Claras Allerleiweltsgedanken


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Claras Mehrgenerationenhaus

Mein Blogartikelschreibahnungsgefühl sagt mir, dass ich mal wieder was Lustiges veröffentlichen muss, um euch zu erheitern. Zu der vor paar Tagen beschriebenen „Alterspräsidentin“ passt doch wunderbar, dass ich festgestellt habe, dass ich einem Mehrgenerationenhaus vorstehe. Dieses Thema hatte Frau „Wildgans“ mal vor einiger Zeit angesprochen, aber da ging es ernsthafter zu als jetzt bei mir. In einigen Kommentaren wurde die Meinung vertreten, dass die Elterngeneration die Großelterngeneration damit ausnutzt, dass sie den Alten die Kindergeneration zum Betreuen „aufhalst“, wenn diese mal nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen können. – Ich hatte zur Kinderbetreuung schon immer eine positive Einstellung und durfte es leider viel zu selten bei den eigenen Enkeln genießen.

Aber jetzt genügend an Theorie – jetzt kommt die Praxis.

Zuerst stelle ich euch jetzt die gesamte Hausgemeinschaft mit allen allein erziehenden Müttern oder Vätern, die ich alle als meine „Kinder“ adoptiert habe, damit ich deren Kinder mit gutem Recht als meine Enkelkinder bezeichnen kann.

Wir sehen hier:

  • Mama Matroschka mit ihrer Tochter (die Namen der Kinder und ihrer Eltern werden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht 🙂 😉 )
  • Papa Machofrosch, der im höheren Alter noch einmal Vater geworden ist und sich sehr über die intensive Farbe seines Sohnes wundert – er grübelt schon, ob er einen Vaterschaftstest machen lassen soll
  • Die ganz liebe lila Nilpferdmama, die ihren manchmal etwas kratzbürstigen Sohn sehr gut im Griff hat, ihm aber auch genügend Freiheiten für seine Entwicklung lässt
  • Bei Neuaufnahme von Mama Lilarundschwein habe ich im ersten Moment nicht gewusst, ob hier ein Papa oder eine Mama kommt – das weiß man ja heutzutage nicht immer auf Anhieb – aber mir wäre es auch egal gewesen. Als sie hier aufgenommen wurde, war ihr rosa Ferkelchen noch sehr klein und ich sah mal, wie sie es säugte – spätestens da waren alle Unklarheiten beseitigt
  • Den Reigen beschließt natürlich ein Papa, denn Vater Frosch soll sich ja nicht so alleine fühlen unter den ganzen Mamas. Papa Trabantkombi kommt aus der DDR, was ihr euch sicher schon alle gedacht habt. Seine zweite Ehe ist er mit einer Frau aus dem anderen Teil Deutschlands eingegangen – aber das ging nicht richtig gut, denn beide hatten das Gefühl, dass die Vereinigung der beiden Landesteile hätte anders vonstatten gehen sollen. Sie trennten sich ganz friedlich, und Sohn Minifiat ist abwechselnd bei seiner Mutter und abwechselnd beim Papa. Der Kleine fühlt sich sehr wohl hier. Er hat keine Geschwister und kann das hier erleben, wie es wären, wenn … Aber nicht immer findet er es toll.

Ich zeige euch jetzt die Fotos in der Reihenfolge, wie ich sie hier aufgeführt habe. – Als Mama Matroschka hier einzog, war mit ihr und ihrer Tochter alles okay. Die Kleine war sehr liebebedürftig und kuschelte gern – am liebsten wäre sie bei der Mama in den Bauch gekrochen. Doch eines Tages bemerkte sie, dass die Mama rund und runder wurde, der Bauch wurde immer dicker. Da musste die Mama Farbe bekennen und sagen, dass es bald ein kleines Brüderchen geben wird. Darunter konnte sich die Kleine nichts richtig vorstellen – doch als der Lütte dann da war, gab es oft Eifersuchtsszenen. Und das waren dann die Momente für meinen „Einsatz“ – die Mama kümmerte sich um das Baby und ich unternahm was mit der Großen.

Als Frosch Macho oder Macho Frosch bei uns um Aufnahme bat, waren die Mütter alle sehr skeptisch – er trat derartig großkotzig auf, was man ja schon an seinem Äußeren sehen kann. Wer spielt sich heutzutage in Deutschland noch als König auf – es sei denn, er heißt Jens mit dem Vornamen und Spahn mit Familiennamen – nur solche Leute können sich schlossartige Einfamilienhäuser leisten.

