Claras Allerleiweltsgedanken


17 Kommentare

Ich komme und komme nicht voran …

… und Schuld sind meine Fenster …

… die offensichtlich zu Fuß von Berlin-Zehlendorf nach Berlin-Tempelhof gehen.

Wenn ich ganz, ganz ehrlich bin, liegt der Chef des Fensterstudios, bei dem ich den Vertrag abgeschlossen habe, durchaus noch in der vorausgesagten Zeitspanne. – Aber es hätte ja ausnahmsweise mal etwas schneller gehen können.

Dafür ist die Auslegeware für den Balkon schneller zu mir gelaufen. Die Lieferung war ab 21. Mai bis zum 26. Mai angekündigt. Am 19. klingelt es – ich hatte keinerlei Hinweis im Netz bekommen, wie das sonst immer bei DHL-Paketen passiert – ich drücke den Türöffner, da ich eh nicht verstehe, wer da unten spricht – und aus dem Fahrstuhl steigt eine 2 Meter hohe Teppichrolle aus, hinter der ein Mensch zu sehen ist.

Er trug mir die Rolle noch die 8 Stufen bis in die Wohnung. Ich hatte schon Angst, dass ich das Ding von der weit entfernten Post holen muss, da ich die Lieferung verpasst habe.

Ich räumte im Wohnzimmer alles ein bisschen zur Seite, denn ich musste ja mal schauen, ob alles in Ordnung ist. – Gleich danach rollte ich sie wieder ein und stellte sie zum Warten auf den Balkon, bis sie ausgelegt werden kann.

Heute war ich im dritten Studio für Plissees. Da das doch eine recht kostspielige Angelegenheit wird, will ich nicht alles falsch machen – sogar ziemlich wenig.

Die Beratung heute war eindeutig die beste und nachdem ich die Preise mit den anderen verglichen habe, lagen sie im Limit und ich werde mich für sie entscheiden. Die junge Frau war die erste, die mir das mit der Klebemontage erklärt hat und auch die Nachteile einer Klemmmontage genannt hat. Dabei werden die Isoliergummis so gequetscht, dass sie undicht werden können. – Das Kleben kostet zwar 60,00 € mehr pro Fenster, aber meinen neuen im Wohnzimmer werde ich diese Vorzugsbehandlung gönnen. – Kompliziert wird das mit dem neuen Riesenfenster, das ca. 1,70 m breit ist. Da ist die Frage, ob eine durchgehende Fenster“verkleidung“ sinnvoll und machbar wäre oder ob doch zwei kleinere gewählt werden müssen – doch dann habe ich immer die Spannschnüre in der Mitte. – Wie heißt es so schön – kommt Zeit, kommt Rat – und wenn einer zum Aufmaß kommt, können wir darüber diskutieren.

Die erste Firma, mit der ich Kontakt aufnahm, war dicht bei meiner letzten Wohnung in Ostberlin. Ich wollte mal wieder an alte Zeiten erinnert werden und vereinbarte dort einen Termin. – Dass der erste Kostenvoranschlag nicht stimmte, habe ich noch verziehen, obwohl ich ihn ewig anmahnen musste. Der Chef führte ein Fenster doppelt auf, dafür vergaß er als Ausgleich ein anderes.

In einer Mail wies ich auf die Fehlerstellen hin. – Dann kam der zweite Kostenvoranschlag – viel falscher ging eigentlich nicht mehr. Der Preis hätte ca. 60,00 € höher sein müssen, da der falsch angesetzte Fensterflügel 30 cm schmaler ist als der wirklich vorhandene. – Aber dass er es dann „wagte“, einen um ca. 300,00 € teureren Kostenvoranschlag an mich zu mailen, fand ich schon sehr, sehr eigenartig. Ich denke, so einer Firma kann ich nicht vertrauen. – Ich wollte es mit ihm telefonisch klären – machte es stattdessen mit einer Kollegin. – Hätte er eine kleine Entschuldigung hinterher geschickt, hätte die Firma eine Chance gehabt.

So, jetzt lege ich mich wieder auf die faule Haut!