Claras Allerleiweltsgedanken


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Zum Monatsende kommt der Modernisierungszug in die Puschen

Da hier vom Prinzip her nichts bis gar nichts Neues passiert, langweile ich euch einfach mit für mich freudigen Vorankündigungen.

Am 7. Juni werden die Wohnzimmerfenster getauscht – dann wird es mir nicht mehr am kleinen Fenster durch Zugluft die Nackenmuskulatur verspannen – im Winter natürlich mehr als im Sommer. Auch wird die zusammengeschobene Jalousie mit ihren Strippen, Halterungen und Drehstab wegfallen – ich werde sie nicht vermissen. – Und da ja in 6 Monaten um diese Zeit schon wieder Advent ist, stimme ich euch schon mal darauf ein. 🙂 😉

Bei der Balkontür werde ich mich darüber freuen können, dass ich sie ankippen kann und dass sie „schließt“, wenn ich auf dem Balkon bin – aber hauptsächlich darüber, dass ich nicht mehr über diese überhöhte Schwelle stolpern werde. Die Kugelbäume sind schon „umgetopft“. – Und wenn ihr euch dann noch vorstellt, dass die „Fleischerladenfliesen“ ab Juli von meinem Lieblingsmaler gespachtelt und gestrichen werden und der Fußboden grün strahlt, dann wird das Glück vollendet sein. – Der Wäschetrockner und die Blumenkästen wurden schon den Mülltonnen anvertraut.

Und das letzte ist dann das große Fenster. Ich glaube nicht, dass mir die dicken Fensterholme und die Griffe in der Mitte fehlen werden. Richtig geöffnet habe ich keines der beiden Flügel, da das (seltene) Fensterputzen vom Balkon aus passierte.

 

Für (fast) alle Fenster in der Wohnung kommen am 9. und am 10. Juni Leute von zwei unterschiedlichen Firmen, um das sogenannte Aufmaß zu nehmen. Das machen alle Firmen kostenlos, um Kunden an die Angel zu bekommen. Dann erstellen sie ein Angebot, das man nehmen oder ausschlagen kann. Eine Firma wird das eine treffen und die andere das andere.

Beim Wohnzimmer sind grüne Plissees vorgesehen. Ob ich für das Einzelfenster den dunkleren Ton wähle oder alle in dem hellen Grün ausführen lasse, werde ich beim Aufmaß entscheiden. Die Tendenz geht in diese Richtung.

Das Arbeitszimmerplissee wird diese Farbe bekommen:

und für mein Zimmer gibt es leider nur einen Farbton in lila – ich hätte es auch in dunkler genommen. Ihr seht, die Maserung ist bei allen Stoffen gleich – der Preis auch 🙂 😉

Die Plisseefirma braucht nach der Bestätigung des Angebots noch ca. 2 bis 3 Wochen zur Anfertigung und dann können sie angebracht werden und meine Fenster verzieren oder verunstalten – letzteres hoffe ich natürlich nicht. Also komme ich auch hier in den Juli, so dass ich davon ausgehen kann, dass ich meinen nächsten Geburtstag sonnen- und lichtgeschützt auf einem schönen Balkon oder in einer modernisierten Wohnung feiern kann.

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Und dann habe ich doch tatsächlich in der letzten Woche noch eine un-gute Tat begangen. Es klingelte und ein sehr junger Mann stand vor der Tür. Er wies sich mit einem Ausweis als Mitarbeiter des Magentariesen aus. – Er rührte mein großmütterliches Herz, da er so ungefähr im Alter meines Enkels ist. Ich wollte ihm was Gutes tun und unterschrieb den Wechselauftrag von V*odafone zur T*elekom, denn er bekommt ja für jeden gewonnenen Kunden eine Provision.

Leider konnte er sich höchstens 24 Stunden über diesen erwarteten Geldseen freuen, denn da hatte ich den Vertrag schon widerrufen. Sechs Monate gibt es einen anständigen Preisnachlass, dafür schlägt das Imperium danach um so stärker zu. Nicht nur die fast 40,00 € Monatsgebühr sind für eine 50.000er Leitung zu zahlen, sondern auch noch monatlich 6,00 Miete für den Router. Natürlich kann man sich den auch für 160,00 € kaufen oder beim großen A für 130,00 €. Doch wenn da irgendwas nicht funktioniert, muss man einen neuen kaufen – beim gemieteten bekommt man einen neuen.

