Claras Allerleiweltsgedanken


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Das ist der Umräumaktion erster Akt

Dass mir eine Nachbarin das Umräumvirus in den Pelz gesetzt hat, davon schrieb ich ja schon. Doch jetzt, wo alles fertig ist, könnte ich sie knutschen für diese Bemerkung.

Sie war gestern zu ihrem ersten Besuch in meiner Wohnung und bemerkte gleich und sofort, dass sich unser Einrichtungsstil ein wenig ähnelt – zumindest lieben wir es beide farbig an den Wänden. Sie auch bei den Möbeln stärker als ich – denn meine Möbel sind entweder weiß oder schwarz – nur die Polsterstühle machen eine Ausnahme. Aber sie hat in ihrem Wohnzimmer eine riesengroße Eckcouch – und die ist LILA – ich dachte, ich bekomme positives Augenzucken, als ich bei ihr war, um die neuen Fenster zu begutachten. GsD wäre so eine Couch bei mir viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiil zu groß – und lila passt ja auch überhaupt nicht ins Wohnzimmer – die zweite Aussage stimmt viel mehr als die erste.

Heute will ich nur von meinem neuen  Arbeitszimmer erzählen – es ist einfach nur schön, praktisch und funktional geworden. Das Licht fällt am Tag von links auf Tastatur und Bildschirm, eine Couch unter dem Fenster lädt zur Erholung ein, wenn der Kopf rauch. Das Zimmer ist mal gerade 2,30 m breit – da ist wirklich jeder Zentimeter ausgeknautscht.

So fing es an – ich drehte im Schweiße meines Rückens die Couch aus der Zimmerlängsrichtung in die Querstellung, quartierte den Teppich aus meinem lila Salon vor die Liege  und besann mich auf die Farbe der kleinen Berlinbilder an der Wand und wählte Orange als Liegenbezug. Von dem großen karierten Kissen in gelb/orange nahm ich den lila Bezug ab. Die ehemals an der Seite stehende Schutzwand wollte ich entsorgen, da sie vor der Heizung unangebracht war. Das war ein Moment, wo ich es bedauerte, es allein gemacht zu haben. Ein Bandscheibenvorfall hätte mich nicht gewundert, so sauschwer war das Ding. Der Sohn hingegen hat sie lässig locker aus dem Keller, wo ich sie zwischengelagert hatte, auf dem Kopf zum Auto getragen.

Die nächste Überraschung kam, als ich die Muschelfolie von dem runden Tisch abziehen wollte, da sie mir unpassend erschien. Die muss noch Friedensware gewesen sein, so musste ich beidhändig an ihr ziehen und zerren, bis sie ihren Platz räumte.

Der kleine Schrank in der Ecke ist noch eine Erinnerung an meine Mutter – wir hatten ihn als Zusatzmöbelstück im Zimmer des Pflegeheims aufgestellt. Als ich ihn nach ihrem Tod 2013 in meiner Küche aufstellte, lackierte ich ihn blau und ver(un)zierte ihn mit Zitronen. Ich räumte die Oberfläche ab und gestaltete sie arbeitszimmergerecht.

Als ich im Schrank etwas zusammen- bzw. ausgeräumt hatte, konnten die Bilderkästen nach innen wandern. Der grüne Blumenvasenersatz kam auch wieder weg – schließlich will ich hier ja arbeiten und nicht mich erholen 🙂 😉

Doch was soll ich euch sagen – das mit der Lila-Abstinenz hielt nicht lange an. Ich breitete die herumliegende Tagesdecke auf die Liege, polsterte mit allen vorhandenen lila Kissen die Heizung ab, damit man sich besser anlehnen kann und holte aus dem Abstellschrank das zweite karierte Kissen. Zu dem Zeitpunkt war der Computerarbeitsplatz noch nicht umgeräumt.

Da wurde ich dann langsam hibbelig, weil ich ohne Sohn die Technikumräumaktion nicht in Angriff nehmen wollte.

Und was machte ich – ich machte einen „Brückenlockdown“, blieb wie immer zu Haus und widmete mich hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Ich hatte noch nie so einen schönen Bügelarbeitsplatz – sonst habe ich beim Fernsehen gebügelt, jetzt habe ich mit Fernsicht aus dem Fenster geplättet.

Und das ist das letzte Foto der Umräumaktion aus dem Arbeitszimmer.

Es gab nur ganz leichte Pleiten, Pech und Pannen. Das LAN-Kabel, das von der Fritzbox ursprünglich durch die Wand ins Arbeitszimmer und dann durch die nächste Wand ins lila Clarazimmer verlegt war, konnte jetzt im mittleren Zimmer, dem Arbeitszimmer, bleiben und dort an den Computer gestöpselt werden. Doch die Verbindungskabel zwischen Computer und Drucker waren sehr, sehr knapp bemessen.

Als alles fertig war und der Sohn schon wieder auf dem Heimweg, stellte ich fest, dass ich jedes Mal, wenn ich Papier in den Drucker hätte legen wollen, beide Kabel hätte abstöpseln müssen. – Also verlegte ich das LAN-Kabel so, dass ich  Länge gewann und letztendlich war alles so, wie ich es wollte – UND ES WAR WIRKLICH VIEL BESSER ALS VORHER!


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Vor lauter Umräumerei …

… bin ich so überdreht, dass ich nur noch Blödsinn im Kopf habe

Da ich weder Zeit noch Lust zum Kochen habe, gibt es heute Abend getoastete Mund-Nasen-Schutz-Scheiben zu essen. Alles ist gut abgehangen und frei von sämtlichen Fremdkörpern wie Antibiotika oder gar Viren.