Als er wieder mal was von einem Vaterschaftstest faselte, erinnerte ich ihn an seine Ex. Die war ja noch viel „königlicher“ als er, aufgeblasen und arrogant bis in die letzte Kieme. Unter diesem Aspekt betrachtet ist der Sohn ein richtiger Prachtkerl geworden.

Nicht er tat mir leid, sondern mehr sein quicklebendiger Sohn, der immer mal dahin hüpfte, sich nach kurzem unter dem Schrank versteckte und quakte: Such mich, Clara. Also stimmte ich dem Einzug zu. Und ich habe es NIE bereut – der Vater wurde umgänglicher und der Sohn nicht mehr so ADHS-gefährdet. Und wenn ihn sein Papa mal ganz liebevoll in die Arme nahm und ihm was Zärtliches ins Ohr flüsterte, dann wurde der Kleine fast zur Katze, so schnurrte es aus dieser Ecke. – Allerdings kann das auch eine Fehlleistung meiner Hördremmel sein.

Wen haben wir denn jetzt? Ach, da kommt ja unsere Nilpferdkleinfamilie. Der arme Kleine hat leider nur noch seine Mama – keinen getrennt lebenden Papa, der ist an einer blöden Krankheit gestorben – deswegen hat er ein besonders gutes Verhältnis zu seiner Mama, lässt sich gern von ihr die dicke Haut kratzen – aber manchmal kehrt der Kleine auch seine kratzbürstige Seite heraus. Aber wir wissen, das gehört in der Pubertät einfach dazu. – Die beiden fühlen sich im Haus sehr wohl und werden auch von allen anderen gemocht bis geliebt.

Als ich mich mal mit dem Kleinen längere Zeit unterhalten habe, hat er nach seinem Onkel im kleinen B. gefragt. Da er keinen Papa hat, sucht er ganz intensiv nach anderen männlichen Personen, mit denen er eben typisch männliche Sachen machen kann. Vielleicht sehen sich die beiden bald mal wieder. Onkel Frosch scheint ja auch schon ganz heiß auf ein Wiedersehen zu sein.

Wen stelle ich euch jetzt vor? Diese beiden sind schon sehr, sehr lange bei uns, denn ich habe noch erlebt, die das süße Baby von der Mama gesäugt bzw. gestillt wurde. Die Kleine hatte einen satten Zug, den sie wurde zusehends runder und runder und rosiger. Manchmal wusste man bei den beiden nicht, wer hier eigentlich den Ton angibt, wenn sich die Tochter mit ihrer Mutter zoffte, begnügten sich beide nicht mit Quiek- und  Grunzlauten. Wenn dann alles wieder gut war, durfte die Kleine eine Runde reiten.

Tja, da bin ich ja schon bei dem letzten Pärchen angekommen – unser Trabantpapa mit seinem Sohn Minifiat. Fiat hat seinen Papa ganz schön im Griff – wenn er nicht will, dass der am Abend mal ausgeht, um vielleicht eine andere hübsche Autodame kennen zu lernen, steigt er ihm einfach auf die Motorhaube. Natürlich würde der Papa nie das Leben seines einzigen Sohnes gefährden und startet natürlich nicht den Motor. Außerdem ruft ihm der Kleine zu: „Du musst dir erst mal ein anderes Aftershave anschaffen, denn mit diesem ekligen Benzingemisch wirst du keine Frauen finden, die das begeistert. – Dann bleibt der Papa zu hause und sie spielen wilde Sau wilde Autos. Gefährlich wird es dann, wenn der Kleine seinem Papa aufs Dach steigt und dieser dann eine Runde dreht – natürlich langsam. Bis jetzt ist alles gut gegangen.

Könnt ihr euch vorstellen, dass ich Spaß an meinen Mitbewohnern habe?

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Und wer Lust hat, kann hier den Beginn der Nilpferd-Frosch-Geschichte lesen.


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Zu vorschnell „geschossen“ ??? …

… warum passiert das immer mir?

Ich hatte euch ja von den beiden Herren erzählt, die hier bei mir zum Aufmaß für die Plissees waren. Der ältere ging im allgemeinen als der Erfahrenere durch, der jüngere war hübsch, pfiffig und lustig.

Aber beide Mitarbeiter haben ja ein Hinterland, das aus ihrer Firma besteht und wo es jeweils eine Person gibt, die für meine persönliche Betreuung ausgesucht wurde.

