Claras Allerleiweltsgedanken

Den heutigen Montag hatte ich anders geplant

17 Kommentare

Es ist Urlaubszeit – es ist immer oder schon wieder Coronazeit – es ist Pausenzeit bei meinen noch ausstehenden Handwerkern. Zur Diskussion stehen der „Superhandwerker“ für meinen Balkon, die Fenstereinbauer im Arbeitszimmer, im Schlafzimmer und für das Kombinationsfenster Küche/Bad. Und gleich danach wenn die neuen Fenster nach zwei Tagen noch nicht rausgefallen sind, kann die Firma die Maße nehmen kommen, um die gewünschten Plissees zu bestellen.

Am 19. Juli habe ich mir (fast) ein Loch in den Bauch gefreut, als ich die Nachricht vom Maler bekam, dass er am 26. Juli mit der Balkonverschönerung beginnt.

Eifrig, wie ich in solchen Fällen immer bin, habe ich am Wochenende alles für seinen Einsatz vorbereitet.

Der Balkon wurde – bis auf ein kleines Ablagetischchen zum Abstellen für Kaffeetasse oder Trinkbecher geräumt. Im Wohnzimmer sah es dann so aus:

Vorübergehend kann ich einigermaßen (gut) mit solchen Provisorien leben.

Auf dem Balkon haben die Junikäfer mehr Platz für ihre Suizidversuche. Ich verstehe nicht, dass sie in Massen auf meinem Balkon auf dem Rücken liegen und nicht selbst in der Lage sind, sich durch das Auffalten der Flügel wieder startklar in Flugposition zu bringen. – Also mache ich das und werfe sie vom Balkon. Spätestens zwei Etagen tiefer fliegen sie wieder – sie sind also nicht tot, bestenfalls scheintot. – Na gut, dieses Exemplar liegt nicht auf dem Rücken.

Damit sich die „grüne Wiese“ beim Auslegen nicht so rollt, habe ich sie im Wohnzimmer ausgerollt. Ich konnte wunderbar testen, wie schön es sich barfuß darauf läuft und die Freude um einige Prozent gesteigert.

Weil ich wusste, dass die 2 m in der Breite zu viel sind, habe ich den überflüssigen Streifen abgeschnitten und die Fensterbank „gepolstert“.

Und als allerletzten Akt habe ich in der Küche alles für die Getränke- und Leckerliversorgung zurechtgestellt. So ein hart arbeitender Handwerker muss ja bei Laune und bei Kräften gehalten werden 🙂

Da habe ich ja noch Glück, dass ich nicht am Montag früh schon Kaffee zubereitet habe, denn sonst hätte ich den ganz allein trinken müssen.

Ich hatte mich schon gewundert, dass keine Nachricht von ihm kam, um welche Zeit er auf der Matte stehen wird.

Stattdessen kam gegen 8 Uhr eine Nachricht, dass er am Wochenende, als sie ins Kino gehen wollten, (falsch) positiv getestet wurde. Darüber werde ich mich jetzt nicht näher auslassen – und harre der Dinge, die noch kommen werden.

Sollte mir langweilig werden, kann ich ja Pilze suchen gehen – mehr die großen, die ich besser sehen kann. Ob ich sie dann auch noch besser kauen kann, steht in den Sternen. Noch mehr steht in den Sternen, ob ich sie überleben würde – und das will ich doch nicht riskieren.

 

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

17 Kommentare zu “Den heutigen Montag hatte ich anders geplant

  1. Ach, bei dir finden diese Suizidversuche auch statt?! Ich dachte, es liegt an der hässlichen Front unseres Hauses…
    „Fliegende Walnüsse“ nenn ich sie. Und kreische hysterisch, wenn ich versehentlich einen berühre, weil ich Käfer nicht ausstehen kann. Spinnen sind völlig in Ordnung. Leider gibt’s in DE keine, die groß genug sind, Junikäfer zu verspeisen… *brummel*

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    • Hallo, die Käfer sind doch gar nicht so groß wie Walnüsse – bestenfalls wie kleine Haselnüsse oder wie Rosinen. – Da ich als Kind sehr gern mit Maikäfern gespielt habe, erinnern die mich ein wenig an die Kindheit.
      Warum die sich nicht durch die Kraft ihrer Flügel wieder aufrichten können, verstehe ich nicht. – Schon degeneriert.
      Bei mir gibt es nur zwei Tiere, bei denen ich hysterisch kreischen würde: Ratten und eventuell noch Mäuse, wenn sie ganz dicht bei mir sind. Alles andere wird akzeptiert.
      Und tschüss und einen schönen Tag für dich!