Sollten die Scheiben etwas trocken oder gar dröge sein, kann alles mit dem Bier des Hauses runter gespült werden. Von 99,99% der menschlichen Gattung wird das Bier getrunken – von mir wurde es ans Regal genagelt.

Ihr seid herzlich eingeladen – es ist genug für alle da!

Doch jetzt zum Texteingang zurück. Im Zuge der geplanten Fenstererneuerung war ich noch mal in einer der Wohnungen direkt unter mir – die Frau wohnt auch mehr oder weniger allein in der Wohnung, da die Söhne aus dem Haus und der Gatte andernorts berufstätig ist.

Sie äußerte ihr Unverständnis, warum ich das kleine Zimmer mehr oder weniger ungenutzt lasse und mich mit dem Arbeitsplatz im Schlafzimmer „abplage“. Und da ist der Knoten bei mir geplatzt. Nach oben gekommen – und fast in der gleichen Minute mit dem Planen und Räumen und Schieben begonnen. Und wenn ich einmal angefangen habe, dann kann ich nicht mehr aufhören. Zum Glück bewegten sich alle Möbelstücke fast lautlos auf dem glatten Fußboden, zumindest, wenn man schwerhörig ist, da fand ich es keineswegs laut. Auch in den späteren Abendstunden kam kein Protest – aber dieses Zimmer, in dem die Haupträumaktionen stattfanden, wird unter mir erst nach Mitternacht genutzt.

Leider fehlt bisher immer noch das Umräumen des Computerarbeitsplatzes. Da es dort mit dem durch die Wand gezogenen WLAN-Kabel Probleme geben kann, muss da der Sohn der Hauptakteur sein – alle Vor- und Hilfsarbeiten habe ich schon geleistet. – Fotos gibt es später, heute erst einmal Fotos von der Aktion: Arbeit an der Hörgerätefront.

Die misslungene Sache mit den ersten Innenohrgeräten hatte ich schnell verarbeitet und vergessen. Doch als mich der Akustiker anrief und meinte: „Frau Himmelhoch, ich habe einen Anruf von der Firma Ph. bekommen und die sagen, dass für die geplanten Neugeräte ihr Gehörgang zu schmal ist – da passen die Geräte mit der beabsichtigten Technik nicht rein!“

Da war ich sehr geknickt, denn „mein“ recht erfahrener Akustiker hatte beim Abdruck gemeint, dass alles gut aussieht.

Er hatte zufällig freie Arbeitszeitkapazitäten und flugs war ich bei ihm. Wir haben die Sache mit den Abdrücken mal fotografiert.

Die Hörgeräte können aussehen wie sie wollen, aber nicht so schlüpferfarbig wie diese rosa Abdruckmasse – und auch hautfarben will ich sie nicht – aber das ist alles sekundär.

Das mit dem aufgesetzten roten und blauen Plastikohr ist hier nicht so schön zu erkennen – aber ich sah aus wie ??? – der mit den großen Ohren.

Zum Trost für die schief gelaufene letzte Aktion – aber die Geräte hatte ICH mir im Netz ausgesucht, der Vorschlag kam nicht von IHM – hat er eine doppelte Abdruckserie gemacht und die Abdrücke an ZWEI verschiedene Firmen geschickt. Dann kann ich wunderbar testen, vergleichen aussuchen und am Ende hoffentlich glücklich sein.

So eine Anfertigung geht nicht von heute auf morgen – den nächsten Termin habe ich am 23. April – zum Glück sind die 6 Jahre alten Geräte nicht defekt, sondern nur unzureichend. Aber es gibt ja im Moment eh nichts zu hören.

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Jetzt habe ich noch zwei Fotos, die ich gern zeigen möchte, auch wenn sie mit dem eeeeeeeeeeeewig zurückliegenden Ostern zu tun haben.

Ich konnte es mir nicht verkneifen, meinen Jüngsten beim Ostereiersuchen zu fotografieren – obwohl er gerade bei diesem Nest ganz enttäuscht geguckt hat – da war nämlich nichts drin.

Und auf dem nächsten Foto hat sich eine gefährliche Situation zusammen gebraut. Vor dem Brandenburger Tor rotteten sich viele Eierköppe zusammen – und als sich unter diese Menge auch noch Vermummte mengten, hätte es gefährlich werden können. – Zum Glück blieb alles ruhig.

Also, dann bis bald mal wieder!


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Claras Aprilscherz

Ich verzeihe meinem Körper durchaus, dass er nicht mehr 100 %ig funktioniert – – –

… aber muss er immer die mir wichtigen Stellen ausfallen lassen?

Kalenderblatt von Mallybeau Mauswohn

Leider sind die beiden  – vom Preis her eher einem Porsche als einem Volkswagen ähnelnden – Hörgeräte offenbar ein reines Montagskprodukt, bei deren Herstellung eine Mannschaft gearbeitet hat, die das ganze Wochenende durchgefeiert hat. – Mein Hörgerät soll mir nicht die Minuten meiner sozialen Kontakte und meine gelaufenen Schritte aufzeichnen, sondern meinen Hörgenuss maximieren. Aber Mister und Miss Starkey – aus dieser Familie kommen sie – erschrecken mich immer wieder mit seltsamen Tönen, unklaren Fernsehübertragungen und Lautstärken von Windgeräuschen, die einem Dauerorkan nicht unähnlich sind.

Wenn das nicht besser wird, bezahle ich von dem Geld lieber meine neuen Fenster, da weiß ich wenigstens, was ich habe.