Claras Allerleiweltsgedanken

Man(n) kann auch übertreiben …

15 Kommentare

… aber (Frau) Clara kann besser!

Ich habe mal ein wenig gelesen, welche Rollen im Theater für ältere Frauen oder Damen so vorgesehen sind. Da gibt es die  „komische Alte“, die „Mutterrolle“ und die „Charakter-Darstellerin“ – unter ferner liefen noch die „Salondame“, die „Sentimentale“ oder die „Naive“.

Jetzt habe ich mich gefragt, ob ich das 1 : 1 auf Frauen im Blogleben übertragen kann. Ich werde den Teufel tun, dafür Beispiele zu benennen – ich kann wirklich nur von mir ausgehen. Da ich ja die Zahl 7 so liebe, ergänze ich einfach mal noch die „femme fatale„.

Wenn manche Leute Fotos von meiner Wohnung sehen, möchte ich manchmal gern in die Köpfe gucken können – nur wäre mir letztendlich das Ergebnis nur zu wenigen Prozent interessant – denn ICH wohne hier, MIR muss es gefallen ICH weiß, dass ich besonders bei der Wohnungsgestaltung SEHR VIEL anders bin als Gleichaltrige plus/minus 10 Jahre. In jungen Jahren hätten mir Lust und Geld gefehlt, um für  meine Wohnungen Antiquitäten zu kaufen und hineinzustellen.

Jetzt fehlen mir Lust in gesteigertem Maße und mein Geld gebe ich viel lieber für andere Sachen aus. Das Motto „Alt bin ich selber“ steht hier in allen Zimmern geschrieben. Lieber nehme ich in Kauf, dass ich einen Spleen, einen Knall und einen Vogel habe – damit kann ich besser leben als mit einem Biedermeiersekretär für schlappe 1000,00 €.

Ich liebe meine Glas- oder Acrylbilder – und die sind alle aus der Jetztzeit!!! Ich liebe auch meinen Löwen-Astrologie-Knall, meinen lila Spleen und mein manchmal ans Infantile grenzendes Naturell. Besonders ohne letzteres würde ich so einiges in meinem natürlichen Umfeld nicht ertragen können. Manchmal können manische Tendenzen auch von Vorteil sein.

In den letzten Tagen ging es mir darum, meinem sehr hellen Löwen an der Wand einen dunkleren Gefährten an die Seite zu stellen, damit ich mich von zwei starken Tieren bewacht fühle. Niemand andere als Mallybeau Mauswohn konnte mir da helfend unter die Arme greifen. Ich suchte mir aus dem Kalender zwei Vorbilder aus und sie entfernte alles, was nicht hingehörte und färbte Hintergründe ein oder um, damit mein Auge wohlgefällig schauen kann – erst das Julioriginal und dann der veränderte Julilöwe.

Letztendlich wollte ich dann doch nicht, dass er ständig und immer seinen Kumpel anschaut, deswegen habe ich mich – vielleicht aus unterbewussten Gründen – für den Augustlöwen entschieden.

Als er auf Acryl geliefert wurde, ging dieses Mal die Aufhängung superschnell. Ein geschenkter Stahlnagel ging in die Wand wie der Finger in Butter und die Auafhängung war blitzschnell aufgeklebt.

Und das ist das Endergebnis:

 

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

15 Kommentare zu “Man(n) kann auch übertreiben …

  1. Mein lieber Schwan… äh Löwe, ich kann nicht glauben, dass dieser riesige Kater nur an einem Stahlnagel hängt.
    Schön schaut er aus. Gefährlich aber auch… 😉

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    • Herr Ösi, das hat mit dem riesigen Löwen am Stahlnagel auch erst geklappt, als ich ihn mächtig geschrumpft hatte, bei 3 mm Körpertiefe hat es dann geklappt. – Zumindest hängt er bisher noch.
      Im Gegensatz zu dem viel leichteren Hund – na gut, der wurde auch anders aufgehängt – hat sich aber nach 12 Stunden dageben aufgelehnt und fiel einfach von der Wand. – Es wird zu lesen sein!

