Claras Allerleiweltsgedanken


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Sparsamkeit ist eine Zier …

… doch hier wär’s besser ohne ihr“

(Das bekannte Sprichwort ganz grob verunglimpft, aber zumindest für meinen Fall zutreffend.)

Ich wohne jetzt Pi mal Fensterkreuz sechs Jahre in dieser Wohnung – ca. vier davon hatte ich nie Ärger mit dem Wasser – nicht mit dem einfließenden und auch nicht mit dem abfließenden.

Dann fing es so ganz allmählich an, dass es besonders in der Küche  Abfließprobleme gab. Oft genug kam der Sohn und hat die gesamte Plastikarmatur unterhalb des Abflusses gereinigt – doch meist waren seine Worte: „Da ist nichts drin, da ist nichts verstopft.“ – nur das Wasser stand ohne Stöpsel und wollte nicht weg.

Also wurde ein neues „Gerät“ zu meinem absoluten Liebling erklärt:

Schnell lernte ich, mit einer Hand oder einem dicken Papierpfropfen den Überlauf zu verstopfen und zu pumpen und zu pumpen, bis das Wasser wieder besser abfloss. – Doch einige Zeit später reichte das nicht mehr – also wurde die chemische Keule eingesetzt, die aber letztendlich auch keine Dauerlösung war.

Entleerte die Waschmaschine ihre dreckige Lauge, sah es so aus – und das war nicht der Höchststand:

Also war das Pumpstängelchen auch im Badezimmer Dauergast – dort ging es sehr viel unbequemer als in der Küche, da die Einhebelmischbatterie im Weg war.

Wurde wieder ein wenig Durchfluss erreicht, gluckerte es wie bekloppt beim Abfließen – nicht nur für mich störend. Leider ist das Gluckern im Bad geblieben – es ist, als wenn der Abfluss laut rülpst. 😉 🙂

Also habe ich endlich unseren Hausklempner um einen Termin gebeten – und der war gestern. Er setzte ein elektrisches Saugrohr in der Küche an, nachdem er die Abflussarmatur abgeschraubt hatte. Er meinte, das Poltern im Absaugrohr zeigte, dass der Zugang zum Hausabflussrohr relativ verstopft war.

Der Abschluss war folgender: Er füllte das Spülbecken bis zum obersten Rand, zog den Stöpsel und es floss mit einer deutlichen Strudelbildung ab.

Das muss ich jetzt an beiden Stellen täglich bis Samstag machen. – Der viele Wasserverbrauch durch diese Maßnahme tut mir jetzt schon leid.

Aber schon Frau Tonari, die früher auch hier bloggte und bei den Berliner Wasserwerken arbeitet, erklärte uns, dass das Wassersparen Probleme bringt. Durch die Leitungen muss kräftig Wasser laufen, nicht nur so ein bisschen von der Spülmaschine.

Na gut, ich werde mal zusehen, dass es sich nicht wieder zusetzt.