Jeden Monat 46,00 € vom Konto abgebucht zu bekommen, das erscheint mir dann doch zu teuer – also bleibe ich bei meinem jetzigen Anbieter, wo ich noch nie Ärger hatte Wenn ich dem was von Kündigung erzähle, bekomme ich bestimmt eine Bestandskundenbelohnung – und dann bin ich wieder glücklich.

 

 

 

 


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Seit Monaten mal wieder in der Innenstadt gewesen …

… und bemerkt, dass ich nichts versäumt habe.

Da mich im Normalfall die lange S-Bahnfahrt mit Maske stört, bin ich immer brav in meinem Kiez geblieben. Aber gestern, am heiligen Pfingstsonntag, wollte ich doch mal beobachten, ob die Flamme des heiligen Geistes über den Köpfen der Leute leuchtet – mit anderen Worten, ob sie sich alle lieb, nett und freundlich benehmen.

Obwohl die Temperaturen mit Mühe über die 10°-Grenze kletterten, saßen einige unverdrossen in der geöffneten Außengastronomie. Ich hätte ja auch gern einen Kaffee getrunken, aber nur unter der Bedingung, dass ich meine Füße in eine Schüssel mit heißem Wasser stellen kann.

Das schönste, was ich gesehen habe, waren zwei schwule Pärchen – wirklich bildschön und sehr verliebt.

Schockierend war der Preis für eine Kugel Eis, die noch nicht mal groß war. Die wollten 1,70 € dafür, die müssen doch einen Knall haben.

Den wunderschönen Berliner Dom haben irgendwelche „Idioten“ mit Impfreklame verschandelt. Als wenn man jetzt noch dafür werben müsste. Die sollen mal für genügend „Stoff“ sorgen, dann rennen ihnen die Leute von ganz allein die Bude ein.

Nicht nur die Außengastronomie kann wieder etwas Geld in die Kassen spülen, auch die Schifffahrt wurde wieder aufgenommen. Da kann man ihnen wirklich nur wärmeres Wetter wünschen. Ob es am Wetter oder an den Abstandsregeln lag, dass so wenige Leute auf dem Deck waren, kann ich nicht sagen.

Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, von dieser Stelle mal wieder ein Auge auf meine geliebte Fischerinsel zu werfen.

Genau solche dramatischen Wolken waren ja damals auch über den Himmelhochs aufgezogen – aber lang, lang ist’s her.

Und wenn schon diese Ecke mit Nikolaiviertel und anderem, dann können Herr Marx und Herr Engels nicht unfotografiert bleiben. Der Witz war, dass mir dann vor meiner Haustür ein Nachbar über den Weg lief, den ich wegen seines ungewöhnlichen Bartwuchses ansprach. Und er sagte doch tatsächlich: „In Coronazeiten lasse ich alles wachsen, bis ich aussehe wie Karl Marx.“

Ob die damals etwas ähnliches wie Corona hatten und auch nicht zum Friseur konnten? Weil sie beide so zugewachsen aussahen.

Bei diesen Kandelabern überlegte ich, ob es Absicht ist, dass die beiden Lampen unterschiedlich aussehen.

Und jetzt noch ein paar Fotos vom Schloss, was ich für mich immer noch für entbehrlich gehalten hätte. Ich weiß nicht, warum man diesen Klopper dort hingestellt hat. – In einer Buchhandlung erkundigte ich mich, was es mit dem Portal des Originalschlosses auf sich hatte, von dem Liebknecht seine flammende Rede hielt. Und als die DDR das stark kriegsbeschädigte Schloss in den 50er Jahren sprengen ließ, wurde wohl dieses Portal erhalten und dann – allerdings abgewandelt – in das Staatsratsgebäude auf dem Schlossplatz eingefügt. Selbstverständlich hieß der Platz anders, denn ohne Schloss einen Platz „Schlossplatz“ zu nennen – so schizophren war noch nicht mal die DDR-Führung.

