Claras Allerleiweltsgedanken


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Zu vorschnell „geschossen“ ??? …

… warum passiert das immer mir?

Ich hatte euch ja von den beiden Herren erzählt, die hier bei mir zum Aufmaß für die Plissees waren. Der ältere ging im allgemeinen als der Erfahrenere durch, der jüngere war hübsch, pfiffig und lustig.

Aber beide Mitarbeiter haben ja ein Hinterland, das aus ihrer Firma besteht und wo es jeweils eine Person gibt, die für meine persönliche Betreuung ausgesucht wurde.

Firma 1 mit dem älteren Mitarbeiter:

Selten so eine arrogante, ungeduldige, zickige und offenbar relativ ahnungsarme (PC-Arbeit betreffend) junge Frau erlebt wie diese.

Das erste Angebot kommt und alle 7 Plissees laufen unter der gleichen Stoffart, nämlich grün, und unter der gleichen Anbringungsweise, nämlich geklebt. – Wenn ich dieses Angebot unterschrieben hätte, wären womöglich alle Räume grün bestückt worden.

Also schrieb ich eine Mail und bat um genaue Aufgliederung mit Stoffnummern, damit ich sie beim Anbieter erfal nachverfolgen kann.

Zu dem Zeitpunkt war sie noch nicht viel unfreundlicher als bei unserem Erstgespräch in ihrer Filiale.

Ich bekam also das detaillierte Angebot und schluckte mächtig wegen der 1.833,35 €.

Als nächstes fasste ich den Entschluss, die beiden Räume, die Plissees bekommen sollen, auch mit neuen Fenstern auszustatten. Also schickte ich wieder eine Mail und bat um ein abgespecktes Angebot, die letzten drei Positionen sollten einfach gestrichen werden.

Ich bekam ein Angebot, in dem nur der Endpreis gelistet war, alle anderen Preise fehlten.

Und ich aufmüpfige Kundin wollte doch tatsächlich ein ganz normales Angebot, das man aus dem ersten einfach durch Wegstreichen der drei letzten Positionen erstellen könnte.

Nicht meine Mitarbeiterin. Sie erklärte mir lang und breit am Telefon, dass das ein Systemfehler wäre und dass das nicht ginge und sie jetzt EXTRA für mich ein neues Angebot erstellen muss. Ich habe mir wirklich verkniffen zu sagen, dass das bei 1.225,03 € wohl nicht zu viel verlangt sei.
Da sie mich anrief, obwohl sie Kundschaft vor sich sitzen hatte, wurde sie sehr ungeduldig, wenn ich nicht gleich alles am Telefon akustisch verstehen konnte.

Da sackte sie um 10 Sympathiepunkte bei mir nach unten.

Und dann kam der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte: Ich wollte doch tatsächlich VOR Unterzeichnung des Vertrages die Zahlungsmodalitäten der Vorauszahlung wissen und die IBAN, auf die ich überweisen soll.

Sie hingegen erklärte mir, dass ich das alles bekäme, wenn ich unterschrieben hätte – UND DA WAR SIE RAUS! Ich hätte womöglich 100 % Vorauszahlung leisten müssen und hätte dann mit allem zufrieden sein müssen.

Ich habe mich so geärgert, dass ich ihr eine sehr unfreundliche Mail schrieb – vielleicht lernt sie etwas für die Zukunft. – Doch jetzt im direkten Preisvergleich mit einem anderen Anbieter stelle ich fest, dass B.J. gar nicht so schlecht war.

Vielleicht hätte ich die unfreundliche Dame schlucken sollen wie eine Kröte.

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Und jetzt zu der anderen Firma – eine recht renommierte in Berlin.

Ich bekam das Angebot und war natürlich über die Summe von 1400,90 € erfreut, denn immerhin ca. 430,00 € weniger als bei den anderen. (Na gut, für die geklebte Variante bei den teuren müsste man im Vergleich 140,00 abziehen, aber dann bleiben immer noch 290,00 €.)

Doch leider hat diese Freude nur kurz vorgehalten. Der junge Mann, der hier zum Ausmessen war, hatte für das Wohnzimmer einen falschen Stoff ausgewählt, der in der Preisgruppe 1 liegt – alle anderen und der richtige fürs Wohnzimmer sind Preisgruppe 2. Mit dem richtigen Stoff wäre es um vieles teurer geworden. (Ich werde jetzt noch recherchieren, wer den Schaden getragen hätte, wenn die vier Plissees in der falschen Stoffart bestellt worden wären, ich die aber nicht hätte haben wollen. Wäre ich dann zu einer Abnahme gezwungen worden, weil ich das Angebot in Unkenntnis und im Vertrauen auf die korrekte Arbeit des Angestellten unterschrieben habe?????)

Warum ich die Rechnung in diesem Angebot geprüft habe, kann ich euch nicht sagen, auf jeden Fall war sie falsch, falscher, am falschesten.

Sie hatten mir 1.400,90 € angeboten, es hätten aber bei korrekter Taschenrechner- und Excelvariante 1.667,07 € sein müssen, da die Mehrwertsteuer nicht in Ansatz gebracht wurde. Wenn jetzt noch die Differenz wegen der falschen Preisgruppe addiert wird, sind sie teurer als die, die ich gerade vom Feld gekickt habe.

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Vielleicht werde ich jetzt sagen: „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.“ Ich bin bereit, bis 1.500,00 mitzugehen, wenn ich genau diese Stoffe bekomme, die ich haben will. Schau’n wir mal.

Wer denkt denn aber auch, dass so eine alte Frau so genau die verwendeten Stoffe bei der Herstellerfirma erfal recherchiert, Preise nachrechnet und dann auch noch aufmüpft – ich möchte mich nicht unbedingt zur Kundin haben. 🙂

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Und, was soll ich euch sagen, das neue Angebot ist in meinem Computer angekommen – die Endsumme lautet: 1447, 21 €. Ich weiß nicht, ob ich mich 10 Minuten darüber gefreut habe oder nur fünf – jedenfalls habe ich wieder Excel gestartet und alle Werte eingegeben.

Wenn ich – genau wie bei der ersten Rechnung – die Mehrwertsteuer außen vor lasse, dann stimmt der Preis. Wie kann man so idiotisch sein und den gleichen Fehler noch einmal machen. Mit Märchensteuer müsste ich nämlich 1.722,18 € bezahlen – und dafür hätte ich die ersten nicht aus dem Feld kicken müssen.

Dieser Anbieter ist also raus – bei mir darf man jeden Kardinalfehler nur einmal machen.

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Also war ich bei einem Dritten – und alles ist (fast) in Sack und Tüten. Ohne zu feilschen haben sie im Geschäft ein wenig Nachlass gegeben und wir haben uns auf 1.400,00 € geeinigt. – Wenn die neuen Fenster drin sind, kommt jemand zum Aufmaß, dann werden die 7 Plissees bestellt und dann eingebaut – und dann kann ich endlich ohne Bettlaken oder Badehandtuch vor dem Fenster wieder die Tagesschau und anderes sehen.

Was lange währt, wird auch mal gut.