder Hand gewünscht?

  1. Tja dann bin ich wohl ein Unmensch habe in meiner vorletzten Wohnung auch immer solche Karten bekommen und habe die einfachhaltshalber immer der Ablage P übergeben.

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    • Hallo, Unbekannte oder Unbekannter – der Blog gibt ja keine Auskunft, da er nur für Auserwählte zugelassen ist.
      Um sich als „Unmensch“ zu (dis-)qualifizieren, gehört schon ein wenig mehr dazu. Viele in den 30 Jahren des vorigen Jahrhunderts haben es vorgemacht, was man da tun muss. Sicher ist dieses Verhalten nicht vollkommen ausgestorben, aber nicht mehr so systematisch und mit Akribie und Methode vorhanden.
      Eine „Bittsendung“ in den Papierkorb zu werfen – könnte bestenfalls als „wenig Mitgefühl“ bezeichnet werden, aber das ist ja eh nicht die Haupteigenschaft der Deutschen.
      Wenn ich mir vorstelle, ich selbst oder eines meiner beiden Kinder wäre ohne Arme auf die Welt gekommen, weil ich meinem Arzt vertraut hätte und diese Idioten von der Pharmaindustrie mit ihrem Contergan reich und reicher gemacht hätte, das hätte ich mir den Rest meines Lebens nicht verzeihen können.
      Als Physiotherapeutin hatte ich in meinen Anfangsjahren einen 18jährigen behandelt, der sich beim Baden eine Querschnittslähmung in der HWS geholt hat. Außer Sprechen und Kopf bewegen war nicht mehr viel drin. Er hat eigentlich nur geklagt, dass er sich nicht das Leben nehmen kann. Und genau solche Mundmaler sind in dieser Gruppe vorhanden. Da kostet es mich doch ein Lächeln, ihre Karten, Kalender und sonstiges einmal im Jahr nicht weg zu werfen, sondern einfach zu bezahlen. Und das macht mich noch lange nicht zum Gutmenschen.

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      • Ich habe mich halt eher auf Spenden zur Rheumaliga verlegt, da ich familiäre Verbindungen habe und schon als Kind die Arbeit mitbekommen habe.

        Als Physios 😉 haben wir alle solche Geschichten von Leuten die trotz schwerer Verletzungen nicht aufgegeben haben und dehnen man im Kampf um jede Funktion helfen konnte, oder im Alter um den Erhalt kämpft.

        Ich bin ein 40 Jähriger Mann und das Avatar habe ich selber gemacht und die Vermutung geht schon in die Richtige Richtung. 😉

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    • Übrigens tippe ich auf 40jährige Frau, denn ein Mann hat selten so einen schönen Gravatar. Die 80 könnte das Geburtsjahr sein und aga könnte die Abkürzung eines Vornamens sein oder die Buchstaben von Vor- und Familienname kombiniert. – Aber ganz so sehr interessiert es mich dann doch wieder nicht.

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  2. Liebe Clara,
    die Kalenderblätter, die Sie für diesen Blogbeitrag ausgewählt haben, gefallen mir sehr gut!
    Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
    Gruß Heinrich

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    • Danke, lieber Heinrich, doch dieses Mal bin ich nicht nach der Schönheit der Kalenderblätter gegangen, sondern ich habe wichtige Personen aus meinem Leben mit ihrem Geburtsmonat gesucht, auch mich.
      Gute Nacht sagt Clara

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  3. Der Titel ist echt schräg. Ich musste an einen Film denken, in dem eine ältere Dame vor so einer Wand arbeitet, durch deren Löcher Männer was hindurchstecken- und am Ende vom Film sind alle schrecklich bekifft. Leider fällt mir der Titel nicht ein, doch vielleicht kennste den ja auch!?

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  4. Liebe Clara,
    auch ich erhalte alle Jahre diese Post… und spende einen kleinen Betrag. Grundsätzlich verschicke ich vor Weihnachten ein paar Karten, die aber Jahr für Jahr weniger werden. WhatsApp verlangt gottlob noch kein Porto… 😉
    Gruß
    Herr Ösi

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    • Herr Ösi, können Sie mir sagen, warum ich beinahe vergessen hätte, auf Ihren Kommentar zu antworten? – War keine böse absicht, vergesslich war ich ja schon immer, jetzt werde ich doch nicht etwa noch tüdelig?
      Zum Glück sind ja nur 5 Karten in der Sendung. Eine ist so neutral, die mache ich zu einer Geburtstagskarte kurz nach Weihnachten und die anderen bekomme ich auch noch geschrieben und unter die Leute verteilt.
      Grüezi die Clara

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