 

Ob ich aus Dummheit das falsche Foto gelöscht und demnach hier das gleiche Portal zweimal zeige, weiß ich nicht genau – es gibt jedenfalls zwei, die dicht beieinander liegen und sich meiner Meinung nach nur geringfügig unterscheiden.

Und das war es auch schon von mir und meinem kleinen Pfingst“ausritt“. Die Straßen waren voll mit Elektrorollern und Demonstranten. Plötzlich waren ganz ganz viele Blaulichtwagen und ein Überqueren der Straße „Unter den Linden“ war nicht mehr möglich. Kilometerlang fuhren Motorräder aller Arten vorbei. Teilweise saßen die mitfahrenden Sozia verkehrt auf dem Rücksitz, um zu fotografieren. Es gab uralte Motorroller, ganz tolle Supermaschinen und lustige Beiwagengespanne, aus denen Kinder heraus guckten. Dafür habe ich mich gerne aufhalten lassen.

 

 


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Ich komme und komme nicht voran …

… und Schuld sind meine Fenster …

… die offensichtlich zu Fuß von Berlin-Zehlendorf nach Berlin-Tempelhof gehen.

Wenn ich ganz, ganz ehrlich bin, liegt der Chef des Fensterstudios, bei dem ich den Vertrag abgeschlossen habe, durchaus noch in der vorausgesagten Zeitspanne. – Aber es hätte ja ausnahmsweise mal etwas schneller gehen können.

Dafür ist die Auslegeware für den Balkon schneller zu mir gelaufen. Die Lieferung war ab 21. Mai bis zum 26. Mai angekündigt. Am 19. klingelt es – ich hatte keinerlei Hinweis im Netz bekommen, wie das sonst immer bei DHL-Paketen passiert – ich drücke den Türöffner, da ich eh nicht verstehe, wer da unten spricht – und aus dem Fahrstuhl steigt eine 2 Meter hohe Teppichrolle aus, hinter der ein Mensch zu sehen ist.

Er trug mir die Rolle noch die 8 Stufen bis in die Wohnung. Ich hatte schon Angst, dass ich das Ding von der weit entfernten Post holen muss, da ich die Lieferung verpasst habe.

Ich räumte im Wohnzimmer alles ein bisschen zur Seite, denn ich musste ja mal schauen, ob alles in Ordnung ist. – Gleich danach rollte ich sie wieder ein und stellte sie zum Warten auf den Balkon, bis sie ausgelegt werden kann.

Heute war ich im dritten Studio für Plissees. Da das doch eine recht kostspielige Angelegenheit wird, will ich nicht alles falsch machen – sogar ziemlich wenig.

Die Beratung heute war eindeutig die beste und nachdem ich die Preise mit den anderen verglichen habe, lagen sie im Limit und ich werde mich für sie entscheiden. Die junge Frau war die erste, die mir das mit der Klebemontage erklärt hat und auch die Nachteile einer Klemmmontage genannt hat. Dabei werden die Isoliergummis so gequetscht, dass sie undicht werden können. – Das Kleben kostet zwar 60,00 € mehr pro Fenster, aber meinen neuen im Wohnzimmer werde ich diese Vorzugsbehandlung gönnen. – Kompliziert wird das mit dem neuen Riesenfenster, das ca. 1,70 m breit ist. Da ist die Frage, ob eine durchgehende Fenster“verkleidung“ sinnvoll und machbar wäre oder ob doch zwei kleinere gewählt werden müssen – doch dann habe ich immer die Spannschnüre in der Mitte. – Wie heißt es so schön – kommt Zeit, kommt Rat – und wenn einer zum Aufmaß kommt, können wir darüber diskutieren.

Die erste Firma, mit der ich Kontakt aufnahm, war dicht bei meiner letzten Wohnung in Ostberlin. Ich wollte mal wieder an alte Zeiten erinnert werden und vereinbarte dort einen Termin. – Dass der erste Kostenvoranschlag nicht stimmte, habe ich noch verziehen, obwohl ich ihn ewig anmahnen musste. Der Chef führte ein Fenster doppelt auf, dafür vergaß er als Ausgleich ein anderes.