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  2. Liebe CC,
    Meine Tochter sagt gerne: ich glaube ich werde alt. Meine Antwort ist ein Familieninsider, sie ist immer gleich: du pass bloß auf was du da denkst sonst wirst du alt!
    In unserem Supermarkt gibt es ein Seniorenhippieliebespärchen. Sie steht auf durchsichtige Rüschenröcke im Sommer und weiße Wallalocken und er liebt helle Hosen und quietschbunte Hemden.
    Diese Leute kommen mir jünger vor als manche Kinderwagenschiebemutti, wobei ich in deren Leben nicht leuchten kann. Die meisten Frauen sind eine Mischung aus Rollen und weil sie Frauen sind, Lieben und hüten ihre Geheimnisse gut. In Rollenbildern leben wir alle als Systemteilchen, darum haben es die, die aus dem Rahmen fallen, auch so schwer. Du weißt ja, ich mag Deinen Dekostyle, das machst Du mit Kunstsinn und viel Liebe zum Detail. Ich habe ein Herz für alte Schätzchen aber eben auch eins für die Moderne, darum kämpft bei mir Jugendstil gegen neue Ikeasachlichkeit und schnörkelVerliebter Art Deco-Unsinn gegen Tupperwarepragmatismus

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    • Der Kommi war zu früh weg:
      Liebe Grüße
      Amélie

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    • Hallo, liebe Amélie – stelle dir mal vor, wir hätten die Funktion des Gravatarbildes nicht, an dem jeder Kommentar der richtigen Person zuzuordnen ist – was meinst du, wie viele Sekunden ich bei oder nach dem Lesen bräuchte, um das Geschriebene dir, nur dir zuzuordnen?
      Mit dem Seniorenhippieliebespärchen könnte ich gar nicht verglichen werden – denn ich stehe weder auf Rüschenröcke noch Wallalocken, auf durchsichtige Röckchen schon gleich gar nicht. Außerdem habe ich die Hippiezeit nicht live erlebt – würde also sofort entlarvt werden.
      Du: „…das machst Du mit Kunstsinn und viel Liebe zum Detail.“ Zum Kompliment des ersteren werde ich jetzt nichts sagen, aber das mit dem Detail stimmt. Gerade in den letzten Tagen: Ich habe oben auf dem Spülschrank immer einen Joghurteimer für kleine Sofortabfälle, damit ich nicht immer unten im Schrank den Deckel von dem größeren Eimer entfernen muss. Aber der gefiel mir nicht mit seinem bunten Joghurtdessin, zumal ich irgendwo einen passenden Deckel mit (Küchen-)Rotkirschen gefunden hatte. Also wurde das Eimerchen mit einfarbiger Folie bezogen – nur was für die Ästhetik. – Im Wohnzimmer ähnlich – da störte mich auch was und mit der dunklen Metallfolie war alles im grünen Bereich im grünen Wohnzhimmer.
      Wenn jeder von uns mit seinem Wohnumfeld zufrieden ist, dann sind wir doch schon einen Schritt weiter.
      Mit Gruß von mir, die in den ersten 4 Märztagen richtig gute Termine hat.

