Claras Allerleiweltsgedanken

Dicht vorbei ist auch daneben

19 Kommentare

Es ist ja schon gute Tradition bei mir, dass ich jedes Jahr ein Fotobuch erstelle – ich habe ja sonst kaum was Wichtiges zu tun. Wenn ich dann mal im Alter *grins* Zeit und keine Lust mehr zum Bloggen habe, dann setze ich mich in die Nähe meiner großen hellen Fenster, mache die kuschlig warme Heizung an und schaue mir alle meine Fotosammelwerke an.

Und dann kommt mir natürlich auch dieses in die Finger – und ich werde denken:

Clara, selten hast du dich mal so stark bei einem Titel geirrt.

Wer konnte aber ahnen, dass es nicht mit 2020 erledigt ist!
Da konnte ich mir noch so heftig einreden, dass ich mich wacker geschlagen habe – im zweiten Quartal 2021 ist der Optimismus im wesentlichen erschöpft.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

19 Kommentare zu “Dicht vorbei ist auch daneben

  1. Moin Clara.
    Heute Morgen bin ich endlich mal wieder dazu gekommen, mich bei dir zu belesen.
    Interessant, interessant. Eine besonders gute Idee finde ich die mit den Ordnerrücken. SUPA!
    Zu diesem Beitrag, hier, „Dicht vorbei ist auch daneben“, hast du ein Fable für Fußball?
    Wie Jürgen v. d. Lippe einst besang: „Trainer, ich treff‘ das Tor nicht“ in seinem Lied „Dann ist der Wurm drin“. Apropos Wurm:
    Was ist schlimmer als ein angebissener Apfel mit einem Wurm drin? Ein angebissener Apfel mit einem halben Wurm drin.
    Nun ja, öhm, ich schweife ab. Die Mutter meiner Kinder hat damals auch viele Fotobücher erstellt. Und nach dem Auszug mitgenommen. Aber mir bleibt mein umfangreiches Digital-Archiv und die Erinnerungen. Und zur Not weiß ich ja, wo die Alben und Bücher sind. Ich erlaube mir hier meinen Lieblings-Liedermacher H. W. zu zitieren, geschrieben hat er das Lied 2007, da war er immerhin auch schon 65.

    „Wenn du mich fragst ob es auch eine Zeit,
    für mich gab in der Vergangenheit,
    den einen oder anderen Tag,
    an den ich gerne denken mag?
    Dann sage ich ja und behalte für mich was ich weiß,
    ich gebe sowieso schon zu viel von mir preis,
    Erinnerungen sind dafür da,
    dass man sich im Alter mal daran erwärmen kann“.

    weiter im Refrain:

    „Vergangen ist vergangen,
    vor der Zukunft graut es mir,
    ich lebe lieber jetzt und hier“.

    In melancholischen Momenten ist das eine perfekte Kombi: Eine alte LP auf den Plattenteller und beim Knarzen der Nadel auf dem Vinyl alte Geschichten lesen oder Bilder anschauen.
    Ach ja, so, nun wünsche ich dir schöne Ostertage, bis denne!

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  2. Liebe Clara, ich kann dich sitzen sehen, mit deinen Büchern. Sagen wir mal, so ab und an, in frühestens 10 Jahren, denn du bist dann immer noch ein Unruhegeist und hast noch vieles andere zu tun. Nur jetze, da müssen wir noch ein bisschen durchhalten.
    Aufmunternde Grüße von ein Stücke weiter unten.

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    • Hallo Gudrun, im Märchen würde ich dich jetzt sicherlich fragen: aber Gudrun, was hast du so gute Augen? Wenn du mich aus Leipzig in Berlin sitzen sehen kannst hinter meinen Büchern, und das dazu erst in zehn Jahren, dann bist du ein Phänomen für jeden Augenarzt. 😉 🙂
      Da ich heute nachmittag in wunderbarer Sonne auf dem Balkon sitzen konnte, ist meine Laune bedeutend gestiegen. Und beim Akustiker habe ich neue Geräte bestellt, die hoffentlich nicht halb so ominös wie die letzten sind.
      Seitdem wir Sommerzeit haben, bin ich abends immer schon so zeitig müde, das ist mir mit der anderen Zeit eher selten passiert. Deswegen gehe ich jetzt ins Bett. Ganz liebe Grüße zu dir

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  3. Liebe CC,
    Optimismus sei die schiere Angst, behauptet Oscar Wilde.
    Wie lange wir mit diesen vermaledeiten Stachelkügelchen noch zu kämpfen haben werden, weiß niemand, nur die Hoffnung bleibt und vor Silvester hatte ich einen Traum: ich stand in Herford auf einem Platz. Warum Herford? Ich weiß es nicht u d auch nicht wie der Platz heißt würde ihn jedoch wiedererkennen. Es war Frühsommer und ein Mann lief an mir vorbei, Glatze, Brille, rosa Hemd (Ihgitt), beige Sommerhose, bepackt mit Einkaufstüten und einem dicken Frühlingsgrinsen. Ich quatschte ihn an: Hey, warum sind hier alle ohne Maske unterwegs? Wir haben doch Corona? Da antwortete der Mann im Vorbeilaufen: Corona? Das ist doch längst vorbei? Machte ein erstauntes Gesicht und ich wachte auf mit Funken Hoffnung im Herzen.
    Du weißt wie toll ich Deine Fototagereisebücher finde. Mama ist entzückt von Deinen Norwegenimpressionen, ich habe sie ihr nämlich ausgeliehen.
    Sie wird bald schon 83 Jahre jung. Wenn ich das sage, kichert sie wie ein Backfisch. Liebe
    Frühlingssonnengrüsse
    von Amélie 🔆🌱