In einer Mail wies ich auf die Fehlerstellen hin. – Dann kam der zweite Kostenvoranschlag – viel falscher ging eigentlich nicht mehr. Der Preis hätte ca. 60,00 € höher sein müssen, da der falsch angesetzte Fensterflügel 30 cm schmaler ist als der wirklich vorhandene. – Aber dass er es dann „wagte“, einen um ca. 300,00 € teureren Kostenvoranschlag an mich zu mailen, fand ich schon sehr, sehr eigenartig. Ich denke, so einer Firma kann ich nicht vertrauen. – Ich wollte es mit ihm telefonisch klären – machte es stattdessen mit einer Kollegin. – Hätte er eine kleine Entschuldigung hinterher geschickt, hätte die Firma eine Chance gehabt.

So, jetzt lege ich mich wieder auf die faule Haut!


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Das Schindern hat sich gelohnt!!!

Wäre es nicht fast sexistisch oder gar rassistisch, würde ich ja jetzt kühn und keck behaupten: „Am Samstag habe ich geschindert wie eine korsische Hafennutte!“ – aber das wäre wieder mal typische Claraübertreibung. Ich weiß noch nicht einmal und will es auch nicht wissen, wie eine Nutte überhaupt schindern muss, um ihr Geld zu verdienen – von den wenigen Edelnutten mal abgesehen, die wie mit Richard Gere in dem Film alles erreichen – sogar, dass der Prinz am Ende auf einem weißen Pferd geritten kommt und um ihre Hand anhält.

Ich schweife ab – ich weiß demnach also noch weniger, wie eine Hafennutte aus dem schönen Korsika schindern muss, um am Abend nicht hungrig ins Bett zu gehen. Aber ich weiß, wie mir am Abend alles weh tat – ich bin nichts Gutes mehr gewöhnt.

Erst einmal habe ich den gelben Streifen auf meinem Stuhlpolster betrachtet und so überlegt, dass diese Farbe an der Wand bestimmt hell und freundlich wirken wird. (Diese beiden Fotos sind schon alt)

Da gibt es dann gleich einen Bezug zur Umgebung. – Die Reservestühle haben auch viel Gelb in ihren Polstern.

Das Wochenende war lang, das Wetter war durchwachsen – warum sollte ich da nicht mal meinen Balkon von seinen Kunststoffbodenfliese befreien – frau gönnt sich ja sonst nichts! hahaha – Bevor ich anfangen konnte, musste ich ALLES vom Balkon ins Wohnzimmer tragen. Der Tisch dürfte keine 3 cm breiter sein, sonst hätte ich ihn sehr schlecht durch die Türöffnung bekommen.

Als das erledigt war, ging es los. Man glaubt es kaum, wie viel Dreck, Blätter, vor allem wie viel Blumenerde sich so darunter verstecken konnte. Am Anfang ging ich einfach in die Hocke – aber das wurde mir sehr bald zu anstrengend. Also holte ich mir eine Matte und ein Herzkissen, um meine Knie etwas zu verwöhnen. – Als am Ende dann MediBoy seine Wischrunden über den Balkon drehte, war das Schlimmste überstanden. Endlich waren mal die angekletteten Wischlappen richtig dreckig!

Die Streifen auf den Fliesen würde ich nur mit so unendlich viel Anstrengungen entfernen können, dass ich das nicht will. Und was habe ich mir überlegt, was auf den Fußboden kommt? – Hier könnt ihr es sehen aus der Entfernung bin ich ganz begeistert davon. Es ist 4 m mal 2 m groß, so dass alle Fußbodenfliesen abgedeckt werden können. – Ich hoffe ganz ganz sehr, dass das der Superhandwerker gleich mit macht – bis auf Küche, Bad und Wohnzimmer hat er ja auch in der ganzen Wohnung das Clickvinyl verlegt – und das war schwieriger als dieses bisschen Auslegeware mit Noppen darunter, damit das Wasser abfließen kann.

Jetzt blieb mir nur noch, alles wieder auf den Balkon zu räumen, denn es wird ja noch ein Weilchen dauern, bis es los geht. Drei Kunststofffliesen habe ich mir zur „Erinnerung“ behalten:

Als letzte Arbeit des Tages blieb, müde ins Bett zu fallen und sehr, sehr gut zu schlafen.

