Claras Allerleiweltsgedanken

Das ist der Umräumaktion dritter und letzter Akt

36 Kommentare

Es gibt immer und immer wieder Momente, wo ich meinem Aszendenten, der Jungfrau, alle Ehre mache. Man spricht ihr einen ausgeprägten Ordnungssinn zu. Ich brauche schon deswegen eine bestimmte (Grund-)Ordnung, weil mein schlechtes Gedächtnis mich Dinge vergessen lässt, die ich gerade noch vorige Woche, sprich gestern,  in der Hand hatte. Und ständig zu suchen ist auch langweilig.

Die vier weißen Kisten in dem kleinen Regal waren alle mit Deckel ausgestattet, der aber für den täglichen Gebrauch störte. Also standen die Kisten in ihren Deckeln. Plötzlich und unerwartet störte mich das und ich wollte schon alle vier entsorgen. Aber da fiel mir plötzlich eine Verwendung ein.

Kisten schon ohne Deckel

Als ich diese dreckige Mappe hier auf dem Foto sah, habe ich sie sofort herausgezerrt und gründlichst sauber gemacht.

Und dann habe ich in diesen drei Deckeln den Inhalt einer großen Schublade verstaut – ich werde am Ende so viel Platz übrig behalten, dass ich Fächer zur Fremdnutzung vermieten kann. So ähnlich mache ich es schon mit meinem Keller. Meine Lieblingsnachbarn sind sehr sammelintensive Leute – sie haben schon ihre 4 Koffer, eine große Kühlbox und mehrere Klappstühle in meinem Keller untergestellt. Die Stühle verschwinden, wenn die Gartensaison eröffnet wird – danach will ich sie nicht mehr bei mir haben. Ich denke nämlich daran, das geklaute Fahrrad durch ein neues zu ersetzen, denn hier in der Nähe käme es mir sehr zupasse. Aber die Abstellplätze mit Anschließmöglichkeit sind knapp bemessen – und jedes Mal in den Keller zu tragen ist mir zu schwer.

Bei der vielen Räumerei war ein Tisch übrig, der von der Beschaffenheit eigentlich nicht für den Balkon geschaffen ist, weil er nicht wetterfest ist. Doch ich ließ mich nicht davon abbringen, ihn doch dort zu verwenden, um mich richtig ausbreiten zu können. Ich deckte die Platte mit Alufolie in zwei Lagen ab, spannte eine Wachstuchdecke darüber und legte die neu gekaufte Tischdecke auf. Sie sieht aus wie eine Leinendecke und ich wollte ihr die Wasserundurchlässigkeit gar nicht glauben. Als aber die Regentropfen als Wasserkugeln auf der Oberfläche liegen blieben, konnte ich mir Pustespiele nicht verkneifen.

Da ich ja nicht gern was wegwerfe, was noch gut ist, habe ich aus der vorhergehenden runden roten Tischdecke eine für den Küchentisch zugeschnitten.

Auf dem Balkon habe ich plötzlich eine unschöne Entdeckung gemacht – Ein Teil von der vor ca. 3 Jahren gemachten Decke fiel herab – und wie Murphy das so will, genau oberhalb der Markise ist der Schaden. Laut Hausgutachter für Schäden ist das mein Problem, die Garantie ist nach 2 Jahren abgelaufen. – Zum Glück wird gerade wieder ein Stück der Gesamtwohnanlage aufgehübscht, da kann ich mir sicher einen Maler schnappen, der es für Taschengeld macht. – Der Fleck geht auf der anderen Seite der Markise weiter.

Wenn der Berliner was zum Entsorgen hat, macht er das leider Gottes oft so:

Ich wollte den Fernseher auch gleich meinem Sohn zum Entsorgen mitgeben, aber der meinte, ich solle ihn bei eBay oder sonst wo lieber verschenken, der würde noch Abnehmer finden. – Das nehme ich später in Angriff.

Doch für heute ziehe ich mich aus dem „Wohnumräumtheater“ zurück und erscheine nur noch mit einem artverwandten Thema auf dieser Bühne.

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

36 Kommentare zu “Das ist der Umräumaktion dritter und letzter Akt

  1. Frau weiß sich zu helfen.
    Ich finde es gut, für nicht mehr gebrauchte Sachen eine neue Verwendung zu finden. Bevor ich etwas entsorge, überlege ich auch erst zweimal. Wahrscheinlich stimmt es, dass wir mehr und mehr zu einer Wegwerfgesellschaft geworden sind und wenig Wert auf Nachhaltigkeit legen. Schade. Bevor wir tatsächlich es in den Müll geben was nicht kaputt ist, schauen wir, ob das etwas für unser Sozialkaufhaus wäre. Dort sind wir schon viel los geworden und manch einer mag sich dann freuen, für ganz kleines Geld sich dort etwas kaufen zu können.
    In Schweden bspw. ist das sehr ausgeprägt und Nachhaltigkeit wird dort sehr groß geschrieben. Da können wir sicher noch viel von unseren skandinavischen Nachbarn lernen.
    So Clara, habe dich wohl, ich hoffe, du hast die Impfung gut überstanden.
    Der alte Mann muss nun aufs Sofa. Mein Herr Bechterew sagt, ich soll nicht mehr sitzen 😉
    Bis die Tage!