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  2. Wäre ich ein Junikäfer, würde ich auf deinem „Grünen Rasen“ landen… 😉
    Da die Viecher nicht blöd sind, wissen sie, dass sie Ende Juli hier auf der Erde nix mehr zu suchen haben.
    (Wenn das bloß auch die Politiker wüssten…)

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    • Ösi, ich bin echt gespannt, ob tatsächlich mehrFlugtiere (und anderes) kommen, wenn es auf der Erde aussieht wie grüne Wiese. Wenn sich der Superhandwerker nicht bald wieder arbeitsfähig meldet, sehe ich ein wenig schwarz mit baldiger grüner Wiese.
      Manchen Politikern würde ich auch kaum die letzten Julitage gönnen.

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  3. So ein Pech!! Hoffentlich dauert es nicht lange

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  4. Tja, solche Dinge passieren in der Corona-Zeit. Ist schon ärgerlich. Am kommenden Samstag treffen sich Helma und ich mit weiteren 14 Personen zu einem Frühstücksbuffet im Hotel. Auch wir hoffen, dass bis dahin nicht wieder irgend ein Lockdown kommt.

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    • Ich drücke dir die Daumen, dass alles klappt – der Anlass hat es verdient, dass ihr gut frühstücken dürft. – Langsam glaube ich, dass das ständige Eingreifen der Regierung die Sache nicht unbedingt besser macht. Und das Wort „Bundestagswahl“ ist zum reinen Reizwort für mich geworden.

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  5. Was für Ideen, also das mit den Pilzen…was ist ein Küchebadkombinationsfenster? Durchreiche ins Bad?
    Ich drücke dir die Daumen, dass der gesamte Plan klappt!

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    • Dieses Fenster ist deswegen so kompliziert einzubauen, weil es einen gemeinsamen Rahmen hat, aber sich zwischen den beiden Fensterflügeln die Trennwand zwischen Küche und Bad befindet. Die anderen gehen alle relativ flott. Aber meine Nachbarin in der gleichen Wohnung zwei Etagen unter mir, erzählte, dass die drei Fensterbauer fast drei Stunden für dieses Fenster gebraucht haben.
      Heute wechselt mein Sohn schon mal die Toilettenbrille. Das Anbringen der neuen hätte ich mir nach dem dreimaligen Ansehen des Videos durchaus zugetraut – aber ich bekomme mit keinen Kniffen oder Tricks die alte abgebaut. Vielleicht muss er eine Eisensäge ansetzen.
      Ansonsten: Schau’n wir mal.

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  6. Liebe CC,
    Zumindest bist Du vorbereitet. Seit Mai lebe ich mit einem 40-l-Sack Blumenerde in meinem Wohn-/Schlafzimmer. Andere legen sich einen Teppich hin. Natürlich könnte ich sagen: Hab kein Auto, Keller ist voll, weil das Bücherregal immer noch fehlt und Balkon ist voll, da überall Blumen rumstehen. Na ja also sage ich Verwunderten: Hübscher Sack, was? Sowas wollte ich schon immer….Gabbeh? Perser? Tibeter? Püh! Langweilig…
    Warten steigert die Vorfreude, auf was auch immer.
    Selig sind die Wartenden oder so. Steht bestimmt irgendwo in einem wichtigtuerischen Pamphlet.
    Zumindest könnte bei Dir jetzt ein Handwerker kommen, bei mir kommt nur ein kleiner Pieks.
    Liebe Grüße
    Amélie

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    • Hallo, meine liebe Blumenerdesackhüterin! Diese Riesenmenge muss dir ein starker Mann in die Wohnung geschleppt haben – oder du bist so unendlich stark, dass du das alleine geschafft hast. Ich ächze ja schon bei 20 kg, wenn ich die hier meine 8 Stufen hochtragen muss.
      Spitzenmäßig wäre es natürlich, wenn du den Sack auf dem Fußboden ausschüttest und Grassamen verteilst – dann kannst du auf der grünen Wiese schlafen und musst nie wieder saugen oder wischen.
      Selig sind die Wartenden und die Geduldigen – ich scheine zu beiden nicht zu zählen, denn der Seligkeitszustand wird mir verwehrt.
      Mein Handwerker ist wohl Pieks-Verweigerer, aber da kenne ich noch so einige andere. Ich fühle mich mit meiner Impfung ziemlich unantastbar und habe kaum Angst vor Ansteckung – ich hoffe, ich bin da in der richtigen Spur.
      Ganz liebe Grüße zu dir von mir