Das Wegschaffen aus der Wohnung ließ ich mir für den nächsten Tag – auch am heiligen Sonntag will die Clara beschäftigt werden.

Als ich noch von einem erneuten Auslegen auf dem Balkon ausgegangen war, hatte ich sie reihenweise sortiert gestapelt. Als ich aber merkte, wie sie bis in die letzten Ecken hin verdreckt waren, überlegte ich das mit der grünen Auslegeware. – Die Fliesen könnte man nur mit einem scharfen Wasserstrahl auf der Wiese säubern – habe ich aber nicht.

Ich zerlegte die einzelnen Reihen in Einzelfliesen, band sie mit einem Spanngurt zusammen und beförderte sie in den Vorkeller. – Und jetzt mache ich Pause!

Kurz, bevor der Artikel erscheint, mache ich noch eine Ergänzung. Um 21:05 habe ich bei eBay-Kleinanzeigen eine Annonce eingestellt, dass ich ca. 5 qm graue Kunststofffliesen verschenke, die gründlich gesäubert werden müssen.

Um 21:07 haben die ersten angerufen, die sich sofort ins Auto gesetzt haben und sie mitgenommen haben. Kurz danach riefen noch 4 weitere an, bevor ich den Status der Annonce auf „Reserviert“ gestellt habe. Der zweiten Anruferin habe ich noch Hoffnung gemacht, falls mit den ersten was schief gelaufen wäre.

Als Nachricht habe ich dann noch sehr viel weitere gefunden.

Mein Sohn war allerdings auch ziemlich erstaunt, dass ich die Fliesen verschenkt habe. Na gut, dann habe ich eben eine gute Tat vollbracht.


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Manchmal ist es ganz leicht …

… mich einfach nur zu freuen!

Gestern – für mich beim Schreiben also heute – haben sich so viele Probleme erledigt, wie ich bestenfalls mit einer Fliegenklatsche an Fliegen erwischen würde – nämlich vier.

Mein Lieblingshandwerker war da – ich hätte nie und nimmer erwartet, dass er für so einen relativ kleinen Auftrag (anfangs) Zeit erübrigen kann. Ich habe ihm meine runtergewirtschaftete Balkonbrüstung vorgeführt – und er bringt die Sache in Ordnung – einschließlich des einen Seitenfensters. – Wenn er das macht, dann weiß ich, dann reicht es für den Rest der Zeit, die ich noch in dieser Wohnung zubringe.

Dann habe ich ihm die abgeplatzte Farbe an der Decke gezeigt und das macht er auch gleich mit. Der Fleck wächst, da kann ich zusehen.

Er war schon fast im Gehen, da sprach ich das Thema „Den Balkon neu fliesen“ an. Denn die jetzigen Fliesen würden einem Fleischerladen mehr Ehre machen als einem Clarabalkon.

 

Er meinte, er würde die Fliesen drauf lassen (also entsteht beim Abhacken auch kein Krach, der Ärger macht), alles ganz glatt spachteln und dann mit einer freundlichen Farbe streichen – natürlich mit einer wetterfesten – und um diese hässliche Scheuerleiste würde er sich auch kümmern.

Was will ich mehr – wer schreibt vor, dass Balkons von innen gefliest sein müssen? – Ob ich die grauen Kunststofffliesen so entfernen und wieder hinlegen kann, dass sie heil bleiben, wird sich zeigen. Wenn nicht, wird sich eine andere Lösung finden – vielleicht wieder so ein grüner Rasenteppich, wie ich ihn in der vorhergehenden Wohnung hatte. Da kommt beim Abholen und Auslegen wieder der Sohn ins Spiel.

Für die Wandfarbe habe ich online die RAL-Farben aufgerufen, da ich meinen Fächer nicht finde. Ich bin in die Farbgruppen gelb, orange, rot und grün gegangen und habe mir jeweils zwei Muster aufgeschrieben. Die Farbe meiner Stühle könnte ich mir schon vorstellen – aber vielleicht auch etwas in Rot, was ein guter Kontrast zu dem vielen Grau auf dem Balkon ist und zur Markise + Tischdecke passt.

Zumindest musste ich nicht gucken wie hier links im Fotobuch, sondern eher so strahlend wie auf der anderen Seite. Aber dieses Gelb wird es nicht!!!