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    • Hallo Sven, lange nichts von dir gelesen 😉 🙂 – nein im Ernst, ich habe mich riesig gefreut, deine Großinvasion an Kommentaren zu entdecken.
      Ich habe sehr, sehr viele Sachen auf Halde liegen, u.a. zwei Schlafsäcke, die ich von einem Sozialkaufhaus abholen lassen will, wenn Corona vorbei ist. Als ich noch ein eigenes Auto hatte, habe ich die Sachen hingebracht, aber das geht jetzt nicht mehr.
      Meine Schrankwand im Shclafzimmer ist von 1981 und die im Wohnzimmer sogar von 1968 – also manchmal kann ich wirklich sehr nachhaltig wirtschaften – und bis zu meinem Auszug hier – ob ins Pflegeheim oder 8 Etagen unter mir, bleiben diese Möbel – sie erfüllen noch ganz und gar ihren Zweck und müssen nicht vollkommen und unbeschädigt sein – bin ich ja auch nicht.
      Die „alte Frau“ hier sitzt auch viel zu viel am Computer – das Kreuz will auch nicht immer so wie ich.
      Im Keller habe ich auch noch einige Sachen, die gut von anderen gebraucht werden können – Sachen vom Auto und zwei wundervolle Fußluftpumpen, denn ich werde das geklaute Fahrrad nicht ersetzen.
      Nach der Impfung hatte ich nicht eine Minute irgendwelche Beschwerden. Die werden doch hoffentlich wirklich Biontech gespritzt haben – und nicht Kochsalzlösung 🙂
      Und tschüss!

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  2. Liebe CC,
    Na, das sieht doch alles total einladend aus und mein detailverliebtes Auge schmauste auch an der Kaffeetapete und ich finde sie schwungvoll, sie macht gute Laune. Ärgerlich mit Deinem Fleck an der Decke – ach, Du findest dafür noch eine Lösung.
    Traurig und wütend macht mich der Müll, den irgendwelche Freckel einfach wild in die Gegend werfen…
    Das Blöde ist, dass Farbe nicht einfach in den Hausmüll entsorgt werden darf, das ist Sondermüll…
    Einen lieben Gruß von
    Amélie

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  3. Hab meinen 20kg alten TV damals bei Ebay-Kleinanzeigen innerhalb weniger Tage losbekommen. 😉
    Wobei manche sehr dreist sind, wenn es um Gratis-Ware geht…

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  4. Die Müllentsorgung a la Berlin hat sich weltweit durchgesetzt. Vielleicht, begleitet von dem berühmten Ausruf „Ich bin ein Berliner“, ist sie ja längst salonfähig geworden… 😉

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  5. Ein fleißiges Mädchen bist du. Da werde ich schon müde beim Lesen. Ein Kellernachbar wie du fehlt mir, mein Keller ist voller als voll.

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    • Ich gehe nach dem Motto, dass das meiste eh weg könnte, wenn man es im Keller abstellt. Natürlich habe ich außer Weihnachtsschmuck noch ein paar andere Sachen dort – Kartons von Sachen, die ich eventuell zurückschicken oder zur Reparatur hinschicken muss. – Wenn die Trödelmärkte wieder öffnen, habe ich vieles aus der Autoära – ich werde jemand zu mir bestellen und der kann das dann alles mitnehmen.
      Na gut, wenn ich mir ein neues Fahrrad kaufen sollte, dann stünde das auch dort – aber da müssten dann alle Nachbarsstühle raus.
      Vielleicht grübelst du mal, ob das wirklich alles aufheben musst oder willst.

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      • Ich will bei weitem nicht alles aufheben, was da unten schläft, liebe Clara. Aber das Zeug muss halt erst mal aussortiert werden, dann ins Auto geschafft und zum Recyclinghof gebracht werden. Dort wird es gewogen und kostet. Kostenlose Sperrmüllabholung gibt es bei uns leider nicht.

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  6. Liebe Clara, ich kann dir diesen Aufräum- und Ordnungstrieb im Moment sehr gut nachempfinden . Bei mir war das Badezimmer dran. Fühle dich vielleicht erinnern kannst ein Scheiß liche Raum, der mit neuen Möbeln man etwas Farbe jetzt aber ganz hübsch anziehen.

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  7. Liebe Clara!