Firma 1 mit dem älteren Mitarbeiter:

Selten so eine arrogante, ungeduldige, zickige und offenbar relativ ahnungsarme (PC-Arbeit betreffend) junge Frau erlebt wie diese.

Das erste Angebot kommt und alle 7 Plissees laufen unter der gleichen Stoffart, nämlich grün, und unter der gleichen Anbringungsweise, nämlich geklebt. – Wenn ich dieses Angebot unterschrieben hätte, wären womöglich alle Räume grün bestückt worden.

Also schrieb ich eine Mail und bat um genaue Aufgliederung mit Stoffnummern, damit ich sie beim Anbieter erfal nachverfolgen kann.

Zu dem Zeitpunkt war sie noch nicht viel unfreundlicher als bei unserem Erstgespräch in ihrer Filiale.

Ich bekam also das detaillierte Angebot und schluckte mächtig wegen der 1.833,35 €.

Als nächstes fasste ich den Entschluss, die beiden Räume, die Plissees bekommen sollen, auch mit neuen Fenstern auszustatten. Also schickte ich wieder eine Mail und bat um ein abgespecktes Angebot, die letzten drei Positionen sollten einfach gestrichen werden.

Ich bekam ein Angebot, in dem nur der Endpreis gelistet war, alle anderen Preise fehlten.

Und ich aufmüpfige Kundin wollte doch tatsächlich ein ganz normales Angebot, das man aus dem ersten einfach durch Wegstreichen der drei letzten Positionen erstellen könnte.

Nicht meine Mitarbeiterin. Sie erklärte mir lang und breit am Telefon, dass das ein Systemfehler wäre und dass das nicht ginge und sie jetzt EXTRA für mich ein neues Angebot erstellen muss. Ich habe mir wirklich verkniffen zu sagen, dass das bei 1.225,03 € wohl nicht zu viel verlangt sei.
Da sie mich anrief, obwohl sie Kundschaft vor sich sitzen hatte, wurde sie sehr ungeduldig, wenn ich nicht gleich alles am Telefon akustisch verstehen konnte.

Da sackte sie um 10 Sympathiepunkte bei mir nach unten.

Und dann kam der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte: Ich wollte doch tatsächlich VOR Unterzeichnung des Vertrages die Zahlungsmodalitäten der Vorauszahlung wissen und die IBAN, auf die ich überweisen soll.

Sie hingegen erklärte mir, dass ich das alles bekäme, wenn ich unterschrieben hätte – UND DA WAR SIE RAUS! Ich hätte womöglich 100 % Vorauszahlung leisten müssen und hätte dann mit allem zufrieden sein müssen.

Ich habe mich so geärgert, dass ich ihr eine sehr unfreundliche Mail schrieb – vielleicht lernt sie etwas für die Zukunft. – Doch jetzt im direkten Preisvergleich mit einem anderen Anbieter stelle ich fest, dass B.J. gar nicht so schlecht war.

Vielleicht hätte ich die unfreundliche Dame schlucken sollen wie eine Kröte.

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Und jetzt zu der anderen Firma – eine recht renommierte in Berlin.

Ich bekam das Angebot und war natürlich über die Summe von 1400,90 € erfreut, denn immerhin ca. 430,00 € weniger als bei den anderen. (Na gut, für die geklebte Variante bei den teuren müsste man im Vergleich 140,00 abziehen, aber dann bleiben immer noch 290,00 €.)

Doch leider hat diese Freude nur kurz vorgehalten. Der junge Mann, der hier zum Ausmessen war, hatte für das Wohnzimmer einen falschen Stoff ausgewählt, der in der Preisgruppe 1 liegt – alle anderen und der richtige fürs Wohnzimmer sind Preisgruppe 2. Mit dem richtigen Stoff wäre es um vieles teurer geworden. (Ich werde jetzt noch recherchieren, wer den Schaden getragen hätte, wenn die vier Plissees in der falschen Stoffart bestellt worden wären, ich die aber nicht hätte haben wollen. Wäre ich dann zu einer Abnahme gezwungen worden, weil ich das Angebot in Unkenntnis und im Vertrauen auf die korrekte Arbeit des Angestellten unterschrieben habe?????)

Warum ich die Rechnung in diesem Angebot geprüft habe, kann ich euch nicht sagen, auf jeden Fall war sie falsch, falscher, am falschesten.