Dann schon eher dieses Gelb vom Stuhl – aber ich tendiere doch mehr zu einem Rotton.

Jetzt mache ich mir einen Kaffee und schaue mir noch ein wenig das neue Fotobuch an.

Am Nachmittag rief eine Firma zurück, bei der ich einen Besichtigungstermin für ihren Ausstellungsraum haben wollte – so ein bisschen muss ich mich noch über die gewünschten Plissees schlau machen.

Jetzt kann das Wochenende beginnen – vielleicht hört es auch mal auf zu regnen.

 

 

 

 


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Ein halbes Pfund – macht 2,80 €

Das kann viel oder wenig sein – je nachdem, was sich hinter dem halben Pfund = 250 g verbirgt. In diesem Fall sind es Erdbeeren, die da in winzigen Schalen auf dem Verkaufstisch von Karls Erdbeerhof stehen. Eigentlich könnte man erwarten, dass es auch Schalen mit 500 g Inhalt oder sogar mit 1000 g = 1 kg gibt. s aber nicht – der Erdbeerhof hat sicher richtig kalkuliert, dass bei diesem Preis kaum jemand große Mengen kaufen wird.

Als ich eine Bemerkung zur Verkäuferin machte, erklärte sie mir lauthals: „Das sind aber deutsche Erdbeeren„, was ich bei einem Erdbeerhof in Brandenburg auch nicht anders erwartet hatte. Wahrscheinlich wollte sie mit dem Attribut „Bio“ den Preis rechtfertigen. Als sie mir dann aber auch noch erklärte, dass sie von deutschen Pflückern geerntet wurden, ging mir ihre Deutschtümelei auf die Nerven und ich hätte am liebsten gesagt: „Die können Sie sich an Ihren deutschen Hut stecken“. Dass für das Einpacken der kleinen Schachteln stinknormale Plastikktüten verwendet wurden, passte nicht zu dem Biosiegel.

Ich begnüge mich momentan mit Erdbeeren an der Wand, im Fotobuch und auf einem neuen Glasschneidebrett – aber besonders bei letzterem muss ich sehr auf meinen Zahnbefund achten 🙂 😉 .

Aber das Leben besteht ja nicht nur aus Erdbeeren – zumindest für mich nicht, für mich sind momentan andere Dinge wichtiger.

Vor ein paar Tagen hatte ich mit meinem Akustiker ein Erlebnis, das ich in meiner 17jährigen Karriere als HG-Trägerin noch nicht erlebt habe. Momentan habe ich Innenohrgeräte von GN Resound – eine Firma, die sehr I-Phone-lastig ist. Man kann mit einem Androidgerät zwar auch die App zur Bedienung herunter laden – aber nicht mit so einer „uralten“ Kiste wie mit meinem. Resound erwartet Android 10.0 – mein Samsung Galaxy S7 bringt nur Android 8.0 mit – und damit klappt fast nichts.

Als ich dann zu Hause feststellte, dass das Streaming vom Fernseher in die Hörgeräte über Bluetooth AUCH NICHT funktionierte, wuchs mein Ärger um einiges. Vielleicht darf auch hier der Fernseher nicht schon 6 Jahre alt sein und ein anderes Fabrikat sein als Samsung. – Jedenfalls sagte ich beim Akustiker Bescheid, aber das Wochenende verlief anders.

Am Montag früh bekomme ich einen Anruf mit der Frage, ob er gegen Mittag mal vorbeikommen kann – ein Kunde hat gerade abgesagt. Wahrscheinlich hat er mir doch nicht geglaubt, dass ich alle Anschlussmöglichkeiten durchgetestet hatte und keine davon funktioniert hat.

Er kam, brachte seinen Auszubildenden mit, telefonierte lange mit GN Resound – und alles blieb wie vorher, nämlich ohne Empfang – ich war also rehabilitiert. – Montag war der Tag, wo die Quecksilbersäule (???) des Thermometers sich am Nachmittag auf dem Balkon der 40°-Marke näherte – und ich bot natürlich beiden kalte Getränke an. Der Azubi lehnte ab und flüsterte mir ins Ohr: „Ich faste gerade“. Und da kam mir mal wieder der Gedanke, dass die pro-forma-Christen unserer Breiten gegen solche konsequenten Moslems wenig Chancen haben.