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  3. Altersgemäß, ist eine ziemlich alberne Einteilung. Da ich dich erkennen lernen durfte, finde ich das deine Wohnung einfach sehr gut zu dir, zu Clara passt. Und das ist durchaus positiv gemeint. Liebe Grüße

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    • Liebe Mitzi, schon die letzte Wohnung, in der ich bis 2015 gewohnt habe, wurde NUR von mir eingerichtet – aber die war offensichtlich nur die Generalprobe – denn hier gefällt es mir besser. Und ich weiß, dass ich (hoffentlich) in den nächsten 10 Jahren nichts erneuern muss – von Tapeten und Wandanstrich will ich jetzt partout nicht sprechen. Vielleicht geht die Mikrowelle kaputt – das kann ich verkraften, aber alle teuren Geräte sind erst in dieser Wohnung neu angeschafft worden und an den Möbeln wird auch nichts geändert, auch wenn die Schrankwand im Wohnzimmer schon 1968 angeschafft wurde – im Geburtsjahr meines ersten Kindes.
      Bei dir weiß ich, dass die Aussage, dass die Wohnung zu mir passt, nur positiv gemeint sein kann.
      Herzlichst Clara

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  4. Moin, ich noch mal.
    Ich sag’s mal so, weil ich das auch für mich in Anspruch nehme: Wichtig ist doch, dass du DU SELBST bleibst, also authentisch bist. Auf wen müssen wir Rücksicht nehmen? Sind wir außer von unserer Rentenzahlung von irgendetwas oder irgendwen abhängig und haben wir es nötig, irgend etwas für die Galerie zu machen? Nööö! Und nochmal nö! Also bleibe bitte wie du bist, ich fange gerade an mich daran zu gewöhnen 😉

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    • Lieber „liebster“ Sven, dein letzter Satz “ Also bleibe bitte wie du bist, ich fange gerade an mich daran zu gewöhnen“ hat mich richtig zum Schmunzeln gebracht – ich schaue gleich mal bei meinen Kommentaren, ab wann wir hin und her schreiben und wie lange du gebraucht hast, um dich an mich zu gewöhnen. 🙂 😉 – Wie war das mit dem Zitat des kleinen Lords: „Besser spät als nie!!!!!!!“
      Nach der Kommentarbetrachtung bekommst du meine Absolution – wir „kennen“ uns noch nicht einmal 3 Jahre – mir kommt das im positiven Sinne schon eeeeeeeeeeeeeeeewig vor.
      Um deine Jetzt-Woche in der alten Heimat beneide ich dich aufrichtig, obwohl ich sie dir natürlich von Herzen gönne. Viel Spaß mit deiner Enkeltochter.
      Ich habe vielleicht mit neuen HG die Aussicht, wieder kleinere Kinder zu verstehen und dann vielleicht auch über den Großeltrndienst wieder zu betreuen. Schau’n wir mal.

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  5. Nein, das Merkmal „altersgemäß“ kann hier nicht angewendet werden. Wohnungen, auf die so eine Beschreibung passen würde, gefallen mir nicht. Ich überlege, was für eine Wohnung meine Lieblingstante Hedel hatte, mit Teewägelchen, Häkeldeckchen, Pudelbildern…auch so gar nicht wie deine…trotzdem fühlte ich mich als Kind bei ihr geborgen. – Bei dir musst nur DU dich so fühlen, und das ist ja wohl der Fall! Das Löwenbild ist der Knaller, echt jetzt…

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    • Danke, liebe Frau Wildgans, dass meine Wohnung als „nicht altersgerecht“ eingestuft wird. Ich habe ein einziges Möbelstück, das versucht mit aller Gewalt, den Karren aus dem Dreck zu ziehen – allerdings habe ich diesen Oma-Fernsehsessel auch von meiner Mutter übernommen, als sie starb. Er war mir ausnahmsweise zu schade zum wegwerfen oder -geben – und er hat mich schon oft in den Shlaf begleitet, wenn das im Bett nicht klappen wollte.
      Genau das, was du beschreibst – Teewagen, Häkeldeckchen, dunkelste Holz vom Stuhl bis zum Büffet, Troddelstehlampen – fand sich, bis auf die Pudelbilder, in der Wohnung meiner Mutter. Ich habe es überlebt – aber schon als Kind wollte ich MEINE Wohnung anders einrichten.
      Ich hoffe, Mallybeau liest das Knaller-Lob über ihr Bild.

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