Sie hatten mir 1.400,90 € angeboten, es hätten aber bei korrekter Taschenrechner- und Excelvariante 1.667,07 € sein müssen, da die Mehrwertsteuer nicht in Ansatz gebracht wurde. Wenn jetzt noch die Differenz wegen der falschen Preisgruppe addiert wird, sind sie teurer als die, die ich gerade vom Feld gekickt habe.

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Vielleicht werde ich jetzt sagen: „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.“ Ich bin bereit, bis 1.500,00 mitzugehen, wenn ich genau diese Stoffe bekomme, die ich haben will. Schau’n wir mal.

Wer denkt denn aber auch, dass so eine alte Frau so genau die verwendeten Stoffe bei der Herstellerfirma erfal recherchiert, Preise nachrechnet und dann auch noch aufmüpft – ich möchte mich nicht unbedingt zur Kundin haben. 🙂

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Und, was soll ich euch sagen, das neue Angebot ist in meinem Computer angekommen – die Endsumme lautet: 1447, 21 €. Ich weiß nicht, ob ich mich 10 Minuten darüber gefreut habe oder nur fünf – jedenfalls habe ich wieder Excel gestartet und alle Werte eingegeben.

Wenn ich – genau wie bei der ersten Rechnung – die Mehrwertsteuer außen vor lasse, dann stimmt der Preis. Wie kann man so idiotisch sein und den gleichen Fehler noch einmal machen. Mit Märchensteuer müsste ich nämlich 1.722,18 € bezahlen – und dafür hätte ich die ersten nicht aus dem Feld kicken müssen.

Dieser Anbieter ist also raus – bei mir darf man jeden Kardinalfehler nur einmal machen.

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Also war ich bei einem Dritten – und alles ist (fast) in Sack und Tüten. Ohne zu feilschen haben sie im Geschäft ein wenig Nachlass gegeben und wir haben uns auf 1.400,00 € geeinigt. – Wenn die neuen Fenster drin sind, kommt jemand zum Aufmaß, dann werden die 7 Plissees bestellt und dann eingebaut – und dann kann ich endlich ohne Bettlaken oder Badehandtuch vor dem Fenster wieder die Tagesschau und anderes sehen.

Was lange währt, wird auch mal gut.


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Alterspräsidentin und Chemiekönigin

Eigentlich sind beides keine erstrebenswerten Titel oder gar Auszeichnungen.

Die Alterspräsidentin hat aber den Vorteil, dass ich (bis auf eine Bloggerin) alle die, die mir hier so treu folgen, mit „junge Frau“ oder „na, mein Junge“ anreden kann. Da muss ich doch immer wieder an meine erste Wohnung ohne Ehemann denken – es war so Mitte der 80er Jahre. Auf der Etage wohnte ein alter Herr, der nach meinem Gefühl die 100 schon lange überschritten hatte – aber er war gerade 90. Und der sprach mich grundsätzlich mit meinen schlappen 40 Jahren mit „na, junge Frau“ an. Wahrscheinlich konnte er sich meinen Namen nicht merken.

Wenn ich das heute so betrachte, hatte er natürlich vollkommen Recht – oder seid ihr „jungsches Gemüse“ etwa anderer Auffassung 😉 🙂

Doch wie komme ich zu dem fragwürdigen Titel Chemiekönigin? Zwei von den drei Abflüssen in der Wohnung können mein Essen nicht leiden, nämlich der in der Spüle und der im Waschbecken.

Da meine Ernährung zu 75 % aus Salaten oder Müsli besteht, in denen ganz viel kleines, mittleres und größeres Körnerzeug wie Leinsamen, Chiasamen oder Sonnenblumenkerne enthalten ist, kommen Reste davon beim Spülen der Gefäße doch in den Abfluss, entweder über die Spülmaschine oder direkt. Offensichtlich reicht das im Loch enthaltene Sieb nicht aus, um meine mehr als empfindlichen Abflüsse vor Körnerangriffen zu schützen.

Und vorgestern war es wieder mal so weit. Das Wasser blieb einfach stehen und wollte und wollte nicht abfließen. Ich hatte mir ja vor einiger Zeit so einen Saugglockenpömpel gekauft – aber der Bearbeitung des Abflusses, der schon einer Herzmassage glich, taten mir eher die Arme weh als dass sich ein vernünftiges Ergebnis zeigte.