Ich habe schon mal ein Geschenk für meinen Akustiker vorbereitet, das hat er sich verdient und kann es mit seinen Kollegen teilen, denn die fasten alle nicht.

Je älter ich werde, desto allergischer werde ich gegen den unsäglichen Müll, der überall in den Straßen und Anlagen herumliegt. Aber das Schlimme ist ja – je mehr gesäubert wird, desto mehr Dreck und Müll kommt hinterher. Diese Fotos habe ich in ganz kurzer Zeit aufgenommen. Der umgekippte Einkaufswagen mit den vielen zersplitterten Flaschen liegt in einer wunderschönen Parkanlage.

Auf dem letzten Foto ist zu sehen, dass die Himmelsverschmutzung durch Flugzeuge auch wieder stark zugenommen hat – es war ja mal fast still am Himmel.

Da ist doch so ein lupenreiner Löwenzahn in seiner grünen Umgebung eine richtige Erholung für Auge und Seele.


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Da will ich Geld ausgeben …

… und keiner will es haben.

Eigentlich sollte der Beitrag gestern erscheinen und hätte zum „Kampftag der Arbeit“ auch besser gepasst – aber das habe ich verdaddelt.

Die Metallbrüstung auf meinem Balkon und die beiden Seitenfenster sind nicht nur aus dem letzten Jahrhundert – ihrem Zustand nach zu urteilen sind sie aus der Stein- oder Bronzezeit. Bis vor einiger Zeit hatte ich die schlimmsten Stellen mit selbstklebender Metallfolie abgedeckt. Doch dann – wie immer zu schnell – habe ich diese entfernt, weil ich das alles erneuern lassen wollte, und zwar in Edelstahl, so wie es bereits zwei Mitbewohner unter mir haben. Ich zeige erst mal diese „Zielfotos“

In die Brüstung ist ein Blumenkasten eingearbeitet, die Fensterflügel an den Seiten sind sauber befestigt. – Sohn und ich waren uns noch nicht einig, ob ich weiße Kunststoffrahmen oder Alurahmen machen lasse – bisher habe ich ein Kostenangebot für Kunststoffrahmen, das hat mich schon vom Hocker gehauen. Alu soll um einiges teurer sein – da fällt es mir wirklich schwer, das „arme Handwerk“ zu sagen.

Bis jetzt habe ich nur Absagen erhalten – alle sind überlastet, vor allem der, der die Arbeiten in den anderen Wohnungen gemacht hat.

Bekomme ich keine neue Brüstung, bekomme ich natürlich auch keine neuen Fenster und alles bleibt, wie es ist – nein, nicht ganz.

Jetzt zeige ich mal die Brüstungsfoto im jetzigen Zustand.

In der Gesamtansicht sieht es noch nicht so schaurig aus – außerdem sind hier die Flächen noch mit Folie beklebt.

Es war wohl keine gute Idee vom Vorbewohner, alles mit Silberbronze (oder ähnlich) zu streichen – das platzt überall ab und zeigt den dunkleren Untergrund.

Ich habe mir erstmal einen freieren Ausblick verschafft, indem ich die Aufhängung für die Balkonkästen entfernt habe und den einen Kasten aufs Fensterbrett gestellt habe. Die weiße Wand vor dem rechten Fenster könnte dann bleiben und ich habe keinen Ärger mit der Markise.

Finde ich wirklich keine zwei Firmen, die die Brüstung und die Fenster machen, dann gehe ich mit meinem Impfausweis und ohne Coronatest in den Baumarkt und kaufe zwei große Rollen Metallfolie. Es wird dann eine große Friemelei, alles zu bekleben und abzudecken – aber bis zum Rest meiner Wohnzeit hier in dieser Wohnung sollte das wohl halten.

An warmen Tagen werde ich auf dem Balkon sitzen, den rot abgedeckten Tisch genießen, die Ohren schließen oder die Batterieklappen vom Hörgerät öffnen, um den Straßenlärm zu dämpfen und die Augen zumachen, um die hässliche Brüstung nicht zu sehen, und dann sehen wir weiter.