    Wie gut, dass Du so einen Ordnungssinn hast und alles schön aufzuräumen weißt. Wenn ich schon den Eimer und den Regenschirm sehe, muss ich gleich an den Waldrand hier denken. Eine absolute Vollkatastrophe. Man muss nur 50 Meter aus dem Haus gehen und schon steht man vor einer großen Müllhalde, weil irgendjemand einfach seinen ganzen Müll abgeladen hat. Das gibt es leider nicht nur in der Stadt. Die Dummheit der Menschen ist grenzenlos. Zum Glück bist Du eine ganz Schlaue und hast alles bestens im Griff. 🙂
    Komm gut in die neue Woche 🙂
    Liebe Grüße
    Mallybeau

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    • Ich muss jetzt gleich zur Ärztin, offensichtlich eine meiner Lieblingsbeschäftigungen für die Freizeit. Und danach fahre ich zu dem Geschäft für die neuen Jalousien. Danach melde ich mich und kann gleich darüber berichten.

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    • Ich habe zwischen Arzt und Jalousieladen noch ein wenig Zeit. Ich bin entsetzt, dass das mit der illegalen Müllentsorgung auch bei euch ist – ich dachte immer, nur die Großstädter sind so bekloppt. Die sauberste Großstadt ist Hamburg, die mir untergekommen ist. Du sagst, die Dummheit und die Unverschämtheit der Menschen sind grenzenlos.

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      • Man mag es wirklich kaum glauben. Scheint für viele wirklich schwer zu sein, zum nächsten Müllplatz zu fahren, um den eigenen Dreck zu entsorgen. Respekt gegenüber Natur und Mitmenschen scheint immer mehr abzunehmen.
        Ich drück die Daumen, dass beim Arzt alles gut geht. Gönn Dir einen leckeren Kuchen oder eine süße Schoggi als Belohnung für Deine Räumaktionen 🙂

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        • Die Ärztin ist vorbei – es war die mit dem Stuhl und den gegrätschten Beinen – war ein wenig unangenehm, aber auszuhalten.
          Leider ist sie Assistenzärztin – eine sehr gute übrigens – und wird bei der nächsten Routinekontrolle nicht mehr da sein. Schade!
          Ich habe letztens einige Vorräte an guter Schokolade geholt – also daran wird es nicht mangeln.

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  8. Du machst Pustespiele mit nicht eingesickerten Regentropfen. Du hast dir deine kindliche Neugier und Entdeckungsfreude bewahrt.
    Mir ist die Wandbemalung über dem Küchentisch aufgefallen. Oder ist das eine hübsch designte Tapete? Wer sein eigenes kleines Cafechen hat, ist auf andere, derzeit eh geschlossene ja nicht angewiesen. Und du hast es gut, dass dir bei deinen Aktionen niemand in die Quere kommt!

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  9. Wenn Du Mieterin bist, liebe Clara, ist der Schaden an der Balkondecke nicht DEIN Problem. Dann handelt es sich um einen Mangel an der Mietsache (Paragr. 536 ff BGB), den der Vermieter beseitigen muss.
    Gute Nacht😉

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    • Das Taschengeld für den Maler behalte mal lieber schön für Dich.😉

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    • Lieber Lo, ich bin nur halb und halb Mieterin, denn der Eigentümer ist mein Sohn und ich habe mich ein wenig am Kauf der Wohnung beteiligt. Ich denke, wir kommen beide am besten Weg, wenn wir es hier diese Maler bzw. diese Firma machen lassen, die die Farbe auch vor drei Jahren an die Decke gebracht haben. Im Moment sind sie noch nicht da, weil noch isoliert wird.
      Aber ganz ganz lieben Dank für deine Fürsorge um mein Taschengeld.

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      • Guten Morgen, liebe Clara,
        ich hatte das Gefühl, es handele sich um eine der großen Wohnungsgesellschaften, die ihre Mieter bei Instandsetzung gern hinters Licht führen.
        Dann ist es gottlob bei Dir ja anders.😊👋
        Liebe Grüße!

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        • Hier handelt es sich um 27 Häuser mit ihren Eigentümern. Viele der Wohnungen werden nicht mehr von den Eigentümern bewohnt, sondern sind vermietet. Bei jeder Eigentümerversammlung gibt es entsprechend Zoff und die Leute können sich nicht unbedingt immer einigen. Aber vom Prinzip her läuft es mit einigen Ausnahmen doch recht gut hier.

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          • Ich kenne das mit den turbulenten WEG-Versammlungen zu denen ich oft eingeladen wurde….😎😏😄

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          • Wenn ich akustisch mehr verstehen würde, würde ich ja mitdiskutieren, denn ich habe eine Generalvollmacht von meinem Sohn. Aber viele wohnen hier schon seit Mitte der 70er Jahre. Bei denen würde ich auf Granit beißen, wenn ich Wasseruhren und Heizkostenzähler will. Die sind eigentlich Pflicht, aber nicht für unsere Eigentümer

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