Gegen alle Vernunft schmiss ich doch den Geschirrspüler an. Das Abpumpwasser füllte das halbe Spülbecken. – Und das war der Moment, wo die Chemie eingreifen MUSSTE.

Zuerst versuchte ich es zweimal mit einem Esslöffel Pulver. Ergebnis: Besser, aber lange noch nicht gut.

Dann wollte ich die flüssige Chemiekeule in den Abfluss gießen. Glaubt mir, es war Notwehr – ich mache das nur im äußersten Fall, bisher hat es meist schon durch das Abpumpen genügend Bewegung in dem Abflussrohr gegeben, das über zu wenig Gefälle verfügt.

Und da bekam ich ein Zeichen – vielleicht von Greenpeace? Hier flog zwar kein Gleitschirmflieger ein, aber ich bekam die Flasche nicht auf. Dreist, wie ich bin, klingelte ich bei einem Nachbarn mit starkem Mann – und der schaffte es.

Der erste Schuss, den ich nach einer Stunde heiß nachgespült habe, brachte immer noch nicht die Erlösung durch schmatzendes und gurgelndes Abfließen.

Also musste nachgegossen werden, über Nacht wirken gelassen und dann konnte ich wieder von einem „Abfluss“ im wahrsten Sinne des Wortes sprechen.


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Dieses Display war ein Zufallsschuss

Das Wichtigste habe ich markiert – die vielen Fünfen bei der Zeit waren Zugabe. –

So kann man auch mit kleinen Dingen, unsrer Clara Freude bringen! –

wenn es schon die Temperaturen nicht können!!! Zur Bekräftigung erscheint der Artikel um 1:11 Uhr, eine Stunde und sechs Minuten später als sonst. *haha*, als wenn das wichtig wäre.

Nun denkt aber bitte nicht, dass das jetzt alles war mit der Temperaturspielerei.

Hier frage ich euch, könnt ihr auch so schön euren Geburtsmonat mit Jahr darstellen? Gott sei Dank bin ich nicht 10 Jahre jünger, denn dann hätte ich direkt ohne Herd auf dem Balkon ein Ei braten können 🙂

Und das war die absolute Höchstleistung vom gestrigen Tag: da wurde mir „schwarz“ vor Augen.

 


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Wenige Meter schützen vor zeitweiser Evakuierung

Als ich das erste Mal in meinem Leben richtig evakuiert wurde, befand ich mich noch im intrauterinen Stadium. Görlitz sollte so mehr oder weniger dem Erdboden gleichgemacht werden. Und damit wenigstens die vorhandene Bevölkerung geschützt werden kann, wurden die Leute in Eisenbahnwagen verfrachtet und weit geschickt. Meine Mutter landete mit dem halbwüchsigen Sohn und ihrem dicken Bauch in Bayern, wo ich dann auch nach einiger Zeit die schöne niederbayrische Luft atmen konnte.

Mit Krieg hat die jetzige Überschrift wieder was zu tun – so unendlich viele Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs.

Ich bekomme einen Anruf von einer Bekannten, die mehr oder weniger hier um die Ecke wohnt. Sie fängt an mit: „Hast du schon gehört, … Es ist eine Bombe entdeckt worden und wir müssen alle aus unseren Wohnungen raus, bis die Bombe entschärft ist. Hat schon jemand bei dir geklingelt?“

Hatte ich natürlich nicht. Beim Bau der neuen Bahnstrecke, der sogenannten Dresdener Bahn, war eine Bombe entdeckt worden. Auf die Straße, an deren Ende die Bombe liegt, kann ich gucken. Wegen des Baus biegen in diese Straße so unendlich viele LKWs mit Baumaterial – manchmal ist der Lärm wirklich nicht mehr zum Aushalten.

Vom Balkon her will ich mir einen Überblick verschaffen und denke zum zweiten Mal nicht daran, dass zwischen mir und dem Balkon drei Glasscheiben sind. Es hat ganz schön gerummst.  Ich sah einen Polizeiwagen stehen, der die Einfahrt sperrt. Eine Frage ergab, dass alle Bewohner jenseits der Hauptstraße in ihren Wohnungen bleiben können, nur alle anderen müssen raus. –

Hat mich gefreut, ich war nicht scharf drauf.

Im Netz wurden wir auch erwähnt. Der S-Bahnhof „Buckower Chaussee“ ist der meinige.

https://www.bz-berlin.de/berlin/tempelhof-schoeneberg/weltkriegsbombe-in-marienfelde-entschaerfung-sperrkreis