Claras Allerleiweltsgedanken


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„Operation“ teilweise missglückt …

… „Patient dennoch wieder arbeitsfähig“

Wenn wir für Operation „technischen Rettungseinsatz“ schreiben und für Patient Drucker Brother DCP-195 einsetzen, dann kommen wir den Tatsachen nahe.

Ich will die leicht konfusen, falschen oder unvollständigen Angebote der beiden Plissee-Firmen ausdrucken, um einen besseren Überblick und Vergleich zu haben, da höre ich plötzlich ein seeeeeeeeeeeehr unwillkommenes Geräusch – irgend etwas wird im Inneren meines lieben Druckers zerfetzt, zerrischen, zerkleinert, was EIGENTLICH unten im ganzen und bedruckt rauskommen soll.

Sofort meldet er sich mit einem orangefarbigen Ausrufezeichen auf seinem kleinen Display – das hat noch nie was Gutes bedeutet.

Ich bekomme als laufende Schriftzeile den Hinweis angezeigt, dass ich das Bedienerhandbuch (suchen!) unter dem Kapitel „Probleme“ aufschlagen soll. – Dieser Drucker steht schon seit Jahren hier und ich habe das Bedienerhandbuch noch nieeeeeeeeee gebraucht.

Klug, wie ich sein kann, habe ich die Suchzeit eingespart und mir gleich die OP-Handschuhe übergestreift, denn die zuletzt vor dem Crash ausgedruckten Blätter sahen nämlich schon schwarzverschmiert aus.

Und jetzt hat sich zum ersten Mal der Umzug ins Arbeitszimmer und der günstigere Standplatz des Druckers bewährt. USB- und Stromkabel gezogen und den „Patienten“ günstig auf dem „OP-Tisch“ positioniert und ihm mit einem kräftigen LED-Strahler in den Innenraum geleuchtet. Am hinteren Ende und dort, wo die Rollen das Papier einziehen, zwei größere Stücke VORSICHTIG entfernt.

Als nächstes kam das kleinere Stück zum Vorschein – sah fast aus wie abstrakte Kunst.

Eine mehr als logische Schlussfolgerung war, die Teile zusammen zu kleben, um die Vollständigkeit aller geborgenen Schnipsel zu überprüfen.

Halt, da muss noch was sein, er zeigt immer noch die Fehlermeldung und das Blatt ist noch nicht vollständig. Und da entdecke ich es seitlich.

Alle Pinzetten sind zu kurz, alle Finger zu dick. Fragt mich nicht, wie ich es plötzlich doch in der Hand hatte.

Tja, und das ist das Endergebnis – es zeigt deutlich, dass noch immer eine kleine Ecke fehlt. Hat sie der Drucker verschluckt? Hat sie sich irgendwo auf dem Fußboden versteckt? Egal wie – er druckt wieder!!!

Und darauf hin konnte ich den nachmittäglichen Kaffeebesuch auf dem Balkon gut genießen.