Claras Allerleiweltsgedanken

Nebeneinnahmequelle entdeckt

11 Kommentare

Besonders vor der Tagesschau wird im ersten Programm in regelmäßiger Langweiligkeit eine Werbung über die menschliche Verdauung gesendet. Ob Männer oder Frauen, ob jüngere oder ältere Leute, ob mit Enkelkindern oder mit Hund ausgestattet – alle behaupten, dass sie durch die regelmäßige Einnahme von „KIJIMEA Reizdarm PRO“  ihren Darm zu anständiger Arbeit erzogen haben. Sie vergessen dabei aber zu erwähnen, dass sie nicht nur ihren Darm entleeren, sondern auch ihr Portemonnaie, denn das Medikament ist verhältnismäßig teuer mit einem Stückpreis von 0,80 €.

Für mindestens 4 Wochen soll man täglich 2 Dragees einnehmen – also in einem Monat schluckt der Reizdarm mindestens 46,00 € – bloß von der Wirksamkeit konnte mich der Hersteller nicht überzeugen, denn ich habe es getestet. Ich habe mich sogar an die zweite Empfehlung gehalten und das Zeug 12 Wochen lang eingenommen, also einiges über 100 € verschluckt.

WIE KANN FRAU BLOSS SO BLÖD SEIN?

Wenn ich mir im Internet genauere Informationen über dieses „Volksleiden“ einholen will, steht an erster Stelle ein Video eines Doktors von der Herstellerfirma eines anderen Medikaments, was mindestens genau so gut (oder sogar noch viel besser) helfen soll. Das dumme an dem Video ist nur, dass es keinen Schieberegler zum vorspulen gibt, denn er verkündet am Anfang, dass das Beste erst zum Schluss kommt. – Ich hatte nieeeeeeee so viel Zeit oder Geduld, um mir dieses Blabla bis zum Ende anzuhören.

Meine Nebeneinnahmequelle besteht darin, dass ich mich als Darstellerin für die Werbung anbiete. Mein Spruch, den ich allerdings nicht sagen dürfte, wäre viel lustiger als die jetzige Werbung und vor allem würde ich 3-D-Fernsehen einführen:

Sehen – hören – schnuppern

Und jetzt noch was anderes, was mich erstaunt und erfreut hat. Seit kurzem sehe und mache ich bei BR um 8.45 Uhr die Telegymnastik. Anschließend gab die Programmansagerin Hinweise auf die nächsten Programme. Und die Frau sagte tatsächlich: dreiviertel zehn – und nicht Viertel vor zehn oder 9:45 Uhr. Ich musste schmunzeln – schließlich ist ja Bayern meine Geburtsheimat.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

11 Kommentare zu “Nebeneinnahmequelle entdeckt

  1. Ein Esslöffel Flohsamenschalen und ein DREIVIERTEL 😉 Liter Wasser hinterher schütten, genügt auch.

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  2. Liebe CC,
    Das Antireizdarmzeugs klingt nach eventuellen Nachkommen von „Dr. Schmidts Allzwecksaft“. Fuhr früher mit dem Pferdewagen übers Land und pries sein Zeug an. War da nicht sogar Pferdepipi drin…? Aber was soll’s? Müllers Rheuma ging davon jedenfalls sogar bei vollem Sonnenschein im heißen Juli weg. Hat also geholfen!
    Jetzt ist es gerade sechs Minuten über Dreiviertel vier, also 15:51Uhr…
    Rischtisch…?🧐
    Liebe Grüße
    Amélie

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  3. Gleich ist es dreiviertel acht, guten Morgen, liebe Clara. 🙂

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    • Echt und ehrlich? Sagt Bayern wirklich viertel und dreiviertel acht, neun, zuehn usw.
      Da musste ich mich ja noch nie im Leben umstellen – bei meiner Geburt in Metten Ndb. war es noch nicht so ausschlaggebend für mich – Hauptsache war, ich bekam pünktlich was zu trinken.

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      • Dreiviertel acht und viertel nach neun, ja. Viertel neun dagegen, was ja auch 08:15 Uhr ist, eher nicht. Wobei ich dir jetzt nicht sagen kann ob das in ganz Bayern so ist. Ich glaube aber schon 🙂

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        • Liebe Mitzi – das ist dann aber „gemischte Sprechweise“ – dreiviertel acht und viertel nach neun sind verschiedene Uhrzeitwelten. Entweder dreiviertel acht und viertel zehn oder viertel vor acht und viertel nach neun. – Mir ist es vollkommen egal, aber eingefleischt ist eben eingefleischt.
          Eine gute Woche für dich!

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  4. Moin Clara. Oh ha. Kitjidingsbums? Ik segg mal so: Wat der Buer nich kennt, dat fritt he nich, wat der Buer nich mutt, dat deit he nich. Un weißt was? He kann god schieten.
    Leive Gröte nach Balin.

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    • Mein Gott, lieber Sven, jetzt hast du ja höhere Ansprüche an mein Sprachverständnis gestellt. Ich bin sehr sehr froh, dass ich dieses wunderbare Platt LESEN darf und nicht hören muss, denn bei letzterem hätten deine Erfolgsaussichten, von mir verstanden zu werden, gegen Null, nein, gegen 20 gependelt. Schriftlich hast du sogar OHNE Übersetzungsprogramm 100 Prozent erreicht – herzlichen Glückwunsch uns beiden!

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  5. Liebe Clara,
    ich denke, wir zappeln alle mehr oder weniger wie Fische am Haken diverser Firmen, die uns ihren Krimskrams, jetzt nicht nur reizende Reizdarmgeschichten, verkaufen möchten.
    Die ganz großen Zahlen, die wir gestern bei Herrn Heinrich lernen durften, wären ja für die Katz, würden wir nicht die entsprechenden Summen in Form von mühsam ersparten Euros oder Dollars an „systemrelevante“ Konzerne überweisen, um die Damen und Herrn Gründer zu Milliardären zu machen. Während wir noch den Beipackzettel lesen, sind die feinen Herrschaften zu einem Kurztrip ins All aufgebrochen… und müssen vielleicht feststellen, dass das Universum nicht vor Blähungen und Durchfall schützt… 😉
    meint, einen schönen Tag wünschend,
    der Ösi

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    • Du sagst es, lieber Ösi, wir zappeln alle an den mehr oder weniger langen oder kurzen Leinen der Konzerne, denn wir hier alle, die wir so munter flockig hier bloggen, werden nie in so einer Rakete sitzen, die mal für ein paar Minuten oder Stunden oder Tage ins All fliegt. Allerdings haben wir dann auch nicht die Chance, in so einer Rakete beim Wiedereintreten in die Atmosphäre zu verglühen. Ich gönne ja niemandem etwas Schlechtes – doch ab und an muss man auch mal Ausnahmen machen.
      Ösi, das hast du so wunderbar geschrieben, das muss ich gleich noch mal hier auf dem großen Bildschirm lesen – das neue Handy hat zwar schon ein größeres Display, aber eben noch nicht so groß wie mein Computerbildschirm. Und da habe ich doch beim Kauf des Handys bewusst nicht Herrn Bezos reich gemacht, sondern eine Firma in Südkorea, die es fast direkt in mein Haus geliefert haben.

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    • Pardon – den schönen Tag wünsche ich dir selbstverfreilich auch!

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