Claras Allerleiweltsgedanken

Die Konstrukteure vom BER …

17 Kommentare

… hätten mich als Versuchskaninchen nehmen sollen …

denn wenn ich mich mit meinem rudimentär entwickelten Orientierungssinn zurechtfinde, dann können das alle anderen auch.

Dass es nach „ganz kurzer Bauzeit“ einen neuen Flughafen in Berlin gibt, ist wohl jedem schon mal zu Ohren oder Augen gekommen. Also wurde es Zeit, dass die rasende Reporterin Clara H. sich ihn ansieht, dieses Superprodukt deutscher Ingenieurskunst. Der ehemalige Flughafen Berlin-Schönefeld SXF wurde mehr oder weniger als Terminal 5 in den jetzigen BER „Willy Brandt“ eingemeindet. Bei der Terminalbezeichnung war man wieder großkotzig wie sonst was. Es gibt bisher drei Terminals: 1, 2 und 5. Ob es beim jetzigen Stand der Flugfreudigkeit der Leute noch jemals zum Bau von Terminal 3 und 4 kommt, steht in den Sternen. Terminal 1 ist offen, zwei soll im Frühjahr eröffnet werden. Bei dieser „überstürzten Eröffnung“ konnte nicht alles geschafft werden, es sind noch viele Innen- und Außenarbeiten dort zu machen.

Der alte Flughafen = Terminal 5 ist genau 12 Busfahrminuten von den anderen beiden Terminals entfernt. Wahrscheinlich dürfen sich die Maschinen nicht ins Gehege kommen bei Start oder Landung. Hoffentlich sind die Flugrouten nicht so geplant, dass die Passagiere von 5 nach 1 oder umgekehrt wechseln müssen, denn einen Shuttle gibt es nicht. Vielleicht nur jetzt noch nicht – fliegt ja eh kaum jemand. –

Für mich haben sie extra eine neue Buslinie eingeführt, die fast vor meiner Haustür abfährt. Ich sollte vielleicht doch mal überlegen, wenigstens einmal pro Woche zu fliegen, um das auszunutzen 🙂 😉

Das ist der erste Eindruck, wenn man zum neuen Teil, dem Terminal 1, hinfährt, um von dort ab zu fliegen.

Was sieht man so im Inneren? Viele Treppen, die in der Mitte eine Rolltreppe haben, die alle nur nach oben fahren. Will man runter ohne Treppen, gibt es Fahrstühle. – Nicht nur in dem Bereich der Freiheitsstatue war niemand, auch sonst war das Display sehr übersichtlich und aus allen Ecken schrie es: CORONA, setze dich nicht hierher, komme nicht zu uns, sicherheitshalber sperren wir alles ab.

Wenn schon alle Verkaufsstände oder Restaurants geschlossen sind, müssten sie solche Wandbilder  zuhängen, denn die machten mir Hunger oder Appetit.

Ich habe mal die Ankunfts- und Abflugzeiten fotografiert – wirklich sehr übersichtlich. Die ganze Sache hat einen Vorteil: es gibt nirgendwo Gedränge oder gar Stau. Leute mit Koffern oder Gepäck habe ich nicht gesehen – ob die vielen Angestellten den ganzen Tag über Doppelkopf spielen dürfen?

Da ich vorher nicht wusste, dass Terminal 2 noch gar nicht eröffnet hat, bin ich solchen Hinweisschildern gefolgt, einen langen Gang lang gelaufen, um dann von einem „Maschendrahtzaun“ am Weiterlaufen gehindert zu werden.

Ein wenig ins Transpirieren gekommen, habe ich kurz überlegt, ob ich das Duschangebot nutzen soll.

Wer bei diesem Schild keine „supergute Laune“ bekommt, ist selbst dran Schuld.

Wohin natürlich diese an verschiedenen noch nicht vermieteten Verkaufsständen zu findenden Schilder die Laune der Verantwortlichen sicher wieder sinken lässt.

Die Überschrift muss ich ja noch erklären. Ich sehe dieses Schild und google sofort: „Übergang zu KMQ“ : Ich finde diesen Link und denke, nach Japan möchte ich jetzt aber nicht laufen. Es war echt außerhalb des Geländes. Vielleicht sind die japanischen Flieger so klein, dass die vom Parkplatz aus starten können 🙂 😉

Stimmt nicht, was ich weiter oben schrieb, dass ich keine Leute mit Gepäck gesehen habe. An einer Stelle häuften sie sich:

Ich zeige euch das nur, damit ihr wisst: 15 Minuten vor dem Test keinen Apfel essen, nichts trinken und keine Zähne putzen. Und kostenlos gab es die Tests nicht.

*************

Ich schicke euch jetzt mal alle zum Testen – zwar nicht auf Corona, sondern auf Clara-Flughafen-Texte, und mache übermorgen weiter mit meinen vielen Fotos.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

17 Kommentare zu “Die Konstrukteure vom BER …

  1. Moin Clara (7). Na toll, euer BER. Ich bleibe dabei, Willy Brand wäre not amused 😉
    Aber gut, wir haben in HH unsere Elphi und die FFBQ zwischen Fehmarn und Dänemark, also der Tunnel, kommt noch auf uns zu.
    https://sven2204.wordpress.com/foto-seite/wagrien-ostholstein/
    Der Staatsvertrag wurde 2009 unterzeichnet, die Fertigstellung ist aktuell für 2029 geplant. Die Amis habe es nach dem Versprechen von JFK zwar schneller geschafft auf den Mond zu fliegen, als einen 19-km-Tunnel zu bauen, aber was willst’e machen 😉
    \–^|^–/

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    • Ich finde es schon fast eine Frechheit, diesen Flughafen dem Willy Brandt „in die Schuhe zu schieben“. Aber andersherum, Klaus Wowereit, auch SPD, war ja lange Zeit im Vorstand und noch andere von der SPD – vielleicht muss Willy jetzt für alle büßen.
      Jetzt habe ich versucht, den Link von 2018 zu lesen – aber das war mir für diese Tageszeit lang und zu ausführlich und zu ostholsteinisch 😉
      Aber ich sehe schon, du bist schon fast ein einheimischer Zugereister – gut so!
      Und tschüss, Herr WP-Blutsbruder

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  2. Was?? Der BER schon offen? Ja gibt’s denn nur noch Hektik auf dieser bescheuerten Welt…?

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    • Genau so einen Kommentar habe ich mir gewünscht, lieber hösi. Ich fand diese Zeit auch wahnsinnig schnell Punkt in der Zeit bei uns war andere ganze Städte, aber die Berliner sind eben nicht immer die schnellsten.
      Irgendwann wird uns noch ganz Deutschland um diesen Flughafen beneiden, wünscht sich der Flughafen zumindestens.

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  3. „beim jetzigen Stand der Flugfreudigkeit“ – wie passend ausgedrückt – und was für`ne interessante Reportage!
    Zur Zeit müsste es enorme Restmengen von Tomatensaft geben…
    🙂

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  4. Wenn er schon endlich eröffnet ist, freute er sich sicher über deinen Besuch. Ich auch. So genau sah ich ihn bisher nicht.

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  5. Fliegt keiner nach Düsseldorf, kannst du also leider nicht herkommen. Dabei hast du sogar den Shuttle vor der Haustür!
    Ich hab meinen in der Garage: mein Fahrrad.
    Tür ist auch zu, klaut keiner 🙂

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  6. Danke liebe Clara, jetzt kann ich mir endlich mal ein richtiges Bild machen von dem neuen „sagenhaften“ Flugplatz.

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