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    • Hallo Amélie, was meinst du wohl, über welchen Satz in deinem Kommentar ich mich am meisten gefreut habe??????
      „Mama ist entzückt von Deinen Norwegenimpressionen, …“ Ich freue mich wirklich, wenn ich deiner Mutter eine Freude machen kann, sie kann es wirklich gebrauchen. Vielleicht lässt sie auch ab und an den Papa einen Blick in das Buch riskieren, denn der hat ja auch so seine Norwegenerinnerungen – entschieden mehr als ich, die ich nur einmal für 2 Wochen dort in diesem besonderen Land war. Dass man von dem Land Fan werden kann, könnte ich durchaus verstehen. Die meisten unserer Städteguides waren ja ausgewanderte Deutsche – manche wegen der Liebe, andere wegen anderer Gründe.
      Bis zu diesem Alter hätte ich noch 7 (lange) Jahre zu leben – wenn die alle coronagesättigt sind, wäre ich über andere Dinge mehr erfreut als über den Kampf zum Überleben.
      Jetzt habe ich gleich einen Akukstikertermin – schließlich muss ich dieses unsägliche Hörgerät wieder loswerden – im Preis-/Leistungsverhältnis ist es das ABSOLUT schlechteste, was ich je hatte.
      Sonnige Grüße zurück!

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  4. Tja, würden die Leute sagen „Schluss mit dem Unsinn, wir machen nicht mehr mit!“, wäre auf einen Schlag Schluss mit dem Unsinn und es könnte werden wie früher. Bloß werden das die meisten Leute nicht sagen…

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    • Ösi, das müssten dann alle Leute weltweit sagen, denn sagen das nur die Leute einzelner Länder, nutzt das nichts. – Als Übergang könntest du doch erst einmal nach Brasilien ziehen, dort wird doch so gut wie nichts gegen Corona getan und die Leute – vor allem die, die kein Geld für eine medizinische Behandlung haben, haben die Freiheit, reihenweise zu sterben. Und wenn sie „Glück“ haben, bekommen sie noch einen Sarg, einen Leichenträger und ein Grab ab.
      Würde man weltweit NICHTS gegen Corona tun, überleben die reichen Länder natürlich entschieden länger als die armen – also reduziert sich die Weltbevölkerungung um einige Millionen, wenn nicht sogar mehr.
      1918 bei der spanischen Grippe wurde sicher nicht ein Drittel soviel wie heute dagegen gemacht – die Ergebnisse konne man dann tot auf der Straße liegen sehen.
      Du siehst, ich würde auch zu den Leuten zählen, die das anders sehen und an dein „… wäre auf einen Schlag Schluss mit dem Unsinn“ nicht glauben, schon gleich gar nicht an das „… es könnte werden wie früher“.
      Vor wem – meinst du – haben die Leute Angst, wenn sie das nicht sagen? Nicht vor der Politik und den Gesundheitsministern, eher wahrscheinlich vor der Krankheit oder gar vor dem Tod. Mein Standardspruch. Ginge der Tod schnell und schmerzlos bei dieser Krankheit könnte ich das eher akzeptieren als lange Intensivbehandlung mit fürchterlichen Nachfolgen. Ich kenne Leute, die solche haben – und die sind viel, viel jünger als ich.

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      • Liebe Clara, das Geschriebene ist meine Meinung. Aber natürlich bin ich klug genug, darüber NICHT zu diskutieren. Ich will weder jemanden manipulieren, noch jemanden von irgendwas überzeugen. Das muss ein jeder für sich selber wissen.
        Ein bisschen ist es noch zu früh für die Osterwünsche. Oder? Ich denke, da kommt noch der eine oder andere Beitrag von dir. Fall nicht, wünsche ich dir schon heute frohe und gemütliche Ostern. Äh… kann Ostern denn gemütlich sein? Ich weiß es nicht. Bleiben wir bei frohe…
        Frohe Ostern… 🙂

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        • Mein lieber Ösi, erstmal kommt ein Aprilscherz von mir. Aber dann danach sieht es ein wenig mau aus mit den Vorräten an Worten und Fotos und Berichten. Außerdem ist Ostern für mich eines der unbedeutendsten Feiertage überhaupt.
          Vielleicht fällt mir noch was ein, aber ansonsten nehme ich natürlich voller Freude deine frohe Ostergrüße entgegen und wünsche dir auch viel Sonne im Herzen und Eier im Bauch. Liebe Grüße von mir

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  5. Nicht ärgern, liebe Clara. Wir müssen damit leben und versuchen, das Beste daraus zu machen. Eine Impfung steht bei mir noch in weiter Ferne. Übrigens, auch die „Fotoalben-Tradition“ ist zu Ende. Es gibt keine Ausflugsbilder mehr, also auch keine Fotoalben., und das nicht nur wegen der Pandemie sondern auch aufgrund meiner eingeschränkten Bewegungsfreiheit. Aber das Leben geht trotzdem weiter und als eingefleischter Optimist versuche ich, wie oben schon erwähnt, das Beste daraus zu machen.