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      • Ja, das war mein starker Sohn. Wir nehmen sonst auch 20l-Säcke…das war ein Fehlkauf…egal…Erde geht ja irgendwie immer. Der Pieks tat weh. Ich schrie Aua! Als sie mir die Nadel in den Arm rammte und ich machte es mit Aua! Noch schlimmer, denn dann begann sie auch noch mit der Nadel in meinem Muskel herumzupolken nach weniger Aua! und damit tat es noch mehr weh. Ich gab mir zumindest Mühe, nicht zu quietschen oder gar seitwärts vom Stuhl zu kippen und Mannomann! Ich saß da echt als hätte ich Sprungfedern im A….…aaaber …zum Glück bin ich jetzt zu Hause. Mal sehen, was meinem Körper so einfällt, um mir zu signalisieren, dass er Corona so richtig Kacke findet. Nach dem ersten Pieks fühlte ich mich wie ein nächtelanger Durchfeierkeks am frühen Morgen und ganz ohne Lila Wolken.
        Liebe Grüße
        Amélie

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        • Meechen, da hast du beim Impfen offenbar wirklich Pech gehabt – ist mir noch nie passiert, muss man aber auch nicht haben. Aber wenn ihr alle die DDR-Spritzen miterlebt hättet, die ja mehr oder weniger nur angespitzte Zaunpfähle waren, kämen euch die jetzt verwendeten wie Himmelspieker vor. Dein Impfmensch hatte offenbar keine Ahnung.
          Ruh dich einfach nur aus, meist hilft das ja schon!

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          • Liebe CC,
            Kürzlich erzählte mir meine Mutter eine Geschichte…wie sie in Gummiüberschuhen in ein Kuhloch trat, sich dabei einen komplizierten Splitterspiralbruch im Knöchel zuzog. Meine Urgroßmutter, die sie in der Nähe von Hannover empfahl ihr, die Verstauchung über eine Flasche zu rollen…so…ooooch…ist ja mal alles nicht so schlimm. Der Bruch heilte nicht, der Knöchel schwoll nach wochenlanger Fehlbehandlung an. Meine Mutter war zehn Jahre alt als ihr der Doktor mitteilte: tja, den müssen wir wohl noch mal brechen…
            Und sagte es und tat es.
            Ohne Betäubung wohl gemerkt.
            Was ist dagegen schon so ein pupsiger Pieks?
            DDR-Spritzen kenne ich auch ohne DDR.
            Glaub mir😎
            Ich zerfalle übrigens bei zu viel Sonneneinstrahlung und bin allergisch gegen Knoblauch…😁
            So jetzt geh ich aber schlafen. Nachher sauge ich eine Wassermelone aus.
            So long❣️🍃🦋

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  7. Na, wenn die Handwerker nicht eintrudeln, kannst Du ja auf dem Rasen ein wenig Fußball spielen oder Minigolf üben 🙂 Das mit den Pilzen würde ich auch lassen, ein ungeübtes Sammeln endet schnell wie ein Krimi. Bin gespannt, wie lange Du jetzt in Deiner umgeräumten Wohnung ausharren musst, bis die Handwerker auf der Matte stehen. Aber Dir fällt ja immer was ein, wie man sich die Situation gemütlich machen kann 🙂 Liebe Grüße und einen guten Wochenstart

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    • Wenn sich mein Handwerker dazu äußert, ob er jetzt in der nächsten Zeit kommen wird oder es doch verschieben muss, danach werde ich entscheiden, ob ich alles wieder auf den Balkon zurück räume. Sicher ist es nicht lebensnotwendig, aber schön wäre es doch gewesen. Mal sehen, wann die Fensterbauer eintreffen. Irgendwie mag ich ja so einen Schwebezustand mit Minigolf oder Fußball überhaupt nicht.
      Zum Glück habe ich mittags und abends zwei Termine, die mich ein wenig ablenken werden

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