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    • Nein, liebe Ute, als Ärger würde ich meine Empfindungen nicht bezeichnen – Verzweiflung ist es auch noch nicht – irgend etwas dazwischen. Und wenn dann so einiges andere nicht klappt (u.a. Blasenspiegelung bzw. geplante Botoxspritzen in die Blase hat der Arzt versemmelt, meine heutige Nach-Starbehandlung habe ich kurz vor ultimo abgesagt, weil ich Schiss bekommen habe und der Arzt mir versichert hat, wir könnten das auch noch viel später machen. – Langsam bekomme ich Vertrauen zu dem „Kerl“ – und falls ich ihn irgendwann mal besser verstehen sollte – er ist Grieche – können wir uns vielleicht sogar vernünftig unterhalten.
      Ute, wenn ich nur Fotos von Ausflügen in meine Fotobücher gepackt hätte, wären es nicht halb so viel geworden. – Aber das sehen wir ja schon an unseren so unterschiedlichen Blogs – bei mir wird ALLES verarbeitet.
      Ich glaube, ich bin eher eingefleischter Pessimist.

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  6. Ich habe erfahren, dass der Tierschutzverein dafür gesorgt hat, dass die Stadttauben gefüttert werden, weil nun weniger Pizzareste auf der Straße rumliegen. Da liegt natürlich meine Vermutung nahe, dass auch die Coronaviren als Lebewesen geschützt werden müssen. Das könnte eventuell ein Grund sein, warum man die kleinen Covids nicht ausrotten will?!?

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    • … aber irgendwann ist Covid dann allein zu Haus. 😦

      Was macht so’n armer Virus auf einem Planeten ohne Menschen?

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      • Heinrich, Sie schaffen es doch immer wieder, mich (fast) bis zu Tränen zu rühren – GsD nicht aus Mitleid mit Ihnen, sondern mit dem armen kleinen Covid. Mir ist irgendwann man zu Ohren gekommen, dass der Hauptdarsteller des Films „Kevin allein zu Haus“ später irgendeiner Sucht zum Opfer fiel, ob Alkohol oder Tabletten oder Drogen entzieht sich meiner Kenntnis und meines Wissensbedarfs.
        Und so würde sich unser kleiner Covid 19 noch nicht einmal fühlen müssen, da er ja im Laufe der Zeit so viele Geschwister bekommen hat.
        Aber bei allem Pessimismus – irgendwelche strunzdummreiche oder sehr kluge Menschen werden es schaffen, den Virus zu überleben, dazu gibt es einfach zu viele Menschen auf der Erde – und wenn es nach dem 37.777 Lockdown ist!
        Sie und ich – wir werden nicht dazu gehören – doch ich halte das auch nicht für sehr erstrebenswert.
        Heute ist übrigens der „Nach-Star-Laser-Tag“ – bitte bitte Daumen drücken!
        Deswegen bin ich schon so früh wach.

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        • Nach-Star-Laser-Tag-Daumen-drück-hat-hoffentlich-geholfen?!?

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          • Lieber Heinrich, ich habe feige gekniffen. Er hat mir erklärt, dass ich das auch noch später machen lassen kann. Das Ergebnis beim Sehtest erschienen mir noch nicht schlimm genug. Rechts habe ich 100% Sehleistung, links 80%. Und im Moment stört es mich nicht. Im Moment bräuchte ich nichts, was noch schief geht. Deswegen bin ich aus dem Stuhl wieder aufgestanden und nach Hause gefahren

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    • Ich werde über dieses hochwissenschaftliche Thema heute grübeln – viel was anderes werde ich eh nicht machen können.

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  7. Was, bei dir auch? (Bezieht sich auf den letzten Satz!)

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    • Liebe Sonja, ich habe ja oft überhaupt keine Geduld. Doch dieses Mal denke ich, habe ich sehr sehr lange Geduld aufgebracht. Aber was zuviel ist ist zuviel. Bis vor kurzem habe ich mich noch daran geklammert, dass ich nach der Impfung entschieden freier leben kann. Aber so allmählich versuchen ja die Virologen und Politologen und sonst was für Leute auch noch diese Hoffnung zu untergraben. Denn manche Mutationen sprechen wohl auf die jetzigen Impfstoffe nicht an. Die Grippeschutzimpfung muss auch jedes Jahr erneuert werden, warum nicht auch die gegen Corona. Jetzt will ich ins Bett

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